Stadtpräsidentinnen & Stadtpräsidenten

Wilhelm Sievers (1896-1966)

Foto Wilhelm Sievers
Stadtpräsident Wilhelm Sievers

* 02.12.1896 in Kiel
† 01.07.1966 in Kiel
 

Amtszeit
12.05.1955 - 12.06.1959

Wilhelm Sievers wurde am 2. Dezember 1896 in Kiel geboren. Er besuchte die Oberrealschule II am Königsweg, die heutige Max-Planck-Schule. Mit Kriegsbeginn 1914 meldete er sich als Freiwilliger und kämpfte vier Jahre an der Westfront.

Nach der Schlacht an der Somme wurde ihm aus der Hand des Kaisers das Eiserne Kreuz 1. Klasse verliehen. Während seiner Fronturlaube bereitete er sich auf das Abitur vor, das er 1917 ablegte.

Enttäuscht über den Ausgang des Ersten Weltkrieges war Sievers im Frühjahr 1919 aktiv an der Niederschlagung des sogenannten Spartakistenaufstands beteiligt und von April bis Dezember Mitglied des Freikorps Löwenfeld.

1919 begann er das Studium der Germanistik und Romanistik in Marburg, wechselte jedoch nach wenigen Wochen in die juristische Fakultät. Das zweite Semester verbrachte Sievers in Königsberg, wo er sich 1920 aktiv am Kapp-Putsch beteiligte, der sich gegen die Weimarer Republik richtete.
 


Frühes Mitglied der NSDAP

1922 bestand er in Kiel das juristische Examen. Da ihm für den juristischen Vorbereitungsdienst das Geld fehlte, suchte Sievers eine Anstellung und wurde in Bremervörde Syndikus bei der Kreisverwaltung des einflussreichen Reichslandbunds, des republikfeindlichen Interessenverbands der deutschen Landwirtschaft.

1922 trat er in die NSDAP ein. Nach dem Hitlerputsch 1923 wurde die NSDAP verboten, aber schon 1925 wieder aufgebaut. Wieder wurde Sievers Parteimitglied, kurzzeitig auch Kreisleiter im Kreis Bremervörde.

1927 musste er sein Amt beim Reichslandbund in Bremervörde niederlegen, weil er als Nationalsozialist in politischem Gegensatz zu seinem Arbeitgeber geriet, der deutschnational ausgerichtet war.
 


Bürgermeister in Visselhövede & Eckernförde

Ende des Jahres 1927 bewarb sich Sievers als Bürgermeister in Visselhövede in der Lüneburger Heide. Er wurde gewählt und konnte in den nächsten Jahren erste kommunalpolitische Erfahrungen sammeln. Nebenbei schrieb er Artikel für nationalsozialistische Blätter, für den „Niedersachsenstürmer“ und die „Schleswig-Holsteinische Tageszeitung“. Außerdem legte er 1928 eine Dissertation im Zivilrecht vor und wurde zum Dr. jur. promoviert.

1931 bot sich Sievers die Gelegenheit, nach Schleswig-Holstein zurückzukehren.

Er kandidierte für die Stelle des Bürgermeisters von Eckernförde und setzte sich in der Direktwahl mit knapp 43 Prozent der Stimmen gegen zwei weitere Kandidaten durch. Während dieser Zeit der Weltwirtschaftskrise mit zahlreichen Arbeitslosen bemühte er sich, durch Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen und Sammelaktionen für Bekleidung und Lebensmittel die größte Not der Erwerbslosen zu lindern. Gleichzeitig versuchte er, die Finanzen der Stadt durch sparsame Haushaltsführung und manche Entlastungen für die Wirtschaft in Ordnung zu halten.

Am 10. Juli 1932 fand ein Kreistreffen der NSDAP in Eckernförde statt. Nationalsozialisten stürmten das Gewerkschaftshaus in Borby und ermordeten zwei sozialdemokratische Landarbeiter. Der sozialdemokratische Oberwachtmeister Karl Faden versuchte Arbeiter und Nazis bei den Gewalttätigkeiten zu trennen und gab mit der Dienstpistole Warnschüsse ab. Nach diesem Ereignis, das als „Eckernförder Blutsonntag“ durch die Presse ging, wurde Faden öffentlich als Gegner des Nationalsozialismus in Eckernförde angeprangert.

