Kiel international im Überblick

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Stadtpräsident Tovar im Erdbebengebiet: „Ich bewundere den Mut der Menschen, an die Zukunft zu glauben.“

Kurz vor Ende seiner Amtszeit war Stadtpräsident Tovar im Mai zu Besuch im Erdbebengebiet Hatay.

Ziel des Besuches war, eine sinnvolle und zielorientierte Nutzung der gesammelten Spenden zu besprechen. Bürgermeister Savaş und sein Team planen ein Reha-Zentrum für psychisch und physisch Erkrankte. Dieses langfristig angelegte Projekt kann die Stadt Kiel jedoch nicht allein tragen.

Zusammen mit den Spenden der Stadt Aalen kämen rund eine Million Euro zusammen. „Es wäre," so Tovar, "unser bescheidener Beitrag zu den enormen Kosten des Wiederaufbaus“.

Momentan kämpft die Stadt Hatay vorrangig allerdings mit dringenden Problemen, wie etwa dem Umgang mit tausenden Vermissten. Auch das Abtragen von Ruinen und Trümmern stellt weiterhin eine gewaltige Aufgabe dar.

Stadtpräsident Tovar hat das Mitleid und Mitgefühl der Bürger aus Kiel und Umgebung überbracht. Dank der Hilfe durch die Kieler Nachrichten sind bisher knapp 500.000 Euro zusammen gekommen.

An dieser Stelle bedanken wir uns bei allen Spender*innen für die Unterstützung.

Das Spendenkonto ist noch offen: „KN hilft“  IBAN DE 05 2105 0170 14002620 00.

 
SP Tovar mit Bürgemeister Savaş

Solidarität mit der Ukraine: Kiel plant Städtepartnerschaft mit Cherson

Bereits sechs Monate nach dem Beginn des Angriffskrieges Russlands auf die Ukraine 2022 plante Kiel eine Solidaritätspartnerschaft mit einer ukrainischen Stadt.

Im Zuge der Kieler Woche 2023 wurde der Beschluss gefasst, die Partnerschaft mit der Stadt Cherson einzugehen. Jetzt gab es ein erstes Gespräch zwischen Kiel und Cherson.

Am 8. September 2023 fand die Unterzeichnung des Partnerschaftsvertrages zwischen dem Bundesland Schleswig-Holstein und der Oblast Cherson statt. Gleich im Anschluss an die Unterzeichnung besuchte die ukrainische Delegation das Kieler Rathaus.

Stadtpräsidentin Bettina Aust begrüßte die Gruppe um den stellvertretenden Gouverneur Yaroslav Shanko der Oblast Cherson und den stellvertretenden Bürgermeister der Stadt Cherson, Vitalii Bielobrov. Es wurden erste Kontakte geknüpft, Gespräche über die Situation in Cherson geführt und über mögliche Hilfen aus Kiel gesprochen. Die Kieler Stadtwerke nahmen ebenfalls an den Gesprächen teil, um Möglichkeiten der Unterstützung bei der Wiederherstellung der kommunalen Versorgung zu erörtern.

Stadtpräsidentin Bettina Aust hielt nach dem Gespräch fest: „Auch wenn die Städtepartnerschaft zwischen der Stadt Cherson und Kiel noch nicht unterschrieben ist, sind wir bereits jetzt Freunde. Auf unsere Hilfe kann die ukrainische Stadt bauen.“ Nun soll es an die konkrete Umsetzung und Ausarbeitung des Partnerschaftsvertrages gehen.

Die Seehafenstadt Cherson, welche vor dem Krieg rund 320.000 Einwohner*innen hatte war acht Monate unter russischer Besatzung bis sie im November 2022 befreit wurde.

Große Teile der Stadt sind zerstört, auch aufgrund der Überschwemmung in Folge der russischen Sprengung des Kachowka-Staudamms. Aufgrund der Überflutungen wurden ebenfalls große Teile des Trinkwassers in der Region verunreinigt.

