Die Kieler Außenförde und ihre Seezeichen

Die Kieler Bucht und die Kieler Außenförde gehören mit dem 1895 eröffneten Nord-Ostsee-Kanal zu den meistbefahrenen Seewegen der Welt. Fast der gesamte internationale Schiffsverkehr aus dem und in den baltischen Raum passiert die heute vom Leuchtturm Kiel und vom Bülker Leuchtturm gekennzeichnete Einfahrt in den Meeresarm. 

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Leuchtturm Kiel

Der Leuchtturm Bülk ist der älteste Leuchtturm an der Kieler Förde. Der weiße Turm aus Mauerwerk mit schwarzem Band und zwei Galerien wurde 1862 bis 1865 erbaut. Die Turmhöhe beträgt 25,6 Meter. Er hat eine Lichtpunkthöhe von 29,5 Metern.

Leuchtturm mit anliegenden Häusern
Gemälde
Schwarz-weiß-Foto von Lotsenschiff und Feuerschiff

Vor der Fördeeinfahrt lag auf 54° 30’ nördlicher und 10° 16' östlicher Länge bis 1967 das Feuerschiff Kiel III vor Anker. Dieses 1906 erbaute Schiff mit einem eleganten Klipperrumpf wurde nach seiner Außerdienststellung zu einem dreimastigen Rahsegler umgebaut. Als „Alexander von Humboldt“ dient die Bark heute der Jugendarbeit und ist auf internationalen Windjammerparaden gern gesehener Gast.

An Stelle des Feuerschiffs wurde der Kieler Leuchtturm mit einer Höhe von 33,50 Metern (Lichtpunkthöhe 29,25 Meter) errichtet. Er dient gleichzeitig als Lotsenstation und als Leit- und Orientierungsfeuer für die Zufahrten in die Kieler Förde, den Kiel-Flensburg-Weg, den Kiel-Ostsee-Weg und den Kiel-Fehmarnsund-Weg. Außerdem ist dort eine Wetterstation des Deutschen Wetterdienstes untergebracht.  

Zur nächsten Station:
Olympischer Segelsport 1972


Bildmaterial

Kieler Stadtarchiv, Stadt-und Schifffahrtsmuseum, U. Dagge