Nach Hitlers Machtübernahme wurde er von Sievers, der als Bürgermeister auch Chef der kommunalen Polizei war, wegen politischer Unzuverlässigkeit und Disziplinlosigkeit vom Dienst suspendiert. Nach drei Wochen konnte er seinen Dienst wieder aufnehmen, doch erfuhr er im Oktober 1933, dass ihm die Verhaftung drohte. Faden emigrierte nach Dänemark.

Auch während seiner Zeit in Eckernförde war Sievers im Sinne der NSDAP tätig. Er verfasste Beiträge für die „Mitteilungsblätter der NS-Gemeindevertreter“ und war Gauamtsleiter für Kommunalpolitik in Schleswig-Holstein.

Im März 1933 wurde Sievers für die NSDAP in den Provinziallandtag in Kiel gewählt und war Mitglied von dessen Geschäftsausschuss. „Sievers gehörte also zum sogenannten harten Kern der schleswig-holsteinischen NSDAP“ (Carsten Mogensen).
 


Machtergreifung der NSDAP in Kiel

In Kiel bekämpften die Nationalsozialisten die demokratisch legitimierten kommunalen Verwaltungsorgane. Ihr Ziel war die Absetzung des Kieler Oberbürgermeisters Emil Lueken. Noch vor der Kommunalwahl am 12. März 1933 wurde die Kreisleitung der Kieler NSDAP unter Walter Behrens beim Regierungspräsidenten vorstellig und forderte die Amtsenthebung Luekens.

Lueken hatte sich angreifbar gemacht, weil er nach wie vor mit den Sozialdemokraten kooperierte und sich hartnäckig weigerte, drei sozialdemokratische Magistratsmitglieder zu entlassen. Vielmehr beharrte er auf dem kommunalen Verfassungsrecht, nach dem die Magistratsmitglieder demokratisch gewählt waren und nicht einfach abgesetzt werden konnten.

Am 10. März verfügte der Regierungspräsident die Absetzung des Kieler Oberbürgermeisters. Am gleichen Tag fand abends in Kiel eine große öffentliche Wahlversammlung der NSDAP statt. Hier trat Wilhelm Sievers als Redner auf.

Er versuchte offenbar als gebürtiger Kieler und als erfahrener Kommunalpolitiker der NSDAP Einfluss auf die Ereignisse in Kiel zu gewinnen. Er attackierte Lueken scharf und warf ihm vor, sich nur noch an Paragraphen geklammert zu haben: „Wer heute noch glaubt, über Paragraphen stürzen zu können, wenn es gilt, dem berechtigten Willen des deutschen Volkes Rechnung zu tragen, der hat die Konsequenzen zu ziehen. Deshalb sei diesen Leuten jetzt schon gesagt, daß es am Montag mit dem Staubwedel vorbei ist, und daß dann das große Großreinemachen mit dem Schrubber beginnt. Das sind wir denen schuldig, die um diese Revolution in den Tod gingen. Wir wollen einen neuen deutschen Staat und ein neues deutsches Volk schaffen. ... Am Anfang unserer Denkweise steht nicht das Wort 'Recht', sondern 'Pflicht'!“ (Kieler Zeitung, 11. 3. 1933).

Am Tag nach dieser Rede, am 11. März, besetzten SA und SS das Kieler Rathaus und übernahmen die Kontrolle der Stadtverwaltung. In der folgenden Nacht wurde der sozialdemokratische Stadtverordnete Wilhelm Spiegel von Nationalsozialisten ermordet; bei der Kommunalwahl gewann die NSDAP gemeinsam mit nationalkonservativen Kräften die Mehrheit in der Kieler Stadtverordnetenversammlung.

Die lokale Presse handelte Sievers selbst kurzzeitig als künftigen kommissarischen Oberbürgermeister: „Es wird angenommen, daß Bürgermeister Dr. Sievers, Eckernförde, mit dem Kommissariat beauftragt wird“ (Kieler Neueste Nachrichten, 12.3.1933). Doch wurde schließlich NSDAP-Kreisleiter Walter Behrens zum kommissarischen Oberbürgermeister ernannt.
 


Oberbürgermeister in Flensburg: Einsetzung & Entlassung

Nachdem Sievers in Kiel – so der Eindruck – nicht zum Zuge gekommen war, wurde er im Mai 1933 zum kommissarischen Landrat des Kreises Flensburg und im September zum Oberbürgermeister von Flensburg ernannt.

