Deckelsammlung 500 Deckel für ein Leben ohne Kinderlähmung

Allein in Deutschland werden jährlich rund 40.000 Tonnen Deckel aus den Plastik-Arten HDPE (High Polyethylen oder Hart-Polyethylen) und PP (Polypropylen) verwendet. Die meisten dieser Deckel werden normalerweise entsorgt und nicht recycelt.

Lediglich in Pfandsystemen wird ein kleiner Teil der Deckel weiterverwendet, aber auch hier wird der größte Teil nach einmaliger Benutzung entsorgt. 

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Fotos: M. Kroglowski

Im Rahmen der Deckelsammlung werden Rohstoffe recycelt und dadurch weiter genutzt. Die Deckel werden zu Granulat vermahlen, mit anderen Rohstoffen gemischt und dann zu neuen Produkten wie Gartenbänken, Rohren etc. verarbeitet.

Das schont Ressourcen. Da HDPE und PP aus Erdöl und Erdgas hergestellt werden, benötigt allein die Herstellung enorme Mengen an Energie und belastet die Umwelt. Diese Belastung kann reduziert werden, je mehr Deckel recycelt werden. Nebenbei kann mit den Gewinnen aus dem Verkauf die Be-kämpfung der Polio-Erkrankung mitfinanziert werden.

 


Was passiert mit den Deckeln?

Die bei der Kieler Umweltberatung abgegebenen Deckel werden zunächst zu einem der Wertstoffhöfe des Abfallwirtschaftsbetriebes Kiel gebracht. Dort werden sie gesammelt und in größeren Mengen zum Recycling an zentrale Stellen innerhalb Deutschlands weitergegeben.

Die Recyclingpakete werden weiterverkauft und aus dem Erlös werden Polio-Impfungen finanziert. 500 Deckel wiegen etwa ein Kilo und aus dem Erlös eines Kilos Deckel kann eine Impfdosis finanziert werden. 

Allein innerhalb des ersten Jahres der Aktion des Rotary Clubs Mölln-Lauenburg konnten über 100.000 Schluckimpfungen ermöglicht werden. Die Erkrankung ist weiterhin nicht vollständig ausgerottet und die Sammlung geht weiter. Ein Ende ist nicht geplant. 

Kurzfilm

Der kurze Film "Mutti, du musst sammeln!" zeigt, wie die Deckelsammlung genau funktioniert, was mit den Deckeln passiert und warum es sich lohnt zu sammeln.
 

 


Wo kann ich meine Deckel abgeben?
Welche Deckel soll ich sammeln?

Die Kieler Umweltberatung beteiligt sich an der Aktion mit einer Abgabestelle im Kunden-zentrum am Kleinen Kiel, Holstenbrücke Ecke Martensdamm. Jeder Deckel ist ein kleiner Beitrag zu einer weiteren Impfung. Allerdings können nur Deckel aus PP, PE (Polyethylen) oder HDPE verwendet werden. Diese finden sich auf Getränkeverpackungen aus Plastik und Tetrapacks.

Allerdings dürfen die Deckel nicht mehr als vier Zentimeter Durchmesser haben, da bei zu unterschiedlichen Deckelgrößen die Sortierung zu kostenaufwändig ist und damit weniger Impfungen finanziert werden könnten. Man erkennt die Plastik-Arten der Deckel auch an einem kleinen eingeprägten oder aufgedruckten Dreieck mit der entsprechenden Abkürzung PP, HDPE oder PE der Stoffe drin. 

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Kundenzentrum Holstenstraße Ecke Martensdamm
Abgabe im Kundenzentrum
Kontakt

Landeshauptstadt Kiel
Umweltschutzamt
Umweltberatung im
ABK Kundenzentrum am Kleinen Kiel
Holstenbrücke Ecke Martensdamm
24103 Kiel

Öffnungszeiten

 
Melanie Kroglowski 

0431 901-3704