Infosystem Kommunalpolitik

 
 
ALLRIS - Drucksache

Geschäftliche Mitteilung - 0250/2020

Reduzieren

Beratungsfolge

Reduzieren

Antrag

 

Reduzieren

Sachverhalt/Begründung

Hiermit legt die Verwaltung Textvorschläge zur Umsetzung der Empfehlungen

der Kommission für Historische Stadtmarkierungen vor.

 

 

Textvorschlagr die städtische Gedenktafel für Henry Vahl:

 

 

Hier wohnte

Henry Vahl

Deutscher Theater- und Filmschauspieler

 

Die Schauspielkarriere des beliebten „Opas der Nation“ nahm in Kiel ihren Anfang. Von 1912 bis 1919 lebte der junge Henry Vahl mit seiner Familie in der Iltisstraße 49. Während dieser Zeit erhielt er erste Engagements am Kieler Stadttheater. Es folgten verschiedene Zwischenetappen, die ihn 1950 nach Hamburg führten. Am Ohnsorg-Theater gelang Vahl schließlich der Durchbruch als gefeierter Volksschauspieler.

Sein altes Gaardener Quartier besuchte er immer wieder gerne.

*1897     1977

26. Oktober, Stralsund  21. Juli, Hamburg

 

 

 

 

Textvorschlagr die Informationsstele „Kapp-Putsch“ an der Bergstraße:

 

 

VORDERSEITE:

Der blutige Donnerstag“ 18. März 1920: Kiel im Kapp-Putsch

Am 18. März 1920 kam es hier am Kleinen Kiel und in den Straßen zwischen Dreiecksplatz und Legienstraße zu heftigen Schießereien. 68 Menschen kamen ums Leben, Soldaten, Freikorpskämpfer, Arbeiter und unbeteiligte Zivilisten. Der „blutige Donnerstag“ war der dramatische Höhepunkt des Kapp-Putsches in Kiel. Bereits am 13. März hatte sich die Marine in Kiel unter Konteradmiral Magnus von Levetzow dem Putsch angeschlossen. Führende demokratische Politiker ließ er festnehmen, wie den Oberpräsidenten Heinrich Kürbis, den SPD-Stadtverordneten und Gewerkschafter Gustav Garbe oder den Juristen Gustav Radbruch. Doch die demokratischen Kräfte setzten sich zur Wehr. Die Gewerkschaften riefen einen Generalstreik aus, um das öffentliche Leben lahmzulegen. Auch die Stadtspitze unter Bürgermeister Fritz Gradenwitz widersetzte sich dem Putsch. In Kiel bewaffneten sich die Arbeiter und traten Admiral Levetzow und seinen Freikorpskämpfern entgegen. hrend die Putschisten in Berlin am 17. März aufgaben, eskalierte die Lage in Kiel am 18. März, weil Levetzow den Kampf fortsetzte. Am Abend flauten die Kämpfe ab und die Putschisten mussten am 19. März die Stadt verlassen. Die zivilen Opfer der Kämpfe wurden am 24. März in einem großen Trauerzug auf dem Eichhof beigesetzt.

 

CKSEITE:

Kapp-Putsch März 1920: Reaktionäre Kräfte attackieren die Republik

Im März 1920 schlug die reaktionäre Rechte gegen die junge Weimarer Republik zu. Die Republik war aus dem Matrosenaufstand und der Novemberrevolution 1918 hervorgegangen. Im August 1919 trat die neue republikanische Verfassung in Kraft, Deutschland war zum ersten Mal eine Demokratie. Doch einflussreiche rechte Kräfte strebten zurück in eine Monarchie oder wollten eine autoritäre Diktatur. Am 13. März 1920 ckte die Marinebrigade Ehrhardt in Berlin ein. Unter Führung des Reichswehrgenerals Walther von Lüttwitz und des ostpreußischen Generallandschaftsdirektors Wolfgang Kapp wurde die Reichsregierung unter Reichskanzler Gustav Bauer (SPD) abgesetzt. Auslöser war die Verfügung der Reichsregierung, die reaktionäre Marinebrigade Ehrhardt und das Freikorps Loewenfeld aufzulösen, um damit Abrüstungsbestimmungen des Versailler Friedensvertrags umzusetzen. Die Gewerkschaften riefen den Generalstreik aus, der nicht nur von der Arbeiterschaft, sondern auch von weiten Teilen des Bürgertums unterstützt wurde. Am 17. März 1920 mussten die Putschisten aufgeben. Die meisten Akteure des Putsches blieben straffrei und konnten ihren Kampf gegen die Republik fortführen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Renate Treutel

rgermeisterin

 

 

Loading...