Vorher war der amtierende Oberbürgermeister v. Hansemann durch die Flensburger Nationalsozialisten abgesetzt worden, deren kommissarischer Kreisleiter Sievers war. „Es ist indessen sicher, dass eine solche Aktion nicht gegen den Willen des Kreisleiters hätte durchgeführt werden können, und man war dann auch in Flensburg allgemein der Meinung, dass es Sievers war, der v. Hansemann zu Fall gebracht hatte“ (Mogensen).

Sievers behauptete, dass er sich nur auf ausdrückliches Verlangen des Gauleiters und Oberpräsidenten Heinrich Lohse bereit erklärt hatte, auf den Posten des Oberbürgermeisters von Flensburg berufen zu werden. Lohse war in der Tat daran interessiert, dass sich die kritische finanzielle Lage der Stadt durch einen erfahrenen Verwaltungsfachmann verbesserte.

Durch eine Vielzahl von Maßnahmen gelang es Sievers, die zerrütteten Finanzen der Stadt in Ordnung zu bringen. Zum Beispiel wurden neue Wege und Uferbefestigungen gebaut, der Grüngürtel erweitert, die Werft bei der Erlangung neuer Aufträge unterstützt und neue Industriebetriebe in der Stadt angesiedelt.

Trotz seiner zielgerichteten kommunalpolitischen Arbeit in Flensburg kam es schon seit 1934 zu Spannungen mit Oberpräsident Lohse. Er warf Sievers eigenmächtiges Handeln vor, als dieser sich wegen Pensionszahlungen der Stadt an seine Vorgänger an das preußische Innenministerium wandte, ohne sich an den Dienstweg zu halten. Außerdem habe Sievers durch sein Verhalten in Nordschleswig für Uneinigkeit bei der deutschen Minderheit gesorgt.

Im Herbst verschärften sich die Spannungen zwischen beiden, als Sievers sich gegenüber Dritten abfällig über Lohse äußerte. Diese Bemerkungen wurden Lohse und dem Regierungspräsidenten Wallroth zugetragen. Nach mehreren Gesprächen bat Wallroth im Januar den Reichminister des Inneren Frick um die Entlassung von Sievers, die am 27. Januar 1936 ausgesprochen wurde.

Im Februar erhob Sievers dagegen Beschwerde bei Rudolf Heß, dem Stellvertreter des Führers. Am 3. Juli 1936 entschied das Oberste Parteigericht in Flensburg: „Dr. Sievers wurde parteischädigenden Verhaltens für schuldig befunden, allerdings unter mildernden Umständen, weshalb der Ausschluss aus der Partei eine zu harte Strafe sei. Statt dessen erhielt Sievers eine Verwarnung und ihm wurde für ein Jahr, also bis zum 30. Juni 1937, das Recht aberkannt, Vertrauensposten in der Partei zu bekleiden“ (Mogensen).

Sievers beantragte Wiederaufnahme des Verfahrens, was aber abgelehnt wurde. Allerdings räumte man ein, dass es unkorrekt war, ihn aufgrund des § 6 des Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums in den Ruhestand versetzt zu haben.

Daher wurde Sievers am 4. Februar 1938 „auf ausdrücklichen Wunsch des Stellvertreters des Führers, der Kanzlei des Führers und des Reichsministers des Inneren“ zum Oberbürgermeister von Brandenburg ernannt.

Im Mai 1938 beantragte Sievers die Aufnahme in die SS – wie von hohen Amtsträgern erwartet wurde – und wurde danach ehrenhalber in den Rang eines SS-Sturmbannführers erhoben. Schon im April 1938 hatte er die Nachricht erhalten, dass seine Verurteilung aufgrund der Amnestie vom 27. April 1938 aufgehoben worden war. Noch fast bis Kriegsende bemühte sich Sievers, zu erreichen, dass seine Entlassung in Flensburg als unrechtmäßig anerkannt würde.
 


NS-Oberbürgermeister von Brandenburg / Havel

Am 5. Februar 1938 wurde Sievers in das Amt des Oberbürgermeisters in Brandenburg eingeführt.

