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ALLRIS - Drucksache

Antrag der Verwaltung - 0246/2020

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Beratungsfolge

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Antrag

Antrag:

 

Die Kommission für Historische Stadtmarkierungen hat in ihrer Sitzung am 18.02.2020 folgende Handlungsempfehlungen an den Kulturausschuss und den Bauausschuss beschlossen:

 

Der Bauausschuss und der Kulturausschuss gen beschließen:

 

  1. Der Schauspieler Henry Vahl wird durch eine städtische Gedenktafel an seinem ehemaligen Wohnhaus in der Iltisstraße 49 geehrt.
  2. Zur Erinnerung an den „blutigen Donnerstag“, 18. März 1920: Kiel im Kapp-Putsch wird eine Informationsstele zwischen Bergstraße/Kleiner Kiel/IHK errichtet. Der zuständige Ortsbeirat ist einzubeziehen.
  3. Zur Erinnerung an die Bücherverbrennung am 10. Mai 1933 wird auf dem Wilhelmplatz in der Nähe des Amtes für soziale Dienste (Stephan-Heinzel-Straße 2) eine Informationsstele errichtet.
  4. Der Vorschlag Prof. Dr. Ivo Leuschner zu ehren, wird für die LHK vorläufig abgelehnt und zunächst an die CAU weitergegeben.
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Sachverhalt/Begründung

Begründung:

 

Zu 1.

Gedenktafel Henry Vahl

Drucksache 1088/2017 Gedenktafel Henry-Vahl-Platz;

Antrag Ortsbeirat Gaarden;

Beschluss durch Kulturausschuss am 28.11.2017

Positives Votum der Kommission für Historische Stadtmarkierungen am 18.02.2020

 

Zu 2.

Informationsstele Kapp-Putsch

Dr. Rosenplänter, Stadtarchiv und Zentrum für Erinnerungskultur, empfiehlt

zur Erinnerung an Kiel im Kapp-Putsch, insbesondere an den „blutigen Donnerstag“, 18. März 1920 die Errichtung einer Informationsstele zwischen Bergstraße/Kleiner Kiel/IHK. Der Ortsbeirat Mitte ist einzubeziehen.

Die Kommission für Historische Stadtmarkierungen empfiehlt die Aufstellung einer Informations- und Erinnerungsstele zu den historischen Ereignissen um den 18. März 1920 an vorgeschlagenem Ort ausdrücklich.

 

Zu 3.

Gedenken an die Bücherverbrennung

Hintergrund: Antrag „Gedenken an die Bücherverbrennung“ durch den Ortsbeirat Schreventeich/Hasseldieksdamm vom 20.06.2019

Der Ortsbeirat hat in seiner Sitzung am 20.06.2019 beschlossen:

Die Verwaltung wird aufgefordert, einen zentralen Gedenkort an die Bücherverbrennung in Kiel am Ort des Ereignisses auf dem Wilhelmplatz einzurichten. An diesem Ort soll auch eine jährliche Mahn- und Gedenkveranstaltung durchgeführt werden.

In die Vorbereitung sollen der Verband deutscher SchriftstellerInnen in S-H und das Literaturhaus Schleswig-Holstein beteiligt werden. Mit Ihnen soll die geeignete Form eines Gedenkortes abstimmt werden. Der Ortsbeirat Schreventeich-Hasseldieksdamm ist in die Planungen laufend mit einzubeziehen.

 

Die Kommission für Historische Stadtmarkierungen lehnt die Einrichtung eines zentralen Gedenkortes auf dem Wilhelmplatz als Einzelmaßnahme ab.

Eine solche Einzelmaßnahme würde der in der Entwicklung befindlichen Gesamtkonzeption zu authentischen Erinnerungsorten des Zentrums für Erinnerungskultur vorgreifen. Die Bücherverbrennungen sind inhaltlicher Bestandteil dieser Gesamtkonzeption.

Die Kommission für Historische Stadtmarkierungen empfiehlt unabhängig davon die Errichtung einer Informationsstele in der Nähe des Amtes für soziale Dienste (Stephan-Heinzel-Straße 2).

Ein exakter Ort zu den historischen Ereignissen auf dem Wilhelmplatz lässt sich derzeit aus fachlicher Sicht nicht lokalisieren. Eine Informationsstele kann später in andere Kontexte versetzt, bzw. in diese integriert werden.

 

Zu 4.

Vorschlag Benennung Straße, Ort, öffentliche Einrichtung nach Prof. Dr. Ivo Leuschner

Privatinitiative eines Petenten am 20.11.2019 über das Büro des Stadtpräsidenten.

Professor Dr. Ivo Leuschner, Leiter der Sektion für Kinderpathologie am Institut für Pathologie der Medizinischen Fakultät der CAU, am Universitsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Kiel, ist am 29. Januar 2017 im Alter von 57 Jahren unerwartet verstorben.

 

Die Kommission für Historische Stadtmarkierungen kann eine Ehrung Prof. Dr. Leuschners seitens der Stadtverwaltung durch eine Straßenbenennung/Benennung einer öffentlichen Einrichtung zum jetzigen Zeitpunkt nicht empfehlen.

Der r die Kommission grundsätzlich nachvollziehbare Ehrungswunsch soll an das Universitätsklinikum herangetragen werden. Grundsätzlich sollen Ehrungen verdienter Kieler Wissenschaftler*innen zunächst in universitärem Rahmen geprüft und ggf. realisiert werden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Renate Treutel

rgermeisterin

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