Kfz: Kurzzeitkennzeichen

Wenn Sie eine Probefahrt zur Prüfung der Gebrauchsfähigkeit oder eine Überführungsfahrt mit einem nicht zugelassenen Fahrzeug (alle kennzeichenpflichtigen Kraftfahrzeuge und Anhänger) innerhalb der Bundesrepublik Deutschland durchführen wollen, benötigen Sie dazu ein Kurzzeitkennzeichen zur einmaligen Verwendung.
Seit dem 1. April 2015 müssen die Fahrzeugdaten bereits bei der Antragstellung nachgewiesen werden. Außerdem muss eine Betriebserlaubnis und eine gültige Hauptuntersuchung (HU) sowie gegebenenfalls eine Sicherheitsprüfung (SP) vorliegen. Liegt eine dieser Voraussetzungen nicht vor, dürfen nur Fahrten zur Erlangung der Betriebserlaubnis oder einer HU/SP zur nächstgelegenen Begutachtungsstelle im Zulassungsbezirk oder einem angrenzenden Bezirk und gegebenenfalls damit im Zusammenhang stehende Fahrten zu Reparaturzwecken.durchgeführt werden.

Das Kurzzeitkennzeichen gilt für höchstens fünf Tage. Der Ablaufzeitpunkt ist auf dem Kennzeichen in einem gelben Feld am rechten Rand vermerkt. Danach darf das Schild im Straßenverkehr nicht mehr verwendet werden. Das Kennzeichen enthält das Kürzel des Zulassungsbezirkes und eine Nummer, die mit 03 oder 04 beginnt. Die amtliche Stempelplakette ist blau.

Kurzzeitkennzeichen gelten grundsätzlich nicht im EU-Ausland, werden aber von einigen EU-Staaten akzeptiert. Ob ein Mitgliedstaat das Kurzzeitkennzeichen akzeptiert, sollte bei der jeweiligen Botschaft abgefragt werden.

Verfahrensablauf:

  • Der Antrag ist bei der für Ihren Wohnsitz oder dem Standort des Fahrzeugs örtlich zuständigen Zulassungsbehörde persönlich oder durch einen schriftlich bevollmächtigten Vertreter zu stellen.
  • Soweit ein Antragsformular notwendig ist, können Sie es vorab bei der örtlich zuständigen Zulassungsbehörde besorgen und zu Hause ausfüllen. Je nach Angebot Ihrer Zulassungsbehörde steht ein Download-Formular oder ein Online-Dienst über das Internet zur Verfügung.
  • Sie erhalten von der örtlich zuständigen Zulassungsbehörde einen besonderen Fahrzeugschein.
  • Die Kennzeichenschilder können Sie während der Antragsbearbeitung herstellen lassen. Die Kennzeichenschilder werden von der örtlich zuständigen Zulassungsbehörde abgestempelt.

Welche Unterlagen brauche ich?

  • Personalausweis oder Reisepass mit Meldebescheinigung,
  • bei Firmen: Handelsregisterauszug, Gewerbeanmeldung und Ausweis der verantwortlichen, unterschriftsberechtigten Person (Geschäftsführer, Prokurist),
  • bei Vereinen: Vereinsregisterauszug und Ausweis der verantwortlichen, unterschriftsberechtigten Person (Vorstand),
  • bei minderjährigen Fahrzeughaltern: Einverständniserklärung beider Elternteile und deren Personalausweis/Reisepass der Erziehungsberechtigten (ggf. Sorgerechtsurteil).
  • Wenn Sie eine/n Dritte/n mit der Eintragung der Änderung beauftragen, benötigt diese/r eine schriftliche Vollmacht von Ihnen. Außerdem muss sie/er Ihren Personalausweis (in Kopie) und den eigenen Personalausweis bei der Zulassungsbehörde vorlegen.
  • Elektronische Versicherungsbestätigung,
  • Nachweis über eine bestehende Betriebserlaubnis (z. B. ZB I oder Übereinstimmungsbescheinigung (Kopie ist ausreichend) und
  • Nachweis über eine gültige Hauptuntersuchung und gegebenenfalls Sicherheitsprüfung im Original oder direkte Übermittlung einer Zweitschrift von der Überwachungsorganisation an die Zulassungsbehörde. Eine Sicherheitsprüfung ist für Kraftomnibusse mit mehr als 8 Fahrgastplätzen, LKW größer 12t zGG und Anhänger größer 10t zGG erforderlich. Es muss ein Nachweis geführt werden der im Original vorliegen muss oder als Zweitschrift von der Prüforganisation direkt an die Zulassungsbehörde zur Verfügung gestellt werden kann. Der Nachweis kann neben dem Untersuchungsbericht auch über die Eitragung in der Zulassungsbescheinigung Teil I (Fahrzeugschein) erfolgen.
Hinweise für Kiel:

