Klimaschutzstadt Kiel.100%

Klimaschutz-Tipps

Klimaschutz im Alltag – wie kann das aussehen? Mit regelmäßigen Tipps möchten wir Ihnen Möglichkeiten aufzeigen, wie sie im Alltag Energie sparen und damit ihren persönlichen Beitrag zum Klimaschutz leisten können.

Tipp #19 – Energiesparen in der Küche

In der Küche gibt es viele potentielle Energiefresser. Mit diesen vier Tipps können Sie einfach den täglichen Stromverbrauch und damit den CO2-Fußabdruck verringern.

Kochtopf auf dem Herd in der Küche
Foto: oliver-marc steffen / fotolia.com
  1. Gönn dem Topf seinen Deckel!
    Mit einem passenden Deckel auf dem Topf kann man den Stromverbrauch bis zu 30% senken. Die Speisen erwärmen sich schneller, da die Hitze im Topf bleibt und nicht entweicht. Außerdem sollte darauf geachtet werden, dass der Topf nicht kleiner ist, als die Herdplatte, sonst geht unnötig Energie verloren.
  2. Vorausschauend kochen
    Bei Elektroherdplatten ist vorausschauendes Kochen gut fürs Klima. Schalten Sie die Herdplatte früh genug aus und nutzen Sie die Nachwärme.
  3. Backofen wie sinnvoll ist das Vorheizen?
    Bei vielen Rezepten wird das Vorheizen des Backofens empfohlen, obwohl es oftmals gar nicht nötig ist. Nur bei Gerichten, die in kurzer Zeit bei hohen Temperaturen zubereitet werden, lohnt sich das Vorheizen. Dabei gilt, alle Bleche aus dem Backofen nehmen, da sonst extra Energie verbraucht wird. Ansonsten geht es meistens auch ohne Vorheizen, wenn man sich neben den minutengenauen Vorgaben auch auf seine eigenen Sinne verlässt.
    Außerdem kann man Energie sparen, wenn man auf Umluft schaltet anstatt auf Ober- und Unterhitze.
  4. Wasserkocher
    Beim Wasserkocher gilt: Nur so viel, wie nötig, denn je mehr Wasser zum Kochen gebracht werden muss, desto mehr Energie wird verbraucht. Ein Liter Wasser pro Tag zu viel im Wasserkocher summiert sich aufs Jahr gerecht zu 25 kg CO2. Um ganz genau sicher zu gehen, die passende Menge zu erhitzen, kann man zuerst das Wasser in das gewünschte Behältnis füllen und danach in den Wasserkocher.

Tipp #18 – Müll richtig trennen

Auch in Kiel kommt sehr viel Müll zusammen – im Jahr 2016 erhielt die Müllerverbrennung Kiel GmbH & Co. KG von der ABK 44.300 Tonnen Restmüll.

Für den Klimaschutz gilt: Der beste Müll ist der, der gar nicht erst anfällt. Das spart Geld und verkleinert den CO2-Fußabdruck.

Der Müll, der sich nicht vermeiden lässt sollte ordnungsgemäß sortiert und getrennt werden. Auf diese Weise können Altpapier, Glas und recyclebares Material aus dem Gelben Sack richtig wiederverwertet werden und in unterschiedlicher Weise zurück in den Stoffkreislauf gelangen.

Keine oder falsche Mülltrennung sind schlecht für das Klima und auch für den Geldbeutel. Detaillierte Informationen zum Mülltrennen in Kiel finden Sie im Flyer "Abfälle richtig sortieren!" der ABK (PDF-Datei).

Noch viel besser ist es natürlich Müll zu vermeiden. Kiel ist deswegen auf dem Weg zur Zero Waste City. Machen Sie mit!

Mehr Informationen finden Sie auf www.kiel.de/zerowaste. 

