Ausbildung bei der Stadt

Brandmeisteranwärterin / Brandmeisteranwärter

Ein Gebäude steht in Flammen? Hochwasser und Überschwemmungen bringen Menschen in Gefahr? Bei Chemieunfällen treten Gifte aus? Für solche Notfälle gibt es die Feuerwehr. Auch das große Feuerwerk am Ende der Kieler Woche findet unter ihrer Aufsicht statt. 

Retten, löschen, bergen, schützen

Aufgabe der Feuerwehr ist, bei jedem Wetter und zu jeder Tages- und Nachtzeit Gefahrenquellen zu beseitigen sowie über Gefahren und deren Vermeidung aufzuklären. Menschen und Tiere müssen gerettet, geborgen und geschützt werden und Sachgüter müssen gesichert werden.

Ist über die Nummer 112 ein Notruf eingegangen, besetzen die Feuerwehrbeamtinnen und Feuerwehrbeamte binnen kürzester Zeit die Einsatzfahrzeuge, legen ihre Schutzausrüstung an und fahren, meistens mit Blaulicht und Signalhorn, zur Schadensstelle.

Wenn es brennt, dringen sie auf Weisung der Einsatzleitung zur Brandstelle vor und löschen das Feuer. Oft müssen Personen aus brennenden und verrauchten Gebäuden befreit werden.

Einsatz als Notfallsanitäter*in

Beamtinnen und Beamte bei der Berufsfeuerwehr sind auch als Notfallsanitäter*in ausgebildet.  

Zu den Aufgaben einer Brandmeisterin oder eines Brandmeisters gehört also auch im Rettungsdienst tätig zu sein. Sie sind es, die mit Blaulicht und Martinshorn den Rettungswagen zum Einsatzort fahren, dort den Gesundheitszustand einer verletzten oder erkrankten Person beurteilen und folgerichtig handeln.

Natürlich werden nicht nur Notfalleinsätze gefahren, auch der Krankentransport ins Krankenhaus unter medizinischer Beobachtung gehört zu den Aufgaben im Rettungsdienst. Sie müssen professionell und angemessen mit Menschen in allen psychischen Ausnahmesituationen umgehen können.

Kein Lehrberuf im herkömmlichen Sinn

Doch nicht bei jedem Einsatz geht es um Brände, medizinische Notfälle oder Unfälle. Nach einem Unwetter räumen sie Hindernisse, wie umgestürzte Bäume beiseite, bei Hochwasser retten sie Menschen aus bedrohten Häusern. Feuerwehrleute führen bei größeren Veranstaltungen Sicherheitswachen durch. Wenn viele Menschen versammelt sind, etwa im Theater oder bei Konzerten, sind meistens zwei Feuerwehrbeamtinnen und Feuerwehrbeamte vor Ort, um bei Bedarf jederzeit eingreifen zu können.

Sie arbeiten mit Kolleginnen und Kollegen verschiedener Ämter, der Schutz-, Kriminal- und Wasserschutzpolizei sowie Ärztinnen und Ärzten zusammen.

Der Beruf "Feuerwehrmann / Feuerwehrfrau“ ist kein Lehrberuf im herkömmlichen Sinne. Menschen, die bei der Berufsfeuerwehr arbeiten wollen, müssen eine abgeschlossene Berufsausbildung sowie eine Reihe von Tauglichkeitsnachweisen mitbringen und schlagen mit dieser aufbauenden Ausbildung die Beamtenlaufbahn ein.

Sie erlernen einen abwechslungsreichen, körperlich anstrengenden, teilweise auch psychisch belastenden Beruf. Dieser erfordert schnelles Umdenken, Improvisieren und Reagieren, denn kein Einsatz ist wie der andere. 
 

 

  • mindestens Hauptschulabschluss
  • Nachweis über einen für die Feuerwehr geeigneten Gesellenbrief oder eine geeignete Berufsausbildung oder eine abgeschlossene Spezialausbildung
  • Führerschein Klasse B
  • Erfüllung der gesetzlichen Voraussetzungen für die Ernennung zur Beamtin / zum Beamten
  • Deutsches Schwimmabzeichen in Silber, nicht älter als 2 Jahre (kann im Laufe des Auswahlverfahrens nachgereicht werden)
  • Sehhilfenstärke von +/- 3 Dioptrien darf nicht überschritten werden
  • uneingeschränkte Feuerwehrdiensttauglichkeit (gesundheitliche und körperliche Eignung)
  • technisches Verständnis
  • Teamfähigkeit
  • Flexibilität
  • wünschenswert wären über die vorgenannten Voraussetzungen hinaus
  • die Fahrerlaubnis der Klasse CE sowie eine abgeschlossene Ausbildung
  • als Rettungsassistentin / Rettungsassistent, Notfallsanitäterin / Notfallsanitäter

 

Zwei Jahre
 

Praxis

Die praktischen Ausbildungsanteile finden überwiegend im Wach- und Einsatzdienst, bei den Kieler Kliniken sowie den Rettungswachen der Berufsfeuerwehr Kiel statt.