Neben der schlechten Versorgungslage leidet die Stadt auch weiterhin unter regelmäßigem Artilleriebeschuss durch das russische Militär, welches weiterhin auf der gegenüberliegenden Seite des Dnjepr Flusses stationiert ist.

 
SP Aust und stellvertretender Gouverneur Yaroslav Shanko
Alle Delegationsteionehmende mit SP Aust
 


Veranstaltungen im Rahmen der Kieler Woche

Internationales Städteforum

Zur Kieler Woche werden in jedem Jahr Delegationen der Partnerstädte und weiterer befreundeter Städte eingeladen, um beim Internationalen Städteforum über ein jährlich neu festgelegtes kommunales Fachthema zu diskutieren. Immer am ersten Sonnabend der Kieler Woche tauschen sich die internationalen Partner*innen zu den aktuellen Herausforderungen in ihren Städten aus und stellen sich gegenseitig Praxisbeispiele und Lösungsansätze vor.

Zwei Männer stehen auf einer Bühne vor einer Leinwand

Kieler Woche 2024

 

Das Internationale Städteforum zur Kieler Woche 2024, das am 22. Juni stattfinden wird, befasst sich mit dem Thema „Die Sicherstellung von angemessenem, sicherem und bezahlbarem Wohnraum als kommunale Herausforderung“.

In Workshops und Diskussionsformaten werden die Teilnehmenden des Städteforums über zentrale Fragestellungen des gewählten Themas debattieren. Neben den internationalen Gästen aus den Städten werden auch Vertreter*innen aus Wissenschaft, Zivilgesellschaft, Politik und Verwaltung in die Veranstaltung eingebunden.

 


Kieler Woche 2023 - Anpassung von Städten an die Auswirkungen durch den Klimawandel sowie nachhaltige Ressourcennutzung und Abfallvermeidung

Das Internationale Städteforum 2023 befasste sich mit zwei zentralen kommunalen Herausforderungen: Zum einen ging es um das Thema Anpassung von Städten an die Auswirkungen durch den Klimawandel, zum anderen um das Thema Vermeidung von Abfällen zum Schutz unserer Ressourcen.

Herzstück der Veranstaltung waren drei parallel stattfindende Themenworkshops. Die teilnehmenden Städte kamen ausgehend von zwei bis drei Praxisbeispielen über Chancen und Herausforderungen sowie über gewonnene Erkenntnisse von erprobten Ansätzen miteinander ins Gespräch.

Dokumentation

Kieler Woche 2022 - Zukunftsfähige und nachhaltige Mobilität

Mobilität im urbanen Raum ist ein Thema, das Kiel in gleicher Weise bewegt wie seine Partnerstädte. Sowohl die Verkehrsplanung als auch das Angebot des ÖPNV sind zentrale Aufgaben von Städten und Kommunen in der Welt. Insbesondere vor dem Hintergrund der Klimakrise ist die Entwicklung zukunftsfähiger Mobilitätskonzepte wichtiger denn je.

Das Internationale Städteforum zur Kieler Woche diskutierte über die Mobilitätswende, den Ausbau von ÖPNV, Fuß- und Radverkehr sowie die Beteiligung der Einwohner*innen an den Veränderungen.

Dokumentation

 


Kieler Woche 2021 - Welchen Beitrag können Städte für eine zukunftsfähige und nachhaltige Welt leisten und wie können die Sustainable Development Goals (SDGs) erreicht werden?“

Die Welt steht vor großen globalen Herausforderungen, die sich insbesondere auf der lokalen Ebene auswirken. Nicht zuletzt die Corona-Pandemie hat gezeigt, wie eng die Welt vernetzt ist und wie wichtig die internationale Zusammenarbeit ist, um solche Herausforderungen zu bewältigen.

Ziel des Städteforums 2021 war der Austausch mit Kiels Partnerstädten und befreundeten Städten darüber, wie es gelingen kann, einen zukunftsfähigen Entwicklungspfad einzuschlagen, der diesen Prinzipien gerecht wird.

