Vergabeverfahren ehemaliger „Britischer Yacht-Club“

Bildung, Boote, Handwerk - auf der Suche nach neuen Konzeptideen für Kiels ehemaligen Britischen Yacht-Club.

Seine maritime Geschichte und die Wasserlage mit Südausrichtung machen das Gebiet einzigartig und bergen ein vielfältiges Potenzial für neue Konzeptideen für die Gewerbe- und Freizeitnutzung.

Blickrichtung Prieser Strand. Im Hintergrund links der Britische Yacht-Club (1975)
Blickrichtung Prieser Strand. Im Hintergrund links der Britische-Yacht-Club (1975)

 
Die Entwicklung des Grundstücks des ehemaligen Britischen Yacht-Clubs (BYC) kann beginnen: Die Landeshauptstadt Kiel konnte die seit Jahrzehnten militärisch genutzte Liegenschaft des BYC Ende 2020 von der Bundesrepublik Deutschland erwerben. Damit kann das bislang für die Öffentlichkeit nicht zugängliche Areal für die Bevölkerung geöffnet werden.

Nun sind Sie gefragt: Wir suchen Konzeptideen! Oberstes Ziel ist die qualitätsvolle Entwicklung dieses besonderen Ortes an einer für Kiel bedeutenden Wasserlage zwischen Preis/Friedrichsort und Holtenau.

Gelegen am Nordufer des Plüschowhafens, zeichnet sich das Grundstück des ehemaligen Britischen Yacht-Clubs durch seine in Kiel einzigartige Südlage aus. Das Kieler maritime Flair ist hier maximal erlebbar. Das ca. 1,4 ha große Grundstück ist dem Ortsteil Pries/Friedrichsort zugeordnet und grenzt direkt an Holtenau.

Als Relikt der Nachkriegszeit - Kiel war britische Besatzungszone - wurde es in den vergangenen 40 Jahren durch die Britischen Streitkräfte als Ausbildungszentrum genutzt. Daher ist es auch bekannt unter dem Namen Kiel Training Center (KTC) und diente der Rehabilitation von aus Kriegseinsätzen zurückkehrenden Soldaten, bevor sie wieder in ihre Heimat zurückkehrten. Der Gebäudebestand hat seinen Ursprung aus dieser und vorangegangener Zeit und erfordert in Teilen eine behutsame Neuordnung sowie einen für den Ort angemessenen Umgang.

 

 

Es geht los - die Konzeptphase mit dem ersten Verfahrensbaustein der „Interessensbekundung“ läuft. Jetzt erste Ideen einreichen!
Informationen und Unterlagen finden Sie im Bewerbungsportal.

Sind Sie auf der Suche nach Geleichgesinnten oder Partner*innen? Dann nutzten Sie die Online-Kontaktbörse.

Schnell gefunden
Die Lage
Karte der Kieler Förde mit Markierung des Britischen-Yacht-Clubs
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Der Britische Yacht-Club 1926 / 1970 / 2015

Luftbildaufnahme Britischer Yachtclub 1926
Luftbildaufnahme Britischer Yachtclub 1970
Luftbildaufnahme Britischer Yachtclub 2015
 


Informieren - Die Liegenschaft & das Vergabeverfahren

Gegenstand dieses Konzeptverfahrens ist die Vergabe von Erbbaurecht für drei Parzellen - einzeln oder im Paket:

  • Parzelle West mit rund 660 Quadratmeter - beherbergt die ehem. Tauchergebäude
  • Parzelle Mitte mit circa 1.400 Quadratmeter - Herzstück mit der ehemaligen Kantine und den Büros
  • Parzelle Ost mit rund 3.000 Quadratmeter - denkmalgeschützte Bootshalle mit angrenzenden Lagern

Das Konzeptverfahren dient der Qualitätssicherung für den Ort. Es ist ein mehrstufiges Verfahren. Seine zwei Phasen „Konzeptphase“ und „Vergabephase“ sind aus aufeinanderfolgenden Bausteinen aufgebaut. Das Verfahren zielt darauf ab, dass nicht das höchste Gebot, sondern das beste Konzept den Zuschlag erhält. Es richtet sich an Jede und Jeden mit einer realisierbaren Projektidee, deren Finanzierung privat sichergestellt ist. Das können Einzelpersonen, Projektgruppen, Vereine, Genossenschaften oder auch Unternehmen sein.

