GESUNDHEIT

Tipps für das richtige Verhalten bei Hitze

Nach sommerlichen Temperaturen sehnen sich die meisten Menschen. Heiße Sommertage und insbesondere eine langanhaltende Hitzeperiode können jedoch ein gesundheitliches Risiko darstellen.

Gerade ältere Menschen oder Menschen mit chronischen Krankheiten leiden unter den hohen Temperaturen. Das Herz-Kreislaufsystem, Nieren aber auch die Atemwege und das Stoffwechselsystem werden stark belastet.

Bei normaler Lebensführung und ausreichender Flüssigkeits- und Nahrungsaufnahme gibt es für gesunde Erwachsene - auch bei längeren Hitzewellen - in der Regel keine gesundheitlichen Gefahren. Ältere Menschen und Menschen mit eingeschränkter Anpassungsfähigkeit können aber durch Hitze in Gefahrensituationen geraten.

Der Deutsche Wetterdienst überprüft im Sommer täglich die „gefühlte Temperatur“ und gibt gegebenenfalls Hitzewarnungen über Radio und Fernsehen an die Bevölkerung aus. Außerdem stellt der Deutsche Wetterdienst die „Warnwetter-App“ für Mobiltelefone zur Verfügung.

Gerade Einrichtungen oder Personen, die gefährdete Menschen betreuen, wird empfohlen, sich regelmäßig beim Deutschen Wetterdienst zu informieren:

Nachfolgend geben wir Ihnen daher ein paar Tipps für den Alltag über das richtige Verhalten bei Hitze:

Schützen Sie sich vor der Hitze:
  • Passen Sie den Tagesablauf der Hitze an: meiden Sie nach Möglichkeit die Mittagshitze im Freien und beschränken Sie Aktivitäten im Freien auf die Morgen- und Abendstunden;
  • Vermeiden Sie körperliche Belastungen, auch Sport. Falls Sie körperlich arbeiten müssen, trinken Sie pro Stunde zwei bis vier Gläser eines kühlen, alkoholfreien Getränks;
  • Bleiben Sie draußen nach Möglichkeit im Schatten;
  • Tragen Sie einen breitkrempigen Sonnenhut und eine Sonnenbrille;
  • Benutzen Sie ein Sonnenschutzmittel mit Lichtschutzfaktor 15 oder höher mit „UVA/UVB Schutz“ oder der Bezeichnung „Breitspektrum“;
  • Lassen Sie niemals Kinder oder gesundheitlich geschwächte Menschen in einem geparkten Fahrzeug zurück, auch nicht für kurze Zeit. (Dies gilt natürlich ebenso für Tiere!)
Trinken und essen Sie ausreichend:
  • Sie müssen Ihrem Körper ausreichend Flüssigkeit zuführen und gleichzeitig den Elektrolytverlust ausgleichen. Hierzu eignen sich: natriumhaltiges Mineralwasser, Säfte, Suppen, Brühen; wasserreiche Früchte, wie Melonen, Gurken, Tomaten, Erdbeeren, Pfirsiche. Nehmen Sie zusätzlich täglich mindestens anderthalb bis zwei Liter Flüssigkeit zu sich. Bei einem Anstieg der Körpertemperatur von einem Grad, wie es zum Beispiel bei Fieber der Fall ist (Körpertemperaturanstieg von 37 auf 38 Grad Celsius), müssen Sie täglich wenigstens einen halben Liter Flüssigkeit zusätzlich aufnehmen;
  • Meiden Sie Getränke mit Alkohol, Koffein oder viel Zucker – sie können den Körper austrocknen;
  • Meiden Sie sehr kalte Getränke - sie können zu Magenbeschwerden führen. Essen Sie möglichst verteilt auf den Tag mehrere kleine, leichte Mahlzeiten.
Kühlen:
  • Bleiben Sie in einem möglichst kühlen Raum;
  • Lüften Sie nachts und morgens. Dunkeln Sie die Räume tagsüber mit Rollläden und Vorhängen ab;
  • Verschaffen Sie sich Abkühlung mit einer kühlen Dusche oder einem kühlen Bad.
  • Lassen Sie sich häufiger kühles Wasser über die Handgelenke laufen;
  • Legen Sie eine feuchtkühle Kompresse auf Stirn oder Nacken, eine gekühlte Gelmaske auf die Augenpartie oder verwenden Sie ein Thermalwasserspray für Gesicht, Arme und Dekolleté;
  • Reiben Sie die Füße mit gekühltem Fußbalsam ein, den Rücken und die Beine mit Franzbranntwein. Betupfen Sie die Schläfen, Hals und die Stelle hinter den Ohren mit kaltem Wasser oder einem Eisstift;
  • Tragen Sie leichte, nicht einengende Bekleidung in hellen Farben (Baumwolle).

Weitergehende Informationen, insbesondere für Säuglinge, Kleinkinder oder bei häuslicher Pflege älterer Menschen finden Sie ausführlich in dem Ratgeber „Klimawandel und Gesundheit“, herausgegeben vom Umweltbundesamt und dem Deutschen Wetterdienst:

Kontakt

Landeshauptstadt Kiel
Amt für Gesundheit
Fleethörn 18-24
24103 Kiel

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Ärztliche Beratung:
Dr. Angela Wencke

0431 901-2120