Tipps und Infos der Kieler Umweltberatung

Jede*r kann etwas für den Schutz von Klima und Natur tun. Die Kieler Umweltberatung klärt auf. Auf dieser Seite finden Sie regelmäßig neue Informationen über nachhaltige und umweltfreundliche Aktionen und Projekte in Kiel.

Info-Veranstaltungen

Etwa einmal pro Monat gibt es Infoveranstaltungen, bei denen es sich um Umweltthemen dreht. Schauen Sie gerne regelmäßig hier auf der Seite nach, zu welchem Thema die nächste Veranstaltung stattfindet.   

27. September und 4. Oktober 2021 - Broschüre Label-Labyrinth

Broschüre Label-Labyrinth
Die Broschüre "Label-Labyrinth" von der Christlichen Initiative Romero (Foto: N. Markwardt)

Was: Broschüre "Label-Labyrinth" (solange der Vorrat reicht)

Wann: An den Montagen 27. September und 4. Oktober 2021 von 14 - 18 Uhr mit Beratung. Broschüren können vom 27. September bis 7. Oktober abgeholt werden.

Wo: ABK-Kundenzentrum, Rathausplatz 2
 

Im Supermarkt ist man es mittlerweile gewohnt, dass Lebensmittel teilweise sogar mit mehreren Siegeln/ Labeln ausgezeichnet sind. In den letzten Jahren sind aber auch immer mehr Siegel für andere Produktgruppen neu aufgetaucht, ganz besonders für Kleidung.

Die Broschüre „Wegweiser durch das Label-Labyrinth“ von der Christlichen Initiative Romero hat sich deswegen die Label ganz genau angeschaut. Es wurden auf über 200 Seiten über 60 Label für Lebensmittel und Kleidung auf die Aspekte Ökologie, Soziales und Glaubwürdigkeit überprüft. Denn gerade das ist im Alltag so schwer zu beurteilen: wie glaubwürdig ist ein Label?

Für den Ernährungssektor ist besonders hilfreich, dass neben den bekannten Bio-Siegeln auch große Lebensmittelhändler mit Ihren Hausmarkten geprüft wurden, zum Beispiel Rewe mit ReweBio oder ALDI mit GutBio. Die Lieferkette für Kleidung besteht aus einer Vielzahl an Schritten, häufig finden diese in verschiedenen Ländern statt. In diesem Fall ist es als Verbraucher*in kaum möglich, einen Überblick zu erhalten, welche sozialen und ökologischen Standards während der Kleidungsproduktion eingehalten wurden. Wir müssen uns auf Label verlassen. Für den Kleidungssektor spielen dafür zum Beispiel sogenannte Audits, also die freiwillige Prüfung der Produktionsstätten, eine wichtige Rolle. Wenn diese Audits durch unabhängige Initiativen, wie zum Beispiel der Fair Wear Foundation durchgeführt werden, sind die Labels vertrauenswürdiger. Viele solcher Merkmale prüft das Label-Labyrinth und gibt verantwortungsvollen Verbraucher*innen so die Möglichkeit, sich gezielt für einen Hersteller zu entscheiden.

Die Umweltberatung bietet Kieler*innen in den Kalenderwochen 39 und 40 (27.  September - 7. Oktober 2021) an zwei Montagen von 14-18 Uhr an, sich eine Broschüre des Label-Labyrinths abzuholen. Dazu können Fragen und Erfahrungen zu Labeln und Siegeln ausgetauscht werden. 

Eine kleine Fensterausstellung wird sich dem Thema „Nachhaltige Kleidung“ und den Siegeln für nachhaltige Kleidung anschaulich widmen.


Auch online können Interessierte sich informieren. Das Label-Labyrinth kann kostenlos online unter www.labelchecker.de genutzt werden.

Auch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) hat mit der Website www.siegelklarheit.de eine umfassende und unabhängige Übersicht zu vielen bekannten Labeln erstellt und bietet die Möglichkeit für eine fundierte Recherche.