Plastikflasche vor bunten Mülltonnen
Foto: Studio.SS / fotolia.com

3 Extratipps zum Mülltrennen

 

  1. Keine Gelbe Tonne? Dann Gelber Sack!
    Falls es in Ihrem Haus keine Gelbe Tonne gibt, kann man kostenfrei Gelbe Säcke in den ABK Kundenzentren erhalten und sie zu den regulären Leerungsterminen zur Abholung auf die Straße stellen.
  2. Aludeckel vom Plastik-Joghurtbecher trennen
    Sowohl der Aludeckel als auch der Plastik-Joghurtbecher gehören in die Gelbe Tonne/Gelben Sack. Die Sortiermaschine kann aber immer nur ein Material erkennen. Für die Wiederverwertung beider Materialien ist es wichtig, dass sie einzeln in den Müll gegeben werden.
  3. Kostenlose Abholung von Grünschnitt
    Wenn für Grünschnitt in der Biotonne kein Platz mehr ist, muss dieser nicht in der Restmülltonne entsorgt werden. Dafür gibt es die kostenlose Grünschnittabholung durch den ABK im Frühjahr und Herbst. Die aktuellen Termine finden Sie hier (PDF-Datei).

 


Tipp #17 – Akkus statt Batterien

Batterien (nicht wieder aufladbar) und Akkus (wieder aufladbar) sind sehr praktisch, da sie Geräte mobil mit Strom versorgen können. Schaut man sich jedoch die Ökobilanz beider Varianten im Vergleich an, so wird schnell deutlich: Akkus sind effizienter und klimaschonender als Batterien.

Hier erfahren Sie Tipps zur Verlängerung der Lebensdauer von Akkus und wie Akkus und Batterien richtig entsorgt werden. 

Auswahl an Batterien | Foto: PhotoSG / fotolia.com
Foto: PhotoSG / fotolia.com

Die Herstellung von Batterien verbraucht je nach Typ 40- bis 500-mal mehr Energie, als sie bei ihrer Benutzung zur Verfügung stellen können. Ein Akku hingegen kann je nach Lebensdauer mehrere hundert Einweg-Batterien ersetzen und bietet damit eine klimaschonendere, effizientere und gleichzeitig geldsparende Alternative zu Batterien. Beim Kauf von Akkus sollten Sie auf das „Blaue Engel“-Siegel achten, diese beinhalten keine giftigen Schwermetalle wie z.B. Cadmium. 

Tipps zur Verlängerung der Lebensdauer von Akkus

Sie können die Lebensdauer von Akkus vergrößern, indem Sie sie fachgerecht lagern und zum richtigen Zeitpunkt laden. Dies ist unterschiedlich je nach verwendetem Akkutyp. Genauere Infos zu Batterien und Akkus finden Sie auf der Seite des Umweltbundesamts.

Bei den häufig verwendeten Li-Ion-Akkus gilt, geringe Zyklentiefen (Teilzyklus) verlängern die Lebensdauer. Warten Sie deshalb nicht, bis Ihr Akku weder vollständig leer (0 %) noch vollständig (100%) geladen ist.

Entsorgung von Batterien und Akkus

Für sowohl Batterien als auch Akkus jeglicher Art gilt: niemals im normalen Hausmüll entsorgen! Mit der getrennten Sammlung wird gewährleistet, dass Schadstoffe nicht in den Hausmüll und die Umwelt gelangen. Außerdem ermöglicht sie die Verwertung der Batterien und damit die Rückgewinnung wertvoller Stoffe wie z.B. Stahl, Zink und Nickel. Bringen Sie verbrauchte Batterien und Akkus in Batterie-Sammelboxen, welche überall dort vorhanden sein müssen, wo Batterien verkauft werden. 


Tipp #16 – Klimafreundlicher Grillspaß

Sommer, Sonne, Grillspaß - und Müllberge. Vier einfache Tipps für ein klimafreundliches und ressourcensparendes Grillvergnügen.

