Nachhaltiges Kiel

Kiel liebt Partnerschaften!

Daher ist Kiel auch international gut vernetzt. Es gibt eine Vielzahl an hochkompetenten Organisationen, Vereinen, Stiftungen, Unternehmen und wissenschaftlichen Institutionen. Sowie sehr viele engagierte Bürger*innen.

Warum ist die Stadt Kiel zuständig?

Die Agenda 2030 hat insgesamt 17 ehrgeizige Entwicklungsziele. SDG 17 befasst sich mit der Frage nach den dafür notwendigen Umsetzungsmitteln. Denn nur in gegenseitigem Respekt und der gebündelten Kraftanstrengung aller Akteur*innen können die ehrgeizigen Ziele der Agenda 2030 umgesetzt werden.

Gemeinsam mit vielfältigen Akteur*innen unserer Stadtgesellschaft und mit unseren Partner*innen weltweit, haben wir uns auf den Weg gemacht, die Agenda 2030 und die nachhaltigen Entwicklungsziele mit Leben zu füllen.

Auf lokaler Ebene heißt das für die Stadtgesellschaft und die Stadtverwaltung – vernetzen, vernetzen und noch stärker: vernetzen!

 Stadtpräsident Hans-Werner Tovar und Jacob Bundsgaard, Bürgermeister von Aarhus
Dänemarks zweitgrößte Stadt Aarhus und die Landeshauptstadt Kiel sind ab sofort offizielle Partnerstädte. Aarhus‘ Bürgermeister Jacob Bundsgaard und Kiels Stadtpräsident Hans-Werner Tovar unterzeichneten am 29. Mai 2019 im Rathaus von Aarhus die auf zunächst fünf Jahre angelegte Kooperationsvereinbarung. - Foto: LH Kiel

Globale Partnerschaft zur Umsetzung der Agenda 2030

Weltgemeinschaftliche Ziele können nur erreicht werden, wenn alle mitmachen. Daher lautet das Motto der Landeshauptstadt – Für Kiel und die Welt. Global denken. Lokal durchstarten. Worum es im Wesentlichen bei der globalen Partnerschaft geht, lesen Sie hier:

2030 Universalität: Die Ziele sind universell und gelten sowohl für Entwicklungs-, Schwellen-, als auch Industrieländer und für alle Politikbereiche. Dabei müssen die unterschiedlichen Gegebenheiten, Fähigkeiten und Entwicklungsniveaus der einzelnen Länder beachtet werden.

Gemeinsame Verantwortung: Alle Staaten und Akteur*innen tragen für das globale Gemeinwohl gemeinsam Verantwortung und müssen Rahmenbedingungen schaffen, die eine nachhaltige Entwicklung fördern. Globale öffentliche Güter wie unter anderem Biodiversität, Klimaschutz, ein faires Welthandelssystem, soziale Gerechtigkeit, Frieden und Sicherheit können nur durch gemeinsames Handeln der Weltgemeinschaft geschützt und gefördert werden.
 
Wirksamkeit und Transparenz: Die Staaten müssen offenlegen, welche Maßnahmen sie zur Erreichung der nachhaltigen Entwicklungsziele ergreifen und wie diese wirken. Auch der Erfahrungsaustausch und gegenseitiges Lernen soll intensiviert werden.

Multi-Akteurs-Ansatz: Die großen Herausforderungen der Weltgemeinschaft können nicht alleine durch die Regierungen bewältigt werden. Es geht auch um neue Formen der Zusammenarbeit zum Beispiel mit der Zivilgesellschaft, mit der Wirtschaft oder Wissenschaft und zwar sowohl auf lokaler, nationaler als auch globaler Ebene.

Das tut Kiel – Kooperationen und Partnerschaften

Die Kieler Förde reicht bis in das Herz der Stadt - sie öffnet den Menschen den Blick und ist eine wichtige Verbindung in die Welt.

Als Landeshauptstadt engagieren wir uns in 13 Städtepartnerschaften - von Aarhus in Dänemark über Brest in Frankreich, Hatay in der Osttürkei bis hin zu San Francisco in den Vereinigten Staaten und Vaasa in Finnland.

Gleichzeitig sind die Städtepartnerschaften innerhalb Europas auch ein Bekenntnis zu Europa und bieten die Chance, die Einheit Europas zu stärken.

Die Partnerschaften außerhalb Europas - seit 2013 erstmals mit einer Gemeinde in Afrika - stärken den Zusammenhalt der Weltgemeinschaft. Das ist eine große Aufgabe.

Seit 2013 - Kooperation mit Afrika

Die internationale Arbeit der Landeshauptstadt Kiel und insbesondere die Zusammenarbeit mit Kiels Partnerstädten leistet auf kommunaler Ebene einen wichtigen Beitrag zur Völkerverständigung, zur Umsetzung globaler Nachhaltigkeitsziele sowie zur Stärkung des Standortes.

Seit 2013 hat Kiel auch erstmals eine Städtepartnerschaft mit einer Gemeinde in einem Land des globalen Südens: Moshi Rural liegt am Fuße des Kilimandscharo in Tansania. Die beiden Verwaltungen setzen zur Zeit gemeinsam ein vom Bund gefördertes Entwicklungsprojekt um: den Wiederaufbau einer Baumschule in Himo, einer kleinen Stadt in Moshi Rural.