Theorie

Die theoretisch-praktische Ausbildung erfolgt im Zentrum für Ausbildung, Rettungsdienst und Katastrophenschutz der Berufsfeuerwehr Kiel, Holzkoppelweg 9.
Die der Feuerwehrdienstausbildung erfolgt an der Landesfeuerwehrschule in Harrislee.
 

Während der Ausbildung erwirbt man beispielsweise Kenntnisse in den folgenden Bereichen:

Fachbezogene Grundlagen

  • Brennen und Löschen
  • Baukunde
  • Strahlenschutz, gefährliche Stoffe
  • Wärmelehre, Elektrizitätslehre, Mechanik

Fahrzeugkunde einschließlich Fahrausbildung

  • Feuerwehrfahrzeuge, Kran- und Drehleiterfahrzeuge, Sonderfahrzeuge, Rettungswagen

Gerätekunde

  • Atemschutzgeräte
  • Löschgeräte (zum Beispiel Pumpen, Schläuche, Armaturen)
  • Rettungsgerät (zum Beispiel Rettungsscheren, Motorsägen)
  • Normung und Geräteprüfung

Einsatzlehre

  • Einsatzplanung & Einsatztaktik
  • Gefahren an der Einsatzstelle, Unfallverhütung
  • Brandbekämpfung (Einsatzübungen, Löschwasserversorgung, Löschwasserförderung)
  • Vorbeugender Brandschutz & Gefahrenabwehr
  • Technische Hilfeleistungen, Einsatzübungen: Rettungsdienst, Fernmeldedienst

Staats- und Verwaltungskunde

  • Organisation und Dienstbetrieb der örtlichen Feuerwehren
  • Rechtsgrundlagen des Feuerwehrdienstes
  • Staatsbürgerkunde
  • Beamtenrecht, Disziplinarrecht, Personalvertretungsrecht

Weitere Ausbildungsinhalte

  • Ausbildung zur Notfallsanitäterin / zum Notfallsanitäter
  • Sport (Deutsches Sportabzeichen in Bronze)
  • Rettungsschwimmen
  • Konditions-(Fitness-)Training
  • Erwerb des Führerscheins Klasse CE (LKW mit Anhänger)

Aufbauend auf die theoretischen Ausbildungsinhalte erfolgen gezielte Einsatzpraktika.

Sie erlernen das feuerwehrtechnische Grundwissen, wie zum Beispiel die Organisation der Feuerwehr, Verwaltung und Rechtskunde, theoretische und praktische Ausbildung im abwehrenden Brandschutz, Sprechfunkausbildung, Atemschutzausbildung, technische Hilfeleistungsausbildung, gefährliche Stoffe und Güter sowie Baukunde und Löschwasserversorgung.
 

monatlich 1134,60 Euro brutto
zusätzlich 397,11 Euro brutto Anwärtersonderzuschlag
 

Die Bewerber*innen absolvieren einen schriftlichen Einstellungstest, der einen Rechtschreib- und einen Intelligenz-Strukturtest beinhaltet. Außerdem wird ein Sporttest durchgeführt, der Aufgaben des von der Deutschen Sporthochschule Köln entwickelten Tests "Physische Eignungsfeststellung für die Berufsfeuerwehr in Deutschland" beinhaltet.

Wird auch dieser Test bestanden, folgen Vorstellungsgespräche, in dem wir einen persönlichen Eindruck von Ihnen gewinnen möchten. Außerdem wird in einer speziellen Untersuchung Ihre körperliche Eignung für den Beruf des Feuerwehrmannes / der Feuerwehrfrau festgestellt.
 

Fertig ausgebildete Feuerwehrbeamtinnen und Feuerwehrbeamte der Laufbahngruppe 1, 2. Einstiegsamt der Fachrichtung Feuerwehr (vormals mittlerer feuerwehrtechnischer Dienst) werden auf der Haupt- oder Ostwache und den Rettungswachen eingesetzt. In den jeweiligen Dienststellen sind sie in der Regel tätig als Truppmann/-frau, Truppführer*in, Fahrzeugführer*in, im Rettungsdienst, als Fahrer*in von Sonderfahrzeugen, Feuerwehrgerätewart*in, Maschinist*in oder Fahrer*in.

Die Landeshauptstadt Kiel bietet ein breit gefächertes internes Angebot an Weiterbildungsmöglichkeiten an. Auch der Besuch von Lehrgängen externer Bildungsträger kann entsprechende Qualifikationen vermitteln. Wenn die Zulassungsbedingungen erfüllt werden, wird den Feuerwehrbeamtinnen und -beamten die Möglichkeit eröffnet, nach erfolgreicher Weiterbildung in die nächsthöhere Laufbahn zu wechseln.
 

Wichtig zu wissen

Die Bewerbungsfrist für den Ausbildungsbeginn am 1. März 2019 ist bereits abgelaufen. Die nächste Ausschreibung erscheint voraussichtlich im Mai 2019.

 

Downloads und Links
Noch Fragen?

Kai Schlotfeldt
 
0431 901-2278

 

Kontakt zur Ausbildungsabteilung

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