Bunte Grafik zum Ablauf des Vergabeverfahrens mit Verfahrendbausteinen und Meilensteinen
Verfahrensbau- und Meilensteine

Um dabei auch noch unbekannte Synergien zu ermöglichen, bietet die Landeshauptstadt Kiel eine Online-Kontaktbörse an, über die sich Interessierte mit ihren Kompetenzen zu einer Projektgruppe zusammenschließen können.

 
Das Gelände
Britischer Yachtclub Kiel Karte mit Parzellenzuordnung

 

 

  

Nutzungskonzept Bildung - Boote - Handwerk

Das neue Nutzungskonzept für den ehemaligen Britischen Yacht-Club kann sowohl maritim-gewerblich wie freizeitbezogen ausgerichtet sein. Wichtig ist, sich in den Stadtteil und die Umgebungsplanungen schlüssig zu integrieren und die neuen Nutzungen verträglich in die Nachbarschaft der gewerblich-industriellen Werften einzubinden. Vorgesehen sind unter anderem

  • die Entwicklung eines musealen Bildungs- und Handwerksstandortes zum Thema Segelsport und Schiffsbau unter Berücksichtigung des Erweiterungsbedarfs der gewerblich-industriellen Nachbarschaft der Werften. In Betracht kommen könnte auch eine Mitnutzung des Standortes als Sportboothafen sowie
  • die öffentliche Wegeverbindung entlang des Ufers mit öffentlichem Wasserzugang und
  • die Anbindung der Uferpromenade an das MFG 5 und über die Zuwegung der Mole Stickenhörn an den Fuß- und Radweg am Schusterkrug.

Grundlage der weiteren Entwicklung des BYC bildet das „Struktur- und Nutzungskonzept". Dieses Konzept erkennt für das Gelände eine prädestinierte städtebauliche Lage, eine Scharnierfunktion zwischen den Stadtteilen Holtenau und Pries / Friedrichsort sowie eine hohe Bedeutung für den Landschaftsraum und die Erholung an. Hier werden die städtebaulichen, freiräumlichen und infrastrukturellen Rahmenbedingungen als Leitlinien formuliert.

 
 


Aktuelles

Es geht los - die Konzeptphase mit dem ersten Verfahrensbaustein der „Interessensbekundung“ läuft. Jetzt erste Ideen einreichen!
Informationen und Unterlagen finden Sie im Bewerbungsportal.

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Prozessdokumentation

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Bewerben

Das Bewerbungsverfahren teilt sich in zwei Phase: Die allgemeine Interessensbekundung und die umfassende Konzeptbewerbung. Interessierte können sich mit ihrer Konzeptidee auf eine oder auch mehrere der drei Parzellen bewerben.

Zunächst wird über einen standardisierten Bewerbungsbogen ein allgemeines Interesse mit einer ersten Konzeptidee bekundet, ohne dass eine umfassende Konzepterarbeitung stattgefunden haben muss. Die Konzeptidee wird im Übergang von dem Verfahrensbaustein der Interessensbekundung zum Baustein der Konzepterarbeitung den anderen Bewerber*innen und der Vergabekommission in einer Dialogbörse präsentiert. Daraufhin ist aus der Idee ein konkretes Konzept zu entwickeln, das zum Abschluss der Konzeptphase als offizielle Bewerbung der Vergabekommission vorgestellt wird.

Um Interessent*innen mit ihren Ideen zusammenzubringen, bietet die Landeshauptstadt Kiel eine Online-Kontaktbörse an.