Langfristig könnte dieses Projekt einen Beitrag zur Aufforstung in Tansania und damit auch zu mehr Klimaschutz leisten. Darüber hinaus gibt es in Kiel und Umgebung mehrere zivilgesellschaftliche und kirchliche Gruppen, die ebenfalls in Tansania aktiv sind. Das Büro des Stadtpräsidenten stärkt diesen Austausch mit regelmäßig stattfindenden Netzwerk-Treffen.

Baumschule in Moshi District
Baumschulmitarbeiter Jackson pflanzt einen von insgesamt 9000 Bäumen in der kommunalen Baumschule in Himo in Moshi District - Foto: Frauke Wiprich, LH Kiel

Das haben wir davon – Kiel und die Welt

Völkerverständigung ist ein wichtiges Thema für die Weltgemeinschaft. Aber auch wir als Kieler*innen profitieren davon, dass wir Teil einer weltweiten Gemeinschaft und somit nicht alleine auf der Welt sind.

Für die Stadtverwaltung ist es daher wichtig, dass sie mit engagierten Bürger*innen der Zivilgesellschaft, mit Politik, Wirtschaft, Bildung und der Wissenschaft eng zusammenarbeitet. Und dieses Engagement auch fördert.

Um die internationalen Städtepartnerschaften Kiels durch Projekte und persönliche Austausche zu stärken, hat die Landeshauptstadt Kiel eine jährliche Projektförderung von insgesamt 150.000 Euro eingerichtet. 

Kieler*innen für die Zukunft

In Kiel gibt es viele engagierte Menschen, die sich mit guten Ideen und viel Tatendrang dafür einsetzen, dass unsere Fördestadt nachhaltig und zukunftsfähig wird. Das Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein e.V. (BEI), der Dachverband der über 90 entwicklungspolitischen Organisationen in Schleswig-Holstein tritt ein für die Umsetzung und Sicherung der Menschenrechte. Das heißt für eine umfassende Gerechtigkeit, die Bekämpfung von Armut, den Erhalt der Lebensgrundlagen für jetzige und zukünftige Generationen und die Gewährleistung von Geschlechtergerechtigkeit, Sicherheit und Selbstbestimmung auf der gesamten Welt.

Aber auch jenseits größerer entwicklungspolitischer Organisationen engagieren sich Bürger*innen - und machen einfach Zukunft! Jeden Monat stellen wir eine*n Kieler Zukunftsmacher*in in einem Kurzinterview vor. Lesen Sie hier was Kieler*innen auf die Beine stellen. Und was sie dazu sagen, warum uns das, was sie tun, auch weiterbringt.

Mitgliedsstädte der SDG-Task Force von Eurocities
Die Landeshauptstadt Kiel ist Gründungsmitglied der SDG -Task Force des Städtenetzwerkes Eurocities. Am 3. Juli 2019 fand in Brüssel ein erstes Treffen der 58 europäischen Städte statt, die gemeinsam an der lokalen Umsetzung der Agenda 2030 arbeiten wollen. - Bild: Eurocities

Stetig internationaler – Kiel wird weltgewandt!

Nicht nur auf Bundesebene, sondern auch für Städte und Kommunen spielen internationale Beziehungen und Entwicklungspolitik zunehmend eine wichtige Rolle. Mit Herausforderungen wie zum Beispiel starker Luftverschmutzung, zu wenig bezahlbarem Wohnraum, einer gelingenden Integration von zugewanderten Menschen, der fortschreitenden Digitalisierung, stark wachsenden Einwohnerzahlen und mangelnden finanziellen Ressourcen ist eine Vielzahl von Städten überall auf der Welt konfrontiert.
 
Internationale Netzwerke

Neben den klassischen Städtepartnerschaften ist die Landeshauptstadt Kiel in verschiedenen internationalen Netzwerken aktiv: Hierzu zählen Eurocities, ein Städtenetzwerk mit über 130 europäischen Großstädten, das deren Interessen gegenüber der Europäischen Union vertritt sowie die Union of the Baltic Cities, ein Zusammenschluss von Städten im Ostseeraum.

Im Rahmen des Klima-Bündnis, zu dem über 1.700 Städte, Kreise, Gemeinden, Bundesländer und Nichtregierungsorganisationen in ganz Europa zählen, werden gemeinsam lokale Maßnahmen für den globalen Klimaschutz ergriffen.

Die Mayors for Peace, bei denen Kiel ebenfalls Mitglied ist, setzen sich weltweit für eine kernwaffenfreie und friedliche Welt ein. Über die internationale Zusammenarbeit und kommunale Entwicklungspolitik von deutschen Städten findet zudem ein regelmäßiger Austausch im Rahmen der Arbeitsgruppen des Deutschen Städtetages statt.


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Logo The Global Goals for sustainable Development
Kontakt

Stefanie Skuppin
Leiterin des Büros des Stadtpräsidenten

0431 901-3040


 
Frauke Wiprich
Koordinatorin kommunale Entwicklungspolitik

0431 901-2504