Wussten Sie schon, dass ...

Die wachsende Zahl an Ernährungsräten in Deutschland entspringt dem Wunsch vieler Bürger*innen, mehr Verantwortung für das immer wichtiger werdende Thema Ernährung und Lebensmittelproduktion zu übernehmen. Ernährungsräte wollen eine naturverträgliche, stadtnahe Landwirtschaft und Nahrungsmittelproduktion fördern. Sie wollen dafür mit Stadt und Land ins Gespräch kommen, um eine ausreichende und gesunde regionale Ernährung auf Dauer sicherzustellen.

Gerade in Kiel wäre es möglich, dass sich die Stadtbewohner*innen mit regionalen, gesunden und naturverträglich erzeugten Lebensmitteln ernähren. Denn Kiel ist umgeben von landwirtschaftlich genutzten Flächen, hat das Meer vor der Tür und ist reich an Seen. Ein Blick in die Supermarktregale, auf die Speisekarten von Großküchen und Restaurants spiegelt diesen natürlichen Reichtum und Vorteil der Lage der Stadt aber nicht ausreichend wider. 

Initiativkreis: Die meisten Menschen in Kiel wollen sich gesund und regional ernähren

Der Initiativkreis für den Ernährungsrat Kiel möchte eine gesunde und regionale Ernährung durch die Vernetzung von Stadt und ländlicher Region fördern. So kann für die Stadtbewohner*innen ein großer Nutzen für Mensch und Natur entstehen und auch Kiels Umland kann von diesen Impulsen profitieren.

Die Gründung des Ernährungsrates fand im Januar 2018 mit einer großen öffentlichen Veranstaltung im Kieler Ratssaal statt.

Gründungsveranstaltung am 24. Januar 2018

 

Mitglieder des Initiativkreises Ernährungsrat Kiel
Initiativkreis Ernährungsrat Kiel, von links: Nele Markwardt (Studentin der Agrarwissenschaften und Marktschwärmerin), Ernst Schuster (Die Nordbauern), Nicoline Henkel (Umweltschutzamt der Landeshauptstadt Kiel), Anja Rolf (SoLawi Schinkeler Höfe und Imkerin), Dr. Ina Walenda (NaturFreunde S-H), Marie Delaperrière (Inhaberin „Unverpackt“), Christine Ax (Schriftstellerin und Umwelt-Aktivistin)

Foto: Landeshauptstadt Kiel

Keine gentechnisch veränderten Pflanzen auf städtischen Flächen: Die Landeshauptstadt Kiel hat sich verpflichtet, die Ausbreitung von Pflanzen aus dem Labor einzuschränken. Bereits 2009 hat die Ratversammlung beschlossen dass,

  • Pflanzen mit gentechnisch verändertem Erbgut auf städtischem Grund nicht angebaut werden dürfen und
  • städtische Einrichtungen, städtische Eigenbetriebe und städtische Beteiligungen möglichst keine gentechnisch veränderten Lebensmittel oder Zutaten kaufen und verwenden sollen

Damit gehört Kiel zu den mehr als 350 gentechnikfreien Kommunen / Landkreisen in der Bundesrepublik. 2012 ist auch die schleswig-holsteinische Landesregierung den gentechnikfreien Regionen beigetreten. Über weitere Mitstreiter*innen im Bundesgebiet informieren die Seiten des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland: www.gentechnikfreie-regionen.de

Beschluss vom 9. Juli 2009 "Keine gentechnisch veränderten Pflanzen auf städtischen Flächen" herunterladen 

