Träger*innen der Andreas-Gayk-Medaille

„Um Anerkennung und Dank für Verdienste zum Wohl der Landeshauptstadt Kiel und ihrer Bürgerinnen und Bürger sichtbar zum Ausdruck zu bringen, stiftet die Ratsversammlung eine Verdienstmedaille der Landeshauptstadt Kiel“, heißt es in der Satzung über die Stiftung und Verleihung einer Verdienstmedaille. Sie trägt den Namen „Andreas Gayk-Medaille“.

Lesen Sie mehr zur Geschichte der Medaille bei den „Kieler Erinnerungstagen“.

Die Medaille wird in der Regel einmal im Jahr verliehen. Der Kreis der lebenden ausgezeichneten Persönlichkeiten darf die Zahl 30 nicht überschreiten. 
 


2020er Jahre

Geboren 1963 | Verleihung am 20. August 2020

Professor Georg Fritzsch war von 2003 bis 2019 Generalmusikdirektor des Theaters Kiel und führte das Haus zu vielen künstlerischen Erfolgen. Neben seinen zahlreichen Verpflichtungen als Dirigent engagierte sich Professor Fritzsch sehr für die Förderung des musikalischen Nachwuchses in Kiel. Er gründete den Verein „Akademien am Theater Kiel e.V.“ und ermöglicht damit ca. 350 Kindern und Jugendlichen aus allen sozialen Schichten eine kostenlose künstlerische Ausbildung. Zu diesem bundesweit einmaligen Projekt gehören die Chorakademie, die Orchesterakademie sowie die Ballettakademie. Einer der vielen Höhepunkte war die Uraufführung des Auftragswerks „Marina, die kleine Meerjungfrau“ im Juni 2017.

Stadtpräsident Hans-Werner Tovar, Prof. Georg Fritzsch, Oberbürgermeister Dr. Ulf Kämpfer
Stadtpräsident Hans-Werner Tovar, Prof. Georg Fritzsch, Oberbürgermeister Dr. Ulf Kämpfer

Für die Akademien am Theater Kiel e.V. war er nicht nur künstlerischer Impulsgeber, er kümmerte sich auch um die Finanzierung. Den jährlichen Budgetbedarf decken u.a. Sponsoren und öffentliche Geldgeber ab, die Professor Fritzsch persönlich für sein Herzensprojekt gewinnen konnte. Ähnlich wie sich Andreas Gayk nach dem Zweiten Weltkrieg für den Wiederaufbau von Kiel einsetzte, hat Professor Fritzsch mit dem Aufbau der Akademien etwas Neues zum Wohle der Kieler*innen geschaffen.

Weiter wird er für seinen Einsatz für den Konzertsaal am Kieler Schloss als Initiator, Gründungsmitglied und ehemaliger stellvertretender Vorsitzender des gleichnamigen Vereins geehrt. Er hat das Projekt „Kiel goes Elphi“ mitgestemmt, um Spendengelder für die Sanierung des Konzertsaals zu sammeln. Im positiven Sinne als „unruhiger Geist“ hat Professor Fritzsch sich unermüdlich für den Erhalt und die Renovierung des Konzertsaals eingesetzt.

Die Laudatio von Stadtpräsident Hans-Werner Tovar


2010er Jahre

Geboren 1935 | Verleihung am 19. Januar 2012

Sie wurde für ihren unermüdlichen ehrenamtlichen selbstlosen Einsatz und ihre außergewöhnlichen Verdienste um den Schutz der Umwelt in der Landeshauptstadt Kiel geehrt.

Rosemarie Heider engagiert sich seit vielen Jahren für Umwelt- und Naturschutz. Sie gründete die BUND-Ostufergruppe, ist Gründungsmitglied der Initiative Lebensqualität Ostufer, kümmert sich um den Stadtrat-Hahn-Park und das Ellerbeker Moor.
 

Gruppenfoto
Gerd Heinrich (hinten links), Rosemarie Heider (vorne links), Ernst Georg Jarchow (hinten), Marion Jarchow (vorne rechts), Stadtpräsidentin Cathy Kietzer, Oberbürgermeister Torsten Albig, Wolf Rüdiger Janzen (rechts) | Foto: Peter Lühr

Geboren 1936 | Verleihung am 19. Januar 2012

Er wurde für seinen unermüdlichen ehrenamtlichen Einsatz und seine außergewöhnlichen Verdienste um die Geschichte unserer Stadt und ihrer Gründung geehrt.

