Klimaneutrale Energieversorgung
Kommunale Wärmeplanung für Kiel

Die Kommunale Wärme- und Kälteplanung für die Landeshauptstadt Kiel enthält 34 Maßnahmen, mit deren Umsetzung eine klimaneutrale Wärme­versorgung in Kiel bis 2040 erreicht werden kann.

Sie soll Hauseigentümer*innen als Orientierungshilfe dienen, welche Art der Wärmeversorgung die kosteneffizienteste treibhausgasneutrale Lösung darstellt.

Der Kieler Wärmeplan gibt Auskunft darüber, wo der Ausbau der Kieler Fernwärme durch die Stadtwerke Kiel AG angestrebt wird, wo der Aufbau von Nahwärmenetzen eine sinnvolle Lösung sein kann und wo die individuelle Objektversorgung die kosteneffizienteste Variante darstellt.

Den Beschluss der Ratsversammlung zur kommunalen Wärme- und Kälteplanung vom 12. Dezember 2024 finden Sie hier.

 

Auf dieser Seite

 

Kieler Wärmewende beginnt im Philosophenviertel

Hannes Pohl, Geschäftsführer Pohl-Gruppe, Dr. Jörg Teupen, Vorstand Technik und Personal Stadtwerke Kiel, Wolfgang Podolske, Fernwärmeinitiative Philosophenviertel und Alke Voß, Umweltdezernentin Landeshauptstadt Kiel (v. li.) beim symbolischen Spatenstich zum ersten Bauabschnitt.

Seit dem 23. Juni erschließen die Stadtwerke Kiel 130 Häuser im Philosophenviertel für Fernwärme. Dies ist das erste von insgesamt 49 Gebieten, in denen rund 5 Kilometer Fernwärmeleitungen verlegt werden. Ein wichtiger Schritt für die klimaneutrale Wärmeversorgung.

Am 3. Juli leiteten Dr. Jörg Teupen von den Stadtwerken und Kiels Dezernentin für Umwelt, Klimaschutz und Mobilität, Alke Voß, die erste Etappe mit einem symbolischen Spatenstich ein.

Mehr Informationen

 
Planungskarte einer Wärmeplanung auf einem Tablet

Termine

Montag, 5. Oktober 2026, 16–18 Uhr
Modernisierung einfach gemacht – Kerndämmung von zweischaligem Mauerwerk und weitere Maßnahmen

Sanieren Sie Ihr Haus und senken Sie Ihre Heizkosten spürbar! Wir zeigen Ihnen, wie dies mit der Kerndämmung von zweischaligem Mauerwerk und weiteren Maßnahmen einfach, schnell und kostengünstig umzusetzen ist.

Dieses Online-Seminar verschafft Ihnen einen Überblick über verschiedene einfache Modernisierungsmaßnahmen und zeigt Ihnen, was Sie bei der nachträglichen Kerndämmung von zweischaligem Mauerwerk beachten müssen.

Außerdem berichten wir von bereits umgesetzten Projekten.

Zur Anmeldung

 
Stadtkarte mit markierten Straßenzügen
 

Montag, 5. Oktober 2026, 16 - 18 Uhr
Online-Seminar: Modernisierung einfach gemacht

Kerndämmung von zweischaligem Mauerwerk und weitere Maßnahmen

Sanieren Sie Ihr Haus und senken Sie Ihre Heizkosten spürbar! Wir zeigen Ihnen, wie dies mit der Kerndämmung von zweischaligem Mauerwerk und weiteren Maßnahmen einfach, schnell und kostengünstig umzusetzen ist.

Dieses Online-Seminar verschafft Ihnen einen Überblick über verschiedene einfache Modernisierungsmaßnahmen und zeigt Ihnen, was Sie bei der nachträglichen Kerndämmung von zweischaligem Mauerwerk beachten müssen.

Außerdem berichten wir von bereits umgesetzten Projekten.

Zur Anmeldung

 
 
 

Donnerstag, 29. Oktober 2026,
17.30 – 19.30 Uhr
Online-Seminar: Das neue Gebäudemodernisierungsgesetz & neue Förderbedingungen

Veränderungen bei Modernisierung und Heizungstausch

Das Online-Seminar mit Jan Karwatzki (Öko-Zentrum NRW) bietet eine kompakte und praxisorientierte Übersicht über die neuen gesetzlichen Anforderungen und die geänderten Fördermöglichkeiten zur Energieeffizienz von Wohn- und Nichtwohngebäuden und beim Heizungstausch.

