Bremerskamp – ein neues Hochschulquartier an der Olshausenstraße

Einleitung

Der Hochschulstandort Kiel wird ausgebaut und gestärkt: Für den Campus der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) an der Olshausenstraße ist eine deutliche Erweiterung nach Norden geplant.

In den nächsten Jahren soll ein lebendiges neues Hochschulviertel mit möglichst vielfältigen Nutzungen entstehen. Hierfür werden die beiden Bebauungspläne Nr. 1028 und Nr. 1029 aufgestellt.

Lage des neuen Hochschulstandortes Bremerskamp - öffnet eine vergrößerte Ansicht
Geltungsbereiche der Bebauungspläne Nr. 1028 und Nr. 1029 - öffnet eine vergrößerte Ansicht
Visualisierung: So kann es in ZUkunft aussehen. - öffnet eine vergrößerte Ansicht

 Auf einem Areal von über 10 Hektar Größe, gelegen zwischen dem vorhandenen Campus an der Leibnizstraße und dem Wohngebiet Klausbrook, sollen neue Gebäude für Forschung und Lehre, aber auch Wohnungen für Studierende sowie weitere Versorgungseinrichtungen wie z.B. ein Kindergarten angesiedelt werden. Daneben findet auch das Max-Rubner-Institut für Lebensmittelforschung (MRI), das bislang im Stadtzentrum angesiedelt ist, hier einen neuen Standort.

Durch die Mischung unterschiedlicher Nutzungen und die Anlage neuer, attraktiver Grünflächen und Wegeverbindungen entsteht ein neuer Schwerpunkt des Hochschulquartiers mit vielfältigen Arbeits-, Wohn- und Begegnungsstätten. Gleichzeitig verbindet sich der Campus mit den umliegenden Siedlungsbereichen und öffnet sich damit weiter gegenüber der Stadt.

Um die rechtlichen Grundlagen für diese Entwicklung zu schaffen, stellt die Landeshauptstadt Kiel die Bebauungspläne Nr. 1028 „Bremerskamp I“ und Nr. 1029 „Bremerskamp II“ auf. Bereits im Vorwege wurde gemeinsam mit allen Beteiligten ein städtebaulich-freiraumplanerischer Rahmenplan erarbeitet, der als Grundlage für die weitere Planung dient.


Der aktuelle Planungsstand

Nach Abschluss der öffentlichen Auslegung der Planentwürfe wurden die eingegangenen Stellungnahmen ausgewertet und eine Beschlussfassung der Ratsversammlung vorbereitet. 

Das Aufstellungsverfahren zum Bebauungsplan Nr. 1028 ist bereits abgeschlossen; dieser Plan wurde von der Ratsversammlung in ihrer Sitzung am 15. Dezember 2022 als Satzung beschlossen und ist am 23. Dezember 2022 in Kraft getreten.  Er kann im online-Kartendienst der Landeshauptstadt Kiel eingesehen und herunterladen werden. 

Zum Bebauungsplan Nr. 1029 stehen noch abschließende Verhandlungen mit dem Land Schleswig-Holstein über die mit dem Plan verbundenen vertraglichen Regelungen aus. Nach aktueller Zeitplanung ist vorgesehen, diesen Plan dann noch im ersten Quartal 2023 ebenfalls der Ratsversammlung zur Fassung des Satzungsbeschlusses vorzulegen.


Hier geht es zu den bereits abgeschlossenen Verfahrensschritten.


Das bisherige Verfahren

Für den ersten der beiden Bebauungspläne,  den B-Plan Nr. 1028 "Bremerskamp", konnte das Aufstellungsverfahren bereits abgeschlossen werden. Er wurde am 15. Dezember 2022 von der Ratsversammlung als Satzung beschlossen; dieser Beschluss wurde am 22. Dezember 2022 in den Kieler Nachrichten öffentlich bekanntgemacht, und damit hat der Plan mit Wirkung zum 23. Dezember 2022 Rechtskraft erlangt.

Die Bekanntmachung kann im Bereich "Öffentliche Bekanntmachungen" auf kiel.de eingesehen werden.

Den rechtskräftigen Bebauungsplan 1028 samt der Begründung können Sie im Online-Kartendienst der Landeshauptstadt Kiel herunterladen. Klicken Sie dazu in das violette Feld mit der Nummer 1028.

Bebauungspläne finden Sie im Stadtplan auch über die Menüleiste auf der linken Seite: Wählen Sie unter "Suchen" den Registereintrag "Bebauungspläne", geben Sie dann die Nummer ein und klicken Sie im dann angezeigten Planausschnitt in das entsprechend markierte violette Feld.

Die Entwürfe der beiden Bebauungspläne Nr. 1028 und Nr. 1029 wurden am 18. August 2022 vom Bauausschuss beschlossen und zur Auslegung bestimmt. Anschließend wurden die Planentwürfe und die dazugehörigen Unterlagen vom 2. September bis zum 5. Oktober 2022 öffentlich ausgelegt. Parallel hierzu wurden auch die in ihren Aufgabenbereichen berührten Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange erneut beteiligt. Dies stellte den zweiten Schritt der förmlichen Öffentlichkeitsbeteiligung zu Bebauungsplänen gemäß §3 des Baugesetzbuches (BauGB) dar.  