Gründe gegen Gentechpflanzen-Anbau
  • Der Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen bedroht die biologische Vielfalt, weil ihr Erbgut sowohl auf die Wildfauna und -flora als auch auf Kulturpflanzen auskreuzen kann.
  • Gentechnisch veränderten Pflanzen sind meist widerstandsfähig gegen Pflanzengifte. Deshalb wird umso mehr gespritzt. Das Gift zur Unkraut- und Schädlingsbekämpfung schädigt Insekten und andere Tiere und ruft neue Resistenzen hervor. Das wiederum macht noch mehr Gift nötig.   
  • Die Rückstände der Pflanzengifte (Glyphosat, POE-Tallowine) gehen in die Lebens- und Futtermittel über: Menschen und Tiere essen sie mit - und schaden ihrer Gesundheit.
  • Fremde Gene in Lebensmitteln können neue Giftstoffe und Allergien verursachen. Wie sich der Verzehr genveränderter Pflanzen auf die menschliche Gesundheit auswirkt, ist noch nicht ausreichend untersucht. 

Mehr zum Thema Gentechnik finden Sie beim Infodienst Gentechnik der Zukunftsstiftung Landwirtschaft (hier insbesondere der Zusammenhang von Gentechnik und Glyphosat) und dem Umweltinstitut München.


Kieler Samenfest

Um den gentechnikfreien Anbau und die biologische Vielfalt regelmäßig hervorzuheben, findet seit 2018 zweijährlich das Kieler Samenfest statt. Im Rahmen der Veranstaltung gibt es Vorträge von Expert*innen über Gentechnik, Pflanzenforschung und weiteren Themen. Außerdem gibt es eine Tauschbörse für Saatgut und die Stadt Kiel verschenkt Samentütchen für bienenfreundliche Blumen.

Viele Menschen in unserer Stadt engagieren sich in ihrer Freizeit für die Umwelt. Damit gute Ideen nicht an den Kosten scheitern, gibt es seit 1993 den Umweltschutzfonds der Landeshauptstadt Kiel.

Der Fonds unterstützt Kieler*innen, die einen besonderen Beitrag zum Umweltschutz leisten wollen.

Anträge auf Förderung können stellen:

  • Umweltvereine und -verbände
  • Sportvereine
  • Kleingruppen wie Kinderhorte, Schüler*innengruppen
  • Einzelpersonen

Förderwürdig können sein: 

  • Technische Umrüstungen zum Energieeinsparen bei Heizung und Wasser in Sportvereinen
  • Begrünung der Außenanlagen oder des Hinterhofes eines Vereinsgebäudes
  • Maßnahmen zum Naturschutz und zur Landschaftspflege
  • Projekte zur Verbesserung des Umweltbewusstseins
  • Projekte der Umwelttechnologie
  • Projekte zur Energieeinsparung

Das sind nur Beispiele. Ein Anspruch auf Förderung besteht nicht, doch ein Antrag lohnt.
Genaues finden Sie in den Förderrichtlinien (PDF, 53 KB).

Anträge & Kontakt

Anträge auf Gewährung von Zuschüssen können Sie formlos und schriftlich stellen bei der

Landeshauptstadt Kiel
Umweltschutzamt
Postfach 1152
24099 Kiel
Telefon 0431 / 901-3773
Fax 0431 / 901-63780

Marktschwärmer ist ein Online-Markt für regionale Lebensmittel: Direktvermarktung ohne Zwischenhandel und ohne lange Transportwege. Wöchentlich treffen sich alle teilnehmenden Erzeuger*innen und Mitglieder an einem zentralen Ort, wo die vorher online bestellte und bezahlte Ware an die Kund*innen übergeben wird. Alle Produkte kommen dabei aus Kiels Umgebung. Durch die Vorbestellungen wissen die Produzent*innen, welche Produkte geerntet, gepackt und gebacken werden müssen. So entstehen keine Lebensmittelreste und weniger Verpackung.