Weitere Details finden Sie im Bewerbungsportal.

Zum Bewerbungsportal
 

Terminübersicht

  • Verfahrensbeginn und Öffnung der Online-Kontaktbörse ab dem 15. September
  • Interessensbekundung bis zum 20.10.2021, 14.00 Uhr
  • Dialogbörse am 17.11.2021
  • Konzepterarbeitung ab Dezember 2021  


Kennenlernen

Um noch unbekannte Synergiemöglichkeiten zu heben, bietet die Landeshauptstadt Kiel während der Konzeptphase für Bewerber*innen und Ideengeber*innen eine Online-Kontaktbörse an.

In der Online-Kontakbörse können sich Interessierte kennenlernen, um sich beispielsweise mit ihren Kompetenzen zu einer Kooperation zusammenschließen oder auch einem bestehenden Projekt, dass noch Ergänzungen bedarf, anzuschließen. Die Online Kontaktbörse eröffnet noch unbekannte Synergiemöglichkeiten für Ideengeber*innen. Präsentieren Sie ihr Vorhaben online und stellen Sie Kontakte zu möglichen Kooperationspartnern her.

Dazu füllen Sie den auf Ihr Anliegen zutreffenden Steckbrief in der Online-Kontaktbörse aus.

 

Die Online-Kontaktbörse öffnet ab dem 15. September.

blaue Grafik Darstellung Teamwork

Dialogbörse

Die Dialogbörse ist für die Bewerber*innen neben der Online-Kontaktbörse ein weiteres Kennlern- und Austauschformat.

Sie schließt den Verfahrensbaustein der Interessensbekundung ab. Dieses transparente Format mit der Vergabekommission dient niederschwellig dem gemeinsamen Einstieg. Die Dialogbörse ermöglicht allen Beteiligten eine erste Sichtung des Interessent*innenkreises sowie des Ideenspektrums. 
 
Teilnahmeberechtigt sind alle Interessent*innen, deren eingereichte Bewerbungsunterlagen den in den Ausschreibungsunterlagen definierten Mindestanforderungen entsprechen.
Die Teilnahmeberechtigten werden rechtzeitig vorab über das Format informiert, in dem Sie ihre Idee persönlich vorstellen können. Die Vergabekommission versucht einen konkreten Eindruck von den Projektideen und den Projektbeteiligten zu erhalten. Alle Bewerber*innen erhalten Rückmeldung, ob Ihre Idee den vorgegebenen Planungsvorgaben für den Ort und das Verfahren entspricht oder Anpassungsbedarf besteht sowie Anregungen zur Selbstorganisation.

 

blaue Sprechblasen

 


Bitte tragen Sie hier das Skript ein.

Häufige Fragen & Downloads

Das Verfahren

Die Entwicklung des ehemaligen Britischen Yacht-Clubs zielt auf einen vermutlich bundesweit einmaligen Nutzungskanon ab und es ist davon auszugehen, dass dieser eine hohe Nachfrage auslöst. Umso mehr ist es erforderlich, dass für diesen besonderen Ort die besten Ideen, also die richtige Nutzung bzw. die richtigen Nutzer*innen gefunden werden, die die städtischen Ziele bestmöglichst erfüllen.

Das Konzeptverfahren erlaubt, wichtige baukulturelle Themen wie Architektur, Freiraum, Funktion im städtebaulichen Kontext, Nachhaltigkeit und Soziales zu integrieren. Es geht um die gebaute Umwelt und darum, die damit zusammenhängenden Prozesse nicht im Sinne eines Spezialistenthemas von Projektentwickler*innen, Architekt*innen oder Planer*innen, sondern als wesentliche Grundlage und Rahmenbedingung für die Lebensqualität der Stadtbevölkerung einzubeziehen.

Die Ratsversammlung hat in ihrer Sitzung vom 19.08.2021 das hier beschriebene Verfahren einschließlich dieser Auslobung beschlossen. Die Selbstverwaltung hat sich für die Verfahrensart der Konzeptvergabe entschieden, da es einen niederschwelligen sowie transparenten Vergabeprozess ermöglicht, um das beste Konzept für den Ort zu finden.