Zur Anmeldung

 
 

Samstag, 21. November 2026
Wärmepumpen-Infotag

Am 21. November von 13 bis 18 Uhr lädt die Landeshauptstadt Kiel zum Wärmepumpen-Infotag ins Konzerthaus am Schloss ein – besonders relevant für die rund 46.000 Kieler*innen in Gebieten der dezentralen Eigenversorgung, in denen sich die Wärmepumpe bereits als wirtschaftlichste Lösung etabliert hat. Nutzen Sie die Gelegenheit sich umfassend zu informieren!

Die Veranstaltung ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist erforderlich.

Das erwartet Sie:

Praxisnahe Vorträge von 15 bis 17 Uhr:

  • Warum lohnt sich der Umstieg weg von Gas und Öl auf eine Wärmepumpe?
  • Welche Wärmepumpe passt zu welchem Haus – und ist Ihr Haus für eine Wärmepumpe geeignet?
  • Mit welchen Kosten müssen Sie bei einem Heizungswechsel rechnen?
  • Welche Fördermöglichkeiten gibt es und wie können Sie davon profitieren?
  • Welche gesetzlichen Rahmenbedingungen sind bei einem Heizungstausch zu beachten?
  • Wer kann Sie bei Ihrer persönlichen Wärmewende unterstützen?

Beratungsmarathon von 13 bis 15 Uhr sowie 17 bis 18 Uhr

  • An über 10 Informationsständen beraten Sie namhafte Herstellerfirmen gemeinsam mit regionalen Fachunternehmen individuell und ohne Termin.
    Mehr Infos und Anmeldung  

    Kieler Wärmeplan

     
     

    Der Kieler Wärmeplan bildet die jeweils wirtschaftlichste klimaneutrale Wärmeversorgungsart für ganz Kiel ab. Die Karte dient dabei als Orientierungshilfe. Die Ergebnisse sind rechtlich nicht verbindlich und es besteht weder Anspruch noch Zwang, die dargestellten Versorgungslösungen umzusetzen.

    Zudem können in jeder Gebietskategorie aufgrund von individuellen Gegebenheiten Abweichungen zu den getroffenen Eignungsabschätzungen auftreten.

    Die Gebietseinteilung basiert auf einer Analyse unterschiedlicher Faktoren mit Einfluss auf die langfristige Wirtschaftlichkeit klimaneutraler Wärmeversorgungsoptionen. Ebenso wurden in dem Prozess auch technische und rechtliche Voraussetzungen für die unterschiedlichen Versorgungsvarianten geprüft. Der Fokus liegt auf der Bereitstellung von Raumwärme und Warmwasser.

    Bei individuellen Fragen nutzen Sie gerne unser kostenloses Beratungsangebot.

    Stand: Juni 2026


    Erläuterungen zu den Gebietseinteilungen

    Fernwärme-Bestands- und Erweiterungsgebiete

    In den Fernwärme-Bestands- und Erweiterungsgebieten (FW-Bestand und FW-Erweiterung) wurde das Potenzial für einen Anschluss an das bestehende Fernwärmenetz der Stadtwerke Kiel AG identifiziert.

    Mit dem Online-Tool „Fernwärmeverfügbarkeits-Check“ der Stadtwerke Kiel AG können Sie diese Einschätzung konkret überprüfen: www.stadtwerke-kiel.de/wärme-check.

    Nahwärme-Bestands- und Erweiterungsgebiete

    In den Nahwärme-Bestands- und Erweiterungsgebieten stellt der Anschluss an ein Nahwärmenetz eine wirtschaftlich sinnvolle Lösung dar. Bei Interesse an einem Anschluss wenden Sie sich bitte an oder kontaktieren Sie die Landeshauptstadt Kiel über das Kontaktformular.

     

    Prüfgebiete

    In den sogenannten Prüfgebieten erfolgen weitere Untersuchungen und Abstimmungen, ob ein Wärmenetz die geeignete kosteneffiziente und klimaneutrale Versorgungslösung darstellt. Einfluss haben hier unter anderem noch ausstehende Entscheidungen zur Wärmeversorgung von Stadtentwicklungsgebieten und zu möglichen Standorten für klimaneutrale Wärmeerzeuger im Fernwärmesystem.

