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ALLRIS - Drucksache

Geschäftliche Mitteilung - 0679/2020

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Beratungsfolge

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Antrag

 

 

 

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Sachverhalt/Begründung

 

Antragstext

 

Die Verwaltung wird aufgefordert zu prüfen, inwieweit intelligente Warnsysteme, wie z.B. Bike-Flash aus Husum, zur Überwachung von Gefahrensituationen im Kreuzungsbereichen im Kieler Stadtgebiet wie beispielsweise in Garbsen installiert werden können, um Kraftfahrer vor dem Zusammenstoß mit Radfahrern zu warnen und die schwächeren Verkehrsteilnehmer besser zu schützen.

 

Stellungnahme der Verwaltung:

 

Der im Antrag angesprochene sogenannte „Bike Flash“ wurde in Garbsen an einer Zu- und Ausfahrt von einem global arbeitenden Online Händler im Verlauf der Kreisstraße 341 an dem dort straßenbegleitenden 2-Richtungsradweg aufgestellt. Eine Ampelanlage gibt es nicht. Auf der dortigen Kreisstraße darf mit einer Geschwindigkeit bis 70 km/h gefahren werden. Die Strecke ist in dem Bereich anbaufrei. Das Lkw-Aufkommen insbesondere von ortsunkundigen und ausländischen Lkw-Fahrenden ist außergewöhnlich hoch (Minutentakt).

Der Bike Flash arbeitet auf der Basis von Wärmesensoren. Wird diese Wärmesensorik durch z.B. einen Radfahrenden oder eine andere Wärmestrahlung ausgelöst, beginnt der Bike Flash zu blinken. Wie zuverlässig und intelligent dieses Warnsystem arbeitet ist noch unklar. Die Region Hannover hat einen Gutachter beauftragt, die technische Zuverlässig und die Wirksamkeit bezüglich der Sicherheitserhöhung zu untersuchen. Der abschließende Endbericht liegt noch nicht vor.

 

Die Verwaltung der Landeshauptstadt Kiel ist bezüglich der Einsatzmöglichkeiten und der Wirksamkeit im großstädtischen Umfeld mit den dortigen vielfältigen optischen Reizen eher skeptisch bezüglich einer sicherheitserhöhenden Wirkung. Dies betrifft insbesondere die Verlässlichkeit bzw. mögliche Auswirkungen, wenn z.B. ein Radfahrer nicht erfasst wird und somit für einen abbiegenden Lkw nicht angezeigt wird. Gleichwohl wird begrüßt, dass die Region Hannover neue Wege geht und etwas Neues ausprobiert.

 

Bundesweit ist zu beobachten, dass die Kommunen - wie in Kiel auch - Ihren Fahrzeugpark mit Abbiegeassistenzsystemen ausstatten. Dieser Weg sollte fortgesetzt werden. Darüber hinaus liegt es auch in der Verantwortung der Kfz-Besitzer, beim Kauf der Fahrzeuge darauf zu achten, dass eine gute Rundumsicht gewährleistet ist.

 

Um Kenntnisnahme wird gebeten.

 

 

 

 

 

Doris Grondke

Stadträtin

 

 

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