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Klimaschutz-Tipps

Klimaschutz im Alltag – wie kann das aussehen? Mit regelmäßigen Tipps möchten wir Ihnen Möglichkeiten aufzeigen, wie sie im Alltag Energie sparen und damit ihren persönlichen Beitrag zum Klimaschutz leisten können.

Tipp #13 – Zum Frühjahrsputz Kühlgeräte abtauen

Wenn sich im Kühl- bzw. Gefrierschrank Reif gebildet hat, ist es Zeit, das Gerät mal wieder abzutauen. Denn dieser Zustand nimmt nicht nur Platz weg, sondern verbraucht auch mehr Energie.

Insgesamt empfiehlt sich, Kühlgeräte mindestens zweimal im Jahr zu enteisen. Hier erklären wir Ihnen in sieben Schritten, wie Sie Ihre Geräte einfach abtauen können.

Ein vereistes Tiefkühlfach | Foto: fotoduets / fotolia.com title=
Ein vereistes Tiefkühlfach | Foto: fotoduets / fotolia.com

7 Schritte, wie Sie Ihr Kühlgerät einfach abtauen:

  1. Lebensmittel zwischenlagern
    Lagern Sie zuerst die gekühlten Lebensmittel zwischen. Für das Abtauen eignen sich am besten kühle Tage, da man die Lebensmittel dann draußen lassen kann. Alternativ kann man sie in eine Kühlbox packen oder bestenfalls im Voraus planen und die Lebensmittel vorher aufbrauchen.
  2. Gerät ausschalten
    Danach können Sie das Gerät ausschalten und alle Zwischenböden herausnehmen.
  3. Abtauen vorbereiten
    Breiten Sie Handtücher um den Kühlschrank herum aus und falls sich viel Eis gebildet hat, stellen Sie zusätzlich ein Backblech in das untere Fach, um das Tauwasser aufzufangen. Um den Tauprozess zu beschleunigen, kann ein Topf mit heißem Wasser in den Kühlschrank gestellt werden.
  4. Tauprozess überprüfen
    Ü
    berprüfen Sie regelmäßig den Tauprozess des Eises und ob die Handtücher sowie Auffangbehältnisse ausgetauscht werden müssen.
  5. Eis entfernen
    N
    ach etwa einer Stunde können Sie das Eis vorsichtig mit einem Holzlöffel entfernen. Nehmen Sie dafür keine spitzen Gegenstände, um das Gerät nicht zu beschädigen.
  6. Kühlschrank reinigen
    Zum Abschluss reinigen Sie den Kühlschrank und die herausgenommenen Zwischenböden z.B. mit Essig.
  7. Einräumen und einschalten
    Jetzt können die Lebensmittel wieder eingeräumt und das Gerät eingeschaltet werden.

Tipp #12 – Fasten für den Klimaschutz

Am 6. März 2019 begann für viele die 40-tägige Fastenzeit zwischen Aschermittwoch und Karsamstag. Wie wäre es in diesem Jahr mit klimafreundlichen Fastenzielen?

Baumstamm mit der Aufschrift
Foto: fotolia.com / @Petair

Plastikfreie Fastenzeit

Plastikmüll ist eines der großen Probleme und Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Versuchen Sie in der Fastenzeit bewusst, den Alltag mit weniger Plastik zu gestalten. Nehmen Sie z.B. Seife statt Duschgel, unverpackte Lebensmittel oder in Glasbehältern, ökologische waschbare Abwaschschwämme sowie Alternativen zu Plastiktüten wie in Tipp #4 beschrieben.

Konsumfasten – Reparieren statt shoppen

Auch der endlose Konsum unserer heutigen Gesellschaft treibt den Klimawandel an. Nehmen Sie sich in den sechs Wochen Fastenzeit vor, kaputte Kleidungsstücke, Möbel oder Geräte zu reparieren, aufzuwerten oder zu recyclen. Aus einer alten Jeans kann z.B. eine praktische Tasche genäht oder ein technisches Gerät kann in einem Repaircafé wieder zum Laufen gebracht werden. 

Stromfreie Tage und Wochenenden 

In unserer heutigen Gesellschaft ist elektrische Energie kaum mehr aus dem Alltag wegzudenken, sei es beim Kochen, die warme Dusche am Morgen oder das Lesen der Tageszeitung auf dem Smartphone. Wie wäre es in der Fastenzeit mit geplanten stromfreien Tagen und Wochenenden?

