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ALLRIS - Drucksache

Geschäftliche Mitteilung - 0053/2020

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Beratungsfolge

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Antrag

 

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Sachverhalt/Begründung

Dem Wunsch des Bauausschusses entsprechend berichtet die Bauverwaltung über den aktuellen Sachstand zum Kieler Schloss und Konzertsaal.

 

Sanierungsplanung Konzertsaal

 

Mit Eigentumsübergang der Immobilie Kieler Schloss und Konzertsaal wurde das Dezernat II bzw. die Immobilienwirtschaft Anfang 2019 beauftragt, auf Grundlage des vorliegenden Gutachtens den Planungsprozess für die Sanierung des Konzertsaals einzuleiten.

 

Im ersten Schritt wurde ein externes Büro verpflichtet, um die EU-weiten Vergabeverfahren für die Projektsteuerung und verschiedenen Planungsleistungen vorzubereiten und durchzuführen.

 

Nach den aufgrund der Wertgrenzen erforderlichen Vergabebeschlüssen der Ratsversammlung im August und September 2019 wurden

 

  • das Büro schmitz.reichard, Hamburg/Aachen, mit der Projektsteuerung (s. Drs. 0649/2019),
  • die Büros GMP, Berlin / bbp Architekten, Kiel, mit der Objektplanung (s. Drs. 0788/2019)
  • und das Büro Wetzel & von Seth, Hamburg mit der Tragwerksplanung (s. Drs. 0789/2019)

 

beauftragt.

 

Die parallel erfolgten EU-weiten Ausschreibungen für die Planungsleistungen der Technischen Gebäudeausstattung Heizung, Lüftung, Sanitär und Elektro mussten mangels Bewerbern bzw. Angeboten aufgehoben werden (s. Drs. 0869/2019 und 1013/2019). Nach Durchführung der in den Aufhebungsvorlagen angekündigten Verhandlungsverfahren konnten jedoch geeignete Büros gefunden werden, so dass zeitnah entsprechende Vergabeentscheidungen erfolgen können.

 

Ebenfalls bereits in Vorbereitung befinden sich die Auftragsvergaben für die thermische Bauphysik und den Brandschutz. Bis Ende Februar sind die noch ausstehenden Vergaben für die Bau- und Raumakustik, die Bühnentechnik, die Denkmalpflege und die Schadstoffsanierung vorgesehen.

 

Das vorhandene Planungsteam aus Vertreter*innen der Fachverwaltung und den beauftragten Büros ist auf Basis des Gutachtens im Oktober 2019 in den Planungsprozess eingestiegen und bereitet derzeit die Vorentwurfsplanung vor. Der Statiker prüft die Bestandsunterlagen und erstellt einen Abgleich zum tatsächliche gebauten Zustand. Damit werden die Grundlagen für die noch zu beauftragenden Fachplanungen gelegt, die auf dieser Basis sehr konkret und zielführend in die Planungsaufgaben eingebunden werden können.

 

 

Gegenstand der aktuellen Planungsphase ist auch die Überprüfung und Aktualisierung des aus 2016 stammenden Gutachtens, um darauf aufbauend die Kostenschätzung und Zeitenplanung zu konkretisieren. Die Ergebnisse sollen noch im 1. Quartal 2020 vorliegen und werden der Selbstverwaltung zur Kenntnis gegeben.

 

Aktuelle bauliche Maßnahmen

 

Mit dem Eigentum an der Liegenschaft hat die Landeshauptstadt Kiel auch die Betreiberverantwortung übernommen. Wie bereits in den Drucksachen 0602/2018 und 0979/2018 dargestellt, sind kurzfristige Maßnahmen zur Gewährleistung des Brandschutzes und damit zur Aufrechterhaltung des Betriebes erforderlich.

 

Diese Maßnahmen werden seit Eigentumsübergang kontinuierlich in Abstimmung mit den Nutzer*innen und mit Rücksicht auf die betrieblichen Abläufe umgesetzt. Konkret geht es um die Ergänzung bzw. Erneuerung der Brandmeldeanlagen, Einbauten zur Schaffung und Aufrechterhaltung notwendiger Rettungswege im Schloss und Konzertsaal. Zusätzlich werden die CO-Warnanlage und die Brandmeldeanlage in der Tiefgarage erneuert bzw. angepasst. Vorhandene Lüftungsanlagen werden überprüft und soweit technisch noch möglich nachgebessert bzw. instandgesetzt.

 

Weiterentwicklung des Gesamtareals

 

Mit der Drucksache 0602/2018 wurde die Verwaltung ebenfalls beauftragt, ein Nutzungskonzept für die Weiterentwicklung des Gesamtareals mit Schloss und Konzertsaal zu entwickeln und dazu insbesondere die Machbarkeit eines Kultur- und Kongresszentrums zu prüfen.

 

Parallel zu den Sanierungsplanungen laufen daher derzeit die verwaltungsinternen vorbereitenden Abstimmungen zum Einstieg in die Machbarkeitsprüfung. Im ersten Schritt sollen mit externer Expertise aus den für Kiel aufgezeigten Bedarfen an Kongress- oder Tagungskapazitäten konkrete Raumbedarfe abgeleitet und mit den Bestandsgebäuden Schloss und Konzertsaal abgeglichen werden.

 

 

 

 

 

Doris Grondke

Stadträtin

 

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