Stillfreundliche Orte

Für Eltern mit Säuglingen entsteht ein Netz von stillfreundlichen, geschützten Rückzugsorten im öffentlichen Raum. Hier sind sie willkommen und können in Ruhe ihr Kind stillen oder mit der Flasche füttern.

Diese Orte werden gekennzeichnet. Sie werden außerdem in der Familien-App und im kiel.de-Stadtplan zu finden sein.

Kieler Institutionen, Geschäfte, Gastronomiebetriebe und Unternehmen können sich als stillfreundliche Orte auszeichnen lassen. Sie setzen damit ein sichtbares Signal für Familienfreundlichkeit. Dafür registrieren sie sich in der Familien-App als stillfreundlicher Ort und erhalten anschließend einen Aufkleber für ihren Standort.

 

Aufkleber Stillfreundlicher Ort Kiel

 


Infos für Eltern

Unabhängig davon ob sie stillen oder ihr Kind mit einer Flasche füttern: Für Familien mit Säuglingen ist es eine Herausforderung, im öffentlichen Raum einen Ort zu finden, der die notwendige Ruhe und Privatheit für diesen intimen Moment zwischen Eltern und Kind bietet.

Die Landeshauptstadt Kiel baut mit Unterstützung von Kieler Geschäften, der Gastronomie und Institutionen ein Netz von stillfreundlichen und geschützten Rückzugsorten in der Stadt auf. Hier sind Eltern mit Babys willkommen. Diese Orte sind mit Aufklebern gekennzeichnet und als Übersicht auf dem digitalen Stadtplan und der Kieler-Familien-App zu finden.

Familien finden hier auch beim Einkaufen, Bummeln oder bei Behördengängen Orte,  an denen sie ihr Kind stillen und wickeln können. Die Stillfreundlichen Orte bieten ihnen in diesen Situationen Ruhe und Privatheit für diesen intimen Moment zwischen Mutter und Kind in der Öffentlichkeit. 

Die Stillfreundlichen Orte verstehen sich als ergänzendes Angebot. Stillende nutzen sie, weil sie sich dort wohlfühlen. Gestillt werden kann überall, nicht nur an diesen ausgewiesenen Orten.

Baby schaut uns an

Mit den Stillfreundlichen Orten möchte die Landeshauptstadt Kiel die Eltern dabei unterstützen, Elternschaft zu leben. Stillfreundliche Orte stehen für die Akzeptanz von Stillen in der Öffentlichkeit und fördern ein stillfreundliches Klima in Kiel.

 

Rund ums Stillen

Ein Baby braucht in den ersten 4 – 6 Lebensmonaten ausschließlich Milch in Form von Muttermilch oder angepasster Milchnahrung, die mit der Flasche gefüttert wird.

Ein Baby braucht in den ersten 4 – 6 Lebensmonaten ausschließlich Milch in Form von Muttermilch oder angepasster Milchnahrung, die mit der Flasche gefüttert wird.

Stillen gibt Ihrem Baby Nähe, Wärme und Geborgenheit. Dies fördert die innige Bindung zwischen Mutter und Kind. 

Stillen ist der natürlichste Weg, ein Baby zu ernähren. Muttermilch ist leicht verdaulich und enthält die Nährstoffe, die ein Baby in den ersten Lebensmonaten benötigt. Die Zusammensetzung passt sich an die Entwicklungsphasen des Babys an.
 

Weitere Vorteile des Stillens:

  • Muttermilch kostet nichts und sie ist immer verfügbar.
  • Muttermilch hat immer die richtige Temperatur.
  • Muttermilch enthält Immunstoffe, die das Baby vor Allergien und Krankheiten schützen.
  • Stillen wirkt beruhigend, tröstend und schmerzlindernd.
  • Alle fünf Sinne werden beim Stillen angeregt: Das Kind riecht, spürt, hört, sieht und schmeckt seine Mutter.
  • Der Kiefer wird optimal ausgebildet.
  • Die Gebärmutterrückbildung wird gefördert.
  • Das Risiko, an Brust¬ und Eierstockkrebs zu erkranken, wird verringert.
  • Beim Stillen werden Hormone freigesetzt, die entspannend auf die Mutter wirken.

