Kiel international
Kaliningrad

In vielen Bereichen des öffentlichen wie privaten Lebens sind Ämter und Institutionen, Organisationen, Firmen und Gesellschaften, kulturelle und soziale Einrichtungen, Vereine und Verbände aktiv an der Gestaltung der Städtepartnerschaft beteiligt.

Der Partnerschaftsvertrag zwischen den Städten Kaliningrad (ehemals Königsberg) und Kiel wurde am 18. Juni 1992 unterzeichnet. Bereits zuvor bestanden gute Beziehungen zwischen beiden Städten, die durch das Land Schleswig-Holstein sehr gefördert wurden.

Seitdem besuchen regelmäßig Delegationen die Partnerstädte, so zu Gesprächen über wirtschaftliche und soziale Zusammenarbeit, zu Expertengesprächen in den unterschiedlichsten Bereichen, zu Seminaren und Festveranstaltungen oder - wie 1996 - zur Amtseinführung des ersten demokratisch gewählten Oberbürgermeisters in Kaliningrad.


Aktivitäten

Die Partnerschaft mit Kaliningrad besteht zwar erst vergleichsweise kurz. Dennoch ist die Zahl der Aktivitäten und Begegnungen sehr groß. Lediglich Beispiele können hier genannt werden: Kieler Woche, Weihnachtsmarkt und Internationales Städteforum in Kiel, Verbindungen zu Kinder- oder Pflegeheimen, „Tage der Baltischen Flotte“ und der „Tag der Stadt“ in Kaliningrad. Austausche fanden und finden statt zwischen Ämtern oder Feuerwehren, Ärzten oder Marineoffizieren. 

Blick auf die Kathedrale von Kaliningrad title=
Die Kathedrale von Kaliningrad.

Über Kaliningrad

Kaliningrad hat rund 430.000 Einwohner und ist die Hauptstadt des Kaliningrader Oblast (Gebiet) mit rund einer Million Einwohnern. Das Gebiet ist territorial vollständig vom russischen Mutterland getrennt, grenzt im Südwesten an Polen, von Südosten bis Norden ist es von Litauen umgeben. Im Westen bildet die Ostsee die Grenze.

Bis 1945 lag das ehemals deutsche Königsberg in Ostpreußen. Es wurde im Zweiten Weltkrieg stark zerstört. Mit seinen deutschen Wurzeln und seinem heutigen russischen Gesicht hat Kaliningrad eine eigene Identität erlangt. Bekannt ist das Gebiet auch als Bernsteinregion.

Informationen über Kaliningrad finden Sie unter www.klgd.ru  

 

 

Ausländische Investoren wie zum Beispiel BMW und General Motors sowie Unternehmen aus anderen Ländern Europas profitieren von den besonderen Standortvorteilen in der Sonderwirtschaftszone.

Siedlungsnachweise der heutigen Stadt Kaliningrad (ehemals Königsberg) lassen sich auf das Jahr 3.000 vor Christus datieren. 1255 nach Christus wird erstmals der Name Königsberg erwähnt. Damit begann eine rund 700 jährige Geschichten unter dem Namen Königsberg.

Nach den Wirren des Zweiten Weltkrieges lebten im Dezember 1945 noch 20.000 Menschen in der zerstörten Stadt. Im Mai 1939 waren es noch rund 372.000 Menschen. Es folgte die Ansiedlung sowjetischer Bürger und im Juli 1946 die Namensänderung in Kaliningrad.

Die Einrichtung als Sonderwirtschaftszone (SWZ) ab1991 und insbesondere die 2006 verbesserten gesetzlichen Regelungen in der Sonderwirtschaftszone haben das Investitionsklima deutlich verbessert. Zu den bedeutendsten Wirtschaftszweigen gehören unter anderem die chemische Industrie, der Maschinenbau, die Möbelindustrie, der Musikinstrumentenbau und die Nahrungsmittelindustrie. Auch ist Kaliningrad ein wichtiger russischer Standort für die Werftindustrie.

Die Entwicklung der Häfen im Gebiet Kaliningrad wurde durch die vom Militär gewollte Isolation stark behindert. Sie haben jedoch eine gute strategische Ausgangslage im Verkehr und Außenhandel der EU mit Russland, Weißrussland und der Ukraine. Allerdings besteht ein hoher Modernisierungsbedarf.

Auch die Entwicklung des Tourismus im Kaliningrader Gebiet ist ein wichtiges Ziel. Nachhaltige Erfolge blieben aber bislang aus.

Die Immanuel-Kant-Universität (zur Zeit circa 13.000 Studenten), als die traditionsreichste Bildungseinrichtung in Kaliningrad, ist eine von mehreren Universitäten, Hoch- und Fachschulen, Akademien, Forschungseinrichtungen und Bibliotheken.

Beispielhaft drei Wirtschaftsindikatoren für die Russische Föderation (2013)(Quelle: Statista):

  • Bruttoinlandsprodukt (BIP) pro Kopf in US $ 14.911( Vorjahr13.764 US $)
  • Inflationsrate 6,59 Prozent (Vorjahr 6,6 Prozent)
  • Arbeitslosenquote 6 Prozent (Vorjahr 5,7 Prozent)

Weitere Informationen finden Sie hier.

 

Kontakt

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Internationale Beziehungen und Bevölkerungskontakte
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