    Weiterhin könnten noch offene Fragen wie die Möglichkeit zur interkommunalen Zusammenarbeit, die erreichbare Anschlussquote, die tatsächliche Verfügbarkeit von Abwärme oder die realen Wärmelastgänge und Temperaturanforderungen bei industriellen und gewerblichen Abnehmern eine Rolle in diesen Gebieten spielen. Bei Fragen zum aktuellen Sachstand wenden Sie sich bitte an oder kontaktieren Sie die Landeshauptstadt Kiel über das Kontaktformular.

    Dezentrale Versorgungslösungen

    In den Gebieten dezentraler Versorgungslösungen stellt ein Wärmenetz unter Berücksichtigung der Wirtschaftlichkeit nicht die geeignete Wärmeversorgung dar. Hier stehen Ihnen individuelle klimaneutrale Objektversorgungen zur Auswahl. Wir empfehlen, bei der Entscheidung für die richtige Versorgungslösung Kontakt zu einem Energieberater oder einer Energieberaterin aufzunehmen.

    Insbesondere für Gebiete mit besonderen Beratungsangeboten bietet die Landeshauptstadt Kiel Ihnen ab Anfang 2025 konkrete Unterstützungsmöglichkeiten.


    Praxis-Tipps: Wärmewende für die eigene Immobilie

    Entscheiden Sie sich gut informiert für Ihre kosteneffiziente und klimaneutrale Wärmeversorgung. Wir haben Informationen zu gesetzlichen Anforderungen, konkreten Umsetzungsschritten und Praxisbeispiele für Sie zusammengestellt.

     

    Beratungsangebot

    Um Sie bestmöglich in Ihrer persönlichen Wärmewende zu unterstützen bieten wir ab Januar 2025 ein individuelles Beratungsangebot an. Je nach Ihren Themenschwerpunkten können Sie mit einem Energieberater oder dem Klimaschutzteam der Landeshauptstadt einen Termin für ein persönliches Gespräch vereinbaren.

     

    Die Beratungen mit dem Klimaschutzteam und dem Energieberater finden im Nachhaltigkeitszentrum (Europaplatz 2) statt.

    Die Angebote sind kostenlos. Ein Termin für eine Beratung muss im Vorhinein gebucht werden.

    Zum Online-Buchungskalender
     
     


    Energieberater Jan Asbahr

    Energieberatung

    • Welche Wärmeversorgung eignet sich für meine Immobilie?
    • Was sollte ich beim Heizungstausch beachten?
    • Welche Förderungen gibt es?
     

    Klimaschutz-Team der Landeshauptstadt Kiel

    Allgemeine Beratung zur Kieler Wärmeplanung

    • Was bedeutet der Kieler Wärmeplan?
    • Welche Versorgungsoption ist für mich die kosteneffizienteste klimaneutrale Lösung?
    • Welche Unterstützung bietet die Landeshauptstadt Kiel an?
     

    Stadtwerke Kiel

    Beratung zum Ausbau der Kieler Fernwärme

    • Wann wird welches Fernwärme-Erweiterungsgebiet erschlossen?
    • Wie kann ich mein Interesse bekunden?
    • Wie wird die Fernwärme klimaneutral?

    Kontakt für eine Beratung zur Fernwärme:

     

     0431 594-3585


    Abschlussbericht der Kommunalen Wärmeplanung

    Aktuell besteht in Kiel ein jährlicher Wärmeverbrauch von ca. 2.400 Gigawattstunden. Davon entfallen 42 Prozent auf Fernwärme, 34 Prozent auf Gas, 19 Prozent auf Heizöl, sowie 4 Prozent auf Biomasse und 1 Prozent auf Nahwärme. Bis 2040 wird erwartet, dass sich der Wärmeverbrauch um rund 18 Prozent reduziert.

    Ziel der Kieler Wärmeplanung ist es aufzuzeigen, welches an einem Standort die kosteneffizienteste, klimaneutrale Lösung für eine zukünftige Wärmeversorgung ist. Sie soll eine Orientierung bieten, was die Themen Fernwärme, Nahwärme oder dezentrale Einzellösung angeht.

