Kiel international
Stralsund

Auf der Basis des Grundlagenvertrags zwischen den beiden deutschen Staaten sollte die Städtepartnerschaft zwischen Stralsund und Kiel die nachbarschaftlichen Beziehungen fördern und gute Kontakte unter den Menschen und Organisationen der Partnerstädte ermöglichen.

Bevor am 17. September 1987 die Städtepartnerschaft zwischen Stralsund und Kiel in Kiel beurkundet wurde, hatte die Landeshauptstadt Kiel schon zwei Jahre lang Ihr Interesse an einer Partnerschaft mit einer Stadt in der damaligen DDR bekundet. Unterstützung erfuhr Kiel dabei vom Land Schleswig-Holstein. Eine Entscheidung aus Ostberlin und Bonn führte schließlich Kiel mit Stralsund zusammen.

Nach der politischen Wende blieben Stralsund und Kiel weiterhin Partner. Sie unterzeichneten am 24. Oktober 1992 einen Vertrag über die Städtepartnerschaft, der den veränderten Gegebenheiten Rechnung trug.


Aktivitäten

Mit einer großen Bürgerfahrt von Kiel nach Stralsund feierten die Partnerstädte die Öffnung der innerdeutschen Grenze. Nach den ersten freien Wahlen in den neuen Bundesländern konnte die Landeshauptstadt Kiel den Aufbau der Stralsunder Stadtverwaltung unterstützen. Sie entsandte städtische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in die Partnerstadt. Aus den Behörden in Stralsund kamen Kolleginnen und Kollegen nach Kiel, um sich in den Ämtern der Kieler Verwaltung fachlich beraten zu lassen.

Die Kontakte zwischen den Städten, die persönlichen Freundschaften aus eineinhalb Jahrzehnten Partnerschaft bestehen weiter. Besuche gibt es auch außerhalb offizieller Anlässe wie der Kieler Woche oder dem Stralsunder Internationalen Städtetreffen.  


Über Stralsund

Historische Gebäude title=
Historische Gebäude in der Hansestadt Stralsund

Die alte Hansestadt Stralsund ist mit ihren rund 60.000 Einwohnern die größte Stadt Vorpommerns und liegt am Strelasund, der Meerenge zwischen der Insel Rügen und dem Festland.

Mit seinem historischen Stadtbild ist Stralsund ein beindruckendes Reiseziel an der Ostseeküste. Die Altstadt, von der UNESCO unter Denkmalschutz gestellt, verfügt über eine einzigartige historische Bausubstanz.

Informationen über Stralsund finden Sie unter www.stralsund.de  

 

 

Wirtschaftlich stand die Stadt nach der politischen Wende (ab November 1989) vor großen Herausforderungen. Heute prägen insbesondere die drei großen T - also Tradition, Tourismus und Technologie - den Wirtschaftsstandort Stralsund.

Stralsund erhielt 1234 das Stadtrecht nach Lübecker Vorbild. Im 14. Jahrhundert war sie die bedeutendste Hansestadt nach Lübeck. Nach dem Niedergang der Hanse nahm Stralsunds Bedeutung ab.

Die Stadt lebte jedoch weiterhin vorwiegend vom Handel und vom Schiffbau. Nach einer fast 200 jährigen Zugehörigkeit zum Königreich Schweden, kam Stralsund im 19. Jahrhundert zu Preußen.

Während der Zeit der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) war der Hauptindustriezweig der Schiffbau. Auftraggeber war insbesondere die Sowjetunion.

Auch wenn sich die Werftindustrie heute heftigen Turbulenzen ausgesetzt sieht, so zählen die maritime Wirtschaft und der Hafen dennoch zu den Kernkompetenzen der Stadt. Im Seehafen wird Stück- und Schüttgut, wie etwa Salz, umgeschlagen. Der Stadthafen wird von See- und Flusskreuzfahrtschiffen sowie von Yachten als Ziel- und Ausgangshafen genutzt.

Im Industrie- und Gewerbepark Franzenshöhe sind Unternehmen der Metallindustrie im Bereich Zuschnitt, Verformung, Veredelung und Entrostung ansässig.

Der Tourismus hat sich zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor entwickelt. Dieser bildet die Grundlage für die Expansion eines vielseitigen Dienstleitungsbereichs. Dazu gehören auch Unternehmen der IT-Branche.

Die Fachhochschule Stralsund bildet etwa 2.500 Studierende in den Fachbereichen
Elektronik und Informatik, Maschinenbau und Wirtschaft aus.

Beispielhaft drei Wirtschaftsindikatoren für Deutschland (2012):

  • Bruttoinlandsprodukt (BIP) pro Kopf in US $ 41.513
  • Inflationsrate 2,0 Prozent
  • Arbeitslosenquote 6.5 Prozent

Mehr Informationen über die Stadt und den Bereich Wirtschaft finden Sie hier.

Kontakt

Landeshauptstadt Kiel
Internationale Beziehungen und Bevölkerungskontakte
Fleethörn 9
24103 Kiel

 
Henning Stademann (Leiter)

0431 901-2500



Hans-Georg Woitzik (Projektkoordinator)

0431 901-2501