Nehmen Sie sich Zeit für die Stillmahlzeiten. Verzweifeln Sie nicht, wenn es nicht sofort funktioniert. Stillen ist ein Lernprozess, auch wenn ein Baby von Anfang an die Fähigkeit zum Saugen hat. Das Zusammenspiel zwischen Mutter und Kind kann unterschiedlich lange dauern.

Mehr Informationen zum Thema Stillen finden Sie auch in unserem Willkommensbuch.

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Kontakt

Nina Elsaeßer
0431 901 3718

Landeshauptstadt Kiel
Neues Rathaus
Andreas-Gayk-Straße 31, 24103 Kiel


Infos für Kooperations-Partner*innen

Sie möchten einen Stillfreundlichen Ort anbieten?

Hier können Sie bequem in der Familien-App Ihren Stillfreundlichen Ort registrieren und bekommen dann ganz einfach einen Aufkleber per Post zugesandt.

Bürgermeisterin Renate Treutel schreibt vielen Kieler Einrichtungen und Unternehmen, um das Netzwerk vorzustellen. Sie freut sich auf ihre Unterstützung, denn mit ihren Angeboten, Geschäften und Institutionen tragen sie dazu bei, dass Kiel eine lebendige, familienfreundliche Stadt ist, die gleichermaßen für die Kieler*innen wie für ihre Gäste attraktiv ist.

Familienfreundlichkeit zeigt sich in ganz konkreten Situationen. Dann nämlich, wenn Eltern mit ihren Babys zum Einkaufen und Verweilen oder für Behördengänge unterwegs sind und sie gleichzeitig Orte fnden, an denen sie mit ihrem Nachwuchs zum Stillen, Füttern und Wickeln willkommen sind. Orte, die ein Angebot an Eltern von Säuglingen sind, und die notwendige Ruhe und Privatheit für diesen intimen Moment anbieten. 

Tragen Sie dazu bei.  Stillfreundliche Orte unterstützen junge Familien mit Sitzmöglichkeiten, Stillecken und Wickelräumen. Lassen Sie sich mit einem Aufleber als sichtbares Zeichen der Familienfreundlichkeit Ihres Unternehmens auszeichnen und erleichtern Sie jungen Familien die Teilhabe am städtischen Leben.
 

„Stillfreundliche Orte Kiel“: Ein Projekt für Rückzugsorte für Eltern:
  • Aufbau eines flächendeckenden Netzes von stillfreundlichen Orten im öffentlichen Raum, an denen Eltern mit Säuglingen willkommen sind.
  • Stillfreundliche Orte werden durch sichtbare Aufkleber ausgezeichnet und in der Kieler Familien-App abgebildet.
  • Das Projekt richtet sich gleichermaßen an Familien, die ihr Kind mit der Flasche füttern.
Was soll erreicht werden

  • Unterstützung von Stillenden in der Öffentlichkeit.
  • Förderung eines stillfreundlichen Klimas in Kiel.
  • Leicht zugängliche Informationen zu Stillmöglichkeiten bereitstellen.
  • Ein Zeichen setzen für die Akzeptanz von Stillen in der Öffentlichkeit.
  • Teilhabe von Eltern mit Säuglingen am gesellschaftlichen Leben sicherstellen.

Stillfreundliche Orte

  • Öffentliche oder öffentlich geförderte Einrichtungen wie Familienbildungsstätten, Behörden und Verwaltungsstellen, Beratungsstellen, Universität und Fachhochschule, Stadtbücherei etc.
  • Privat-gewerbliche Einrichtungen, wie zum Beispiel Geschäfte, Apotheken, Arztpraxen, Gastronomiebetriebe, Freizeiteinrichtungen etc.

Anforderungen an die Anlaufstellen

  • Willkommensatmosphäre und Toleranz gegenüber stillenden Müttern und gegenüber Kindern.
  • Angemessene Räumlichkeiten und Umstände, die Müttern und Kindern das Stillen ermöglichen (Sitzgelegenheit, Wärme, Licht, Sauberkeit).
  • Wünschenswert sind geeignete Rückzugsmöglichkeiten und ausreichend Platz, zum Beispiel eine Abstellmöglichkeit für den Kinderwagen.
  • Ein Wickeltisch kann eine sinnvolle Ergänzung sein.

 

Kontakt

Nina Elsaeßer
0431 901 3718

Landeshauptstadt Kiel
Neues Rathaus
Andreas-Gayk-Straße 31, 24103 Kiel