    Kernelemente der Wärmewendestrategie:

    • Erhöhung der Anschlussquote in Fernwärme-Bestandsgebieten bei gleichzeitiger Dekarbonisierung der Erzeugungsanlagen
    • Ausbau der Fernwärme in gut zu erschließenden und an die Fernwärme angrenzenden Gebieten, entsprechend der in Anlage 2 enthaltenen Planungsübersicht (insgesamt 49 Erweiterungsflächen)
    • Aufbau von treibhausgasneutralen Nahwärmenetzen in den Stadtentwicklungsgebieten Holtenau-Ost, Bölckestraße-Süd, Bremerskamp und Kieler Süden Meimersdorfer Höhen und in den Wohnquartieren am Wagnerring, in Pries, Friedrichsort, Elmschenhagen Süd und Oppendorf sowie Erweiterung des bestehenden Nahwärmenetzes in Schilksee.
    • Umstellung der Wärmeversorgung in dezentral zu versorgenden Gebieten auf treibhausgasneutrale Technologien
    • Schaffung besonderer Beratungsangebote für Gebiete mit einer dezentralen Versorgung mit dem Ziel eine geeignete klimaneutrale Einzellösung für das Gebäude zu finden. In Nachbarschaften ohne ausreichend Luft-Wärmepumpen-Potenziale auch Unterstützung zu gemeinsamen Nachbarschaftslösungen oder Alternativen der individuellen Objektversorgung.
    • Weiterentwicklung und Verstetigung der Akteurs- und Bürgerbeteiligung
     

    Häufige Fragen

    Über die kommunale Wärmeplanung

    Die Kommunale Wärmeplanung ist ein strategisch angelegter Prozess, der darauf abzielt, eine weitgehend treibhausgasneutrale, kostengünstige und sozialverträgliche Wärmeversorgung zu erreichen. Der Kieler Wärmeplan dient als strategisches Planungsinstrument, das ein treibhausgasneutrales Zielszenario für 2040 erarbeitet und Maßnahmen zur Umsetzung festlegt.

    Die Kommunale Wärmeplanung bildet die Grundlage für die Planung und Steuerung der Wärmewende auf kommunaler Ebene. Sie ermöglicht es den Kommunen, verbindliche Instrumente zur Umsetzung einer treibhausgasneutralen Wärmeversorgung zu schaffen und festgelegte Ziele anzupassen. Die Fortschreibung der Wärmepläne alle fünf Jahre ist erforderlich, um Änderungen und erreichte Teilziele anzupassen.

    Das Energiewende- und Klimaschutzgesetz (EWKG) des Landes Schleswig-Holstein verpflichtet die Landeshauptstadt Kiel mit der Kommunalen Wärmeplanung dazu, Strategien und Maßnahmen zur Erreichung einer treibhausgasneutralen Wärmeversorgung für das gesamte Stadtgebiet zu entwickeln.

    Die Kommunale Wärmeplanung in Kiel beantwortet zum Beispiel folgende Fragen: Welche Art der Wärmeversorgung ist welchen Stadtteilen die kosteneffizienteste klimaneutrale Möglichkeit? Wo entstehen zukünftig neue Wärmenetze und wo werden bestehende Netze erweitert? Welche lokalen Energiequellen wie Energie aus Sonnen- oder Umgebungswärme oder Abwärme aus Betrieben können genutzt werden? Dies bietet Orientierung für zukünftige Entscheidungen und Investitionen.

    Die Kommunale Wärmeplanung ist ein zentraler Baustein für die Energiewende und den Klimaschutz. Rund die Hälfte des Endenergieverbrauchs in Deutschland entfällt auf die Bereitstellung von Wärme für Gebäude, Industrie und Gewerbe. Eine klimafreundliche Wärmeversorgung in den Kommunen erfordert die Nutzung erneuerbarer Energien, um fossile Brennstoffe zu ersetzen.

    Die Kommunale Wärmeplanung ermöglicht eine detaillierte Analyse des Ist-Zustands, die Entwicklung von Wärmewendestrategien und die Umsetzung von Maßnahmen zur Dekarbonisierung der Wärme- und Kälteversorgung.