Das Verfahren richtet sich an Jede*n mit einer realisierbaren Projektidee, deren Finanzierung privat sichergestellt ist. Das können Einzelpersonen, Projektgruppen, Vereine, Genossenschaften oder auch Unternehmen sein.
Um noch unbekannte Synergiemöglichkeiten zu heben, bietet die Landeshauptstadt Kiel eine Online-Kontaktbörse an, über die sich Interessierte kennenlernen und mit ihren Kompetenzen zu einer Projektgruppe zusammenschließen können.

Die Konzeptvergabe ist ein mehrstufiges Verfahren. Nicht das höchste Gebot (Preis beziehungsweise Erbbauzins), sondern das beste Konzept erhält den Zuschlag. Welches das beste Konzept ist, wird anhand der im Auslobungstext benannten Bewertungskriterien beurteilt. Diese werden aus dem Struktur- und Nutzungskonzept für den ehemaligen Britischen Yacht-Club abgeleitet.

Das Verfahren ist in die Konzeptphase (I.) und die daran anschließende Vergabephase (II.) gegliedert. Beide bestehen aus zwei aufeinander aufbauenden Verfahrensbausteinen, die durch Meilensteine (M) abgeschlossen werden. Die Meilensteine sind als Austauschformate zwischen den Bewerber*innen und der Vergabekommission konzipiert.

Darüber hinaus sind weitere Dialogformate wie die Online-Kontaktbörse sowie im Rahmen der Anhandgabe Zwischengespräche zwischen Verwaltung und Bewerbenden in das Verfahren eingebunden.

BYC Kiel Verfahrensbausteine
Verfahrensbausteine und Meilensteine

Im ersten Schritt, der sogenannten Konzeptphase, können sich Interessierte nach der Interessenbekundung und Kennenlern-Phase mit Ihrer Konzeptidee auf eine oder auch mehrere Parzellen bzw. Lose bewerben. Grundsätzlich werden drei Parzellen ausgelobt. Anhand dieser Bewerbungen wird durch die Vergabekommission eine Entscheidungsempfehlung an die Politik ausgesprochen, welches Konzept / welche Konzepte den Zuschlag für den Eintritt in die Vergabephase erhält/ erhalten. Eine ausführliche Beschreibung der Konzeptphase finden Sie im Auslobungstext.

Die Vergabekommission entscheidet anhand der jeweiligen Konzeptreife, wie die Vergabephase durchgeführt wird. Sollte sie die Konzeptreife für ein oder mehrere Konzepte als noch nicht ausreichend erachten, wird für diese zunächst eine Anhandgabe für die betroffenen Parzellen erteilt. Andernfalls kann der Zuschlag für die Vergabe im Erbbaurecht nach Zustimmung der Selbstverwaltung bereits direkt erfolgen. Eine ausführliche Beschreibung der Vergabephase finden Sie im Auslobungstext.

Der vorbeschriebene Ablauf ist als grober angestrebter Zeitplan zusammengefasst. Die im Auslobungstext benannten ersten Fristen sind verbindlich:


15.09.2021 Veröffentlichung der Konzeptausschreibung
durch die Landeshauptstadt Kiel

20.10.2021, 14.00 Uhr Bewerbungsschluss - Submissionstermin
Bis zu diesem Termin müssen die Unterlagen für die
Interessensbekundung vollständig bei der Ausloberin
eingegangen sein

20.10.2021, 14.00 Uhr Zahlungseingang Schutzgebühr
Gemäß Mindestanforderungen ist eine Schutzgebühr in Höhe von 100 Euro zu entrichten, um an der Dialogbörse und dem weiteren Verfahren teilzunehmen. Die Frist gilt für den Zahlungseingang der Schutzgebühr auf dem Konto

17.11.2021 Dialogbörse - Meilenstein 1 (M1)
Die Dialogbörse ist zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Konzeptausschreibung für den 17.November 2021  vorgesehen. Die Verschiebung dieses Termins auf einen späteren Zeitpunkt, zum Beispiel wegen eines erhöhten Vorbereitungsaufwands, ist zulässig. Eine entsprechende Information würde dann an die Bewerber*innen bis zum 3. November 2021 ergehen.