Dokumentation

Kieler Woche 2019 - Leben in der urbanen Stadt

Wachsende Großstädte wie Kiel stehen vor einer besonderen Herausforderung: Es gilt, neue Wohnungen zu bauen, gleichzeitig aber die lebenswerte grüne Stadt zu erhalten und die historische Bausubstanz zu bewahren. 

Mitglieder der Delegationen diskutierten mit Kieler Expert*innen über Lösungen rund um das Thema „Leben in der urbanen Stadt".

Dokumentation

Öffentliches Forum

Die Kieler Woche ist ein Fest des Friedens und der Völkerverständigung. Die Landeshauptstadt Kiel möchte die Festwoche auch dafür nutzen, sich kritisch mit ihrer Rolle als bedeutender militärischer Standort auseinanderzusetzen.

Vor diesem Hintergrund richtete das Büro des Stadtpräsidenten gemeinsam mit dem Kieler Friedensforum 2021 erstmals ein öffentliches Forum aus. Ziel des öffentlichen Forums ist es, Vertreter*innen von Bundeswehr, Rüstungsunternehmen, Wissenschaft und Zivilgesellschaft sowohl untereinander als auch mit Interessierten in den Austausch zu bringen.

 

 

Kieler Woche 2021 - Im Spannungsfeld von Sicherheit und Umweltschutz – Ein Dialog über die Situation in der Ostsee

Im Rahmen des öffentlichen Forums wurden die militärischen Manöver in der Ostsee sowie deren Auswirkungen auf Frieden, Stabilität und Umwelt erörtert und diskutiert.

In diesem Kontext wurde auch die Bedeutung der Rüstungsindustrie für Kiel beleuchtet sowie zumindest am Rande potenzielle Konversionsmöglichkeiten thematisiert.

Darüber hinaus widmete sich das öffentliche Forum dem Thema der Altlasten in der Ostsee.

Dokumentation

Wir bauen Brücken - Persönlichkeiten im Interview

Wer sind die Menschen, die hinter den Städtepartnerschaften Kiels stehen? Was treibt sie an, über Ländergrenzen und Sprachbarrieren hinweg internationale Projekte umzusetzen und Menschen verschiedener Kulturen zusammenzuführen?

In der Rubrik "Wir bauen Brücken" stellen wir regelmäßig eine*n Brückenbauer*in aus Kiel oder aus den Partnerstädten in einem Kurzinterview vor. Madita Kahlert berichtet diesmal über einen Jugendaustausch mit Tallinn.

 

Projektförderung - Städtepartnerschaften durch gemeinsame Projekte stärken

Förderperiode 2024

Die internationale Arbeit der Landeshauptstadt Kiel und insbesondere die Zusammenarbeit mit Kiels Partnerstädten leistet auf kommunaler Ebene einen wichtigen Beitrag zur Völkerverständigung, zur Umsetzung globaler Nachhaltigkeitsziele sowie zur Stärkung des Standortes.

Gleichzeitig sind die Städtepartnerschaften innerhalb Europas auch ein Bekenntnis zu Europa und bieten die Chance, die Einheit Europas zu stärken.

Um die internationalen Städtepartnerschaften Kiels durch Projekte und persönliche Austausche, auch in digitalen Formaten, zu stärken, richtet die Landeshauptstadt Kiel eine jährliche Projektförderung von insgesamt 175.000 Euro ein.

Wer städtepartnerschaftliche Austausche in der Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2024 plant, konnte bis zum 31. Oktober 2023 einen Antrag auf Förderung stellen. 

Mit Blick auf das 60. Jubiläum mit der Partnerstadt Brest 2024 werden Projekte mit der französischen Partnerstadt besonders berücksichtigt.

Der Arbeitskreis Städtepartnerschaften wird gegen Jahresende darüber entscheiden, welche Vorhaben finanzielle Unterstützung erfahren.

Die Zuwendungen im Rahmen dieses Förderfonds stehen unter Vorbehalt des Beschlusses der Ratsversammlung zum Haushalt 2024.