    Mit der Kommunalen Wärmeplanung werden realistische und wirtschaftliche Transformationspfade für eine treibhausgasneutrale Wärmeversorgung auf dem Kieler Stadtgebiet entwickelt. Das Herzstück der Kommunalen Wärmeplanung ist der Kieler Wärmeplan – eine Stadtkarte, die aufzeigt welche Art der Wärmeversorgung für einen Standort die kosteneffizienteste treibhausgasneutrale Möglichkeit ist.

    Ziel der Kommunalen Wärmeplanung ist es, den Anteil der Wärmeversorgung über Fern- und Nahwärmenetze deutlich zu erhöhen. Der zentrale Ansatz verhindert, dass die Wärmeversorgung von den Möglichkeiten und dem Bestreben Einzelner abhängt.

    Der Kieler Wärmeplan wird für die 30 Stadtteile des Kieler Stadtgebietes erstellt.

    Stadtkarte Kiel mit den einzelnen Stadteilen

    Die Stadtwerke Kiel AG betreiben auch außerhalb des Kieler Stadtgebietes (z.B. in Altenholz) Wärmenetze. Diese sind nicht Gegenstand der Kieler Wärmeplanung. Informationen zu den Wärmenetzen außerhalb des Kieler Stadtgebietes und zu deren Anschlussbedingungen erfahren Sie auf der Website der Stadtwerke Kiel AG.

    Das Ziel, Kiel in Zukunft treibhausgasneutral mit Wärme zu versorgen, kann nur durch das Mitwirken Aller erreicht werden. Daher wird in dem Prozess viel Wert auf die Information und Beteiligung der Kieler*innen gelegt, um auch die Bedürfnisse verschiedener Zielgruppen in den Maßnahmenkatalog einfließen zu lassen. Aktuelle Informationen zur Kommunalen Wärmeplanung finden Sie auf dieser Website sowie auf den Social-Media-Kanälen der Landeshauptstadt Kiel.

    Beim 1. Wärmeforum im März 2024 und dem 2. Wärmeforum im September 2024 sowie den öffentlichen Informationsveranstaltungen in Kieler Stadtquartieren konnten offene Fragen direkt mit den Expert*innen diskutiert werden. In Einzelgesprächen und Arbeitsgruppen werden außerdem Kieler Akteur*innen und Interessensgruppen direkt in den Prozess einbezogen.

    Die kommunale Wärmeplanung ist eine Orientierungshilfe und soll die Kieler*innen bei der Umstellung auf eine treibhausgasneutrale Wärmeversorgung unterstützen. Über den Kieler Wärmeplan können sich Hausbesitzer*innen seit Ende 2024 eine Karte anzeigen lassen, ob in ihrer Nachbarschaft ein Wärmenetz möglich ist, ob ein Wärmenetz bereits geplant wird oder eine Einzellösung wie zum Beispiel eine Wärmepumpe sinnvoll betrieben werden kann.

    Die Kommunale Wärmeplanung hat keine direkten Auswirkungen auf Mieter*innen, da deren Vermieter*innen für die Sicherstellung der Wärmeversorgung der Wohnungen und Gebäude verantwortlich sind. Vermieter*innen erhalten aber mit der Kommunalen Wärmeplanung eine Orientierungshilfe bei der Investitionsentscheidung, welche Art der Wärmeversorgung für die jeweiligen Wohnungen und Gebäude die kosteneffizienteste klimaneutrale Versorgungsmöglichkeit ist.

    Nein. Die Ergebnisse der Kommunalen Wärmeplanung informieren Gebäudeeigentümer*innen, welche klimaneutrale Energiequelle für die Wärmeversorgung perspektivisch im jeweiligen Stadtgebiet verfügbar sein wird. Fristen oder Pflichten gehen damit nicht einher.

    Die Stadtwerke Kiel AG informieren auf ihrer Website über die Kieler Fernwärme an sich und zum Vorgehen, wenn Sie sich anschließen möchten.

    Mit dem Online-Tool „Fernwärmeverfügbarkeits-Check“ der Stadtwerke Kiel AG können Sie durch Eingabe Ihrer Adresse prüfen, ob ein Fernwärme-Anschluss nach heutigem Stand am angefragten Objekt möglich wäre: www.stadtwerke-kiel.de/waerme/fernwaerme

    Die Ortsbeiräte bringen sich aktiv ein, indem sie Verwaltung und Stadtwerke einladen und einen Bürger*innendialog befördern. Das Vorgehen und der Prozessablauf der Kommunalen Wärmeplanung wird seitens der Stadtverwaltung aktiv in den Ortsbeiräten vorgestellt.