Es kann durch zum Beispiel die Anzahl der eingegangenen Bewerbungen, dem Prüfbedarf wie auch durch die politische Diskussion zu einer zeitlichen Streckung des Verfahrens kommen.


Die Stadt beteiligt sich finanziell nicht an den Maßnahmen. Dennoch gibt es einige Förderungsmöglichkeiten:

Förderdatenbank Bund, Länder und EU

Förderfonds und -programme der Landeshaupstadt Kiel

Gebiet & Gelände

Die Landeshauptstadt Kiel, Sitz der Landesregierung von Schleswig-Holstein, ist mit knapp 250.000 Einwohnern heute die nördlichste Großstadt Deutschlands. Das Bevölkerungswachstum im vergangenen Jahrhundert ist ursächlich auf ihre Ernennung als Marinestandort zur Kaiserzeit sowie als Landeshauptstadt nach dem zweiten Weltkrieg zurückzuführen - die Marine und der Sitz der Landesregierung sind nur einige ihrer Alleinstellungsmerkmale.

Wesentlich zeichnet sich die Stadt durch ihr maritimes Flair aus. In direkter Ostseelage erstreckt sie sich an den Ufern des bis in die Innenstadt reichenden Ostseefjords „Kieler Förde“. Sichtbar und erlebbar wird diese Atmosphäre durch die Marine-, Berufs- und Freizeitschifffahrt auf der Förde, deren zahlreiche Hafenanlagen und durch den in die Förde einmündenden Nord-Ostseekanal (International: Kiel Canal). Diese meistbefahrene künstliche Wasserstraße der Welt macht die Landeshauptstadt zu einem wichtigen Knotenpunkt für die Schifffahrt. Mit dem besonderen Markenzeichen der seit über 125 Jahre stattfindenden Kieler Woche hat sich Kiel als “Welthauptstadt des Segelns“ etabliert.

Auch als Wissenschafts- und Forschungsstandort sticht die Landeshauptstadt Kiel hervor. Sie verfügt mit der Christian-Albrechts-Universität, der Muthesius Kunsthochschule, der Fachhochschule Kiel und der Dualen Hochschule Schleswig-Holstein über vielfältige Studieneinrichtungen und beheimatet eine Vielzahl herausragender wissenschaftlicher Forschungseinrichtungen - darunter das weltweit renommierte Institut für Weltwirtschaft oder das GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel, das zu den weltweit führenden Einrichtungen auf dem Gebiet der Meeresforschung zählt und das das erwähnte Universitätsklinikum Schleswig-Holstein.

Von dem Wissenstransfer mit diesen Einrichtungen profitiert auch der Wirtschaftsstandort Kiel, an dem das maritime Cluster stark vertreten ist. Kiel verknüpft traditionelle und innovati-ve Branchen ebenso wie produzierendes Gewerbe und Dienstleistungen.

Die unmittelbare Nähe zur offenen Ostsee, das maritime Flair einer Hafenstadt mit internationalen Schiffsanläufen und Gästen und nicht zu vergessen, die auf kurzen Wegen erreichbare, weite schleswig-holsteinische Landschaft, prägen und bedingen gleichermaßen den Lebens-wert und die touristische Attraktivität Kiels und der Förde-Region.

