Genehmigung zum Baumfällen

Hilfreich sind Lagepläne, Beschreibungen sowie weitere Angaben, die zur Beurteilung des Vorhabens notwendig sind. Da weitere Unterlagen erforderlich sein können, wird empfohlen, sich diesbezüglich vorab mit der zuständigen Stelle in Verbindung zu setzen.
Hinweise für Kiel:
Hilfreich sind Lagepläne, Beschreibungen sowie weitere Angaben, die zur Beurteilung des Vorhabens notwendig sind. Da weitere Unterlagen erforderlich sein können, wird empfohlen, sich diesbezüglich vorab mit der zuständigen Stelle in Verbindung zu setzen.


Bitte wenden Sie sich an den Kreis oder die kreisfreie Stadt (Untere Naturschutzbehörden) oder falls in Ihrer Gemeinde eine Baumschutzsatzung besteht, an die Gemeinde-, Amts- oder Stadtverwaltung.
Hinweise für Kiel:
Bitte wenden Sie sich an den Kreis oder die kreisfreie Stadt (Untere Naturschutzbehörden) oder falls in Ihrer Gemeinde eine Baumschutzsatzung besteht, an die Gemeinde-, Amts- oder Stadtverwaltung.

Für Baumfällungen auf privatem Grund ist in Kiel das Umweltschutzamt, Untere Naturschutzbehörde, zuständig. Bei Fragen zu Bäumen auf öffentlichem Grund wenden Sie sich bitte an das Grünflächenamt, Sachbereich Grünflächenverwaltung und Bürgerservice. Ebenfalls bei Fragen rund um die Übernahme von Baumpatenschaften ist das Grünflächenamt zuständig.

 

Für das Fällen von Bäumen gelten im Stadtgebiet besondere Regelungen. Es sind die Bestimmungen der Kieler Baumschutzsatzung beziehungsweise der Baumschutzverordnung zu beachten. Den Link hierzu finden Sie weiter unten. 

 

Baumfällmaßnahmen auf privatem Grund sind genehmigungspflichtig. Den hierfür benötigten Antrag auf Baumfällung auf privatem Grund finden Sie unter nachfolgendem Link. Das vollständig ausgefüllte Formular können sie per Post oder E-Mail an das Umweltschutzamt, Untere Naturschutzbehörde senden. Die Adresse befindet sich auf dem Formular.

Antrag auf Baumfällgenehmigung

Satzung zum Schutze des Baumbestandes im Innenbereich der Landeshauptstadt Kiel

Stadtverordnung zum Schutze des Baumbestandes im Außenbereich der Landeshauptstadt Kiel

Worum geht es?

Für das Fällen von Bäumen kann aus unterschiedlichen Gründen eine Genehmigung erforderlich sein.

Eine Fällgenehmigung ist insbesondere in den folgenden Fällen notwendig, in denen Bäume einem besonderen Schutz unterliegen. 27.06.2017

  1. Schutz von Bäumen als „Geschützten Landschaftsbestandteilen“

Bäume können von den Bundesländern durch Baumschutzverordnungen oder -satzungen als sogenannte „Geschützte Landschaftsbestandteile“ geschützt werden (§ 29 des Bundesnaturschutzgesetzes). Davon wird vor allem für bebaute Ortsteile Gebrauch gemacht.

Daneben können die Bundesländer auch Alleen unter Schutz stellen (§ 29 des Bundesnaturschutzgesetzes).

Der konkrete Inhalt und das Verfahren richten sich ausschließlich nach dem Recht des jeweiligen Bundeslandes.

  1. Schutz von Bäumen aus Gründen des Artenschutzes

Es ist grundsätzlich verboten, Bäume und andere Gehölze in der Zeit vom 1. März bis zum 30. September abzuschneiden oder auf den Stock zu setzen. Zulässig sind in dieser Zeit lediglich schonende Form- und Pflegeschnitte zur Beseitigung des Zuwachses der Pflanzen oder zur Gesunderhaltung von Bäumen (§ 39 des Bundesnaturschutzgesetzes). Ausnahmen davon können beispielsweise zur Gewährleistung der Verkehrssicherheit gewährt werden.

Form und Verfahren der Antragstellung ergeben sich ebenfalls ausschließlich aus dem Recht des jeweiligen Bundeslandes.

In manchen Städten und Gemeinden Schleswig-Holsteins unterliegen Bäume dem Schutz von Baumschutzsatzungen/-verordnungen. Diese regeln jeweils die Genehmigungsverfahren für Ausnahmen sowie Befreiungen und legen fest, welche Bäume inwieweit unter die Schutzbestimmungen fallen. Das Fällen eines Baumes ist dabei nur unter bestimmten Umständen erlaubt. Informationen dazu erhalten Sie bei der jeweiligen Amts- oder Stadtverwaltung.

