Klimaschutzstadt Kiel.100%

Mobilität

Der Energieverbrauch im Handlungsbereich Mobilität umfasst hauptsächlich den Straßenverkehr (privater Personen- und Wirtschaftsverkehr) sowie den Schienenverkehr und den Binnen- und Seeschifffahrtsverkehr in der Landeshauptstadt.

Im Jahr 2014 hatte der Bereich einen Anteil von 28 % am Endenergieverbrauch in Kiel. Dies entspricht 1.288 GWh. Ebenso wie im Bereich „Wohnen & Konsum“ ist damit auch hier ein hohes Energieeinspar-Potenzial vorhanden, um die Klimaneutralität bis zum Jahr 2050 in Kiel zu erreichen.

Endenergieverbrauch im Sektor
Endenergieverbrauch im Sektor "Mobilität"

Auf dem Stadtgebiet der Landeshauptstadt Kiel wurden im Jahr 2014 1.948.000 t CO2Äq. Treibhausgas-Emissionen verursacht.

Die unterschiedlichen Anteile der Sektoren am Endenergieverbrauch und an den Treibhausgas-Emissionen resultieren aus den unterschiedlichen Treibhausgas-Intensitäten (Treibhausgasausstoß je kWh Endenergie) der eingesetzten Energieträger (z. B. Kraftstoffe im Handlungsbereich Mobilität gegenüber Strom und Erdgas im Bereich Wohnen & Konsum).

Treibhausgasemissionen im Sektor
Treibhausgasemissionen im Sektor "Mobilität"

Im Rahmen der Erstellung der neuen Kieler Klimaschutzstrategie „Masterplan 100 % Klimaschutz“ wurde besonderen Wert darauf gelegt den möglichen Weg zu einem klimaneutralen Kiel im Jahr 2050 gemeinsam mit den vielen verschiedenen Akteursgruppen in der Landeshauptstadt zu entwickeln.

Die Inhalte für den Bereich „Mobilität“ wurden mit Akteuren im Rahmen der Workshops „Nachhaltige Mobilitätsstrategie I“ „Nachhaltige Mobilitätsstrategie II“, „Klimafreundliche Mobilität“ und „Wachsende Stadt“ erarbeitet sowie in zusätzlichen Einzelgesprächen konkretisiert. Es erfolgte eine sehr enge Abstimmung mit den Inhalten und Zielen des Masterplan Mobilität und dem Mobilitätskonzept nachhaltiger öffentlicher Nah- und Regionalverkehr. Die Ergebnisse der Workshops sind maßgeblicher Bestandteil der heutigen Klimaschutzstrategie.

So wurde gemeinsam mit den Kieler Akteuren und Einwohner*innen das Szenario „Workshopergebnisse“ entwickelt. Das Szenario orientiert sich direkt an den Abschätzungen der Workshop-Teilnehmer*innen, welche klimaschutzwirksamen Maßnahmen zur Reduzierung des Endenergieverbrauchs in den jeweiligen Handlungsbereichen umgesetzt werden können, um die Klimaneutralität zu erreichen.

Es handelt sich aufgrund der Wirtschaftlichkeit der Maßnahmen, der zu erwartenden Akzeptanz bei den lokalen Akteuren und der Stabilität des Energiesystems um das vom Gutachter empfohlene Szenario für die Kieler Klimaschutzstrategie.

Energieeinsparpotenziale

Mit den entwickelten Maßnahmen für den Personen-, Güter- und Seeverkehr können im Bereich Mobilität bis zum Jahr 2050 gegenüber dem Jahr 1990 insgesamt 63 % Endenergie eingespart werden. Gegenüber dem Jahr 2014 können Einsparungen in Höhe von 64 % erreicht werden. Die im Zeitraum zwischen den Jahren 2014 und 2050 einzusparende Endenergiemenge beträgt ca. 826 GWh.

Damit weist der Bereich Mobilität vor dem Bereich Wohnen & Konsum (ca. 748 GWh Einsparung) absolut betrachtet das größte Potenzial zur Reduzierung des Endenergieverbrauchs auf.

Energieeinsparpotenzial im Sektor
Energieeinsparpotenzial im Sektor "Mobilität"

In Summe aller Sektoren kann in der Landeshauptstadt Kiel in diesem Szenario gegenüber dem Jahr 1990 bis zum Jahr 2050 eine Endenergieeinsparung von 44 % erreicht werden.

Klimaschutzmaßnahmen – Was wir tun können

Um die Klimaneutralität im Jahr 2050 zu erreichen, wurden im Rahmen der Akteursbeteiligung passende Klimaschutzmaßnahmen identifiziert. Möglichkeiten und Potenziale eines Landstromanschlusses für Fähren und Kreuzfahrtschiffe wurden mit lokalen Expert*innen abgestimmt.

Weitere Potenziale zur Reduzierung des Endenergieverbrauchs im Schiffsverkehr wurden auf Basis von Literaturwerten ermittelt. Im Bereich Güterverkehr erfolgte eine Abstimmung der aus der Literatur und anderen Kommunen ermittelten Maßnahmen und Potenziale mit dem Tiefbauamt der Landeshauptstadt Kiel.

Die folgende Übersicht zeigt die unterschiedlichen Maßnahmen auf und die jeweilige Priorität hinsichtlich ihrer Wirksamkeit.

Maßnahmen
Maßnahmen "Mobilität"

Umsetzungsmaßnahmen – Aufgaben des Masterplanmanagements

Neben den klimaschutzwirksamen Maßnahmen, die im Wesentlichen im Einflussbereich der Akteure liegen, wurden auch eine Vielzahl von Umsetzungsmaßnahmen entwickelt, die nach Möglichkeit durch das Masterplanmanagement der Landeshauptstadt Kiel zu initiieren sind.

Folgende Maßnahmenvorschläge wurden im Rahmen der Workshops erarbeitet:

  • M-101 Vernetzungstreffen mobilitätsbezogener Verwaltungseinheiten
  • M-102 Gemeinsames Leihradsystem mit CAU und weiteren Partnern
  • M-103 Betriebliches Mobilitätsmanagement in Kieler Unternehmen inkl. Jobrad
  • M-104 City-Logistik-Konzept und gewerbliche Nutzung von (E-) Lastenrädern
  • M-105 Entwicklung von Leuchtturmmaßnahmen zur Radverkehrsförderung
  • M-106 Erarbeitung von Themenblättern zu Fahrradparken und Elektromobilität für die Anwendung in der Bauberatung
  • M-107 Befragung zu Verlagerungsmöglichkeiten von Einheiten auf den kombinierten Verkehr
  • M-108 Umsetzung Landstrom-Anschluss von Fähren und Kreuzfahrtschiffen
  • M-109 Elternhaltestellen einrichten
  • M-110 Shuttle / Park & Ride für Veranstaltungen
  • M-111 Kostenlose Carsharing-Mitgliedschaftsphase bei Abmeldung des eigenen Pkw
  • M-112 Einrichtung Radfahrübungsplatz
  • M-113 Schulwegekampagnen
  • M-114 Bereitstellung öffentlicher / kommunaler E-Lastenräder
  • M-115 Hackaton zur Darstellung von Nahverkehrsverbindungen in Google Maps und OpenStreetMap


Zu den weiteren Handlungsbereichen

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Kontakt

Landeshauptstadt Kiel
Umweltschutzamt
Abteilung Klimaschutz 
Holstenstraße 108 
24103 Kiel

Öffnungszeiten

 
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Projektleiterin
0431 901-3786



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Themenbereiche private Haushalte, Unternehmen, öffentliche Einrichtungen
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Themenbereich Mobilität
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