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ALLRIS - Drucksache

Geschäftliche Mitteilung - 0855/2019

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Beratungsfolge

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Antrag

Antrag:

 

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Sachverhalt/Begründung

Anlass

Die Straße Zum Forst liegt in den Kieler Stadtteilen Wellsee und Rönne. Zwischen der Marconi-

straße und dem Rönner Damm ist sie als Kreisstraße (K 16) eingestuft. Sie stellt eine wichtige Verbindung zwischen den Stadtteilen Rönne und Wellsee sowie des Stadtteils Rönne mit der Innenstadt dar. Zurzeit steht dem Verkehr in der Straße Zum Forst eine Fahrbahn mit einer Breite von ca. 5,00 m zur Verfügung. Elemente der Barrierefreiheit sind heute nicht vorhanden. Der Begegnungsverkehr Bus/Bus bzw. Bus/Lkw ist nur unter Inanspruchnahme der Fahrbahnbankette möglich. Der Fußgänger- und Radverkehr muss zurzeit in der Fahrbahn abgewickelt werden, kann dort aber nicht sicher geführt werden. Die Bushaltestelle Beekkate wurde bislang nicht barrierefrei ausgebaut.

 

Daher wird insbesondere von den Bürgern aus dem Stadtteil Rönne der bedarfsgerechte Ausbau der Straße Zum Forst mit einer Verbesserung für Fußnger und Radfahrer gefordert.

 

 

Historie

Die Führung einer Geh- und Radwegtrasse entlang der Straße Zum Forst zwischen der Marconi­straße (am Asphaltmischwerk in Wellsee) in Verlängerung der Segeberger Straße und dem Ortsteil Rönne wurde durch das Tiefbauamt in Begleitung des Umweltschutz- und Stadtplanungsamtes seit dem Jahr 2008 in mehreren Varianten untersucht. Unter Berücksichtigung und Abwägung der Konflikte mit dem Naturschutz ist eine Vorzugsvariante im Jahr 2011 ausgearbeitet worden. Die zuletzt favorisierte Variante eines kombinierten Geh- und Radweges wurde im März 2012 dem Bauausschuss vorgestellt und vorbehaltlich der Finanzierung beschlossen (Drucksache 0141/2012).

 

Der Geh- und Radweg ist in diesen Planungen vorwiegend als separate Nebenanlage vorgesehen. Dabei musste zwei Mal die Straßenseite gewechselt werden. Die im Verlauf liegende Brücke ist erneuerungsbedürftig. Mit Beginn der bebauten Bereiche in Rönne würde der Radweg auf die Fahrbahn gelegt. Bei der Planung wurde intensiv abgewogen zwischen verkehrlichen und naturschutzfachlichen Belangen.

 

Zwischen Verwaltung und Ortsbeirat blieb damals insbesondere die Frage strittig, ob die Einndung Zum Forst / nner Damm als T-Knoten oder als Kreisverkehr gestaltet wird. Der Bauausschuss hat sich in seinem Beschluss von 2012 jedoch einstimmig für den von der Verwaltung favorisierten Kreisverkehr ausgesprochen.

 

Die Kosten für die Umsetzung dieser Pläne wurden damals auf ca. 3 Mio. € geschätzt.

 

Die Baumaßnahme wäre mit ca. 10 % durch Fördermittel finanziert worden.

 

 

Aktueller Sachstand

Am 04.12.2018 ist das Thema erstmals nach vielen Jahren im Ortsbeirat Wellsee / Kronsburg / nne erneut behandelt worden. An dieser Sitzung haben Vertreter des Grünflächen- und des Tiefbauamtes teilgenommen und die Planunterlagen erneut vorgestellt.

 

Am 15.02.2019 hat es nun einen Ortstermin zwischen dem Ortsbeirat und der Verwaltung (Umweltschutzamt, Grünflächenamt und Tiefbauamt) zu dieser Planung gegeben. Die vom Ortsbeirat nun gewünschte Führung eines Fußweges wurde dabei von der Verwaltung nachvollzogen. Der Einschätzung des Radverkehrsbeauftragten konnte der Ortsbeirat bei dem Termin folgen und sprach sich für die Führung der Radfahrenden auf der Fahrbahn aus. Die Veränderung der Planung erfordert jedoch die erneute Aufstellung eines landschaftspflegerischen Begleitplanes. Die bestehenden Planungen sind durch die Veränderungen weitestgehend unbrauchbar und insbesondere die naturschutzfachlichen Unterlagen überaltert. Das gesamte Planverfahren wird erneut durchzuführen sein und wird entsprechend mehrere Jahre in Anspruch nehmen. Allein die landschaftspflegerische Begleitplanung wird mindestens 1,5 Jahre in Anspruch nehmen.

 

Durch die Veränderung der Planung von einer Rad- und Fußwegverbindung zu einer reinen Fußwegverbindung haben sich nicht nur die technischen Randbedingungen des Vorhabens verändert, es ist auch die Förderfähigkeit als ein Radwegeprojekt weggefallen. Das Tiefbauamt wird sich aber im Zuge der Planung um eine alternative Fördermöglichkeit bemühen. Für eine gute oder gar belastbare Kostenschätzung ist es zum jetzigen Zeitpunkt noch zu früh. Die Verwaltung wird bis Mitte 2020 eine neue priorisierte Linienführung für den neuen straßenbegleitenden Gehweg erstellen und mit der Unteren Naturschutzbehörde abstimmen. Auf dieser Grundlage soll danach eine neue landschaftsplanerische Begleitplanung beauftragt werden, um die Ausgleich- und Ersatzmaßnahmen zu ermitteln und zu bewerten.

 

Unter Berücksichtigung der reduzierten technischen Anforderungen der Planung eines straßenbegleitenden Fußweges aber auch der seit der letzten Kostenschätzung aus dem Jahre 2011 gestiegenen Baukosten für derartige Projekte wird durch das Tiefbauamt vorerst der alte Ansatz von 3 Mio. Euro als Merkposten für das Projekt vorgeschlagen, der dann zu gegebener Zeit aktualisiert wird.

 

 

 

 

Doris Grondke

Stadträtin

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