    Ab Herbst 2024 folgte die Vorstellung der Ergebnisse und des Kieler Wärmeplans. Die Ortsbeiräte wurden so über die sie räumlich betreffenden Planungen im Rahmen der Kommunalen Wärmeplanung informiert.

    Über die Fernwärme- und Nahwärmenetze

    Bei einem Wärmenetz handelt sich um Rohrleitungen, die an mehrere Gebäude angeschlossen sind und diese mit Wärme versorgen. Wie die Wärme produziert wird, hängt vom eingesetzten Energieträger ab. Während alte Wärmenetze oft mit fossilen Brennstoffen betrieben werden, sollen die Wärmenetze in Kiel zukünftig treibhausgasneutral betrieben werden. Der Begriff „Wärmenetz“ umfasst sowohl Nah- als auch Fernwärmenetze.

    Eine gesetzliche Definition für den Unterschied zwischen Nah- und Fernwärme gibt es derzeit nicht. Grundsätzlich lässt sich sagen, dass Nahwärmenetze tendenziell wenige Gebäude versorgen und Fernwärmenetze größer sind, also ganze Quartiere oder wie in Kiel mehrere Stadtteile mit mehreren Gebäuden mit Wärme versorgen.

    Neben dem Fernwärmenetz der Stadtwerke Kiel AG gibt es einige kleinere Nahwärmenetz in Kiel. Diese sind im Kieler Wärmeplan als gelbe Flächen dargestellt. Manche dieser Netze werden von Energieversorgern betrieben, andere befinden sich im privaten Besitz.

    Im Stadtgebiet Kiel wird das zentrale Fernwärmenetz durch die Stadtwerke Kiel AG betrieben. Informationen zum Beispiel zu Anschlussoptionen und dem Transformationspfad der Stadtwerke Kiel AG hin zu einer klimaneutralen Wärmeversorgung sowie den „Fernwärmeverfügbarkeits-Check“, den die Stadtwerke Kiel AG seit Februar 2024 anbieten finden Sie hier.

    Über das Online-Tool können Sie durch Eingabe Ihrer Adresse prüfen, ob ein Fernwärme-Anschluss nach heutigem Stand am angefragten Objekt möglich wäre. Außerdem befinden sich auf dem Kieler Stadtgebiet kleinere Nahwärmenetze, die von weiteren Versorgungsunternehmen betrieben werden.

    Die Fernwärmeerweiterungsflächen wurden mit jeweils konkreten Akquise-Jahren beschlossen. In den Unterlagen zum Ratsbeschluss der Wärmeplanung finden Sie die ausgewiesenen Fernwärmeerweiterungsflächen inklusive Zeithorizont. Voraussetzung für den tatsächlichen Ausbau dieser Flächen ist, dass bei der Ansprache mind. 70 Prozent Interesse an einem Fernwärmeanschluss haben. Bei den Nahwärmenetzen wurde in 2025 ein Interessenbekundungsverfahren gestartet.

    Ob, in welchem Umfang, in welchem Zeitraum und durch wen Nahwärmenetze in Kiel gebaut werden, kann zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht gesagt werden. Wir halten Sie über Informationskanäle über den Prozess auf dem Laufenden.

    Für die Gebiete, für die es gemäß Wärmeplanung nicht möglich sein wird eine leitungsgebundene Wärmeversorgung unter wirtschaftlichen Bedingungen aufzubauen, wird eine Unterstützung angeboten, um dezentrale Lösungen zu entwickeln und damit jede*r Gebäudeeigentümer*in die sinnvollste klimaneutrale Einzellösung für sein oder ihr Gebäude finden kann.

     

    Auswirkungen für die Kieler*innen

    Die kommunale Wärmeplanung ist eine Orientierungshilfe und soll die Kieler*innen bei der Umstellung auf eine treibhausgasneutrale Wärmeversorgung unterstützen. Über den Kieler Wärmeplan können sich Hausbesitzer*innen informieren, welches an Ihrem Standort die wirtschaftlichste klimaneutrale Lösung ist, ob in ihrer Nachbarschaft der Anschluss an ein Wärmenetz möglich ist, ob ein Wärmenetz bereits geplant wird oder eine Einzellösung wie zum Beispiel eine Wärmepumpe sinnvoll zu betreiben ist.