In der Reichspogromnacht vom 9. auf den 10. November legten Nationalsozialisten wie überall in Deutschland auch in der Brandenburger Synagoge Feuer. In der Nähe des Geschehens war Sievers in der Uniform eines SS-Sturmbannführers zu sehen. Ihm wurde später eine aktive Beteiligung an der Brandstiftung in der Synagoge vorgeworfen.

Sievers jedoch behauptete, dass er als örtlicher Polizeichef gerufen worden sei und die Uniform noch angehabt habe, weil er an dem Abend in die SS aufgenommen worden sei. „Fakt ist, dass in jener Nacht Juden aus ihren Wohnungen geholt und misshandelt wurden. Erinnert sei an Rabbiner Rosenzweig, Kantor Löwenstein und an die Ärztin Dr. Lilli Friesicke, die verhaftet und zum Rathaus gebracht wurde und sich dort das Leben nahm“ (K. Heß).

Brandenburg wurde im Zweiten Weltkrieg ein Rüstungszentrum mit bedeutenden Unternehmen wie dem Opel-Werk für LKW, den Arado-Flugzeugwerken und den Mitteldeutschen Stahlwerken. Für die Arbeiter wurden 1939-1942 über 5000 Wohnungen, zum Teil in neuen Stadtteilen, gebaut. Für die Zeit nach dem Krieg waren ein neues Stadt- und Verwaltungszentrum, ein Krankenhaus und ein Arbeitsamt geplant.

Auch auf kulturellem Gebiet förderte Sievers die Stadt. Der Theaterbau wurde verbessert, ein städtisches Orchester eingerichtet, ein Kulturverein gegründet, das Heimatmuseum neu gestaltet und eine Stadthalle eingeweiht. „In den vorhandenen Protokollen der Beigeordneten-Besprechungen und der Sitzungen der Ratsherren wird deutlich, dass Sievers bestrebt war, ein möglichst normales Leben der Brandenburger unter Kriegsbedingungen zu sichern“ (Heß).

Am Ende des Krieges wollte Sievers Brandenburg zur Lazarettstadt erklären, um sie nicht den Kämpfen auszusetzen. Aber diese Entscheidung lag nicht in seinem Kompetenzbereich. „Versuche zur Übergabe [der Stadt] durch Sievers sind nicht bekannt“ (Heß). Bis zur Einnahme durch die Rote Armee blieb er in Brandenburg. Dann durchschwamm er die Elbe und ergab sich den Amerikanern.

Sievers kam bis 1947 in das britische Internierungslager Staumühle bei Paderborn. Vor dem Schwurgericht Hiddensen/Lippe wurde er 1947 angeklagt. Der damalige Oberbürgermeister von Brandenburg Fritz Lange wurde dazu um eine Stellungnahme gebeten. Er übergab dem Gericht eine Zusammenstellung von Fotos und Aussagen von abtransportierten jüdischen Bewohnern der Stadt. Die Unterlagen „belasten Sievers als Nationalsozialisten bis zur letzten Stunde“ (Heß). Lange legte weitere belastende Aussagen gegen Sievers vor. Er hatte aber „auf Einzelne nachweislich Druck ausgeübt, um Aussagen gegen Sievers zu erhalten“ (Heß).

Sievers wurde 1947 jedoch wegen Mitgliedschaft in den nationalsozialistischen verbrecherischen Organisationen SS und SD zu 13 Monaten Haft verurteilt. Der Aufenthalt im Internierungslager wurde auf die Haftzeit angerechnet. Im Juni 1947 kam Sievers frei.
 


Als Kieler Stadtpräsident erneut in der Kommunalpolitik

Nach der Entlassung aus dem Internierungslager fand Sievers zunächst Arbeit als juristischer Hilfsarbeiter in einem Kieler Anwaltsbüro. 1951 übernahm er dann die Stelle eines Syndikus beim Landesverein der Inneren Mission, die er bis zu seinem Tod innehatte.

1949 trat Sievers in die CDU ein und wurde 1951 als Stadtverordneter in die Kieler Ratsversammlung gewählt. Gleichzeitig übernahm er als ehrenamtlicher Stadtrat das Krankenhausdezernat. 1952 wurde er Kreisvorsitzender der CDU in Kiel, trat aber von diesem Amt 1957 wieder zurück.