Schaschlik-Spieß auf dem Grill | Foto: Jag_cz / fotolia.com
Schaschlik-Spieß auf dem Grill | Foto: Jag_cz / fotolia.com
  1. Holzkohlegrill, Gas- oder Elektrogrill?
    Im Ökobilanz-Vergleich schneiden Elektrogrills am besten ab, vor allem wenn sie mit Ökostrom betrieben werden. An zweiter Stelle stehen Gasgrills, die jedoch mit Propan und Butan, also nicht-erneuerbaren Ressourcen, betrieben werden. Für den Kauf eines Grills gilt: Mehrweg ist besser als Einweg, denn Einweggrills haben einen hohen Ressourcenverbrauch.
     
  2. Augen auf beim Holzkohlekauf
    Deutschland importiert ca. 98% der Holzkohle. Der größte Teil kommt aus Polen, Paraguay und Litauen. Vor allem Holzkohle aus dem Globalen Süden kann problematisch sein, da sie oftmals das Nebenprodukt von (illegalen) Waldrodungen für Plantagen und Viehzucht ist. Daher sollte bei Holzkohle auf Prüfsiegel geachtet werden. FSC, kennzeichnet Holzprodukte mit einer sozial und ökologisch fairen Herstellung und DIN-Prüfzeichen garantieren, dass keine Schadstoffe enthalten sind. Das Label „Made in Germany“ kann irreführend sein, da es hierbei ausreicht, dass die Holzkohle in Deutschland um- oder abgefüllt und mit Restabfällen vermischt wird.
     
  3. Zero-Waste Grillen
    Statt Alufolie kann man dünne Steinplatten aus Speckstein oder Schiefer, oder gar Pflanzenblätter wie z.B. Rhabarber, Kohl oder Mangold verwenden. Am besten nutzen Sie abwaschbares Geschirr statt Einwegplastik.
     
  4. Gemüse statt Fleisch
    Gut für´s Klima ist auch pflanzliche Vielfalt auf dem Grill. Probieren Sie leckere Gemüsespieße, gefüllte Gemüseschoten oder vegane Grillwürstchen.

Tipp #15 – Der CO2-Fußabdruck und Klimaschutzkompensation

Damit Kiel bis 2050 klimaneutral wird, braucht es neben öffentliche Maßnahmen verstärkt individuelle, persönliche Handlungen. Hierbei gilt, CO2-Emissionen so weit wie möglich zu vermeiden oder zu reduzieren. Falls das nicht möglich ist, können über verschiedene Anbieter, wie etwa dem Testsieger atmosfair, Kompensationszahlungen für den Klimaschutz geleistet werden.

Skala mit Jahreszahlen bis 2050 und ein Pin mit der Aufschrift CO2 und einem sinkenden Pfeil
Foto: Olivier Le Moal

Den persönlichen CO2 Fußabdruck berechnen
Um die persönlichen CO22-Emissionen anschaulicher zu machen, kann auf der Seite des Umweltbundesamtes der sogenannte CO2-Fußabdruck berechnet werden. Hier wird anhand von Angaben in den Bereichen Heizung, Strom, Mobilität, Ernährung und Konsum der persönliche CO2-Ausstoß in Tonnen errechnet. Außerdem kann der eigene Verbrauch mit dem Durchschnitt in Deutschland verglichen werden. Zusätzlich können Sie mit Hilfe des „CO2-Szenarios“ in die Zukunft schauen. Wie viele „Erden“ verbrauchen Sie mit Ihrem Konsum und Lebensstandard? In welchen Bereichen könnten Sie CO2-Emissionen vermeiden oder reduzieren?

Klimaschutzkompensationen
Wenn CO2-Emissionen nicht vermeidbar sind, können sie über freiwillige Zahlungen an Klimaschutzprojekte kompensiert werden. Hierbei ist es wichtig zu verstehen, dass Kompensationen die globalen Klimaprobleme nicht lösen können, da sie die eigentliche Quelle des CO2 nicht verändern. In anderen Worten bedeutet dies, dass trotz dass ich Kompensationszahlungen leiste, Flugreisen oder Kreuzfahrten immer noch genauso klimaschädlich sind. Über atmosfair werden beispielsweise Projekte mit erneuerbaren Technologien im Globalen Süden gefördert.