    Nein. Die Ergebnisse der Kommunalen Wärmeplanung informieren Gebäudeeigentümer*innen, welche klimaneutrale Energiequelle für die Wärmeversorgung perspektivisch im jeweiligen Stadtgebiet verfügbar sein wird. Fristen oder Pflichten gehen damit nicht einher.

    Mit dem Online-Tool „Fernwärmeverfügbarkeits-Check“ der Stadtwerke Kiel AG können Sie durch Eingabe Ihrer Adresse prüfen, ob ein Fernwärme-Anschluss nach heutigem Stand am angefragten Objekt möglich wäre oder ob ihr Objekt in einer Fernwärme-Erweiterungsfläche liegt.

    Um die Klimaziele in Schleswig-Holstein und Kiel zu erreichen, muss beim Heizen von Gas, Kohle und Öl auf erneuerbare Energien umgestiegen werden. Und dabei gilt: Je schneller, desto besser. Seit dem 1. Juli 2022 sind Gebäudeeigentümer*innen in Schleswig-Holstein daher verpflichtet, wenn eine Heizung in einem Gebäude das vor dem 1. Januar 2009 errichtet worden ist, ausgetauscht oder nachträglich eingebaut wird, mindestens 15 Prozent ihres jährlichen Wärme- und Kälteenergiebedarfs durch erneuerbare Energien abzudecken.

    In diesem Fall empfehlen wir Ihnen unsere kostenfreie Energieberatung im Rahmen unserer Sprechstunde zur Kieler Wärmeplanung in Anspruch zu nehmen und sich individuell zu den Versorgungsmöglichkeiten ihrer Immobilie beraten zu lassen. Weitere Informationen sowie den online Buchungskalender finden Sie unter der Rubrik „Beratung“ auf kiel.de/waermeplanung.

    Aus Klimaschutzgründen und mit Blick auf die langfristige Versorgungssicherheit ist der Einbau einer neuen Gasheizung in vielen Fällen nicht sinnvoll. Hinzu kommt: Die Kosten für Erdgas werden voraussichtlich weiter steigen, unter anderem durch höhere Netzentgelte, den CO₂-Preis und die künftig erforderliche Beimischung klimaneutraler Brennstoffe. 

    Beim Einbau neuer Öl- und Gasheizungen gilt die sogenannte Biotreppe: Ab 1. Januar 2029 müssen mindestens 10 Prozent CO₂-neutrale Brennstoffe beigemischt werden; dieser Anteil steigt ab 1. Januar 2030 auf 15 Prozent, ab 1. Januar 2035 auf 30 Prozent und ab 1. Januar 2040 auf mindestens 60 Prozent.  

    Auch aus Verbraucher*innenschutzsicht spricht deshalb vieles gegen den Einbau einer neuen Gas- oder Ölheizung: Für biogene und synthetsiche Brennstoffe werden aufgrund begrenzter Verfügbarkeit und steigender Nachfrage eher höhere Kosten erwartet. Diese können sich zusätzlich durch steigende Netzentgelte bei sinkender Zahl von Erdgasabnehmer*innen und durch den CO₂-Preis erhöhen.

    Wir empfehlen, unser Angebot einer kostenfreien Energieberatung in Anspruch zu nehmen. 

    Die Kommunale Wärmeplanung hat keine direkten Auswirkungen auf Mieter*innen, da deren Vermieter*innen für die Sicherstellung der Wärmeversorgung der Wohnungen und Gebäude verantwortlich sind.

    Vermieter*innen erhalten aber mit der Kommunalen Wärmeplanung eine Orientierungshilfe bei der Investitionsentscheidung, welche Art der Wärmeversorgung für die jeweiligen Wohnungen und Gebäude die kosteneffizienteste klimaneutrale Versorgungsmöglichkeit ist.

    Es finden laufend weitere Informationsveranstaltungen statt. Die Übersicht über alle anstehenden Termine finden Sie auf unserer Website unter dem Bereich „Termine“. Darüber hinaus startet für alle von zu Hause zugänglich ab dem 19. Mai 2025 eine kostenlose Onlineseminarreihe. Hier wird es Veranstaltungen zu den verschiedenen Möglichkeiten der Wärmeversorgung, aber auch zur energetischen Gebäudesanierung geben. Informationen und Möglichkeiten zur Anmeldung gibt es auf unserer Internetseite.

