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ALLRIS - Drucksache

Geschäftliche Mitteilung - 0313/2020

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Beratungsfolge

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Antrag

 

 

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Sachverhalt/Begründung

Am 5. Juli 2018 beschloss die Ratsversammlung u. a. die Erarbeitung eines dauerhaften Konzeptes für die Saison 2019 am Strand Hasselfelde in Kiel-Dietrichsdorf.

 

Da aber aufgrund der historischen Vornutzung des Gebietes (bis zum zweiten Weltkrieg Militärdepot mit chemisch-physikalischer Versuchsanstalt, danach Gewerbestandort, u. a. Schiffsabwrackplatz, und Materialdepot der Bundeswehr) vor allem die Belastung des Untergrundes mit Altlasten und Kampfmitteln sowie weitere Gefahrenstellen wie Bunkerteile im küstennahen Wasser besondere Herausforderungen im Hinblick auf die Verkehrssicherungspflicht der Landeshauptstadt Kiel mit sich bringen, hat das Grünflächenamt die politischen Ausschüsse zu Beginn der Badesaison 2019 in seiner Geschäftlichen Mitteilung vom 9.4.2019 (Drucksache 0369/2019) darüber informiert, dass zur Ausarbeitung eines dauerhaften Entwicklungskonzeptes für den Strand noch die Ergebnisse verschiedener Fachgutachten benötigt werden. Dazu zählten eine aktualisierte Überprüfung durch den Kampfmittelräumdienst des Landes Schleswig-Holstein und eine externe Begutachtung der Erosionssituation am Strand. Auch eine Begutachtung des Schutzstatus´ geschützter Biotope im Strandbereich stand noch aus.

 

Mittlerweile liegen die Ergebnisse dieser Gutachten zwar vor, aber gerade durch die Begutachtung der Erosion am Strand Hasselfelde wurde deutlich, dass eine Eindämmung des starken Sandabtrages durch Wellenangriff dringend erforderlich ist, um eine Freilegung von Altlasten und Kampfmitteln zu verhindern und Gefährdungen von Strandgästen ausschließen zu können. Deshalb wurde zu Beginn dieses Jahres nun eine Vorplanung für verschiedene infrage kommende bauliche Maßnahmen zur Minimierung der Erosion am Strand Hasselfelde in Auftrag gegeben. Denn erosionsminimierende Maßnahmen werden von den zuständigen Stellen im Umweltschutzamt und Grünflächenamt als Voraussetzung für die langfristige Nutzbarkeit des Strandes durch Erholungssuchende und Badegäste gesehen und sollen somit Grundlage für das noch zu erarbeitende dauerhafte Entwicklungskonzept sein.

 

Um auch schon jetzt der Öffentlichkeit eine gefahrlose Nutzung des Dietrichsdorfer Strandes und das Baden in der Förde zu ermöglichen, sorgt das Grünflächenamt seit Sommer 2018 für eine Aufstellung von mobilen Toiletten und zusätzlichen Abfallbehältern, überwacht die Absperrungen um die Bunkerreste an Land und im Wasser und sichert eine Freihaltung der Rettungswege. Die Badewasserqualität wurde bereits in den Jahren zuvor regelmäßig durch das Amt für Gesundheit überprüft. Diese Interimsmaßnahmen sollen solange fortgeführt werden, bis ein dauerhaftes Entwicklungskonzept für den Strand Hasselfelde vorliegt und umgesetzt werden kann.

 

Vor der diesjährigen Badesaison ist außerdem der Ersatz des alten Holzbohlenweges durch einen wetterfesten Betonbohlenweg und eine Abzäunung der aus Naturschutzsicht wichtigen Trockenrasenbereiche am Strand vorgesehen.

 

  

 

 

 

 

Doris Grondke  

Stadträtin

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