Für Gerd Heinrich begann mit dem Ruhestand eine verstärkte aktive ehrenamtliche Zeit. Als Klostervogt und Carillonneur des Kieler Klosters sowie zweiter Vorsitzender des Kieler Klostervereins hat er maßgeblich an der Aufwertung des Klosters und am Ausbau des Carillons mitgewirkt.
 

Geboren 1941 | Verleihung am 19. Januar 2012

Er wurde für seinen unermüdlichen ehrenamtlichen Einsatz und seine außergewöhnlichen Verdienste als Motor und Initiator für unzählige bedeutende Kieler Projekte geehrt.

Wolf-Rüdiger Janzen hat über seine langjährige Tätigkeit in der Geschäftsführung der IHK zu Kiel hinaus viele Veranstaltungen und Projekte in Kiel initiiert, zum Beispiel den Neubau der Hansekogge. Er erhielt zahlreiche hohe Auszeichnungen aus dem nordeuropäischen Raum und war von 2004 bis 2011 Honorarkonsul des Königreichs Schweden.
 

Geboren 1953 | Verleihung am 10. Juli 2014

Er wurde für seine außergewöhnlichen Verdienste für das kulturelle Leben Kiels geehrt. Markus Dentler gründete 1984 das private Kieler Theater Die Komödianten. Die Komödianten sind zwischenzeitlich in vielen Kieler Partnerstädten aufgetreten, weiterhin in Japan, Schweden, Argentinien, Kuba und den USA.

Besonders hervorzuheben sind der Auftritt bei der UNO in New York und die Auszeichnung mit vier Sternen beim international bedeutenden fringe festival in Edinburgh. Weltweit einmalig sind die seit mehr als zwanzig Jahren hinweg jeden Sommer stattfindenden Aufführungen des Kleinen Prinzen im Rathausinnenhof. Dieses Engagement macht Markus Dentler zu einem weit über Kiel hinaus beachteten Theaterschaffenden, der seit langem erfolgreich den Namen Kiels in die Welt hinausträgt.

Die Laudatio von Stadtpräsident Hans-Werner Tovar anlässlich der Verleihung am 10. Juli 2014
 

Geboren 1958 | Verleihung am 20. November 2014

Er hat sich große Verdienste erworben bei der Bewahrung von Mahnmalen und ihrer Einordnung in die historischen Ereignisse in Kiel sowie deren kulturpädagogischen Vermittlung.

Sein unermüdliches Eintreten dafür, Geschichte des 20. Jahrhunderts mit ihrer Kriegs- und Gewaltdimension in ihrer lokalen Verortung und ihren sozialen Bezügen begreifbar zu machen, hat wesentlich dazu beigetragen, dass die Erinnerungskultur in Kiel hellwach ist und gerade auch in der heutigen vielfältigen Stadtgesellschaft Kiels als persönlich erlebtes Leiden nachvollziehbar bleibt.

Die Laudatio von Stadtpräsident Hans-Werner Tovar anlässlich der Verleihung am 30. Oktober 2014
 

Geboren 1954 | Verleihung am 21. Januar 2016

Sie erhielt die Auszeichnung für ihre großen Verdienste in der Unterstützung von Frauen und Mädchen, die Opfer sexualisierter Gewalt geworden sind.

Ursula Schele ist eine der Gründungsfrauen, die 1979 in ehrenamtlicher Arbeit den Frauennotruf in Kiel ins Leben gerufen hat. Unter ihrer Leitung ist aus einer rein ehrenamtlichen Unterstützung für Frauen und Mädchen eine professionelle Beratungsstelle mit weiteren Einrichtungen und Arbeitsbereichen entstanden.

Sie arbeitet seit 1989 als Bildungsreferentin für den Frauennotruf Kiel e.V. Seit 1993 leitet sie das von ihr gegründete Präventionsbüro PETZE und arbeitet seit 2009 als Geschäftsführerin des PETZE Instituts für Gewaltprävention gGmbH. Beides sind Einrichtungen des Frauennotruf Kiel.

Ursula Schele engagiert sich zudem ehrenamtlich in zahlreichen Gremien. Beispielsweise ist sie seit 2007 Vorsitzende des Bundesverbandes Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe - Frauen gegen Gewalt e.V. (bff). Für Ihre ehrenamtliche, frauenpolitische Arbeit für Opfer wurde Ursula Schele im Jahr 2000 das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen.