    Wir werden versuchen die Informationen aus den Veranstaltungen und auch den Untersuchungen laufend in aufbereiteter Form auch auf unserer Internetseite zur Verfügung zu stellen. Viele Informationen rund um die Wärmewende finden Sie auch auf unserer Seite „Praxis-Tipps: Wärmewende für die eigene Immobilie“.

     

    Der strategische Planungsprozess der Wärmeplanung

    1. Bestandsanalyse & Prognose

    Die Bestandsanalyse umfasst eine Energie- und Treibhausgasbilanz sowie die energetische Bewertung des Gebäudebestandes, der vorhandenen Wärmeinfrastruktur, der genutzten Energiequellen und des aktuellen Wärmebedarfs bzw. -verbrauchs für das Kieler Stadtgebiet. Eine Prognose zum zukünftigen Wärme- und Kältebedarf stellt sicher, dass die Kieler Wärmeplanung den aktuellen und zukünftigen Anforderungen gerecht wird.

    2. Potenzialanalyse

    In der Potenzialanalyse wird das Kieler Stadtgebiet auf die Verfügbarkeit von erneuerbaren Energien und Abwärme, die Kosten für deren Erschließung sowie mögliche Effizienzsteigerungen im Gebäudebestand untersucht.

    3. Zielszenario

    Die Analyseergebnisse (Schritt 1 und 2) bilden die Basis für das Zielszenario, das den Weg aufzeigt, wie die Landeshauptstadt Kiel das Ziel einer klimaneutralen Wärmeversorgung erreichen kann. Es beinhaltet Aussagen zu potenziellen Gebieten für den Ausbau und Aufbau von Wärmenetzen oder individuellen Einzellösungen.

     

    4. Kieler Wärmeplan

    Die Ergebnisse der Untersuchungen werden bis Ende 2024 in einem räumlichen Konzept, dem Kieler Wärmeplan, zusammengefasst. Dieser beschreibt für das gesamte Stadtgebiet, welche Art der Wärmeversorgung für einen Standort die kosteneffizienteste, klimaneutrale Möglichkeit ist. Mit einem Maßnahmenprogramm und der Priorisierung weiterer Energiequartiere werden die nächsten Schritte für die Umstellung auf eine klimaneutrale Wärmeversorgung vorbereitet.

    5. Beschluss & Veröffentlichung

    Mit dem Beschluss in der Stadtvertretung und der Veröffentlichung der Kommunalen Wärmeplanung beginnt die Umsetzung konkreter Maßnahmen. Dafür wird vielfach eine Detailplanung erforderlich sein.

     

    Gemeinsam effizienter: Vorrang für leitungsgebundene Wärmeversorgung

    Die klimaneutrale Wärmeversorgung im Stadtgebiet soll möglichst zeitnah, effizient und sozial gerecht erfolgen. Die Landeshauptstadt Kiel setzt daher vorrangig auf eine gemeinsame leitungsgebundene Wärmeversorgung über Fern- und Nahwärmenetze.

    Der zentrale Ansatz entspricht der gesamtgesellschaftlichen Verantwortung für die Wärmewende und verhindert, dass die Wärmeversorgung von den Möglichkeiten und dem Bestreben Einzelner abhängt.

    Erst wenn eine leitungsgebundene Wärmeversorgung als nicht sinnvoll erscheint, werden Lösungen für individuelle, klimaneutrale Einzellösungen entwickelt.

     
    Fernwärmeleitungen im Kieler Fördetunnel | Foto: Marc Asmuß
     

    Kontakt

    Informationen zum weiteren Prozessablauf und zu aktuellen Informations- und Beratungsangeboten werden fortlaufend ergänzt.

    Auf Anfrage erhalten Sie auch Flyer zur Kommunalen Wärmeplanung als PDF-Datei oder in gedruckter Form.

    Wenn Sie darüber hinaus Fragen haben, treten Sie gerne mit uns in den Kontakt!

    0431 901-5153

    Telefonische Erreichbarkeit: 9-14h Uhr

     

    Bleiben Sie in Kontakt