Gelegen am Nordufer des Plüschowhafens, zeichnet sich das Grundstück des ehemaligen Britischen-Yacht-Clubs durch seine in Kiel einzigartige Südlage aus. Das maritime Flair der Landeshauptstadt Kiel ist hier maximal erlebbar. Das ca. 1,4 ha große Grundstück ist dem Ortsteil Pries/Friedrichsort zugeordnet und grenzt an das Entwicklungsgebiet Holtenau-Ost im Ortsteil Holtenau. Als Relikt der Nachkriegszeit - Kiel war britische Besatzungszone - wurde es in den vergangenen 40 Jahren durch die Britischen Streitkräfte als Ausbildungszentrum genutzt. Es firmierte auch unter den Namen Kiel Training Center (KTC) und diente der Rehabilitation von aus Kriegseinsätzen zurückkehrenden Soldaten, bevor sie wieder in ihre Heimat zurückkehrten. Der Gebäudebestand hat seinen Ursprung aus dieser und vorangegangener Zeit und erfordert in Teilen eine behutsame Neuordnung sowie einen für den Ort angemessenen Umgang.

Das Gelände selbst ist zum einen in den Landschaftsraum eingebunden als Ausläufer des Landschaftsschutzgebiets Heischer Tal mit der in den Plüschowhafen mündenden Stekendammsau. Zum anderen grenzt es an Wohnbebauung und Werftanlagen. Insgesamt bleibt es dennoch eigenständig und etwas abgeschieden. Das liegt vor allem in der bisherigen Nutzung begründet aber auch in den vorhandenen abgrenzenden Strukturen, wie der Wasserkante der Förde im Süden, dem Wald im Westen, der Gleisanlage und Straße einschließlich eines topografischen Höhenversprungs im Norden sowie den Baumassen und Werftanlagen im Osten.

Die an der Nordflanke der Liegenschaft verlaufende und topografisch tiefer liegende Straße „Prieser Strand“ bindet als westliche Hauptzufahrt in den Stadtteil Pries/Friedrichsort auch die am Fördeufer gelegenen Werften und Betriebe sowie den Ortskern mit benachbartem Strand an das übergeordnete Verkehrssystem an. Sie wird ebenso wie die parallel dazu verlaufenden Gleise durch die Grundstückseingrünung und den Höhenversprung gegen Lärm und Sicht etwas abgeschirmt.

An der Wasserkante eröffnen sich neben direkten Bezügen auch übergeordnete Bezüge zum weiteren Umfeld. Im Süden reicht der Blick durch die Zufahrt zum Plüschowhafen auf die Kieler Förde mit ihrer Schifffahrt und das bewaldete Ostufer im Hintergrund. Vis-à-vis ist auch das Hafenplateau des benachbarten Entwicklungsgebiet Holtenau-Ost zu sehen. Dieses Areal begrenzt den Hafen an seiner Westseite durch eine Mole mit grünem Rückgrat. Die dortigen vereinzelten Steganlagen werden noch durch einen Segelverein genutzt. Dahinter erhebt sich der stark geneigte, bewaldete Fördehang zum Stadtteil Holtenau. Im Osten wird der Plüschowhafen von der Stickenhörnmole begrenzt, an deren Ostflanke ein Sportboothafen und an der Westflanke die Schwentineflotte, deren Schiffe in Teilen bewohnt werden, beheimatet sind.

Die Bewerbung

Die Parzellen des ehemaligen Britischen Yacht-Clubs (BYC) werden im Rahmen einer sogenannten Anhandgabe vergeben. Das bedeutet, das nicht das höchste Gebot, sondern das beste Konzept den Zuschlag erhält. Für die Bewerbung müssen gewisse Mindestanforderungen erfüllt werden, damit die Projekte miteinander verglichen werden können. Werden die Anforderungen alle erfüllt, wird das Projekt von der Vergabekomission nach den Vergabekriterien bewertet und hat damit die Chance, eine Option zu erhalten.

Das Bewerbungsverfahren teilt sich in zwei Phase: Die allgemeine Interessenbekundung und die umfassende Konzeptbewerbung. Interessierte können sich mit ihrer Konzeptidee auf eine oder auch mehrere der drei Parzellen bewerben. Mehr Informationen zur Bewerbung finden Sie im Auslobungstext und im Bewerbungsportal.