Sie können z.B. eine Fahrradtour durch die frühlingshafte Landschaft unternehmen, paddeln gehen, zusammen Gesellschaftsspiele spielen, ein Lagerfeuer im Garten entfachen und es mit selbstgemachtem Stockbrot sowie Musik genießen. Reduzieren Sie bewusst die Nutzung von sozialen Medien, PC und Fernseher. Alternativ können Sie ein Buch lesen oder mal wieder eine Postkarte schreiben. 


Tipp #11 – Umweltfreundlich gegen Glätte und Eis

Bei winterlichen Temperaturen mit Schnee und Eis werden die Gehwege schnell zu Rutschbahnen – dann helfen nur noch Schneeschieber und Streumittel.

Streusalz kommt zwar häufig gegen Glätte zum Einsatz, weist jedoch umweltschädliche Nebenwirkungen auf.

Als klimafreundlichere Variante empfehlen sich salzfreie, abstumpfende Streumittel, die mit dem Blauen Engel ausgezeichnet sind, wie z.B. Sand und Kalk.

Füße auf glattem Untergrund mit Schnee title=
Der Einsatz von Streumitteln ist im Winter für die Sicherheit wichtig. Dabei sollten klimafreundliche Varianten eingesetzt werden. | Foto: Jürgen Fälchle / Fotolia

„Nebenwirkungen“ von Streusalz

Streusalz schädigt die am Straßenrand wachsenden Pflanzen und reichert sich sowohl im Boden als auch im Grundwasser an. Bei Tieren kann das Streusalz zu Entzündungen an den Pfoten führen. Außerdem greift es Materialien von Fahrrädern, Autos und Häusern an und führt zu einem schnelleren Verschleiß. 

Regelungen der Stadt Kiel

In der Stadt Kiel sind für die Sicherheit der Bürgersteige vor dem Haus die Hauseigentümer*innen verantwortlich. Dabei gilt die Regelung, dass Streusalz nur in bestimmten Fällen wie bei Eisregen, auf Treppen oder Steigungsstrecken verwendet werden darf.  

Weitere Informationen zum Winterdienst in Kiel 


Tipp #10 – Richtig lüften im Winter

Überall in der Wohnung entsteht Feuchtigkeit, insgesamt rund 12 Liter Wasser kommen täglich in einem 4-Personen Haushalt zusammen.

Diese müssen durch richtiges Lüften wieder raus, sonst kann sich Tauwasser an der kältesten Stelle des Zimmers sammeln und dadurch Schimmel bilden. Allgemein gilt lieber kurz das Fenster vollständig öffnen, als lange gekippt lassen.

Kondenswasser bildet sich am Fenster | Foto: Gchristo /Fotolia title=
Gerade im Winter sammelt sich schnell Kondenswasser am Fenster. | Foto: Gchristo /Fotolia

Worauf kann ich achten? Fünf Klimatipps zur Vermeidung von Schimmel und zum Energiesparen

  1. Mehrfach am Tag richtig Lüften. Fenster voll auf anstatt nur kippen.
    Beim Kippen findet kein richtiger Luftaustausch statt, da die Luftfeuchtigkeit im Winter draußen meist niedriger ist als drinnen. Das Zimmer kühlt zwar aus, aber die Feuchtigkeit bleibt drinnen.
  2. Für Durchzug sorgen
    Durch das Öffnen von mehreren Fenstern in der Wohnung, am besten von gegenüberliegenden Räumen, wird bei geöffneten Türen für Gegenzug gesorgt und somit noch ein besserer und effektiverer Luftaustausch erzeugt.
  3. In Bad und Küche öfter lüften
    Vor allem in Bad und Küche entsteht viel Luftfeuchtigkeit, daher ist es in diesen Räumen besonders wichtig, regelmäßig und effektiv zu lüften.
  4. Erst lüften, dann heizen
    Während des Lüftens sollten die Heizungsventile abgeschaltet sein, sonst geht zu viel Energie direkt aus dem Fenster raus.
  5. Kondenswasser am Fenster als Zeichen für falsches Lüften
    Kondenswasser sammelt sich am Fenster, wenn die Luftfeuchtigkeit im Raum zu hoch ist. Am besten ist es, das Kondenswasser wegzuwischen und auf ein regelmäßiges und effektives Lüften zu achten. Sammelt sich trotz guten Lüften und Heizens häufig Kondenswasser an den Fenstern kann das ein Zeichen dafür sein, dass die Fenster schlecht isoliert oder schadhaft sind.  