Während der Auslegungsfrist konnten alle an der Planung Interessierten die ausgelegten Unterlagen einsehen und Stellungnahmen zu der Planung abgeben. Über den Umgang mit den eingegangenen Stellungnahmen muss die Ratsversammlung im weiteren Verfahren befinden.

Zur Rahmenplanung für das Bremerskamp-Areal war bereits im Juni 2018 eine Informationsveranstaltung für die Öffentlichkeit durchgeführt worden. Anfang 2022 folgte dann ein weiterer Beteiligungsschritt im Rahmen der Aufstellung der Bebauungspläne: Die Öffentlichkeit wurde zunächst am 20. Januar 2022 in einer Online-Beteiligungsveranstaltung über die Planungsabsichten informiert. Dort wurde die Planung seitens der Stadtverwaltung vorgestellt und Gelegenheit für Fragen und Erörterungen gegeben. Das Protokoll zu der Veranstaltung kann hier abgerufen werden:

Protokoll zur Öffentlichkeitsbeteiligung 20. Januar 2022

Die Christian-Albrechts-Universität hat anschließend am 21. Januar 2022 zu einer weiteren Online-Informationsveranstaltung über die geplante bauliche Entwicklung auf dem Campus eingeladen. Die Veranstaltung richtete sich vor allem an Beschäftigte und Studierende der Universität, war aber auch für die allgemeine Öffentlichkeit zugänglich. 

Zusätzlich zu diesen Veranstaltungen wurden die Planungsunterlagen im Stadtplanungsamt zur Einsichtnahme ausgelegt und konnten dort vom 17. Januar bis 4. Februar 2022 eingesehen werden.

Die Ratsversammlung der Landeshauptstadt Kiel hat in ihrer Sitzung am 7. Februar 2019 die Aufstellungsbeschlüsse für die beiden Bebauungspläne Nr. 1028 und Nr. 1029 gefasst. Hierdurch wurde das formelle Bauleitplanverfahren nach dem Baugesetzbuch eingeleitet.

Der Bebauungsplan Nr. 1028 „Bremerskamp I“ umfasst das mit rd. 1,5 ha deutlich kleineren Teilgebiet im Norden des Areals, welches als neuer Standort für das Max-Rubner-Institut vorgesehen ist. Durch den Bebauungsplan Nr. 1029 „Bremerskamp II“ wird der flächenmäßig überwiegende, ca. 9,3 ha große Teilbereich zwischen dem vorhandenen Campus und dem Wohngebiet Klausbrook überplant; hier sind vorwiegend universitäre Nutzungen vorgesehen.

Die beiden Aufstellungsbeschlüsse können sie hier einsehen:
Aufstellungsbeschluss zum Bebauungsplan Nr. 1028 "Bremerskamp I"
Aufstellungsbeschluss zum Bebauungsplan Nr. 1029 "Bremerskamp II"

Um der Vielzahl an Anforderungen gerecht zu werden, die sich mit der Planung eines neuen Hochschulviertels verbinden, wurde zunächst ein städtebaulich-freiraumplanerischer Rahmenplan aufgestellt. Die Betreuung dieses Planverfahrens übernahm die Gebäudemanagement Schleswig-Holstein AöR (GMSH) im Auftrag des Landes Schleswig-Holstein.
Die Erarbeitung des Rahmenplanes erfolgte in einer ersten Phase ab 2018 unter Beteiligung aller betroffenen Akteure. Im Juni 2018 wurde die Planungsaufgabe und der Verfahrensablauf der Öffentlichkeit vorgestellt. Ende 2018 fiel dann die Entscheidung zugunsten eines der fünf erarbeiteten Planentwürfe. Dieser vom Kieler Büro Schmieder.Dau.Architekten verfasste Entwurf wurde im Laufe des Jahres 2019 weiter ausgearbeitet und im März 2020 den beiden Ortsbeiräten Suchsdorf und Ravensberg/Brunswik/Düsternbrook vorgestellt.
Am 19. März 2020 hat die Kieler Ratsversammlung den Rahmenplan als Grundlage für die weitere Bauleitplanung beschlossen, bevor am 07. Mai 2020 von allen Beteiligten - unter anderem der CAU, dem Land und der Landeshauptstadt Kiel - eine gemeinsame Absichtserklärung zur Umsetzung dieser Planung in einem feierlichen Akt unterzeichnet wurde.
Folgende Unterlagen können Sie hierzu abrufen:

Rahmenplan mit Erläuterungsbericht
Dokumentation des Rahmenplanverfahrens, herausgegeben von der GMSH


Zum Herunterladen

Titelseite des Rahmenplans
Städtebaulicher Rahmenplan: Areal am Bremerskamp

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Kontakt

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Stadtplanungsamt
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Martin Dünckmann
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