Teilnahmeberechtigt an dem Konzeptverfahren sind natürliche als auch juristische Personen. Dies können Einzelpersonen, Projektgruppen, Vereine, Genossenschaften oder auch Unternehmen sein. Jeweils muss mindestens eine konkrete Person als Ansprechpartner*in benannt sein. Das Verfahren bieten zahlreiche Austauschmöglichkeiten, sodass verschieden Bewerber*innen unter anderem über die Online-Kontaktbörse die Möglichkeit haben, sich zusammen zu schließen und Kooperationen zu bilden.

Sämtliche Bewerbungen haben zum Abgabetermin vollständig bei dem Verfahrensmanagement einzugehen. Es gilt dabei der Eingangsvermerk der Stadt, nicht der Poststempel. Das Versandrisiko liegt bei den Bewerber*innen. Eine digitale Übersendung per Mail ist nicht ausreichend. Der Submissionstermin für die Abgabe der Bewerbungen ist der Terminübersicht zu entnehmen.

Um am Vergabeverfahren für das Gelände des ehemaligen Britischen-Yacht-Clubs teilnehmen zu können, ist es erforderlich, ein Konzept zu entwickeln und sich dann im Rahmen des vorbeschriebenen Verfahrens zu bewerben. Dabei ist es möglich sich für die Nachnutzung von drei Parzellen bewerben. Bei der Konzeptbearbeitung sind die für diesen Ort geltenden Planungsvoraussetzungen und Rahmenbedingungen zu berücksichtigen, die im Auslobungstext ausführlich beschrieben sind. Zielstellung und Konzeptidee müssen sich aus diesen ableiten.

Damit möglichst viele Interessierte Zugang zum Vergabeverfahren haben, werden die Mindestanforderungen möglichst geringgehalten. Bewerber*innen müssen lediglich den Bewerbungsbogen ausfüllen, ihr Konzept beschreiben und gegebenenfalls eine Beteiligtenliste beifügen. Ausdrücklich wird zuerst nur eine kurze schriftliche Ausarbeitung des Konzepts gewünscht, es werden zunächst also keine konkreten Baupläne oder ähnliches benötigt. Interessenten können sich somit ohne finanzielles Risiko bewerben. Der einzige finanzielle Aufwand der zu diesem Zeitpunkt entsteht, ist die Entrichtung einer Schutzgebühr.


Zur Unterstützung bei der Suche von Projektpartner*innen bietet die Landeshauptstadt Kiel den Service der Online-Kontaktbörse an.


 

Die Bewertung der eingehenden Bewerbungen erfolgt mittels eines gestuften Vorgehens:

Bewertungsstufen des Konzeptverfahrens Britischer Yachtclub Kiel
Bewertungsstufen

Bevor eingereichte Bewerbungen der Vergabekommission vorgelegt werden, werden diese einer formellen Vorprüfung durch das Verfahrensmanagement unterzogen. Hierzu sind die Mindestanforderungen zu erfüllen. Erfüllt eine Bewerbung diese nicht, empfiehlt die Vorprüfung der Vergabekommission, die Bewerbung vom weiteren Verfahren auszuschließen. Eine ausführliche Erläuterung der Mindestanforderungen finden Sie im Auslobungstext.

Bewertung
Daraufhin nimmt die Vergabekomission eine ganzheitliche Bewertung anhand der nachstehenden Kriterien vor. Ziel ist es, eine für diesen besonderen Ort nachhaltige Mischung verschiedener Konzepte und Ideen zu erreichen. So sind die Bewertungskriterien auch an den Nachhaltigkeitszielen der Landeshauptstadt Kiel ausgerichtet und für den Ort, für die Aufgabe spezifiziert. Die in Wechselwirkung stehenden drei Nachhaltigkeitsdimensionen Ökonomie, Ökologie, und Soziales finden sich dabei kriterienübergreifend wieder.

