Familienzusammenführung

Neben einem Pass sind zunächst Personenstandsurkunden vorzulegen. In Abhängigkeit des konkreten Einzelfalles sind jedoch weitere Unterlagen wie beispielsweise Krankenversicherungsnachweise, Nachweise, aus denen sich die Sicherung des Lebensunterhaltes oder Sprachnachweise vorzulegen.

Welche konkreten Unterlagen erforderlich, wird im Beratungsgespräch mitgeteilt.



Visumanträge sind persönlich bei den deutschen Auslandsvertretungen abzugeben. Die erforderlichen Formulare werden vor Ort ausgehändigt. Bei Anträgen vom Inland aus, werden die erforderlichen Anträge in Abhängigkeit des konkreten Sachverhalts direkt von der jeweils zuständigen Behörde ausgegeben.

Die Gebühren sind im Kapitel der Aufenthaltsverordnung geregelt.



Erster Ansprechpartner bei einem Familiennachzug ist stets die deutsche Auslandsvertretung im Herkunftsland. Im Bundesgebiet selbst wird stets ein Beratungsgespräch mit der Ausländer- oder Zuwanderungsbehörde des Kreises oder der kreisfreien Stadt empfohlen.
Hierfür ist in der Regel die vorherige Einholung eines Termins erforderlich.

Das Aufenthaltsgesetz enthält die wesentlichen gesetzlichen Grundlagen über die Ein- und Ausreise und den Aufenthalt von Ausländern in Deutschland, wenn sie keine Staatsangehörigkeit eines EU-Mitgliedstaates besitzen und nicht aus Norwegen, Liechtenstein, Norwegen kommen.

https://www.gesetze-im-internet.de/aufenthg_2004/AufenthG.pdf

Die Einreise und der Aufenthalt von Staatsangehörigen anderer Mitgliedstaaten der Europäischen Union ist im Gesetz über die Freizügigkeit von Unionsbürgern ( Freizügigkeitsgesetz/EU ) geregelt.

https://www.gesetze-im-internet.de/freiz_gg_eu_2004/FreizügG_EU.pdf

Dazu kommen ergänzende Regelungen aus verschiedenen Gesetzen und Verordnungen. Insbesondere sollten die Verordnung (EU) 2018/1806 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 14. November 2018 zur Aufstellung der Liste der Drittländer, deren Staatsangehörige beim Überschreiten der Außengrenzen im Besitz eines Visums sein müssen, sowie der Liste der Drittländer, deren Staatsangehörige von dieser Visumpflicht befreit sind ( EU-Visum-Verordnung ) und die Aufenthaltsverordnung genannt werden, da in ihnen geregelt ist, in welchen Fällen für einen Familiennachzug die vorherige Durchführung eines Visumverfahrens erforderlich ist.

https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/PDF/?uri=CELEX:32018R1806

https://www.gesetze-im-internet.de/aufenthv/AufenthV.pdf

Worum geht es?

Ehe und Familie stehen unter einem besonderen Schutz, der im Artikel 6 des Grundgesetzes verankert ist. Ausländische Familienangehörige dürfen daher unter bestimmten Voraussetzungen ihren Familienangehörigen nachziehen. Die Familiennachzugsregelungen sind sehr vielfältig und es ist auch nicht jedweder Familiennachzug möglich.


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