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Gebühren und Entgelte für Kieler Kindertageseinrichtungen

Aktuell:

Die Einkommensgrenzen für die Berechnung der Ermäßigung haben sich ab 1. Januar 2016 erhöht.

Bitte beachten Sie hierzu die Elterninformation zur Erhöhung der Einkommensgrenzen ab Januar 2016. Diese Informationen liegen auch in den Kindertageseinrichtungen aus.


Am 1. Januar 2015 ist in der Landeshauptstadt Kiel eine
neue Gebührensatzung für Kindertageseinrichtungen, geförderte Tagespflege und Gebundene Ganztagsgrundschulen in Kraft getreten.

Diese Satzung enthält eine Erhöhung der Essens- und Regelgebühren sowie eine grundlegende Änderung bei der Berechnung der Sozialstaffel-Ermäßigung für Familien mit wenig bis mittlerem Familieneinkommen.

Eine Berechnungshilfe für die neuen Gebühren finden Sie hier.

Wichtiges aus der Satzung in einer kurzen Zusammenfassung

  • im Krippenbereich für unter 3-jährige Kinder betragen die Gebühren 40 Euro pro Tagesbetreuungsstunde pro Monat (z. B. 8-Std.-Platz = 40 Euro x 8 = 320 Euro/mtl.)
  • im Elementar- und Hortbereich betragen die Gebühren 31 Euro pro Tagesbetreuungsstunde pro Monat (z. B. 8-Std.-Platz = 31 Euro x 8 = 248 Euro/mtl.)
  • für Kinder, die in einer geförderten Tagespflegestelle Betreuung erhalten, werden die Gebühren je nach Alter entsprechend der verschiedenen Betreuungsarten erhoben
  • die Kosten für das Mittagessen betragen 40 Euro pro Monat. Achtung: Sofern Sie eine Kiel-Karte für Ihr Kind besitzen, ist nur der ermäßigte Eigenanteil von 20 Euro pro Monat zu zahlen)
  • Eltern, die mit dem Kind zusammen wohnen, sind Gebührenschuldner
  • die Kündigungsfrist beträgt 14 Tage zum Monatsende
  • die Fälligkeit der Gebühren ist der 15. eines Monats
  • die Gebühren werden auch fällig, wenn das Kind krank ist und/oder aus sonstigen Grund nicht den Kindergarten besucht
  • es kann eine einkommensunabhängige Geschwisterermäßigung oder eine Ermäßigung wegen geringen Einkommen beantragt werden

Wie berechnet sich die monatliche Betreuungsgebühr?

Die Höhe der monatlichen Betreuungsgebühr ist abhängig von der Betreuungsart, dem Alter des Kindes und der Anzahl der Tagesbetreuungsstunden. Die Anzahl der Tagesbetreuungsstunden entspricht einem Fünftel der vertraglich bestimmten Wochenbetreuungsstunden.

Beispiel:

  • Betreuung Montag bis Freitag von 8 Uhr bis 16 Uhr = 40 Wochenbetreuungsstunden
  • geteilt durch 5 Tage = 8 Tagesbetreuungsstunden


Wie teuer sind die verschiedenen Betreuungsarten?

  • Krippe, Alter unter 3 Jahre = 40 Euro/Tagesbetreuungsstunde/mtl.
  • Krippe, Alter über 3 Jahre = 31 Euro/Tagesbetreuungsstunde/mtl.
  • Tagespflege, Alter unter 3 Jahre = 40 Euro/Tagesbetreuungsstunde/mtl.
  • Tagespflege, Alter über 3 Jahre = 31 Euro/Tagesbetreuungsstunde/mtl.
  • Elementarbetreuung/Hort/Gebundene Ganztagsschule = 31 Euro/Tagesbetreuungsstunde/mtl.

Wie berechnet sich die Ermäßigung?

Die Höhe der Ermäßigung ist bereits seit 1. Januar 2015 nicht länger durch eine Tabelle vorgegeben. Sie wird dann für jeden Einzelfall individuell berechnet, in Abhängigkeit von der Höhe des monatlichen Familieneinkommens, der Anzahl der Personen im Haushalt, der Art der Kindesbetreuung sowie der Höchstgebühr.

Liegt Ihr Familieneinkommen unter der Einkommensgrenze, müssen keine Betreuungsgebühren gezahlt werden. Liegt das Familieneinkommen jedoch darüber, so ist die Höhe der Betreuungsgebühr davon abhängig, um wie viel die Einkommensgrenze überschritten wird (Überschreitungsbetrag). Von dem Überschreitungsbetrag sind 45 Prozent als Betreuungsgebühr zumutbar und bis zur Höhe der Regelgebühr einzusetzen.