3. Schutz von Bäumen als landschafts- oder ortsbildprägend

Landschafts- oder ortsbildprägend ist ein Baum in der Regel ab einem Stammumfang von 2 m oder Durchmesser von 64 cm, gemessen in 1 m Höhe. Das Fällen eines solchen Baumes ist ein Eingriff in Natur und Landschaft und nur unter bestimmten Umständen erlaubt.

4. Schutz von Bäumen als Bestandteil von Biotopen

Bäume in Alleen, Bäume in Knicks und Bäume im natürlichen oder naturnahen Uferbereich von Gewässern sind als Bestandteil von Biotopen besonders gesetzlich geschützt.

5. Schutz von Bäumen als Naturdenkmal

Bäume können von den unteren Naturschutzbehörden der Kreise und kreisfreien Städte als Naturdenkmäler festgesetzt werden und sind dann geschützt.

6. Schutz von Bäumen durch eine Festsetzung im Bebauungsplan

Bäume können von den Gemeinden und Städten Im Bereich der eigenen Bebauungspläne als erhaltenswert festgesetzt werden. Dann ist für eine Fällung eine Befreiung von den Festsetzungen des Bebauungsplans erforderlich.

Hinweise für Kiel:

In manchen Städten und Gemeinden Schleswig-Holsteins unterliegen Bäume dem Schutz von Baumschutzsatzungen/-verordnungen. Diese regeln jeweils die Genehmigungsverfahren für Ausnahmen sowie Befreiungen und legen fest, welche Bäume inwieweit unter die Schutzbestimmungen fallen. Das Fällen eines Baumes ist dabei nur unter bestimmten Umständen erlaubt. Informationen dazu erhalten Sie bei der jeweiligen Amts- oder Stadtverwaltung.

3. Schutz von Bäumen als landschafts- oder ortsbildprägend

Landschafts- oder ortsbildprägend ist ein Baum in der Regel ab einem Stammumfang von 2 m oder Durchmesser von 64 cm, gemessen in 1 m Höhe. Das Fällen eines solchen Baumes ist ein Eingriff in Natur und Landschaft und nur unter bestimmten Umständen erlaubt.

4. Schutz von Bäumen als Bestandteil von Biotopen

Bäume in Alleen, Bäume in Knicks und Bäume im natürlichen oder naturnahen Uferbereich von Gewässern sind als Bestandteil von Biotopen besonders gesetzlich geschützt.

5. Schutz von Bäumen als Naturdenkmal

Bäume können von den unteren Naturschutzbehörden der Kreise und kreisfreien Städte als Naturdenkmäler festgesetzt werden und sind dann geschützt.

6. Schutz von Bäumen durch eine Festsetzung im Bebauungsplan

Bäume können von den Gemeinden und Städten Im Bereich der eigenen Bebauungspläne als erhaltenswert festgesetzt werden. Dann ist für eine Fällung eine Befreiung von den Festsetzungen des Bebauungsplans erforderlich.

In Kiel werden alle Bäume im öffentlichen Bereich, d.h. an Straßen, in Parks und in anderen öffentlichen Grünanlagen sowie auf Friedhöfen regelmäßig auf ihren Gesundheitszustand und auf ihre Standsicherheit kontrolliert. Wenn die Standsicherheit eines Baumes nicht mehr gewährleistet ist und  die Stadt die Sicherheit der Menschen auf Straßen, Radwegen, Bürgersteigen und sonstigen öffentlichen Flächen nicht mehr garantieren kann, müssen die betroffenen Bäume leider gefällt werden. 

Gründe für eine Baumfällung können auch sein, dass Bäume starke Beeinträchtigungen durch Pilzbefall, Faulstellen und Bruchstellen haben, absterben, oder erhebliche Schäden an benachbarten Gebäuden auftreten. Außerdem gibt es forstliche Maßnahmen zur Entwicklung des Waldes und das Entfernen einzelner Bäume, um die Entwicklung des Gesamtbestandes zu fördern (Pflegehieb). Wenn  Bäume gefällt werden, liegen grundsätzlich behördliche Fällgenehmigungen vor.

Seit 1992 besteht außerdem in der Landeshauptstadt Kiel die Stadtverordnung zum Schutz von Naturdenkmalen (Naturdenkmalverordnung), die den Umgang mit z.B. besonders alten und prägnanten Bäumen, Alleen u.ä. regelt, die entweder wegen ihrer Seltenheit, Eigenart oder Schönheit oder aus wissenschaftlichen, naturgeschichtlichen oder landeskundlichen Gründen unter den Schutz des Naturschutzgesetzes gestellt werden.

Derzeit umfasst die Naturdenkmalverordnung 108 Bäume, Baumgruppen und Alleen (644 Einzelbäume). Aber auch geschützte Bäume müssen in manchen Fällen aus Gründen der Verkehrssicherheit gefällt werden. Die komplette Liste der Naturdenkmale können Sie über den nachfolgenden Link einsehen.

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