Kiel international
Gdynia

Es gibt zahlreiche intensive Kontakte zwischen Kiel und Gdynia, eine erfolgreiche Kooperation auf vielen verschiedenen Gebieten und einen lebendigen Austausch in fast allen Bereichen des privaten und öffentlichen Lebens.

Die freundschaftlichen Beziehungen zwischen Gdynia (ehemals Gdingen) und Kiel reichen bis 1971 zurück. In Kiel wurden damals „Polnische Tage“ und im Jahr darauf „Kieler Tage“ in Gdynia veranstaltet.

1972 gründete sich in Kiel die Deutsch-Polnische Gesellschaft. In den anderthalb Jahrzehnten vor Beginn einer offiziellen Städtepartnerschaft gab es bereits eine rege Zusammenarbeit und bereichernde Begegnungen auf kultureller, wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Ebene.

Am 25. Juli 1985 schlossen beide Städte eine Rahmenvereinbarung über die Zusammenarbeit. Dieser Partnerschaftsvertrag wurde später - entsprechend den veränderten politischen Strukturen in Polen - modifiziert und in seiner so aktualisierten Fassung am 7. Februar 1997 unterzeichnet.


Aktivitäten

Beispielhaft für die Gastlichkeit beider Seiten seien hier die Teilnahme Kieler Jugendlicher an den „Jugendsportwettkämpfen der Partnerstädte“ in Gdynia genannt, oder die Bürgerbegegnungen, bei denen sich Menschen aus beiden Städten gegenseitig zu Hause besuchen.

Solche Aktionen werden ebenso von den Auslandsabteilungen der Partnerstädte betreut wie die Entsendung von offiziellen Delegationen, etwa aus Gdynia nach Kiel zum Internationalen Städteforum und der Kieler Woche.

Vor allem die Deutsch-Polnische Gesellschaft, Schulen und Hochschulen, Vereine und Verbände, die Industrie- und Handelskammern und weitere Institutionen haben breite Kontakte erschlossen und Begegnungen organisiert.

In der polnischen Partnerstadt ist ein Kiel-Park entstanden. Die Grünflächenämter von Gdynia und Kiel arbeiteten zusammen an diesem Projekt.

Ungezählte Festivals, Märkte, Konzerte, Ausstellungen und Tagungen vermitteln beiderseits fachliche Kenntnisse und Erfahrungen. Aber nicht nur das: Sie stiften auch viele persönliche Freundschaften in Kiel und Gdynia.


Über Gdynia

Die junge Stadt Gdynia (ehemals Gdingen) liegt in Nordpolen an der Ostsee, etwa 20 Kilometer nördlich von Gdansk (Danzig). Die dynamische Hafenstadt wuchs seit 1920 von einem kleinen Fischerdorf zu einer Stadt mit fast 250.000 Einwohnern.

Im Zweiten Weltkrieg diente Gdynia den deutschen Truppen unter dem Namen Gotenhafen als Marinebasis. Während der Flüchtlingswelle aus Ostpreußen am Ende des Krieges war Gdynia einer der wichtigsten Evakuierungshäfen, von dem aus Schiffe Richtung Westen fuhren.

Informationen über Gdynia finden Sie unter www.gdynia.pl
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Gdynia verfügt auch über die größte und modernste Hafenanlage Polens. Damit das auch zukünftig so bleibt, arbeitet man intensiv an der Weiterentwicklung der Hafen- und Seedienstleistungen.

Der erste Hinweis über die Existenz des Dorfes Gdynia stammt aus dem Jahre 1253. Die Bewohner beschäftigten sich mit der Fischerei und der Landwirtschaft. Bis zum Ausbruch des Ersten Weltkrieges lebten hier nur 1.000 Menschen.

Die steigende Beliebtheit der Erholung an der See trug dazu bei, dass die Stadt sich im 20. Jahrhundert langsam in eine touristische Richtung entwickelte. Mit dem Bau der Hafenanlagen wurde im Jahr 1923 begonnen. 15 Jahre später dominierte Gdynia den Schiffsverkehr im gesamten Ostseeraum. Stark gehemmt wurde die wirtschaftliche Entwicklung von Gdynia durch den Ausbruch des 2. Weltkrieges.

Die Hafenanlagen und die Werft waren am Ende des Krieges völlig zerstört. Dennoch entwickelte sich Gdynia zur größten Reparaturwerft der polnischen Flotte. Bereits 1951 fand der erste Stapellauf eines Schiffsneubaus statt.

Einen erneuten Entwicklungsschub erfuhr die Stadt mit der politischen Wende im Jahr 1989. Die Stadt bildet mit der größten Stadt Gdánsk und dem kleineren Ort Sopot die Wirtschaftsregion Trójmiastro. Heute ist Gdynia die Basis der Fischerei und Handelsflotte. Heute ist Gdynia eine pulsierende Hafenstadt mit dem höchsten Pro-Kopf-Einkommen Polens.

Seit dem 1. Mai 2004 ist Polen ein Vollmitglied der Europäischen Union und damit bieten sich weitere Chancen, der wirtschaftlichen Entwicklung und des Fortschritts. Heute gibt es acht Universitäten und Hochschulen in Gdynia mit circa 13.000 Studierenden. Schwerpunkte der Ausbildung sind der maritime Bereich sowie die Ökonomie.

Beispielhaft drei Wirtschaftsindikatoren Polens (2012):

  • Bruttoinlandsprodukt (BIP) pro Kopf in US $ 12.302
  • Inflationsrate 3,7 Prozent
  • Arbeitslosenquote 10,01 Prozent

Weitere Informationen finden Sie hier.

Kontakt

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