Als kleiner Tipp für die Steuererklärung: Kompensationszahlungen können im folgenden Jahr als Spenden von der Steuer abgesetzt werden.  


Tipp #14 – Leitungswasser statt Plastikflaschen

Wasser ist unser wichtigstes Grundnahrungsmittel. Obwohl die Leitungswasserqualität in Deutschland sehr hoch ist, bevorzugen viele Menschen das praktisch abgefüllte Trinkwasser in Plastikflaschen. Das zeigen auch die Zahlen, denn allein in Deutschland sind pro Jahr mindestens 800 Millionen PET-Flaschen im Umlauf. 

Mit Leitungswasser spart man sich nicht nur das Schleppen von schweren Getränkekisten, sondern es gibt noch weitere gute Gründe, das Trinkwasser direkt aus der Leitung zu zapfen, statt abgefüllt zu kaufen. 

Ein Glas Wasser unterm Wasserhahn| Foto: samopauser / Fotolia.com
Foto: samopauser / Fotolia.com
3 gute Gründe, das Trinkwasser direkt aus der Leitung zu zapfen:
  1. Bessere Klimabilanz
    PET-Getränkeflaschen werden aus Kunststoff hergestellt, der auf dem fossilen Rohstoff Erdöl basiert. Oftmals werden diese Flaschen nicht recycelt, obwohl sie Pfandflaschen sind. Außerdem legen die Flaschen von der Herstellung, zur Befüllung und bis zum Verkauf lange Transportwege zurück.
     
  2. Gesundheit
    Leitungswasser ist in der Regel genauso gesund wie Mineralwasser, wenn nicht sogar gesünder. Durch Abbauteile aus dem Kunststoff kann das Mineralwasser aus Plastikflaschen gesundheitsschädlich sein. Außerdem gibt es für Leitungswasser hier in Deutschland höhere Qualitätsstandards als für Mineralwasser.
     
    Jedoch sollte besonders in alten Gebäuden darauf geachtet werden, dass die Trinkwasserleitungen den Gesundheitsstandards entsprechen und beispielsweise keine Bleirohre verbaut sind.
     
  3. Kostenersparnis
    Leitungswasser ist insgesamt viel kostengünstiger als Mineralwasser aus dem Supermarkt. Für durchschnittlich 1 Euro bekommt man 500 Liter Leitungswasser und nur 3 Liter Mineralwasser.
     

Tipp #13 – Zum Frühjahrsputz Kühlgeräte abtauen

Wenn sich im Kühl- bzw. Gefrierschrank Reif gebildet hat, ist es Zeit, das Gerät mal wieder abzutauen. Denn dieser Zustand nimmt nicht nur Platz weg, sondern verbraucht auch mehr Energie.

Insgesamt empfiehlt sich, Kühlgeräte mindestens zweimal im Jahr zu enteisen. Hier erklären wir Ihnen in sieben Schritten, wie Sie Ihre Geräte einfach abtauen können.

Ein vereistes Tiefkühlfach | Foto: fotoduets / fotolia.com
Ein vereistes Tiefkühlfach | Foto: fotoduets / fotolia.com

7 Schritte, wie Sie Ihr Kühlgerät einfach abtauen:

  1. Lebensmittel zwischenlagern
    Lagern Sie zuerst die gekühlten Lebensmittel zwischen. Für das Abtauen eignen sich am besten kühle Tage, da man die Lebensmittel dann draußen lassen kann. Alternativ kann man sie in eine Kühlbox packen oder bestenfalls im Voraus planen und die Lebensmittel vorher aufbrauchen.
  2. Gerät ausschalten
    Danach können Sie das Gerät ausschalten und alle Zwischenböden herausnehmen.
  3. Abtauen vorbereiten
    Breiten Sie Handtücher um den Kühlschrank herum aus und falls sich viel Eis gebildet hat, stellen Sie zusätzlich ein Backblech in das untere Fach, um das Tauwasser aufzufangen. Um den Tauprozess zu beschleunigen, kann ein Topf mit heißem Wasser in den Kühlschrank gestellt werden.
  4. Tauprozess überprüfen
    Ü
    berprüfen Sie regelmäßig den Tauprozess des Eises und ob die Handtücher sowie Auffangbehältnisse ausgetauscht werden müssen.
  5. Eis entfernen
    N
    ach etwa einer Stunde können Sie das Eis vorsichtig mit einem Holzlöffel entfernen. Nehmen Sie dafür keine spitzen Gegenstände, um das Gerät nicht zu beschädigen.
  6. Kühlschrank reinigen
    Zum Abschluss reinigen Sie den Kühlschrank und die herausgenommenen Zwischenböden z.B. mit Essig.
  7. Einräumen und einschalten
    Jetzt können die Lebensmittel wieder eingeräumt und das Gerät eingeschaltet werden.

