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ALLRIS - Drucksache

Interfraktioneller Antrag - 0858/2019

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Beratungsfolge

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Antrag

Antrag:

 

Die Verwaltung wird gebeten, verschiedene Optionen zur Einschränkung des motorisierten Verkehrs bzw. zur Stärkung des Rad- und Fußverkehrs im Aubrook zwischen der Einmündung Melsdorfer Straße und Kreuzung Hedenholz zu prüfen und der Ratsversammlung zur Entscheidung vorzulegen.

 

Unter anderem soll geprüft werden, ob die Einrichtung eines "Verkehrsberuhigten Bereichs" mit Beschilderung durch die Verkehrszeichen 325.1 und 325.2 in Verbindung mit bremsenden Hindernissen (z.B. bepflanzte Blumenkübel, etc.) glich ist, um den motorisierten Verkehr im Aubrook effektiv einzuschränken und zur Einhaltung der Schrittgeschwindigkeit zu zwingen. Daneben soll geprüft werden, ob eine Durchfahrt für motorisierten Verkehr gänzlich verhindert werden kann, indem z.B. ein Absperrpfosten in der Straße installiert wird, sodass der Fuß- und Fahrradverkehr durchgelassen wird, eine Durchfahrt für LKW und PKW aber nicht mehr möglich ist. Auch eine Umwidmung zur Fahrradstraße soll geprüft werden.

 

Die beiden Ortsbeiräte Hassee/Vieburg und Schreventeich/Hasseldieksdamm sollen frühzeitig, d.h. vor Beginn der Prüfung durch die Verwaltung, eingebunden werden, damit von dort Anregungen kommen können, die in der Prüfung berücksichtigt werden sollen. Sollten die Ortsbeiräte oder einer davon grundsätzliche Einwendungen gegen die Schließung für den Kfz-Durchgangsverkehr haben, ist vor Beginn der Prüfung erneut der Bauausschuss zu beteiligen.

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Sachverhalt/Begründung

Begründung:

 

Der Aubrook bietet sich nicht zur Durchfahrt mit motorisierten Verkehrsmitteln an. Der sehr kurvige Straßenverlauf mit der dichten Bepflanzung zu beiden Seiten sowie der geringen Ausweichmöglichkeit bei Gegenverkehr erlauben keine gute Übersicht für LKW- und PKW-Fahrer*innen. Zusätzlich wird der Aubrook mit seiner Lage im Grüngürtel zunehmend von Fahrradfahrer*innen und Fußnger*innen in Anspruch genommen und als grüne Oase in der Stadt geschätzt. Ebenso sind häufig spielende Kinder auf der Strecke unterwegs. Auch nehmen viele Besitzer*innen von Hunden diese Strecke gerne für Spaziergänge in Anspruch.

Diese Kombination macht es noch schwieriger für Auto- und LKW-Fahrer*innen, den Aubrook sicher zu durchfahren. An vielen Stellen haben Fußnger*innen und Radfahrer*innen kaum Ausweichmöglichkeiten bei Vorbeifahrt großer LKW oder PKW. Trotzdem kommt es immer wieder vor, dass PKW- und LKW-Fahrer*innen mit zu hoher Geschwindigkeit durch den Aubrook fahren und sich selbst und andere gefährden. Dabei ist eine Befahrung des Aubrooks für den motorisierten Verkehr nur für anliegende Kleingärtner*innen und Anwohner*innen tig und eine komplette Durchfahrt ist nicht notwendig.

Daher soll geprüft werden, wie der motorisierte Verkehr im Aubrook so eingeschränkt und gebremst werden kann, dass die Anwohner*innen und Kleingärtner*innen weiterhin Zugang zu ihren Häusern und Gärten haben, der darüberhinausgehende LKW- und PKW-Verkehr aber mindestens stark reduziert oder sogar verhindert wird. Eine Einschränkung dieser Art bedeutet einen erheblichen Mehrwert für alle Anwohner*innen, Fußnger*innen und Radfahrer*innen und steigert den Freizeit- und Erholungswert des Aubrooks immens. Für den motorisierten Verkehr bedeutet eine solche Maßnahme aber keinen wesentlichen Nachteil, da eine Fahrt über Uhlenkrog und Hofholzallee deutlich sicherer und schneller ist. Diese Strecke ist auch wesentliche besser r den motorisierten Verkehr geeignet.

Der Ortsbeirat Schreventeich/Hasseldieksdamm hatte in der vergangenen Wahlperiode einen ähnlichen Antrag gestellt, während der Ortsbeirat Hassee/Vieburg damals das Ergebnis des Verkehrsversuchs „Hasseer Straße“ abwarten wollte, bevor er sich des Themas annehmen wollte.

 

gez. Bürgerliches Mitglied Achim Heinrichs   f.d.R.

SPD-Ratsfraktion

 

gez. Ratsherr Arne Stenger     f.d.R.

Ratsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

 

gez. Ratsfrau Christina Musculus-Stahnke   f.d.R.

FDP-Ratsfraktion

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