Informationen und Bestellung auf der Website:
www.marktschwärmer.de

Wann:
Kiel Wik:     mittwochs     17.30 bis 19.00 Uhr - Anscharpark
Kiel Mitte:  donnerstags 17.00 bis 18.15 Uhr - Mmhio Cafe (Knooper Weg 75)

In Kiel entstanden im Jahr 2018 ganze 533 Kilogramm Siedlungsabfälle pro Kopf. Da ist es offensichtlich, dass jede*r von uns etwas dafür tun kann, überfüllte Mülltonnen zu vermeiden und Ressourcen im Kreislauf zu führen.

Was heißt „Zero Waste“ eigentlich?
Zero Waste, wörtlich übersetzt „Null Abfall“, zielt auf den Erhalt aller Ressourcen durch verantwortungsvolle/n Produktion und Konsum sowie auf die Wiederverwendung und stoffliche Verwertung von Produkten, Verpackungen und Materialien hin.

Aber Zuhause keinen Müll mehr zu produzieren, wäre das möglich?

Ja! Wir geben Ihnen Tipps, mit denen Sie in den eigenen Wänden ganz einfach „Zero Waste“ leben können.


Am mühelosesten ist es, auf Verpackungen zu verzichten. Es gibt bereits viele Alternativen, wie Verpackungen wiederverwendet werden können oder wie ganz auf Verpackung verzichtet werden kann. Schnell wird dann der gelbe Sack überflüssig.

Mit etwas Ideenreichtum und Erfahrung können so eine ganze Menge Verpackungsmüll, aber auch andere Abfälle im eigenen Haushalt vermieden und dadurch Ressourcen geschützt werden. Zero Waste ist dabei eher eine Vision als ein konkretes Ziel und nichts, was von heute auf morgen erreicht werden kann.


Die klassischen Tipps zur Müllvermeidung, wie den Jutebeutel zum Einkauf mitzunehmen, kennen sicher viele, aber wie wäre es zum Beispiel mal wieder mit einer festen Seife am Waschbecken statt dem Seifenspender aus Plastik? Oder die Lagerung der Lebensmittel im Kühlschrank zu optimieren, um Lebensmittelabfälle zu vermeiden?


Viele kleine Handgriffe, wie im Alltag die Müllmenge reduziert werden kann, sind in der Auflistung „Zero Waste Tipps für den Alltag“ des Zero Waste-Teams nachzulesen. Mit diesen Tipps können wertvolle Ressourcen wie Holz, Erdöl, Metalle und andere Stoffe, aus denen die meisten Gegenstände hergestellt werden, aber auch Energie und Wasser, die bei der Produktion verbraucht werden, eingespart werden.

 
So können wir gemeinsam die ambitionierten Zero Waste-Ziele, die Gesamtabfallmenge pro Kopf pro Jahr bis 2035 durchschnittlich um 15 Prozent zu reduzieren und die Restabfälle bis 2035 zu halbieren, erreichen und eine Zero.Waste.City werden. Und wer weiß, vielleicht schaffen Sie dann bald schon den ersten Zero Waste-Tag oder eine ganze Zero Waste-Woche! Berichten Sie uns gerne von Ihren Erfolgen.


Häufige Fragen - und die Antworten

Bereits seit September 2013 werden Lampen mit einem EU-Energieeffizienz-Etikett versehen. Darauf Können Verbraucher*innen den Energieverbrauch sowie die Helligkeit ablesen.

Das vereinfacht den Produktvergleich: Mit der Wahl der richtigen Lampe erreichen Sie nicht nur die gewünschte Helligkeit, sondern Sie sparen auch Energie und schonen Umwelt und Geldbeutel.

Genauere Informationen können Sie unserem Merkblatt zur Energieeffizienz von Lampen entnehmen.

