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ALLRIS - Drucksache

Geschäftliche Mitteilung - 0094/2020

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Beratungsfolge

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Antrag

 

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Sachverhalt/Begründung

Der Ausschuss für Schule und Sport hat die Verwaltung um einen Bericht zum Vorhaben einer Aufteilung der Zuständigkeiten für Kommunalbau und Bildungsbau in der Immobilienwirtschaft gebeten.

 

Per Geschäftlicher Mitteilung (0397/2018) hat die Verwaltung im Mai 2018 angekündigt, in der Abteilung Hochbau der Immobilienwirtschaft eine thematische Trennung zwischen Bildungsbau und Kommunalbau vornehmen zu wollen. Die Überlegungen haben sich dahingehend entwickelt, innerhalb der Immobilienwirtschaft zwei getrennte Abteilungen für die beiden Themenbereiche einzurichten, wobei sich die jeweilige Personalstärke im Wesentlichen am Volumen der vorhandenen bzw. zukünftig zu erwartenden Projekte orientiert.

 

Der überwiegende Teil der Mitarbeiter*innen wurde daher dem Bildungsbau zugeordnet. Die Abteilung verfügt inkl. der Leitung über insgesamt 31 Planstellen mit verschiedenen Funktionen im Bereich der Planung, der hochbaulichen Durchführung und der technischen Gebäudeausstattung.

 

Die Abteilung Kommunalbau verfügt inkl. der Leitung über insgesamt 11 Planstellen. Neben dem geringeren Umfang der Projekte kommt im Unterschied zum Bildungsbau hinzu, dass im Kommunalbau aufgrund der individuellen und spezialisierten Bauprojekte keine eigenen Planungsleistungen erbracht und somit auch keine Kapazitäten für diese Aufgabe vorgehalten werden.

 

Formell wurde die Umorganisation per Organisationsverfügung des Oberbürgermeisters im Juli 2019 rückwirkend zum 1. März 2019 in Kraft gesetzt. Zwischenzeitlich ist auch die tatsächliche Umsetzung weitestgehend erfolgt, wobei in Einzelfällen bei der Zuordnung der Mitarbeiter*innen noch Rücksicht auf laufende Projekte bzw. die Vakanzen bei der Stellenbesetzung genommen werden musste. Auch aktuell kann die Durchführung der Projekte nur mit gegenseitiger abteilungsübergreifender Unterstützung sichergestellt werden.

 

Bei den freien bzw. neu hinzugekommenen Planstellen konnten in beiden Abteilungen zwischenzeitlich mehrere Besetzungen erfolgen, wobei aber insbesondere bei den Planstellen für Projektleitungen und im Bereich der technischen Gebäudeausstattung noch Vakanzen bestehen.

 

Während die Stelle der Abteilungsleitung Bildungsbau im Herbst 2019 mit einem Mitarbeiter aus der Immobilienwirtschaft besetzt werden konnte, sind mit der bei der Amtsleitung angebundenen Stabsstelle Koordinierung Bildungsbau und der Abteilungsleitung Kommunalbau auch nach mehrfach erfolgter Ausschreibung noch zwei wichtige Stellen in der Leitungs- bzw. Steuerungsebene unbesetzt. Eine kommissarische Besetzung ist derzeit nur für die Stelle der Abteilungsleitung Kommunalbau möglich, wobei die Mitarbeiterin im Sommer 2020 aus dem Dienst bei der Landeshauptstadt Kiel ausscheiden wird.

 

Die Bemühungen um weiteres Personal wurden und werden mit dem Werben um Initiativbewerbungen und gezielte Stellenausschreibungen kontinuierlich fortgesetzt.

 

Im Hinblick auf die verfügbaren Kapazitäten konnte mit dem abgestimmten Bauprogramm der Immobilienwirtschaft Einvernehmen und Transparenz über das zu bewältigende Bauvolumen erzielt werden. Mit der angestrebten weiteren Erhöhung der Kapazitäten durch Besetzung offener Stellen ergeben sich je nach Zeitraum ggf. noch Möglichkeiten zur Erweiterung des bestehenden Programms bzw. verbessern sich die Grundlagen für zukünftige Planungen wie z.B. die Aufstellung des Schulbauprogramms 2.0.

 

Erste Auswirkungen machen sich bereits in den zur Beschlussfassung vorliegenden Änderungen am Schulbauprogramm bemerkbar, indem bereits ein Projekt mehr vorgezogen werden kann, als es zuletzt in der Befassung durch die Steuerungsgruppe Schulentwicklungsplanung abzusehen war.

 

Parallel zu den Bemühungen um neues Personal werden aufbauend auf der bereits erfolgten organisatorischen Veränderung weitere Schritte verfolgt und Optionen geprüft, die zu einer Optimierung der Bauvorhaben und damit auch zur Stärkung des Bildungsbaus bei der Landeshauptstadt Kiel beitragen können. So wird beispielsweise noch Potential für einen effektiveren Ressourceneinsatz durch geregeltere Prozesse zwischen den beteiligten Ämtern oder z. B. in der Anwendung von Baustandards gesehen. Aber auch weiterführende Organisationsveränderungen oder alternative Verfahren wie die Öffentlich-Private Partnerschaft werden auf ihre Umsetzbarkeit und Vorteilhaftigkeit hin überprüft.

 

Die Verwaltung wird die Selbstverwaltung dem Fortgang der Überlegungen bzw. Entwicklungen entsprechend informieren und einbinden.

 

 

 

 

 

Doris Grondke

Stadträtin

 

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