Ausdrücklich sind auch ungewöhnliche und innovative, aber machbare Lösungen erwünscht, die vereinbar mit dem Struktur- und Nutzungskonzept für die Liegenschaft des ehemaligen Britischen-Yacht-Clubs sind.


Die Bewertungskriterien lauten:

  • Konzeptidee zur Nutzung der maritimen Lagegunst
  • Soziales Miteinander - Öffnung des Areals
  • „Ökologische Nachhaltigkeit“
  • Gestaltung mit Ortsbezug
  • „Machbarkeit“.

 

Eine ausführliche Erläuterung der Bewertungskriterien finden Sie in Anlage ??!?!? des Auslobungstextes. (Oder direkter Link zum Dokument!)

Die Vergabekommission wird mit jeweils einem*r Vertreter*in der Ratsfraktionen und den Vorsitzenden der beiden Ortsbeiräte Friedrichsort und Holtenau sowie der Stadträtin für Stadtentwicklung, Bauen und Umwelt besetzt sein. In Abhängigkeit zu den eingehenden Konzepten und damit verbundenen fachlichen Ausrichtungen besteht die Option, diesen Kreis um weitere Dezernent*innen zu erweitern.

Ergänzt wird diese Jury durch Vertreter*innen aus den Fachämtern der Stadtverwaltung. Diese Mitglieder der Vergabekommissionhaben eine beratende Funktion und kein Stimmrecht. Zudem wird die Vergabekomission durch die Montags-Stiftung Urbane Räume fachlich sowie durch eine externe Moderation begleitet.

Die Aufgaben der Vergabekommission bestehen im Beraten und Entscheiden, wobei die Entscheidungen als Empfehlungen an die städtischen Gremien gerichtet werden, die am Ende über die Vergabe entscheiden. Dabei sind die Empfehlungen nicht bindend.

Eine ausführliche Zusammenstellung aller Vorgaben, die für die Konzepterstellung, beim Planen und Bauen auf dem Gelände des ehemaligen Britischen Yacht-Clubs zu beachten sind, finden Sie im Ausschreibungstext.

Die wasserbaulichen Anlagen sind Teil des Konzeptverfahrens. Ziel ist zunächst, dass die Nutzung der wasserbaulichen Anlagen inhaltlich an das Konzept zu einer/mehreren Parzelle*n gekoppelt und entsprechend vertraglich gesichert wird. Sollten wider Erwarten alle Projekte, die im Rahmen des Konzeptes ausgewählt werden, auf die Nutzung der wasserbaulichen Anlagen verzichten, wird es ein weiteres Verfahren geben, um auch die wasserbaulichen Anlagen zu vergeben und in Nutzung zu bringen. Die dazu geltenden Konditionen werden im künftigen Verfahren dargestellt.

 
Die Landeshauptstadt Kiel bleibt Eigentümerin der Anlagen. Die Ertüchtigung/der Neubau der Anlagen erfolgt durch die*den Erbbaurechtsnehmer*in der Parzelle*n. Über einen Vertrag werden die Konditionen zwischen der Eigentümerin und der*dem Erbbaurechtsnehmer*in geregelt. Die Vertragslaufzeit ist an die Dauer des Erbbaurechts für die Parzelle*n gekoppelt. Die Nutzungsvorgaben für die wasserbaulichen Anlagen werden durch den rechtlichen Rahmen bestimmt. Genehmigende Behörde ist das Wasser- und Schifffahrtsamt, dass die zu beteiligenden Träger öffentlicher Belange im Genehmigungsverfahren einbindet. Im Verfahren werden Art und Maß der Nutzung bezogen auf die Örtlichkeit und ihr Umfeld sowie bei Bestandserhalt der bauliche Zustand der Anlagen geprüft und ggf. Vorgaben formuliert.

Schreiben Sie uns eine Mail mit Ihren Fragen an . Bei Angabe Ihrer Telefonnummer rufen wir Sie auf Wunsch gerne zurück.

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