Tipp #12 – Fasten für den Klimaschutz

Am 6. März 2019 begann für viele die 40-tägige Fastenzeit zwischen Aschermittwoch und Karsamstag. Wie wäre es in diesem Jahr mit klimafreundlichen Fastenzielen?

Baumstamm mit der Aufschrift
Foto: fotolia.com / @Petair

Plastikfreie Fastenzeit

Plastikmüll ist eines der großen Probleme und Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Versuchen Sie in der Fastenzeit bewusst, den Alltag mit weniger Plastik zu gestalten. Nehmen Sie z.B. Seife statt Duschgel, unverpackte Lebensmittel oder in Glasbehältern, ökologische waschbare Abwaschschwämme sowie Alternativen zu Plastiktüten wie in Tipp #4 beschrieben.

Konsumfasten – Reparieren statt shoppen

Auch der endlose Konsum unserer heutigen Gesellschaft treibt den Klimawandel an. Nehmen Sie sich in den sechs Wochen Fastenzeit vor, kaputte Kleidungsstücke, Möbel oder Geräte zu reparieren, aufzuwerten oder zu recyclen. Aus einer alten Jeans kann z.B. eine praktische Tasche genäht oder ein technisches Gerät kann in einem Repaircafé wieder zum Laufen gebracht werden. 

Stromfreie Tage und Wochenenden 

In unserer heutigen Gesellschaft ist elektrische Energie kaum mehr aus dem Alltag wegzudenken, sei es beim Kochen, die warme Dusche am Morgen oder das Lesen der Tageszeitung auf dem Smartphone. Wie wäre es in der Fastenzeit mit geplanten stromfreien Tagen und Wochenenden?

Sie können z.B. eine Fahrradtour durch die frühlingshafte Landschaft unternehmen, paddeln gehen, zusammen Gesellschaftsspiele spielen, ein Lagerfeuer im Garten entfachen und es mit selbstgemachtem Stockbrot sowie Musik genießen. Reduzieren Sie bewusst die Nutzung von sozialen Medien, PC und Fernseher. Alternativ können Sie ein Buch lesen oder mal wieder eine Postkarte schreiben. 


Tipp #11 – Umweltfreundlich gegen Glätte und Eis

Bei winterlichen Temperaturen mit Schnee und Eis werden die Gehwege schnell zu Rutschbahnen – dann helfen nur noch Schneeschieber und Streumittel.

Streusalz kommt zwar häufig gegen Glätte zum Einsatz, weist jedoch umweltschädliche Nebenwirkungen auf.

Als klimafreundlichere Variante empfehlen sich salzfreie, abstumpfende Streumittel, die mit dem Blauen Engel ausgezeichnet sind, wie z.B. Sand und Kalk.

Füße auf glattem Untergrund mit Schnee
Der Einsatz von Streumitteln ist im Winter für die Sicherheit wichtig. Dabei sollten klimafreundliche Varianten eingesetzt werden. | Foto: Jürgen Fälchle / Fotolia

„Nebenwirkungen“ von Streusalz

Streusalz schädigt die am Straßenrand wachsenden Pflanzen und reichert sich sowohl im Boden als auch im Grundwasser an. Bei Tieren kann das Streusalz zu Entzündungen an den Pfoten führen. Außerdem greift es Materialien von Fahrrädern, Autos und Häusern an und führt zu einem schnelleren Verschleiß. 

