Nulldiät für Ratten - Hinweise zur Bekämpfung

In jeder Stadt siedeln sich frei lebende Tiere an: Tauben, Möwen, Eichhörnchen, aber auch Ratten. Die Nager sind für Menschen in der Regel nicht gefährlich. Sie können jedoch wirtschaftliche Schäden verursachen, zum Beispiel durch die Beschädigung von Kabelkanälen oder bei der Nahrungsmittelproduktion.

Wir Menschen haben - bewusst oder unbewusst - Anteil an der Gestaltung unserer Umgebung. So tragen wir dazu bei, für die frei lebenden Tiere gute oder schlechte Lebensbedingungen zu schaffen, auch für Ratten.

Essens- oder Tierfutterreste sind für die allesfressenden Nagetiere ein Festmahl. Sie werden immer an Orte zurückkehren, an denen sie Futter gefunden haben, und ihre Anzahl wird in diesem Umfeld zunehmen.

Die Mithilfe der Bürgerinnen und Bürger zur Vorbeugung oder Verhinderung einer solchen Entwicklung ist daher wünschenswert und unerlässlich.  

Eine Ratte title=
Foto: Ute Mulder / pixelio.de

Tipps zum Nahrungsentzug für Ratten

 

Problem: Abfallcontainer vor Wohnanlagen

  • Halten Sie die Abfallbehälter fest verschlossen. Lassen Sie defekte Abfallbehälter reparieren oder austauschen.

 

Problem: Überquellende Abfallbehälter und neben den Behältern abgelegter Müll
  • Entsorgen Sie Müll ausschließlich in die dafür vorgesehenen Abfallbehälter - nie daneben! Halten Sie diese fest verschlossen.
  • Lagern Sie die gelben Säcke bis zur regulären Abholung für Ratten unzugänglich.

 

Problem: Essensreste auf dem Kompost

  • Speisereste gehören in die dafür vorgesehenen Biotonnen.

 

Problem: Futterreste beim Füttern von Katzen oder anderen Haustieren / Vogelfutter bei der Winterfütterung

  • Lassen Sie keine Futterquelle für Haustiere oder Vögel unkontrolliert offen stehen!

 

Problem: Die Kanalisationsnetze einer Stadt bieten Ratten ungestörte Rückzugsmöglichkeiten. Wenn dann auch noch Lebensmittelreste über die Toilette entsorgt werden, wird der Lebensraum perfekt.

  • Organische Abfälle und Essensreste dürfen nicht über die Toilette entsorgt werden.

 

Problem: Wohnungen und Häuser bieten Tieren oft Schlupflöcher.
  • Achten Sie in Ihrem Wohnumfeld auf Hygiene und Sauberkeit.
  • Verschließen Sie offene Stellen jeder Art (etwa Öffnungen zur Lüftung) in Erdbodennähe mit eng-maschigen Gittern, damit Ratten nicht in die Gebäude gelangen können.

 

Problem: Bei der Fütterung von Tauben, Enten und Gänsen bleiben Reste übrig. Auch achtlos weggeworfene Pausenbrote oder Obstreste ernähren Ratten.

  • Füttern Sie keine Tiere in Parks, Grünanlagen oder auf öffentlichen Plätzen! Das Tauben- und Möwenfüttern im gesamten Stadtgebiet und das Füttern von Wassergeflügel in Kieler Parks und Grünanlagen sind verboten!