Zero.Waste.City.Mehrweg-Tipps für Verbraucher*innen
Mehrweg ist einfach und fast immer verfügbar. Ob Kaffee oder Mittagssnack: Sie können überall nach Mehrweg fragen und damit helfen, Kiel sauberer und nachhaltiger zu machen.
Die meisten Gastronomien, die „To-go“ in Kunststoff anbieten, müssen auch Mehrweg im Angebot haben. Mit jedem Becher und jeder Box, die Sie mehrfach nutzen, vermeiden Sie Abfall und machen Kiel ein Stück nachhaltiger.
Schon nach etwa zehn Nutzungen ist eine Mehrwegbox klimafreundlicher als jede Einwegverpackung. So leistet jeder Kaffee und jedes Mittagessen im Mehrweggefäß einen kleinen Beitrag zum großen Ziel: Weniger Abfall in Kiel.
So einfach geht's
Wenn Sie Essen oder Getränke zum Mitnehmen bestellen, fragen Sie einfach nach Mehrweg. Die meisten Betriebe sind verpflichtet, eine Mehrwegalternative anzubieten. Sie können:
- einen Mehrwegbecher oder eine Box vom Restaurant / Café nutzen oder
- eigene, saubere Behälter mitbringen und befüllen lassen, wenn der Betrieb selbst keine Mehrwegverpackungen anbietet.
Nach Gebrauch geben Sie den Mehrwegbehälter einfach dort oder in teilnehmenden Partnerbetrieben wieder ab. Hygienisch gereinigt wird er selbstverständlich von den Anbieter*innen. Ihr eigenes Behältnis spülen Sie zu Hause selbst.
So machen wir Mehrweg zum Standard in Kiel!
Mehrweg-Orte in Kiel
Die Karte gibt einen Überblick an welchen Verkaufsstellen Mehrwegverpackungen angeboten werden.
Viele Verkaufsstellen akzeptieren auch mitgebrachte Verpackungen. Die Karte vom Zero Waste Kiel e. V. zeigt, wer dabei ist:
Mehrweg sichtbar in Kiel
Halten Sie Ausschau nach dem Aufkleber „Wir haben Mehrweg“ an Türen oder Theken von gastronomischen Betrieben. Dieser zeigt Ihnen: Hier ist Mehrweg willkommen!
Viele Betriebe in Kiel beteiligen sich bereits an dieser gemeinsamen Initiative für ein sauberes und nachhaltiges Stadtbild.
Jährliches Einsparpotential von Mehrweg bundesweit
2,8 Milliarden Einweg-Kaffeebecher
Ca. 346.000 Tonnen Abfall pro Jahr
420.000 Tonnen CO2 Emissionen
Häufige Fragen zu Mehrweg
Mit der Mehrwegangebotspflicht sind Betriebe, die Getränke und Speisen zum Mitnehmen anbieten, verpflichtet eine Mehrwegverpackung anzubieten. Dies gilt für Einwegkunststoffverpackungen und Einwegbecher, darunter fallen auch mit Kunststoff beschichtete Papierbehältnisse.
Betriebe mit weniger als 80 m2 oder fünf Mitarbeiter*innen können auch mitgebrachte Behältnisse akzeptieren, um die Pflicht zu erfüllen.
Es gibt viele Mehrwegsysteme. Dazu zählen Poolsysteme, die bei unterschiedlichen Betrieben ausgegeben und abgegeben werden können oder Mehrwegbehältnisse, die nur von einem Betrieb ausgegeben und auch nur dort zurückgegeben werden können.
Mehrweg erhalten Sie bei gastronomischen Betrieben, die unter die Mehrwegangebotspflicht fallen. Ihre Mehrwegverpackung können Sie dort zurückgeben, wo sie diese erworben haben. Ist die Mehrwegalternative teil eines Systems, gibt es weitere Betriebe, bei denen sie Behältnisse zurückgeben können.
Nein. Die Behältnisse werden nach der Rückgabe industriell gereinigt, damit sie wieder den hygienischen Anforderungen entsprechen. Sie müssen die Behältnisse also nicht selber spülen. Betriebe dürfen jedoch die Rücknahme von Behältnissen verweigern, wenn diese z.B. verschimmelt sind oder andere Stoffe drin gelagert wurden (Farbe o.ä.).
Nein, denn auch bei der Produktion von Verpackungen aus nachwachsenden Rohstoffen wird Energie und Material gebraucht, welches nach der Nutzung als Abfall anfällt.
Ausnahmen gibt es für Verpackungen aus 100% Papier, Pappe oder Karton (zum Beispiel Pizzakartons) sowie Papiertüten oder Aluminiumschalen.
Ja, in vielen Betrieben werden Getränke und Speisen auch in mitgebrachte Mehrwegbehältnisse ausgegeben.
Die Becher und Schalen müssen trocken und sauber sein. Den Deckel behalten Sie vor der Befüllung bei sich.
Fragen Sie beim Bäcker und beim Restaurant nach einer Mehrwegverpackung zum Mitnehmen.
Packen Sie Ihren Lieblingsbecher oder eine Brotbox in den Rucksack oder die Handtasche. So sind Sie bestens vorbereitet für den spontanen Hunger.
Teilen Sie Ihre neue Gewohnheit mit Ihren Freunden und Ihrer Familie. Gemeinsam können wir mehr bewegen.
Die Klimabilanz von Mehrwegbehältnissen ist bereits nach durchschnittlich zehn Nutzungen besser als die von Einwegverpackungen. Bei einer Einwegbox fallen zum Beispiel in der Herstellung 1,3 Liter Wasser an. Im Vergleich fällt bei der Reinigung einer Mehrwegbox nur 0,2 bis 0,9 Liter Wasser an.
Durch Verwendung von Mehrweg werden Umwelt- und Klimabelastungen reduziert, die mit der Herstellung, dem Transport und der Entsorgung von Einwegverpackungen verbunden sind. Durch die bundesweite Nutzung von Mehrwegbechern, -essensboxen und -geschirr anstelle von Einwegprodukten besteht jährlich ein Einsparpotential von rund 420.000 Tonnen CO2-Emissionen.
Mehrwegverpackungen können wiederverwendet werden. Durch die Verwendung von Mehrweg wird der Einsatz von Primärrohstoffen, die für die Produktion von Einwegverpackungen anfallen, reduziert. Zudem werden die Abfallmengen im Stadtgebiet verringert und Emissionen gespart, die bei der Verbrennung von Einwegverpackungen zum Beispiel bei mit Kunststoff beschichteten Papierbechern anfallen.