Regelungen der Stadt Kiel

In der Stadt Kiel sind für die Sicherheit der Bürgersteige vor dem Haus die Hauseigentümer*innen verantwortlich. Dabei gilt die Regelung, dass Streusalz nur in bestimmten Fällen wie bei Eisregen, auf Treppen oder Steigungsstrecken verwendet werden darf.  

Weitere Informationen zum Winterdienst in Kiel 


Tipp #10 – Richtig lüften im Winter

Überall in der Wohnung entsteht Feuchtigkeit, insgesamt rund 12 Liter Wasser kommen täglich in einem 4-Personen Haushalt zusammen.

Diese müssen durch richtiges Lüften wieder raus, sonst kann sich Tauwasser an der kältesten Stelle des Zimmers sammeln und dadurch Schimmel bilden. Allgemein gilt lieber kurz das Fenster vollständig öffnen, als lange gekippt lassen.

Kondenswasser bildet sich am Fenster | Foto: Gchristo /Fotolia
Gerade im Winter sammelt sich schnell Kondenswasser am Fenster. | Foto: Gchristo /Fotolia

Worauf kann ich achten? Fünf Klimatipps zur Vermeidung von Schimmel und zum Energiesparen

  1. Mehrfach am Tag richtig Lüften. Fenster voll auf anstatt nur kippen.
    Beim Kippen findet kein richtiger Luftaustausch statt, da die Luftfeuchtigkeit im Winter draußen meist niedriger ist als drinnen. Das Zimmer kühlt zwar aus, aber die Feuchtigkeit bleibt drinnen.
  2. Für Durchzug sorgen
    Durch das Öffnen von mehreren Fenstern in der Wohnung, am besten von gegenüberliegenden Räumen, wird bei geöffneten Türen für Gegenzug gesorgt und somit noch ein besserer und effektiverer Luftaustausch erzeugt.
  3. In Bad und Küche öfter lüften
    Vor allem in Bad und Küche entsteht viel Luftfeuchtigkeit, daher ist es in diesen Räumen besonders wichtig, regelmäßig und effektiv zu lüften.
  4. Erst lüften, dann heizen
    Während des Lüftens sollten die Heizungsventile abgeschaltet sein, sonst geht zu viel Energie direkt aus dem Fenster raus.
  5. Kondenswasser am Fenster als Zeichen für falsches Lüften
    Kondenswasser sammelt sich am Fenster, wenn die Luftfeuchtigkeit im Raum zu hoch ist. Am besten ist es, das Kondenswasser wegzuwischen und auf ein regelmäßiges und effektives Lüften zu achten. Sammelt sich trotz guten Lüften und Heizens häufig Kondenswasser an den Fenstern kann das ein Zeichen dafür sein, dass die Fenster schlecht isoliert oder schadhaft sind.  

 


Tipp #9 – Qualität statt Quantität

Laut Statistischem Bundesamt standen 1991 jedem Bundesbürger im Schnitt 34,9 m² Wohnfläche zur Verfügung. 2017 waren es mit 46,5 m² bereits über 30% mehr Fläche.

Eine kleine Wohnung braucht aber nicht nur weniger Einrichtungsgegenstände, weniger Zeit zum Putzen und geringere Instandhaltungskosten, sondern spart auch sehr viel Energie.

Durch den größeren finanziellen Spielraum, der sich mit einer kleinen Wohnung ergibt, lässt diese sich auch noch viel hochwertiger und funktioneller einrichten, so dass eine kleine Wohnung eine größere auch im Komfort deutlich übertreffen kann.