1955 errangen unter seiner Führung die bürgerlichen Parteien, die sich zum "Kieler Block" zusammengeschlossen hatten, die Mehrheit in der Ratsversammlung. Dies war Sievers' größter kommunalpolitischer Erfolg und ebnete ihm den Weg zum höchsten Amt der Stadt: Gegen die Stimmen der Sozialdemokraten wurde er im Mai 1955 zum Stadtpräsidenten gewählt.

 Am 12. Juni 1959 stellte er überraschend sein Amt zur Verfügung. Für die nächste Kommunalwahl hatte der Kreisverbandsausschuss der CDU in einer Sitzung vom 4. Juni eine vorläufige Liste von 50 Personen aufgestellt. Nach dem Stimmenergebnis erhielt Sievers 22 von 49 Stimmen und stand damit an 23. Stelle. Der Kreisvorstand teilte Sievers mit, dass seine Kandidatur für die kommende Wahlperiode nicht in Frage komme.

Darauf trat Sievers aus der CDU aus und legte auch sein Amt als Ratsherr und Stadtpräsident nieder. Die CDU bedauerte sein Verhalten und meinte: „Es gehört zum Wesen der Demokratie, daß repräsentative Ehrenämter zeitlich begrenzt sind und wechseln können. Herr Dr. Sievers scheint das vergessen zu haben und Mandat und Person gleichzusetzen. Ein verantwortungsbewußter Demokrat muss auch Abstimmungsniederlagen ertragen können, ohne deswegen die Partei zu verlassen, die ihn herausgestellt hat“ (Kieler Nachrichten 16. Juni 1959).

Die SPD kritisierte das Verhalten der CDU gegenüber Sievers als „wenig fair“. Als Stadtpräsident sei er bemüht gewesen, „sein Amt sachlich-korrekt zu führen“ und ein „menschlich-gutes Arbeitsklima in der Ratsversammlung zu schaffen“ (Kieler Nachrichten 13/14. Juni 1959).

Am 1. Juli 1966 starb Wilhelm Sievers in Kiel.

In dem Kondolenzschreiben von Ratsversammlung und Magistrat heißt es: „Dr. Sievers werde als aufrechter Demokrat und ein um Kiel verdienter Bürger in Erinnerung bleiben und die Stadt werde ihm ein ehrendes Gedächtnis bewahren“ (Schleswig-Holsteinische Volks-Zeitung 5. Juli 1966).

 

Text: Christa Geckeler


Literatur & Zeitungen

  • Stadtarchiv Kiel, Akte Nr. 64149: Karl Faden
  • Heß, K.: Die Oberbürgermeister der Stadt Brandenburg in den Jahren 1933 bis 1945, in: Jahresbericht des Historischen Vereins Brandenburg (Havel), N.F. 2003, Seite 39-45
  • Brandenburg an der Havel. Lexikon zur Stadtgeschichte, hg. von Udo Geiseler, Berlin 2008, S 333 f.
  • Mogensen, Carsten: Der Sturz des Oberbürgermeisters Sievers, in: Biographien Stephan Klotz, Georg Claeden, Wilhelm Mensinga, Wilhelm Sievers, Kleine Reihe der Gesellschaft für Flensburger Stadtgeschichte, Heft 12, Flensburg 1985, S. 79-99
  • Schunck, Karl-Werner: Sozialdemokratische Emigranten in Dänemark, in: Vergessen+verdrängt. Eine andere Heimatgeschichte. Arbeiterbewegung und Nationalsozialismus in den Kreisen Rendsburg und Eckernförde, hrsg. von Kurt Hamer, Karl-Werner Schunck, Rolf Schwarz, Eckernförde 1984, S. 185-190
  • Sievers, Kai Detlef: Wilhelm Sievers 1896-1966. Eine Gedächtnisschrift. Kiel 1967, Selbstverlag
  • Kieler Neueste Nachrichten vom 12. März 1933
  • Kieler Nachrichten vom 13. Mai 1955, vom 13./14. Juni 1959, vom 16. Juni 1959, vom 2. Dezember 1961, vom 5. Juli 1966
  • Kieler Zeitung vom 11. März 1933
  • Schleswig-Holsteinische Volks-Zeitung vom 1. Dezember 1956, vom 16. Juni 1959, vom 19. Juni 1959, vom 2. Dezember 1961, vom 5. Juli 1966