Merkblatt zur Energieeffizienz von Lampen

Biolebensmittel werden unter ökologisch strengen Standards angebaut. Die Ernte weist deutlich weniger Rückstände von Pestiziden oder Fungiziden auf und die Energiebilanz der Produkte ist besser. Außerdem verfügt das Obst und Gemüse über einen höheren Anteil wichtiger Inhaltsstoffe, zum Beispiel mehr Antioxidantien, als konventionelle Lebensmittel. Es wurden zudem geringere Cadmiumbelastungen nachgewiesen (Baranski et al., 2014). Cadmium ist für den Menschen giftig. Dies sind die Ergebnisse einer internationalen Metastudie, die fast 350 Studien zu diesem Thema ausgewertet haben und im British Journal of Nutrition veröffentlicht wurde. 

Weitere Informationen zu der Studie finden sie hier.

Auch beim Umweltschutz und der Tierhaltung bieten Bio-Lebensmittel große Vorteile: Das Bio-Siegel fordert neben umweltschonenden Anbaumethoden auch artgerechtere Tierhaltung.

Die Umweltberatung unterstützt Sie bei Ihren Einkäufen und hat dafür den Bio-Lebensmittelführer „Bio is(s)t besser“ aktualisiert. Für Kiel listet er Einzelhändler*innen, Wochenmärkte, Fachgeschäfte, aber auch Mittagstischangebote und Bio-Lieferdienste übersichtlich auf. Neu dazu gekommen sind Kategorien wie Bio-Kaffee und Bio-Bier, beides sogar hier in Kiel produziert. Außerdem gibt er auch Einblick in die Welt der Biosiegel. Der Einkaufsführer „Bio is(s)t besser“ steht barrierefrei zum Download bereit. Wenn dies nicht möglich ist, kann er auch auf dem Postwege zugesandt werden. 

Frisches Obst und Gemüse der Saison, am besten regional und nachhaltig erzeugt, schmeckt gut und ist voller Vitamine und Mineralstoffe - und nicht nur das: Wer da zugreift, hilft auch das Klima zu schützen. Aber wann wächst eigentlich was?

Saisonkalender für Obst und Gemüse gibt es kostenlos bei der Umweltberatung im ABK-Kundenzentrum am Kleinen Kiel, im Umweltschutzamt oder hier zum Herunterladen:

Heimisches Gemüse - Saisonkalender

Heimisches Obst - Saisonkalender

Nein. Medikamente gehören weder in den Abfluss des Waschbeckens noch dürfen sie über die Toilette entsorgt werden. Medikamente lösen sich im Wasser auf, können aber in Klärwerken und Aufbereitungsanlagen nicht aus dem Abwasser gefiltert werden. Sie landen über das Grundwasser wieder in unserem Trinkwasser.

Essensreste lagern sich an den Innenwänden von Rohrleitungen ab und verstopfen sie. Außerdem ziehen diese Essensreste Ratten an.

Es gibt darüber hinaus eine Reihe von Abfällen, die nicht in den Abfluss gehören:

  • Öle
  • Tiereinstreu
  • Gießwasserreste mit Pflanzenschutz- und Düngemitteln
  • Feuchttücher, Kosmetikartikel, Windeln und Co.
  • Zigarettenkippen
  • Farben, Lacke, Lösungsmittel, Nagellackentferner, Pinselreiniger
  • andere Chemikalien

WC-Duftsteine zum Beispiel enthalten giftige Chemikalien und sind nicht empfehlenswert. Putz- und Reinigungsmittel sowie Wasch- und Spülmittel sollten nur in geringen Mengen Verwendung finden. Greifen Sie nach Möglichkeit zu biologischen Produkten.  



Veranstaltung verpasst?

Plakat für Kinofilm
20. Sepember 2021 im Studio Filmtheater

In kaum einer anderen Branche ist die Empörung über schlechte Arbeitsbedingungen und Fabrikunfälle so groß und regelmäßig wie in der Mode- und Textilbranche. Trotz zahlreicher Besserungsgelöbnisse, Brancheninitiativen und Siegel sind Missstände immer noch weit verbreitet. Aus diesem Grund fordert die Kampange für Saubere Kleidung seit Jahren farie Arbeitsbeindungen für Arbeiter*innen in der Textillieferkette.