Ein bunter bewohnter Bauwagen auf einem Platz | Foto: Matthias Voss/Wikipedia, CC BY-SA 3.0
Es muss ja nicht gleich der Bauwagen von Peter Lustig sein, obwohl… | Foto: Matthias Voss/Wikipedia, CC BY-SA 3.0

Tipp #8 – Aus Alt mach Neu

Alte Dieselmotoren sind aktuell zu Recht in Verruf geraten. Wer sein altes Auto nicht verkaufen möchte kann auch bei inzwischen zahlreichen Umrüstern aus einem alten Diesel ein sauberes Elektrofahrzeug mit 10-jähriger Steuerbefreiung machen.

Man spart damit nicht nur Energie beim Fahren, sondern auch die Energie, die ein Fahrzeug für die Herstellung benötigt. Und billiger als ein neues Elektroauto ist das in den meisten Fällen auch noch.

EIn verrosteter Verbrennungsmotor am Strand | Foto: Florian Schmölz
Das Ende des Verbrennungsmotors ist näher als man denkt! | Foto: Florian Schmölz

Tipp #7 – Leckerer Kaffee mit weniger Energie

Wer frisch gemahlenen Kaffee liebt spart mit einer Handmühle Strom. Nebeneffekt: durch die geringe Wärmeentwicklung verdunsten weniger ätherische Öle aus dem Pulver. Die Folge: der Kaffes schmeckt intensiver.

Lecker!

Handkaffeemühle
Neue Handmühlen mahlen unerwartet schnell! Auch sehr feines Espressopulver. | Foto: Florian Schmölz

Tipp #6 – Entspannt zum Strand

Der Sommer ist da – und wie! Warum also nicht das gute Wetter nutzen und mit dem Rad an den Strand fahren?

Dabei spart man nicht nur Geld, Nerven und CO2 sondern (zumindest wenn man zum Falkensteiner Strand fährt) meist auch Zeit. Man steht ja nicht in der Autoschlange und kann mit dem Rad direkt an Strand fahren. Um so mehr macht der Sprung nach der sportlichen Betätigung ins kalte Nass Spaß!

Eine Übersicht über die Kieler Fahrradrouten findet man im Kieler Stadtplan oder auf OpenStreetMap mit Routenberechnung für Radfahrer.

Fahrrad lehnt am Baum am Strand
Auch an den Eckernförder Strand kann man mit dem Rad und genügend Ausdauer von Kiel aus fahren. | Foto: Florian Schmölz

Tipp #5 – Als Mieter*in Solarenergie nutzen

Auch Mieter*innen können die Energie der Sonne gut nutzen!

Pro Wäscheladung, die nicht im Trockner sondern auf dem Balkon landet, spart man sich im Durchschnitt 4 kWh (~1,20 EUR).

Diese Energie kommt direkt und kostenlos von der Sonne.

Wäscheständer auf Balkon
Eine sehr effektive Mieter*innen-Solaranlage in Aktion | Foto: Florian Schmölz


Tipp #4 – Plastiktüten: So geht's auch ohne

Durchschnittlich nutzt jede Person in Deutschland 76 Plastiktüten und 39 „Hemdchenbeutel“ (das sind die dünnen Plastikbeutel für Gemüse und Obst) pro Jahr – jeweils für eine halbe Stunde!

Plastiktüten belasten die Umwelt in mehrfacher Hinsicht. Für die Herstellung wird Erdöl verwendet. Bei der Verbrennung werden giftige Stoffe wie Formaldehyd und Phenole freigesetzt.

Sie belasten vor allem dann die Umwelt, wenn sie in die freie Natur gelangen. Viele Kunststoffe zersetzen sich erst nach Jahrhunderten. Der Plastikabfall verschmutzt unter anderem die Meere und gefährdet die dort lebenden Tiere. 

Alter Mann mit Obstkorb
Foto: @xalanx / Fotolia

Was kann ich tun? – 5 Klimatipps für den plastiktütenfreien Einkauf:

1. Taschen statt Tüten
Immer eigene Taschen, Rucksäcke und alte Tüten mitnehmen. Am besten immer eine kleine zusammenfaltbare Tasche dabei haben. So können Sie auch bei spontanen Einkäufe das Klima schonen.