 


Tipp #9 – Qualität statt Quantität

Laut Statistischem Bundesamt standen 1991 jedem Bundesbürger im Schnitt 34,9 m² Wohnfläche zur Verfügung. 2017 waren es mit 46,5 m² bereits über 30% mehr Fläche.

Eine kleine Wohnung braucht aber nicht nur weniger Einrichtungsgegenstände, weniger Zeit zum Putzen und geringere Instandhaltungskosten, sondern spart auch sehr viel Energie.

Durch den größeren finanziellen Spielraum, der sich mit einer kleinen Wohnung ergibt, lässt diese sich auch noch viel hochwertiger und funktioneller einrichten, so dass eine kleine Wohnung eine größere auch im Komfort deutlich übertreffen kann.

Ein bunter bewohnter Bauwagen auf einem Platz | Foto: Matthias Voss/Wikipedia, CC BY-SA 3.0 title=
Es muss ja nicht gleich der Bauwagen von Peter Lustig sein, obwohl… | Foto: Matthias Voss/Wikipedia, CC BY-SA 3.0

Tipp #8 – Aus Alt mach Neu

Alte Dieselmotoren sind aktuell zu Recht in Verruf geraten. Wer sein altes Auto nicht verkaufen möchte kann auch bei inzwischen zahlreichen Umrüstern aus einem alten Diesel ein sauberes Elektrofahrzeug mit 10-jähriger Steuerbefreiung machen.

Man spart damit nicht nur Energie beim Fahren, sondern auch die Energie, die ein Fahrzeug für die Herstellung benötigt. Und billiger als ein neues Elektroauto ist das in den meisten Fällen auch noch.

EIn verrosteter Verbrennungsmotor am Strand | Foto: Florian Schmölz title=
Das Ende des Verbrennungsmotors ist näher als man denkt! | Foto: Florian Schmölz

Tipp #7 – Leckerer Kaffee mit weniger Energie

Wer frisch gemahlenen Kaffee liebt spart mit einer Handmühle Strom. Nebeneffekt: durch die geringe Wärmeentwicklung verdunsten weniger ätherische Öle aus dem Pulver. Die Folge: der Kaffes schmeckt intensiver.

Lecker!

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Neue Handmühlen mahlen unerwartet schnell! Auch sehr feines Espressopulver. | Foto: Florian Schmölz

Tipp #6 – Entspannt zum Strand

Der Sommer ist da – und wie! Warum also nicht das gute Wetter nutzen und mit dem Rad an den Strand fahren?

Dabei spart man nicht nur Geld, Nerven und CO2 sondern (zumindest wenn man zum Falkensteiner Strand fährt) meist auch Zeit. Man steht ja nicht in der Autoschlange und kann mit dem Rad direkt an Strand fahren. Um so mehr macht der Sprung nach der sportlichen Betätigung ins kalte Nass Spaß!

Eine Übersicht über die Kieler Fahrradrouten findet man im Kieler Stadtplan oder auf OpenStreetMap mit Routenberechnung für Radfahrer.

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Auch an den Eckernförder Strand kann man mit dem Rad und genügend Ausdauer von Kiel aus fahren. | Foto: Florian Schmölz

Tipp #5 – Als Mieter*in Solarenergie nutzen

Auch Mieter*innen können die Energie der Sonne gut nutzen!

Pro Wäscheladung, die nicht im Trockner sondern auf dem Balkon landet, spart man sich im Durchschnitt 4 kWh (~1,20 EUR).

Diese Energie kommt direkt und kostenlos von der Sonne.

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Eine sehr effektive Mieter*innen-Solaranlage in Aktion | Foto: Florian Schmölz


Tipp #4 – Plastiktüten: So geht's auch ohne

Durchschnittlich nutzt jede Person in Deutschland 76 Plastiktüten und 39 „Hemdchenbeutel“ (das sind die dünnen Plastikbeutel für Gemüse und Obst) pro Jahr – jeweils für eine halbe Stunde!

