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Lokaler Aktionsplan Kiel

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Partnerschaften für Demokratie - Lokaler Aktionsplan Kiel

Partnerschaften für Demokratie sind konkrete, vor Ort ausgearbeitete Konzepte zur Demokratieförderung. Für die Landeshauptstadt entspricht diese Partnerschaft für Demokratie dem Lokalen Aktionsplan Kiel (LAP Kiel). Dieser  setzt sich aus dem Begleitausschuss und einer lokalen Koordinierung zusammen.

Der Begleitausschuss bildet das oberste Gremium und fungiert als beschlussfassendes Organ. Die Kommune und lokale Akteure der Zivilgesellschaft (Vereine, Verbände, Kirchen und engagierte Bürgerinnen und Bürger) treten innerhalb dieses Gremiums gemeinsam in Aktion.

Der Begleitausschuss besteht aus 30 Mitgliederinnen und Mitgliedern und tagt regelmäßig etwa einmal im Monat. Seine Aufgaben bestehen darin,  Bedarfe und Problemsituationen in der Region zu identifizieren, Strategien zur Bekämpfung und Prävention von gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit, Rassismus und Rechtsextremismus zu entwickeln sowie Toleranz, Vielfalt und demokratisches Handeln zu fördern.
Daraus sollen Einzelmaßnahmen vor Ort wie Projekte entwickelt und durchgeführt werden. Der Bund stellt dem Lokalen Aktionsplan Kiel dafür Gelder für einen Aktions- und Initiativfonds zur Verfügung.

Als Kooperationspartner für den Lokalen Aktionsplan Kiel fungiert die Zentrale Bildungs- und Beratungsstelle für Migranten (ZBBS e.V.) als externe Koordinierungsstelle. Zusammen mit dem Amt für Kultur und Weiterbildung bildet sie die lokale Koordinierungsstelle.

Die Aufgaben der lokalen Koordinierungsstelle sind:

  • die Entwicklung und Fortschreibung des Lokalen Aktionsplans
  • der Aufbau von nachhaltigen Strukturen
  • die Koordinierung der Projekte zur Umsetzung des Lokalen Aktionsplans
  • die Beratung und Begleitung der Projektträger
  • die Abrechnung und Verwaltung der Mittel



Welche Projekte werden gefördert?

Im Rahmen des Lokalen Aktionsplan Kiel werden besonders Projekte gefördert, die sich nachhaltig auf folgende inhaltliche Schwerpunkte stützen:

  1. Projekte, die sich gegen Antisemitsmus und Antiislamismus positionieren.
  2. Projekte, die sich für die Integration der Flüchtlinge und der Migration engagieren.
  3. Projekte, die sich gegen gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit im Alltag und Alltagsrassismus einsetzen.
  4. Projekte, die ihren Fokus auf die Bekämpfung und Prävention von Rechtsextremismus im Sport richten.
  5. Projekte, die Probleme im Ablauf der Alltagsdemokratie und mangelnder Akzeptanz der demokratischen Strukturen entgegenwirken.

Als Träger von Einzelprojekten kommen grundsätzlich gemeinnützige Organisationen in Betracht. Gefördert werden Projekte an Schulen, in der Jugendarbeit, in Vereinen, in Bereichen der Bildung und Weiterbildung, in der Öffentlichkeitsarbeit und in der Zivilgesellschaft. Zusätzlich können auch Einzelpersonen Projekte durchführen. Einzelprojekte zur Umsetzung des Lokalen Aktionsplans können jeweils mit bis zu 20.000 Euro gefördert werden. Eine Teilfinanzierung  aus eigenen oder anderen Mitteln ist erwünscht, aber nicht Bedingung. Die Förderphase für Einzelprojekte umfasst maximal 12 Monate und endet jeweils spätestens am 31.12 eines jeden Jahres.
Gefördert werden einmalige und kleinere Projekte sowie umfangreiche Großprojekte.

Jugendforum

Ein weitere Teil des Lokalen Aktionsplan Kiel bildet das Jugendforum. Im Rahmen der Partnerschaft für Demokratie wird ein Jugendforum gefördert, der von Jugendlichen selbst organisiert und geleitet wird. Dieser erhält jährlich einen Aktionsfond von 5.000 Euro. Diesen dürfen die Jugendlichen eigenständig für Projekte umsetzen.

Was bedeutet der LAP Kiel für die Landeshauptstadt?

Kiel in Aktion und alle mit an Bord! - Gemeinsam für eine vielfältige und lebendige Kultur des Miteinanders in Kiel. Alle sollen an einem Strang ziehen, wenn es darum geht Konzepte zu Vielfalt, Toleranz und Demokratie unter der gesamten Kieler Bevölkerung zu stärken.
Kommune, soziale Einrichtungen, Vereine, Verbände, Kirchen und engagierte Kielerinnen und Kieler arbeiten eng zusammen. Hand in Hand werden Strategien und Aktionen zur Förderung von Zivilcourage und Toleranz entwickelt und gemeinsam an der Umsetzung gearbeitet.
Das dadurch entstehende Netzwerk hat zum Ziel, dass in Kiel der Einsatz für Vielfalt, Toleranz und Demokratie ein wesentlicher Bestandteil des bürgerlichen Engagements aller Alters- und Sozialschichten wird. Darüber hinaus soll das Netzwerk verhindern, dass sich menschenverachtende Ideologien sowie Vorurteile und Ressentiments in der Gesellschaft, vor allem unter Kindern und Jugendlichen, ausbreiten können.

Ganz Kiel mit an Bord! - Gemeinsam für eine vielfältige und lebendige Kultur des Miteinanders in Kiel.

Banner mit Bildern des LAP Kiel-Nord

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