Die Laudatio von Stadtpräsident Hans-Werner Tovar anlässlich der Verleihung am 21. Januar 2016
 

Geboren 1954 | Verleihung am 21. September 2017

Wolfgang Erichsen setzt sich seit vielen Jahren für die Kieler Innenstadt und insbesondere für die Dänische Straße ein. Er initiiert und führt Gemeinschaftsaktionen der dortigen Kaufleute. So ist er mehr und mehr zu einem „Gesicht“ der Kieler Innentadt geworden, für deren Belebung er unermüdlich wirbt. Als Unternehmer wirtschaftet er nicht nur vor Ort, sondern ist aktiv in verschiedenen örtlichen Vereinen und setzt sich für Kiel und die Region ein.

Er ist stellvertretender Vorsitzender des Kiel Marketing e.V., im Vorstand der Interessengemeinschaft Dänische Straße e.V. und Sprecher des Forums Kieler Innenstadt.

In einer Zeit, in der Innenstädte immer beliebiger werden und kaum noch einen eigenen Ausdruck erkennen lassen, der ihren Charakter von vielen anderen Innenstädten abhebt, ist der Einsatz von Wolfgang Erichsen zu würdigen, Kiel hervorzuheben und der Innenstadt Attraktivität durch eine außergewöhnliche Vielfalt zu geben.

Die Laudatio von Stadtpräsident Hans-Werner Tovar anlässlich der Verleihung am 21. September 2017


2000er Jahre

Geboren 1941 | Verleihung am 21. November 2002

Er wurde gewürdigt für seinen langjährigen Einsatz für den Erhalt und den Ausbau von Hof Akkerboom zu einem lebendigen Kultur- und Bürgerbegegnungszentrum. Seine engagierte und zielstrebige Arbeit festigte das Gemeinschaftsgefühl von Bürgerinnen und Bürgern und förderte gleichzeitig die Bewahrung kultureller Werte.
 

Geboren 1951 | Verleihung am 20. September 2007

Er wurde für seinen unermüdlichen ehrenamtlichen Einsatz hat sich Bernd Hickmann um die Förderung und Vertiefung des kulturellen Verständnisses zwischen Deutschland und dem spanisch-lateinamerikanischen Sprachraum geehrt.

Er ist seit vielen Jahren Vorsitzender der Deutsch-Ibero-Amerikanischen Gesellschaft (DIAG) Schleswig-Holstein mit Sitz in Kiel. Zudem gründete er mit seiner Frau Dr. Maria Hickmann das Institut für Spanische Sprache und Kultur in Kiel als Tochtergesellschaft der DIAG.
 

Geboren 1959 | Verleihung am 11. Oktober 2007

Sie wurde für ihr großes ehrenamtliches Engagement in einer Auslandsgesellschaft mit der Andreas-Gayk-Medaille ausgezeichnet. Als langjährige Vorsitzende der Deutsch-Französischen Gesellschaft Schleswig-Holstein mit Sitz in Kiel hat Margarete Mehdorn viel zur positiven Entwicklung der Städtepartnerschaft zwischen Kiel und Brest beigetragen.

Ein besonderer Höhepunkt dabei waren die Feiern und Projekte zum 40-jährigen Bestehen der Städtepartnerschaft im Jahr 2004.
 


1990er Jahre

Geboren 1933 | Verleihung am 13. Juni 1996

Er wurde gewürdigt für sein persönliches Engagement, mit dem er als Wegbereiter und Verfechter moderner Literatur große Literatur in Kiel heimisch machte und viele bekannte Schriftstellerinnen und Schriftsteller nach Kiel zu Lesungen holte. Am 26. Juni 2006 wurde Eckart Cordes der Kulturpreis der Landeshauptstadt Kiel verliehen.
 

Geboren 1942 | Verleihung am 13. Juni 1996

Er wurde gewürdigt für seine Verdienste als Organisationsleiter der Kieler Woche Regatten. Damit hat er die Qualität der weltgrößten Segelveranstaltung und Kiels Ruf als „Wimbledon des Segelns” weiter ausgebaut. 2006 erhielt er für sein außerordentliches Engagement das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.
 

Ingrid Stoltenberg, geboren 1934 & Helmut Stoltenberg, geboren 1933 | Verleihung am 13 Juni 1996

Das Ehepaar Stoltenberg wurde gewürdigt für seine langjährige Trainerlaufbahn in der Roll- und Eissportgemeinschaft Kiel, in der sie vom jüngsten Nachwuchs bis zu den Weltmeister-Paaren alle Leistungsklassen betreuen. Zum ersten Mal wurde damit ein Ehepaar ausgezeichnet.