Die Mitglieder der Steuerungsgruppe der Fairtrade-Stadt Kiel, die Kampange Saubere Kleidung in Kiel, das Frauenwerk der Nordkirche und das Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein e.V. luden ein zum Gespräch über Fashion, fairen Konsum, Menschenrechtsverletzungen und Umweltzerstörung in den Produktionsländern.

Der Film zeigt die 23-jährige Shimu, die in einer Textilfabrik in Dhaka, Bangladesh, arbeitet. Aus Protest gegen die ausbeuterischen Arbeitsbedingungen beschließt sie gemeinsam mit ihren Kolleg*innen, eine Gewerkschaft zu gründen. Trotz der Drohungen der Farbrikleitung und gegen den wachsenden Druck ihres Ehemannes ist sie bereit, den Kampf um ihre Rechte aufzunehmen.

Gurken, Radieschen, Tomaten, Porree, Kürbis
Saisonales Gemüse, Quelle: Heinrich Thees

Der globale Markt für Saatgut wird zunehmend durch das Machtmonopol einiger weniger Konzerne beherrscht, wodurch die Saatgutvielfalt immer weiter bedroht wird. Zudem wird bereits versucht, Saatgut mit neuen gentechnischen Verfahren zu verändern. Mit dem Beschluss von 2009 hat sich die Landeshauptstadt Kiel verpflichtet, die Ausbreitung gentechnisch veränderter Pflanzen auf städtischen Flächen einzuschränken und somit die biologische Vielfalt zu schützen.

Möglichkeiten wie die Kieler*innen in ihrem eigenen Garten das Bestreben unterstützen können, zeigten Umweltschutzamt und Saat:gut e.V. in der Onlineveranstaltung „Saatgutvielfalt - bunt und gentechnikfrei“. Am  26. Mai 2021 von 17 bis 18.30 Uhr wurde in das Thema Saatgutvielfalt bei Gemüse einführen. Mehr Informationen dazu gibt es auf unserer Internetseite "Saatgutvielfalt erhalten".

Plakat Earth-Day 2021

Traditionell wird am 22. April seit über 50 Jahren der Earth Day veranstaltet. An diesem Tag soll die Aufmerksamkeit auf unseren Planeten gerichtet werden, den es in seiner Schönheit und Vielfalt zu schützen gilt. Das weltweite Motto lautet „Restore our Earth“, also „Stelle unsere Erde wieder her“. Das deutsche Untermotto lautet dazu „Jeder Bissen zählt. Schütze was du isst - schütze unsere Erde“.

Unsere Ernährungsweise hat täglich Einfluss auf das Klima. Es hängt davon ab, wie weit die verwendeten Produkte transportiert wurden, ob sie aus ökologischem Anbau stammen, ob viel oder kein Fleisch verzehrt wird… Jede*r, der an der Handelskette für Lebensmittel beteiligt ist, von den Produzent*innen über die Einzelhändler*innen bis zu uns Verbraucher*innen, kann sich für eine umweltschonende Produktion von Lebensmitteln einsetzen.

Sie möchten wissen, ob Reis oder doch die Nudeln eine bessere CO2-Bilanz haben? Mit der Webseite „Klimatarier“ können Sie prüfen, wie viel CO2 beispielweise Ihr Mittagsessen verursacht hat. Hierfür müssen Sie nur Ihre verwendeten Zutaten auf einen virtuellen Teller ziehen.

Auf der Website Klimafreundlich Einkaufen in Kiel finden Sie weitere Tipps und Informationen zu der Frage „Was hat unser Essen mit Klimaschutz zu tun?“ und Saisonkalender für Obst und Gemüse.

Die Umweltberatung bot einen Infonachmittag rund ums Stromsparen im Haushalt an.