Antrag und Finanzierungsplan bitte an

Landeshauptstadt Kiel
Büro der Stadtpräsidentin
Sachbereich Internationales und Nachhaltigkeit
Rathaus, Fleethörn 9, 24103 Kiel



Bitte beachten Sie, dass nur Förderanträge berücksichtigt werden können, die mit anliegendem Antragsformular und anliegendem ausgefüllten Finanzierungsplan gestellt werden.


Ablegen! Förde Podcast Kiel - Städtepartnerschaft

Wie sind die Städtepartnerschaften Kiels entstanden? Was haben die Bürger*innen davon, oder geht es nur um einen Austausch zwischen den Verwaltungen? Und wie geht es mit den Partnerschaften, die zum Teil schon mehr als 50 Jahre existieren, weiter?

Stadtpräsident Hans-Werner Tovar und Daniela Roth aus seinem Büro geben Antworten auf diese und viele weitere Fragen hier in der 8. Episode des Ablegen - Förde Podcast Kiel vom 31. Dezember 2020.

 
Stadtansicht mit Bahnhofsbrücke und mehreren Flaggen

Schilderbaum der Partnerstädte

Am 15. September 2021 stellte Stadtpräsident Hans-Werner Tovar den Schilderbaum der Partnerstädte vor.

Um die Sichtbarkeit der Partnerstädte zu erhöhen, wurde der Schilderbaum in der Kieler Innenstadt aufgestellt. Er zeigt die Namen sowie Richtungen und Distanzen zu den Partnerstädten Kiels.

 
Ein Mann steht an einem Pfahl mit vielen Hinweisschildern

Kiel und Europa

Kiel liegt mitten in Europa und ist Teil der Ostseeregion, eines dynamischen europäischen Wirtschaftsraumes.

Die Stadt bekennt sich zur engen Zusammenarbeit in der Europäischen Union, der (Welt-)Region Europa sowie zu den europäischen Werten. Diese Zusammenarbeit auszubauen und die europäische Identität der Kielerinnen und Kieler zu stärken, ist ein wichtiges Ziel.

Die Landeshauptstadt Kiel hat das Selbstverständnis einer weltoffenen europäischen Meeres-, Wissenschafts- und Kulturstadt und bekennt sich zu Europa.

Die Landeshauptstadt Kiel hat sich zum Ziel gesetzt, das Thema Europa mehr in den Fokus zu rücken und für die Kielerinnen und Kieler sichtbarer und erfahrbarer zu machen.

Mit dem Ausbau des Bildungs- und Informationsangebots rund um das Thema Europa sowie insbesondere durch die Vertiefung der europäischen Partnerschaften und des persönlichen Austausches leistet die Stadt Kiel einen Beitrag zur Völkerverständigung.

Darüber hinaus stärkt die europäische Vernetzung in den Bereichen Bildung, Wissenschaft, Wirtschaft und Stadtentwicklung den Standort Kiel.

 
 

Zum Europatag 2021: GPS-Rallye „Kiel, Europa und die Welt"

Anlässlich des Europatages startete die GPS-Rallye „Kiel, Europa und die Welt“, ein Kooperationsprojekt der Stadt, der Europa-Union Schleswig-Holstein und des Bündnisses Eine Welt.

Die kostenfreie Tour mit Fragen und Informationen zu Europa dauerte rund 90 Minuten und war vor allem gedacht für Familien, Schüler*innen (ab zwölf Jahren) sowie Studierende, aber auch für alle anderen Interessierten.

Die Landeshauptstadt Kiel lud herzlich dazu ein, bei einem Spaziergang rund um die Kieler Altstadtinsel die Stadt aus einer neuen Perspektive zu betrachten und mehr über den europäischen Gedanken zu erfahren.

Während der Tour konnten verschiedene Orte entdeckt werden, an denen Berührungspunkte zu Europa und unserem Alltag aufgezeigt wurden. Dabei wurden die Teilnehmer*innen von ihrem Smartphone oder Tablet mit Hilfe der kostenfreien App Actionbound geleitet. Die Rallye enthielt Aufgaben wie GPS-Ortssuchen, Quizfragen und Medienaufnahmen.

 
Plakat der Europa Rallye in Kiel 2021


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