Beispiel:

  • ein Kind unter 3 Jahre, Betreuung in einer Krippe, 8 Std. täglich
  • 8 Std. x 40 Euro = 320 Euro Regelgebühr
  • Einkommen der Familie mit 4 Personen = 2.800 Euro Familieneinkommen
  • Einkommensgrenze für 4 Personen = 2.468 Euro
  • Überschreitung der Einkommensgrenze durch das Einkommen = 332 Euro Überschreitungsbetrag
  • 45 Prozent des Überschreitungsbetrages = 149,40 Euro zumutbare Betreuungsgebühr
  • zuzüglich 40 Euro für das Mittagessen
  • Ergebnis = 189,40 Euro Betreuungsgebühr gesamt 
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Bildschirmansicht der Excel-Berechnungshilfe

Sie können mit einer Berechnungshilfe Ihren voraussichtlichen monatlichen Elternbeitrag vorab selbst ermitteln.

Hier können Sie die Berechnungshilfe herunterladen. Sie steht Ihnen zur Verfügung als 
MS Excel-Tabelle (*.xlsx) und als
OpenDocument-Tabelle (*.ods) für freie Office-Anwendungen

Bitte beachten Sie, dass eine verbindliche Berechnung der Gebühren / Beiträge nur durch die für Sie zuständigen Sachbearbeiterinnen oder Sachbearbeiter des Amtes für Schulen vorgenommen werden kann.

Die Berechnungshilfe dient lediglich zu Ihrer Information, es können keine Rechtsansprüche aus ihr abgeleitet werden.

Geregelt sind die Antragsvoraussetzungen und die Berechnungsart in §§ 8 und 9 der Gebührensatzung sowie in der
Richtlinie für die Ermäßigung von Gebühren und Betreuungsbeiträgen für die Betreuung in Kindertageseinrichtungen, geförderter Tagespflege,
Gebundenen Ganztagsgrundschulen und Betreuten Grundschulen
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Was ist unter Familieneinkommen zu verstehen?

Zum Familieneinkommen zählen grundsätzlich sämtliche Einkünfte aller berücksichtigungsfähigen Personen im Haushalt der Familie. Unter anderem sind dies:

  • Einkünfte aus selbständiger und nicht selbständiger Arbeit
  • Kindergeld
  • Arbeitslosengeld I & II, Grundsicherung sowie sonstige Sozialleistungen
  • Wohngeld
  • Unterhaltsleistungen
  • BAföG
  • Einkünfte aus Kapitalvermögen
  • sonstige Einkünfte (siehe § 9 Gebührensatzung)


Folgende Ausgaben sind vom Einkommen abzugsfähig:

  • tatsächlich gezahlte Steuern auf das Einkommen
  • Solidaritätszuschläge
  • Sozialversicherungsbeiträge nach den gesetzlichen Vorschriften; sind die Beitragspflichtigen nicht sozialversicherungspflichtig, so sind die Kosten der angemessenen Kranken- und Altersvorsorge abzugsfähig
  • Pflegeversicherungsbeiträge
  • Unterhaltsverpflichtungen nach den gesetzlichen Vorschriften
  • Fahrtkosten zur Arbeitsstelle (einfache Entfernung in km x 5,20 Euro/mtl. oder günstigstes öffentliches Verkehrsmittel)

Gibt es eine einkommensunabhängige Ermäßigung für Geschwisterkinder, die Betreuung erhalten?

Ja. Die höchste Gebühr ist in voller Höhe zu zahlen, die zweithöchste Gebühr wird um 50 Prozent ermäßigt und ab der dritthöchsten Gebühr erfolgt sogar eine Ermäßigung um 100 Prozent (siehe § 8 Abs. 6 Gebührensatzung).

Wie und wo stelle ich den Antrag auf Ermäßigung?

Anträge auf Sozialstaffel-Ermäßigung sind schriftlich zu stellen:

Landeshauptstadt Kiel
Amt für Schulen
Sachbereich Gebührenberechnung und Sozialstaffelermäßigung - 52.0.30
Postfach 1152
24099 Kiel

Die Besucheradresse lautet:

Neues Rathaus
Gebäudeteil B, 3. Etage
Andreas-Gayk-Straße 31
24103 Kiel

Sie erhalten den Formantrag auf Ermäßigung hier als Download, im Amt für Schulen oder in Ihrer Kindertageseinrichtung.

Anträge gelten grundsätzlich erst ab Beginn des Monats, in dem der Antrag bei der Landeshauptstadt Kiel eingegangen ist (Antragsmonat). Bitte achten Sie darauf, den Antrag vollständig einzureichen. Ohne vollständige Einkommensbelege und den unterschriebenen Formantrag kann sich die Bearbeitung Ihres Antrages ansonsten unnötig verzögern.

Die Sozialstaffel-Regelung gilt nur für Kieler Kinder. Sofern Sie außerhalb von Kiel wohnen, Ihr Kind besucht jedoch eine Kieler Kindertageseinrichtung, so ist eine Sozialstaffel-Ermäßigung bei Ihrer Wohnortgemeinde zu beantragen.
Weitere Informationen zur Aufnahme von auswärtigen Kindern.

An wen wende ich mich, wenn ich Fragen zur Gebührensatzung habe?

Wenn Sie Fragen rund um das Thema Gebührensatzung, zu den Ermäßigungen oder den Einkommensgrenzen haben, nutzen Sie bitte das Info-Telefon des Amtes für Schulen unter der Nummer 0431 / 901-3327.