Da Stromsparen besonders wichtig für den Klimaschutz ist, hat sich die Abteilung Klimaschutz des Umweltschutzamtes Kiel etwas ganz Besonderes einfallen lassen:
Kieler*innen können einen Zuschuss zum Neukauf eines energieeffizienten Kühlgerätes, also zum Beispiel eines Kühlschranks oder Gefriergerätes, erhalten. Es können auch mehrere Kühlgeräte getauscht werden.

Fördervoraussetzungen sind:

• das Altgerät ist älter als acht Jahre (Nachweis: zum Beispiel Kopie des Kaufbelegs oder Foto des Typenschilds oder Angabe der Daten auf dem Typenschild)
• das Neugerät hat die Effizienzklasse A+++
• Messung des Stromverbrauchs von Alt- und Neugerät jeweils über einen Zeitraum von sieben Tagen. Strommessgeräte können Sie dafür vom Umweltschutzamt Kiel gratis erhalten.
• Umgehende fachgerechte Entsorgung des Altgeräts (Nachweis: Bestätigung durch die Händler oder Sammelstellen des Abfallwirtschaftsbetriebes Kiel)
• das Neugerät darf nicht mit Gewinn veräußert werden

Förder-Zuschuss:

100 Euro für ein Kühlgerät
100 Euro für ein Gefriergerät
150 Euro für ein Kühl-Gefrier-Kombigerät
300 Euro maximale Förderung pro Haushalt

Der Förderantrag kann bis zum 31. Dezember 2020 eingereicht werden.

Interessierte an Stromspar-Tipps waren  herzlich eingeladen, in die Umweltberatung zu kommen und sich zu informieren.

Außerdem wurden Informationsbroschüren mit vielen Tipps zum Stromsparen im Haushalt und ein Merkzettel mit einfachen Tricks, mit deren Hilfe sofort losgespart werden kann, ausgegeben. Denn im Alltag können kleine Maßnahmen häufig eine Menge Strom und somit auch Geld sparen.

Kürbisse auf dem Wochenmarkt
Einen große Auswahl an Kürbissen gibt es auf den Wochenmärkten; Quelle: Bodo Quante

Mit Beginn des Septembers begrüßten wir, jedenfalls meteorologisch, den Herbst. Aus diesem Anlass lud die Umweltberatung ein, sich über leckere Rezeptideen für einen gesunden Start in die kältere Saison zu informieren.

Regionales Herbst- und Wintergemüse versorgt Sie mit den passenden Nährstoffen, die vor Erkältungen schützen und das Immunsystem stärken. Die Suppen sind ganz leicht zuzubereiten und können auch am nächsten Tag praktisch im Mehrwegbehälter mit zur Arbeit genommen werden. Hierzu stellten wir einige Transportbehältnisse vor, mit denen die Suppen sogar warm transportieren werden können. Die fünf leckeren Suppenrezepte finden Sie unten. Sie können mit Gemüsesorten gekocht werden, die fast den ganzen Winter über in Kiel regional verfügbar sind.

Unser  Bio-Einkaufsführer gibt Ihnen einen Einblick, wo Sie in Kiel Biolebensmittel kaufen können und welche Cafés und Restaurants Bioprodukte anbieten. So wird Ihre Herbstsuppe noch gesünder und auch umweltfreundlicher!

Karottensuppe

Kürbissuppe

Maronensuppe

Petersiliensuppe

Rote-Beete-Suppe

Fahrrad an der Kieler Förde mit Fähre und Laboer Ehrenmal
Bei einer Fahrradtour an der Kieler Förde kann man gut entspannen, Quelle: LH Kiel

Infonachmittag mit Infomaterialien und Tipps für schöne Radtouren in Kiel und Umgebung

Durch die Corona-Pandemie liegen die meisten Urlaubsziele dieses Jahr ganz woanders; nämlich nah! Viele Kieler*innen haben sich entschlossen, den Sommer- und Herbsturlaub 2020 in Deutschland oder direkt hier in Schleswig-Holstein zu verbringen.