Neben den Daten des Antragstellers und dem Versicherungsschutz müssen bei der Beantragung von Kurzzeitkennzeichen auch die Fahrzeugdaten nachgewiesen werden. Außerdem müssen für Probe- und Überführungsfahrten eine Betriebserlaubnis und eine gültige Hauptuntersuchung für das Fahrzeug nachgewiesen werden.

Als Nachweis für die Betriebserlaubnis und die Fahrzeugdaten können vorgelegt werden:

  • Zulassungsbescheinigung Teil I (Fahrzeugschein) (Eine Kopie ist als Nachweis ausreichend)
  • Zulassungsbescheinigung Teil II (Fahrzeugbrief) (Eine Kopie ist als Nachweis ausreichend)
  • Datenbestätigung des Herstellers
  • EG-Übereinstimmungsbescheinigung (Certificate of Conformity)
  • Gutachten eines anerkannten Sachverständigen für den Straßenverkehr gemäß §21 StVZO oder § 13 EG-FGV

Kurzzeitkennzeichen für Fahrzeuge ohne gültige Hauptuntersuchung oder Betriebserlaubnis (Prüfungsfahrten):

Gibt es für ein Fahrzeug keine gültige Betriebserlaubnis oder Hauptuntersuchung, kann trotzdem ein Kurzzeitkennzeichen beantragt und zugeteilt werden. Die Beantragung ist nur bei der Zulassungsbehörde möglich, die für den Standort des Fahrzeuges zuständig ist.

Die Verwendung des Kurzzeitkennzeichens wird beschränkt auf die Hin- und Rückfahrt zur nächstgelegenen Prüfstelle im Zulassungsbezirk, der das Kennzeichen zugeteilt hat oder einen angrenzenden Bezirk. Inbegriffen sind Fahrten zur unmittelbaren Reparatur von Mängeln, die bei der Prüfung festgestellt werden zur nächstgelegenen Werkstatt. Dies gilt nicht für Fahrzeuge, die bei der Überprüfung als "verkehrsunsicher"eingestuft werden.

Welche Fristen muss ich beachten?

Das Kurzzeitkennzeichen ist ab Zuteilung bis maximal fünf Tage gültig. Die Kennzeichen und der Fahrzeugschein brauchen der Zulassungsbehörde nach Ablauf des Zeitraums nicht mehr zurückgegeben werden. Sie verlieren nach Ablauf der Frist ihre Gültigkeit.

Hinweise für Kiel:

Bitte beachten Sie, dass die Gültigkeit immer am Tag der Beantragung beginnt. Ein späterer Gültigkeitsbeginn, abweichend vom Tag der Beantragung ist nicht möglich.

Kosten & Gebühren

Es fallen Gebühren nach der Gebührenordnung für Maßnahmen im Straßenverkehr an. Genaue Informationen hierzu erteilt die zuständige Stelle.

Zusätzlich fallen Kosten für die Kennzeichenschilder an.

Hinweise für Kiel:

Die Gebühr für ein Kurzzeitkennzeichen beträgt 13,10 €

Bitte beachten Sie, dass zusätzliche Kosten für die Ausstellung der Kurzzeitkennzeichen entstehen.

Die Preise hierzu erfragen Sie bitte bei den jeweiligen Anbietern.

An wen kann ich mich wenden?

An den Kreis oder die kreisfreie Stadt (Zulassungsbehörde).

Rechtsgrundlage

  • § 16a Verordnung über die Zulassung von Fahrzeugen zum Straßenverkehr (Fahrzeug-Zulassungsverordnung - FZV),
  • Gebührenordnung für Maßnahmen im Straßenverkehr (GebOSt).

§ 16a FZV

GebOSt

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