Plastiktüten belasten die Umwelt in mehrfacher Hinsicht. Für die Herstellung wird Erdöl verwendet. Bei der Verbrennung werden giftige Stoffe wie Formaldehyd und Phenole freigesetzt.

Sie belasten vor allem dann die Umwelt, wenn sie in die freie Natur gelangen. Viele Kunststoffe zersetzen sich erst nach Jahrhunderten. Der Plastikabfall verschmutzt unter anderem die Meere und gefährdet die dort lebenden Tiere. 

Alter Mann mit Obstkorb title=
Foto: @xalanx / Fotolia

Was kann ich tun? – 5 Klimatipps für den plastiktütenfreien Einkauf:

1. Taschen statt Tüten
Immer eigene Taschen, Rucksäcke und alte Tüten mitnehmen. Am besten immer eine kleine zusammenfaltbare Tasche dabei haben. So können Sie auch bei spontanen Einkäufe das Klima schonen.

2. Mehrmals nutzen
Wenn Stoffbeutel oder Papiertüten nur einmal benutzt werden, sind sie nicht besser für die Umwelt als Plastiktüten. Deshalb gilt unabhängig von der Art der Tüte oder des Beutels: Mehrmals nutzen! Jede nochmalige Verwendung erspart der Umwelt die Herstellung einer neuen Tüte. Erst wenn sie zu dreckig oder kaputt ist als Müllbeutel für den Gelbe-Tonne-Abfall nutzen.

3. Die gute Tat
„Herrenlose“ Plastiktüten aufheben und entsorgen, auch wenn sie nicht von Ihnen stammen. Über den Gelben Sack oder die Gelbe Tonne können ausgediente Plastiktüten dem Recycling zugeführt werden.

4. Kleine Dinge ohne Tasche
Nehmen Sie kleinere Einkäufe, zum Beispiel aus der Apotheke, in der Jackentasche mit.

5. Plastiktüte - Nein Danke
Ungefragt erhaltene Plastiktüten dürfen Sie ruhig den Verkäufer*innen zurückgeben. Das ist nicht unhöflich und ein einfacher Schritt zur Bewusstseinsbildung. 


Tipp #3 – Standby-Verbrauch

Standby-Verbrauch – das gibt’s doch gar nicht mehr!

Doch! Und zwar dort, wo niemand es erwartet: Zum Beispiel bei extrem sparsamen Waschmaschinen, die ständig 12 Watt benötigen. Ohne Schalter an der Steckdose sind das locker 100 kWh oder 32 Euro pro Jahr. Finden kann man „Stromdiebe“ mit einem Messgerät, das es u.A. bei der Verbraucherzentrale kostenlos zu leihen gibt.

Mit schaltbaren Steckdosen „Stromdiebe“ ausschalten - Foto: Florian Schmölz title=
Mit schaltbaren Steckdosen „Stromdiebe“ ausschalten | Foto: Florian Schmölz

Tipp #2 – Hydraulischer Abgleich

Machen Sie jetzt einen Hydraulischen Abgleich Ihrer Heizungsanlage und tauschen Sie die Heizungspumpen!
So sparen Sie Brennstoff und bis zu 90% Ihres Pumpenstroms! Fast ein Drittel der Kosten werden durch Förderung übernommen. Informationen zum Förderprogramm finden Sie hier.

Altes, nicht einstellbares Heizkörperventil | Foto Sebastian Klein/Wikipedia, CC BY-SA 3.0 title=
Altes, nicht einstellbares Heizkörperventil | Foto Sebastian Klein/Wikipedia, CC BY-SA 3.0

Tipp #1 – LED Leuchmittel

Achten Sie auch bei LED Leuchtmitteln auf den Energieverbrauch!
Häufig kosten verschwenderische LED-Lampen deutlich mehr als sehr effiziente; das bei gleicher Farbtemperatur, Leuchtstärke und sogar vom gleichen Hersteller.

Foto: Vivien Rehder title=
Vergleich der Wärmeabstrahlung von zwei LED-Leuchtmitteln mit gleicher Leuchtstärke und Farbtemperatur des gleichen Herstellers.| Foto: Vivien Rehder
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