Mit dem Rad lassen sich schöne Ausflüge in der Umgebung gestalten: Viele kleine Wege bieten sich für eine Radtour an, die mit dem Auto gar nicht erreichbar sind. Mit frischem Wind um die Nase können wir uns beim Radfahren ausruhen und entspannen oder richtig aktiv werden - ganz wie es gerade passt. Dass Sie dazu umweltfreundlich unterwegs sind versteht sich von selbst!


Mit unserer Veranstaltung im Juli wollten wir Ihnen Anregungen geben, neue Wege und Ecken direkt vor Ihrer Haustür, also in und um Kiel, zu entdecken. Wie wäre es zum Beispiel mit einer Wissenschafts-Radtour durch Kiel? Vorbei an der ‚Allee der Nobelpreisträger‘ zu einem kleinen Stopp im Zoologischen Museum Kiel. Dann geht’s kreuz und quer durch Kiel. Die Tour endet auf dem Ostufer, vielleicht im Mediendom der FH?


Dafür veranstaltete die Umweltberatung einen Informationsnachmittag. Am 27.07.2020 gaben das Mobilitätsmanagement der Landeshauptstadt Kiel zusammen mit der Umweltberatung von 14 - 18 Uhr Informationsmaterial und Tipps für schöne Radtouren und Fahrradnavigation aus. Es sind zum Beispiel Flyer vorhanden, die acht verschiedene Radtouren in Kiel beschreiben, die auch für Kinder zum Mitradeln geeignet sind. Diese finden sie auch online.


Und auch für ganz Schleswig-Holstein konnten hilfreiche Tipps angeboten werden. Mit fast 1.000 Kilometer Küste in Schleswig-Holstein lassen sich auch längere Touren planen. Oder wie wäre es, einmal den ganzen Nord-Ostsee-Kanal auf fast 100 Kilometern kennenzulernen? Dafür stellten wir (mit freundlicher Unterstützung des ADFC) verschiedene Internet-Portale vor, auf denen Sie sich als Radfahrer*in deutschlandweit über Routen und Unterkünfte informieren können.


www.radurlaub-online.de

deutschland-per-rad.de

www.bettundbike.de/

Ein Navigationssystem für die Planung einer Radtour wird hier als OpenSource-Navigation angeboten:

www.brouter.de/brouter-web



Das Umwelthandbuch

Das Umweltschutzamt der Landeshauptstadt Kiel berichtet in seinem Handbuch aus 30 Jahren Umweltarbeit. Der Jubiläumsband von 2016 blickt auf Erreichtes und Zukünftiges.

Auf 150 Seiten erfahren Sie vieles über den Schutz von Klima, Boden, Luft und Wasser in Kiel sowie Wissenswertes über das Umweltinformationssystem und die Umweltberatung.

Das Grünflächenamt, das Tiefbauamt und die Immobilienwirtschaft rücken dabei ebenso ins Licht wie der Abfallwirtschaftsbetrieb und die Müllentsorgungsanlage, die ebenfalls aktiv im Umweltschutz sind.

Sie können das Handbuch hier herunterladen oder es gedruckt bekommen, im Umweltschutzamt im Hause der ehemaligen Landwirtschaftskammer, Holstenstraße 108, oder im Kundenzentrum am Kleinen Kiel, Ecke Martensdamm.


Infos in der Umweltberatung
Haus am kleinen Kiel

Abfall- und Umweltberatung
ABK Kundenzentrum am Kleinen Kiel
Rathausplatz 6
24103 Kiel

Öffnungszeiten

0431 220 7810
  

 

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Kontakt

Landeshauptstadt Kiel
Umweltschutzamt
Holstenstraße 108
24103 Kiel

Öffnungszeiten


Nicoline Henkel

0431 901-3765