2. Mehrmals nutzen
Wenn Stoffbeutel oder Papiertüten nur einmal benutzt werden, sind sie nicht besser für die Umwelt als Plastiktüten. Deshalb gilt unabhängig von der Art der Tüte oder des Beutels: Mehrmals nutzen! Jede nochmalige Verwendung erspart der Umwelt die Herstellung einer neuen Tüte. Erst wenn sie zu dreckig oder kaputt ist als Müllbeutel für den Gelbe-Tonne-Abfall nutzen.

3. Die gute Tat
„Herrenlose“ Plastiktüten aufheben und entsorgen, auch wenn sie nicht von Ihnen stammen. Über den Gelben Sack oder die Gelbe Tonne können ausgediente Plastiktüten dem Recycling zugeführt werden.

4. Kleine Dinge ohne Tasche
Nehmen Sie kleinere Einkäufe, zum Beispiel aus der Apotheke, in der Jackentasche mit.

5. Plastiktüte - Nein Danke
Ungefragt erhaltene Plastiktüten dürfen Sie ruhig den Verkäufer*innen zurückgeben. Das ist nicht unhöflich und ein einfacher Schritt zur Bewusstseinsbildung. 


Tipp #3 – Standby-Verbrauch

Standby-Verbrauch – das gibt’s doch gar nicht mehr!

Doch! Und zwar dort, wo niemand es erwartet: Zum Beispiel bei extrem sparsamen Waschmaschinen, die ständig 12 Watt benötigen. Ohne Schalter an der Steckdose sind das locker 100 kWh oder 32 Euro pro Jahr. Finden kann man „Stromdiebe“ mit einem Messgerät, das es u.A. bei der Verbraucherzentrale kostenlos zu leihen gibt.

Mit schaltbaren Steckdosen „Stromdiebe“ ausschalten - Foto: Florian Schmölz
Mit schaltbaren Steckdosen „Stromdiebe“ ausschalten | Foto: Florian Schmölz

Tipp #2 – Hydraulischer Abgleich

Machen Sie jetzt einen Hydraulischen Abgleich Ihrer Heizungsanlage und tauschen Sie die Heizungspumpen!
So sparen Sie Brennstoff und bis zu 90% Ihres Pumpenstroms! Fast ein Drittel der Kosten werden durch Förderung übernommen. Informationen zum Förderprogramm finden Sie hier.

Altes, nicht einstellbares Heizkörperventil | Foto Sebastian Klein/Wikipedia, CC BY-SA 3.0
Altes, nicht einstellbares Heizkörperventil | Foto Sebastian Klein/Wikipedia, CC BY-SA 3.0

Tipp #1 – LED Leuchmittel

Achten Sie auch bei LED Leuchtmitteln auf den Energieverbrauch!
Häufig kosten verschwenderische LED-Lampen deutlich mehr als sehr effiziente; das bei gleicher Farbtemperatur, Leuchtstärke und sogar vom gleichen Hersteller.

Foto: Vivien Rehder
Vergleich der Wärmeabstrahlung von zwei LED-Leuchtmitteln mit gleicher Leuchtstärke und Farbtemperatur des gleichen Herstellers.| Foto: Vivien Rehder

Signet Klimaschutzstadt Kiel.100%
Bleiben Sie auf dem Laufenden

© by MessengerPeople

Wir benutzen den Service von MessengerPeople. Die Datenschutzhinweise finden Sie hier.

Lieber per E-Mail?
Sie möchten Informationen per Mail bestellen? Oder Sie möchten uns auf etwas aufmerksam machen? Nutzen Sie gern das Masterplan-Kontaktformular.

Kontakt

Landeshauptstadt Kiel
Umweltschutzamt
Abteilung Klimaschutz 
Holstenstraße 108 
24103 Kiel

Öffnungszeiten

 
Anna Muche
Projektleiterin
0431 901-3786



Carina Kruse
Themenbereiche private Haushalte, Unternehmen, öffentliche Einrichtungen
0431 901-3771



Eyke Bittner
Themenbereich Mobilität
0431 901-4568