Nachhaltiges Kiel

Partnerschaften zur Erreichung der Ziele

Globale Partnerschaft zur Umsetzung der Agenda 2030

Die Agenda 2030 wird von der Idee einer globalen Partnerschaft getragen. Denn nur in gegenseitigem Respekt und der gebündelten Kraftanstrengung aller Akteure können die ehrgeizigen Ziele der Agenda 2030 umgesetzt werden.

2030 Universalität: Die Ziele sind universell und gelten sowohl für Entwicklungs-, Schwellen-, als auch Industrieländer und für alle Politikbereiche. Dabei müssen die unterschiedlichen Gegebenheiten, Fähigkeiten und Entwicklungsniveaus der einzelnen Länder beachtet werden.

Gemeinsame Verantwortung: Alle Staaten und Akteure tragen für das globale Gemeinwohl gemeinsam Verantwortung und müssen Rahmenbedingungen schaffen, die eine nachhaltige Entwicklung fördern. Globale öffentliche Güter wie unter anderem Biodiversität, Klimaschutz, ein faires Welthandelssystem, soziale Gerechtigkeit, Frieden und Sicherheit können nur durch gemeinsames Handeln der Weltgemeinschaft geschützt und gefördert werden.

Wirksamkeit und Transparenz: Die Staaten müssen offenlegen, welche Maßnahmen sie zur Erreichung der nachhaltigen Entwicklungsziele ergreifen und wie diese wirken. Auch der Erfahrungsaustausch und gegenseitiges Lernen soll intensiviert werden.

Multi-Akteurs-Ansatz: Die großen Herausforderungen der Weltgemeinschaft können nicht alleine durch die Regierungen bewältigt werden. Es geht auch um neue Formen der Zusammenarbeit zum Beispiel mit der Zivilgesellschaft, mit der Wirtschaft oder Wissenschaft und zwar sowohl auf lokaler, nationaler als auch globaler Ebene.

Mittel zur Umsetzung der Agenda 2030 stärken

Im Rahmen dieser globalen Partnerschaft braucht es unterschiedlichste Mittel, die eine Umsetzung der nachhaltigen Entwicklungsziele überhaupt erst möglich machen. Dazu zählen vor allem Geld, aber auch Wissen, Technologie und politische Rahmenbedingungen, die eine umfassende Transformation unterstützen.

Mit der Frage nach diesen notwendigen Umsetzungsmitteln befasst sich das SDG 17. Es benennt dabei fünf relevante Bereiche, in denen die internationale Staatengemeinschaft aktiv werden muss: Entwicklungsfinanzierung, Technologietransfer, Aufbau von Kapazitäten, Internationaler Handel sowie systemische Fragen.

Städte werden internationaler

Auch für Städte und Kommunen spielen internationale Beziehungen und Entwicklungspolitik zunehmend eine wichtige Rolle, gerade auch mit Blick auf die Umsetzung der Agenda 2030. Mit Herausforderungen wie zum Beispiel starker Luftverschmutzung, zu wenig bezahlbarem Wohnraum, einer gelingenden Integration von zugewanderten Menschen, der fortschreitenden Digitalisierung, stark wachsenden Einwohnerzahlen und mangelnden finanziellen Ressourcen ist eine Vielzahl von Städten überall auf der Welt konfrontiert.

Es macht daher Sinn, sich im Rahmen von Städtenetzwerken und Städtepartnerschaften über Erfahrungen und gute Praxisbeispiele auszutauschen und Kompetenzen zu fördern, um gemeinsam Lösungen für diese Herausforderungen zu finden.

Auch die Zusammenarbeit mit der Wirtschaft kann hierbei wertvoll sein, zum Beispiel um Technologietransfers zu fördern. Bestenfalls können so Städte in Afrika, Asien und Lateinamerika sogar ökologisch schädliche Entwicklungsstufen in ihrer Stadtentwicklung direkt überspringen. Darüber hinaus spielen auch der kulturelle Austausch und die Völkerverständigung eine wichtige Rolle im Rahmen von Städtepartnerschaften.

Städtepartnerschaften der Landeshauptstadt Kiel

Die Landeshauptstadt Kiel engagiert sich in 12 Städtepartnerschaften - von Brest in Frankreich, über Hatay in der Osttürkei bis hin zu San Francisco in den Vereinigten Staaten.

Seit 2013 hat Kiel auch erstmals eine Städtepartnerschaft mit einer Gemeinde in einem Land des globalen Südens: Moshi Rural liegt am Fuße des Kilimandscharo in Tansania. Zurzeit planen die beiden Verwaltungen gemeinsam den Wiederaufbau einer Baumschule in Himo, einer kleinen Stadt in Moshi Rural.

Langfristig könnte dieses Projekt einen Beitrag zur Aufforstung in Tansania und damit auch zu mehr Klimaschutz leisten. Darüber hinaus gibt es in Kiel und Umgebung mehrere zivilgesellschaftliche und kirchliche Gruppen, die ebenfalls in Tansania aktiv sind. Auch den Austausch mit diesen Akteuren möchte die Stadt in Zukunft intensivieren und so die Partnerschaft mit der Zivilgesellschaft stärken.

 

Internationale Netzwerke

Neben den klassischen Städtepartnerschaften ist die Landeshauptstadt Kiel in verschiedenen internationalen Netzwerken aktiv: Hierzu zählen „Eurocities“, ein Städtenetzwerk mit über 130 europäischen Großstädten, das deren Interessen gegenüber der Europäischen Union vertritt sowie die „Union of the Baltic Cities“, ein Zusammenschluss von Städten im Ostseeraum. Im Rahmen des „Klima-Bündnis“, zu dem über 1.700 Städte, Kreise, Gemeinden, Bundesländer und Nichtregierungsorganisationen in ganz Europa zählen, werden gemeinsam lokale Maßnahmen für den globalen Klimaschutz ergriffen.

Die „Mayors for Peace“, bei denen Kiel ebenfalls Mitglied ist, setzen sich weltweit für eine kernwaffenfreie und friedliche Welt ein. Über die internationale Zusammenarbeit und kommunale Entwicklungspolitik von deutschen Städten findet zudem ein regelmäßiger Austausch im Rahmen der Arbeitsgruppen des Deutschen Städtetages statt.

 

Partnerschaften mit der Zivilgesellschaft

Eine gesellschaftliche, wirtschaftliche und ökologische Transformation – wie sie die Agenda 2030 vorsieht – braucht die Zusammenarbeit aller wichtigen Akteure, ganz besonders auch auf kommunaler Ebene. Als Stadt ist es für uns daher entscheidend, dass wir in allen unseren Tätigkeitsbereichen eng mit den relevanten Akteuren aus Zivilgesellschaft, Politik, Wirtschaft, Bildung und Wissenschaft zusammenarbeiten.

In Kiel gibt es eine Vielzahl an hochkompetenten Organisationen, Vereinen, Stiftungen, Unternehmen, Wissenschaftsinstituten und sehr viele engagierte Bürger*innen. Gemeinsam mit diesen vielfältigen Akteuren unserer Stadtgesellschaft und mit unseren Partnern weltweit, werden wir uns auf den Weg machen, die Agenda 2030 und die nachhaltigen Entwicklungsziele mit Leben zu füllen.

 


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Kontakt

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Leiterin des Büros des Stadtpräsidenten

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Koordinatorin kommunale Entwicklungspolitik

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