Kiel international
Moshi Rural

Verbindungen zwischen Kiel und Moshi Rural bestehen schon seit vielen Jahren. Insbesondere der evangelische Kirchenkreis, der Verein Rafiki sowie die Kieler Ärzte für Afrika pflegen einen engen, freundschaftlichen Kontakt. So hatte sich schon 2009 die Ratsversammlung dafür ausgesprochen, offizielle Kontakte mit Moshi Rural aufzunehmen.

Der Beschluss, eine offizielle Partnerschaft zu begründen, wurde im November 2012 gefasst. Am 1. März 2013 wurde der Partnerschaftsvertrag mit dem am Kilimanjaro gelegenen Distrikt Moshi Rural mit dem Ziel unterzeichnet, die freundschaftlichen Beziehungen auszubauen sowie die Realisierung von Klimaschutzprojekten zu unterstützen und weiterzuentwickeln.  


Aktivitäten

Im Mittelpunkt der gemeinsamen Arbeit stehen kleine Projekte in den Bereichen: Schule, Klimaschutz und Soziales/Gesundheit. 


Über Moshi Rural

In Tansania gelegen ist Moshi Rural eine der sieben Verwaltungsbezirke in der Kilimanjaro Region. Von den 41 Millionen Tansaniern leben 1,4 Millionnen in dieser Region und 402.000 Einwohner im Distrikt Moshi Rural.

Die Region erhielt ihren Namen von dem höchsten Bergs Afrikas, dem Kilimanjaro (5.895 Meter).

Tansania, zweieinhalb Mal so groß wie Deutschland, gehört zu den ärmsten Ländern der Welt. Überwiegend arbeiten die Menschen in der Landwirtschaft (82 Prozent), etwa 15 Prozent im Dienstleistungssektor und 3 Prozent in der industriellen Fertigung. 

Arbeitskreise für weitere Informationen oder für eine angestrebte Mitarbeit unter:
Auslandsgesellschaften und Konsularische Vertretungen
(dann unter Tansania - Moshi Rural)

 

 

Nach einer schweren Wirtschaftskrise am Ende der siebziger Jahre wurde die staatlich kontrollierte Ökonomie schrittweise in eine liberale Marktwirtschaft umgewandelt. Tansania zählt zu den am wenigsten industrialisierten Ländern der Welt.

Tansanias Geschichte ist vom Einfluss fremder Kulturen geprägt. Schon sehr früh durch arabische und persische Kaufleute und in der Folge durch portugiesische, deutsche und englische Einflüsse. 1961 erlangte Tansania seine Unabhängigkeit.

Nur fünf Prozent der Arbeitskräfte sind in der industriellen Produktion eingesetzt. Bergbau und Tourismus haben zum Aufschwung der Wirtschaft beigetragen. Der Tourismus in Afrika boomt und dies besonders in Tansania. Tansania ist Safari-Land Nummer eins. So sind der Tourismus und der Bergbau weiterhin die Hoffnungsträger der Konjunktur.

Daneben tragen landwirtschaftliche Erzeugnisse wie Kaffee, Tee, Baumwolle, Sisal, Cashewnüsse und Blumen zu einer Verbesserung der Exportchancen bei. Wichtigster Handelspartner ist China. Deutschland importiert aus Tansania unter anderem Erze (Kupfererze) und Metallaschen, ferner Rohtabak und Tabakerzeugnisse sowie Kaffee.

Der Distrikt Moshi Rural im Norden des Landes ist überwiegend landwirtschaftlich geprägt. Die Landwirtschaft ernährt den Großteil der Bevölkerung und ist damit wichtigste Einnahmequelle. Die Landwirte haben zwar von der Deregulierung der Märkte profitiert, aber dennoch ist das Gesamtniveau der landwirtschaftlichen Produktion sehr niedrig. Die meisten Menschen leben als Kleinbauern in einfachen Holzhütten.

Zu den Hauptsorgen der Menschen auf dem Lande gehört die Sicherstellung der Wasserversorgung sowie die Versorgung mit Brennmaterial, deren Beschaffung durch Rodung der Bäume die Bodenerosion stark beschleunigt und damit die Produktivität landwirtschaftlicher Erzeugnisse negativ beeinflusst.

Bisher sind nur drei Prozent der ländlichen Bevölkerung an das Stromnetz angeschlossen. Der ländliche Raum bleibt weit hinter den Entwicklungen in den Städten zurück. Während auf dem Land die Stromversorgung eine vage Zukunftsvision ist, wird in den Städten längst mit kabellosen Internet-Verbindungen weltweit kommuniziert.

Mit der Verbesserung der politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben sich die Chancen für eine Zusammenarbeit auch für Deutschland verbessert. Schwerpunkte der deutschen Initiativen liegen im Bereich der Wasserversorgung, des Gesundheitswesens und der Dezentralisierung von Verwaltungsstrukturen.

Beispielhaft drei Wirtschaftsindikatoren Tansanias (2012):

  • Bruttoinlandsprodukt (BIP) pro Kopf in US $ 599
  • Inflationsrate 15,3 Prozent
  • Arbeitslosenquote (geschätzt) zwischen 30 und 50 Prozent

Weitere Informationen finden Sie hier.

 

Kontakt

Landeshauptstadt Kiel
Internationale Beziehungen und Bevölkerungskontakte
Fleethörn 9
24103 Kiel

 
Henning Stademann (Leiter)

0431 901-2500



Hans-Georg Woitzik (Projektkoordinator)

0431 901-2501