Schöffin / Schöffe (Ehrenamtlicher Richter): Bewerbung

Fit für das Schöffenamt

Informationen für Schöffinnen und Schöffen

Schöffinnen und Schöffen nennt man die an den Strafgerichten bei den Amts- und Landgerichten tätigen ehrenamtlichen Richterinnen und Richter. Sie wirken mit den gleichen Rechten und Pflichten wie die Berufsrichterinnen und Berufsrichter bei der Urteilsfindung im Strafverfahren mit. Das bedeutet konkret, dass Schöffinnen und Schöffen gemeinsam mit den Berufsrichterinnen und Berufsrichtern über Schuld und Unschuld der oder des Angeklagten und im Falle des Schuldspruchs auch über das zu verhängende Strafmaß urteilen. Bei dem Schöffenamt handelt es sich daher um ein verantwortungsvolles und gesellschaftlich wichtiges Ehrenamt.

Schöffenfibel – Informationen für gewählte Schöffinnen und Schöffen

In der Schöffenfibel haben wir Informationen für Schöffinnen und Schöffen, aber auch für am Schöffenamt Interessierte zusammengestellt. Die Schöffenfibel, die Sie unten herunterladen oder bestellen können, gibt Ihnen Auskunft zu folgenden Fragen:

Was sind Schöffinnen und Schöffen?

Wer kann Schöffin oder Schöffe werden?

Wie bewerbe ich mich als Schöffe?

An wen muss ich mich wenden?

Welche Fristen muss ich beachten?

Darüber hinaus gibt die Schöffenfibel einen Überblick über die Rechte und Pflichten von Schöffinnen und Schöffen. Nicht zuletzt enthält die Schöffenfibel auch Informationen über die Anforderungen an das Schöffenamt. Grundsätzlich werden von Schöffinnen und Schöffen nämlich keine besonderen Gesetzeskenntnisse verlangt. Schöffinnen und Schöffen sollen insbesondere ihre Sozialkompetenz, ihre Menschenkenntnis und ihr Einfühlungsvermögen sowie ihre Lebens- und Berufserfahrung in die Hauptverhandlung einbringen. Gleichwohl sind für eine verantwortungsbewusste Ausübung der Schöffentätigkeit grundlegende Kenntnisse des Strafverfahrensrechts wichtig. Daher informiert die Schöffenfibel auch ausführlich über den Aufbau der Strafgerichtsbarkeit, den Ablauf des Strafverfahrens und der Beratung des Gerichts.

Darüber hinaus sind für Schöffinnen und Schöffen, am Schöffenamt Interessierte und für die Beteiligten an der Schöffenwahl weitere wertvolle Informationen vorhanden:

Wahlverfahren und Wissenswertes für Schöffinnen und Schöffen

Mit dem Merkblatt für Schöffinnen und Schöffen, welches Sie unten herunterladen können, werden Ihnen ebenfalls wesentliche Informationen über das Schöffenamt vermittelt. Hier erhalten Sie beispielsweise Auskunft über den Ablauf der Schöffenwahl sowie darüber, wer Schöffin oder Schöffe werden kann.

Umfassende Informationen zum Wahlverfahren für Schöffinnen und Schöffen und Wissenswertes zum Schöffenamt, zum Beispiel Antworten auf häufig gestellte Fragen, erhalten Sie auch auf den Internetseiten des Nordverbandes (www.schoeffen-nord.de) sowie des Bundesverbandes (www.schoeffen.de) der Deutschen Vereinigung der Schöffinnen und Schöffen (DVS).

Hilfen für Kommunen und vorschlagende Organisationen

Auf der Internetseite der DVS (www.schoeffen.de) erhalten auch Kommunen und vorschlagende Organisationen Hilfestellung.

Anhand von Mustertexten werden praktische Hinweise für kommunale Verwaltungen und die Mitglieder der Vertretungen sowie für die gesellschaftlichen Organisationen gegeben, wie interessierte Bürgerinnen und Bürger auf das Amt hingewiesen und dafür mobilisiert werden können. Formulare sollen die Arbeit für den Sachbearbeiter in der Verwaltung vereinfachen.
 

Was sollte ich noch wissen?

  • Gliederung der Strafgerichtsbarkeit in der Bundesrepublik Deutschland,
  • Ablauf eines Strafverfahrens,
  • Stellung der Schöffen in der Hauptverhandlung,
  • Besonderheiten im Jugendstrafverfahren,
  • Vollstreckung der verhängten Strafe,
  • Rechts und Pflichten von Schöffinnen und Schöffen

 

Diese Informationen finden Sie im „Merkblatt für Schöffinnen und Schöffen“ und in der vom Ministerium für Justiz, Europa, Verbraucherschutz und Gleichstellung des Landes Schleswig-Holstein (MJEVG)
herausgegebenen „Schöffenfibel“ (Neuauflage Dezember 2017).

Schöffenfibel

Merkblatt für Schöffen

Hinweise für Kiel:

Folgende Voraussetzungen müssen von den Bewerberinnen und Bewerbern erfüllt werden:

1.  Alter: 25 bis 69 Jahre
2.  Der Hauptwohnsitz muss in Kiel sein (Nebenwohnung reicht nicht aus)
3.  Deutsche Staatsangehörigkeit

Nicht wählbar sind außerdem: Richter, Beamte der Staatsanwaltschaft, Notare und Rechtsanwälte, gerichtliche Vollstreckungsbeamte, Polizeivollzugsbeamte, Bedienstete des Strafvollzugs, hauptamtliche Bewährungs- und Gerichtshelfer und Religionsdiener.
In die Vorschlagsliste werden folgende Daten aufgenommen: Familienname, Geburtsname und Vornamen, Geburtsdatum und -ort sowie den Beruf und die Wohnungsanschrift und für Rückfragen gern auch die Telefonnummer und/ oder E-Mailadresse.

An wen kann ich mich wenden?

Hinweise für Kiel:

In Kiel ist der Sachbereich Wahlen und Abstimmungen des Bürger- und Ordnungsamtes für die Besetzung von Schöffen im Erwachsenenrecht zuständig.

Für Jugendschöffenämter wenden Sie sich bitte per Mail an das Jugendamt unter der Mailadresse jugendamt@kiel.de  oder füllen Sie das Online-Formular auf der verlinkten Webseite aus.  

Jugendschöff*innen Bewerbung

Rechtsgrundlage

  • §§ 28 ff. Gerichtsverfassungsgesetz (GVG),
  • § 45a Deutsches Richtergesetz (DRiG),
  • § 35 Jugendgerichtsgesetz (JGG).

GVG

§ 45a DRiG

§ 35 JGG

Zuständige Stellen
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