Kieler Schloss

Das 5ünfte Kieler Schloss – Öffentliche Ideenschmiede zu Nutzung & Architektur

31. August – 2. September 2022 im Kieler Schloss

Schwerpunkte: Museum | Kultur | Musik | Bildung | Hotel

Plakat mit Veranstaltungsdaten und Schloss-Silhouette

 

Ja, Kiel hat ein Schloss. Kieler*innen wissen das. Tourist*innen suchen es oft vergeblich. Dabei hat das Kieler Schloss eine durchaus spektakuläre Geschichte. 

Als Witwensitz und Nebenresidenz der Gottorfer Herzöge lag es gewissermaßen im Windschatten der Ereignisse. Die Existenz war oft genug durch Verfall oder Brandkatastrophen bedroht, Umbauten veränderten es schon im 18. Jahrhundert bis zur Unkenntlichkeit. Im Zweiten Weltkrieg massiv beschädigt, in den 1960er teils saniert und teils komplett neu gebaut, wurde der Komplex 1965 als neues „Kulturzentrum Kieler Schloss“ der Öffentlichkeit übergeben. 

Seitdem sind fast alle Einrichtungen von damals ausgezogen, der Konzertsaal wird saniert und seit Jahren ruht der Kultur- und Restaurantbetrieb. Nun soll das Kieler Schloss eine neue Zukunft bekommen.

 


Die Ideenschmiede

Teams mit internationalen und lokalen Fachleuten zu Architektur und kulturellen Nutzungen kommen zu einer dreitägigen Planungswerkstatt zusammen. Ihr Fokus ist die zukünftige Nutzung des Kieler Schlosses im Verbund mit seinem exponierten städtebaulichen Kontext am Ufer der Förde.

Es geht um ein maximal belebendes Entwicklungskonzept für das Areal. Einbezogen werden der Konzertsaal, der Rantzaubau, die Landeshalle, die Tiefgarage und die umliegenden Freiflächen.

Schon 2021 gab es eine Veranstaltung zur Umnutzungsplanung des Kieler Schlosses. Darauf bauen die Architekt*innen und Planungsexpert*innen auf, wenn sie sich anhand der definierten Schwerpunkte mit der Planungsaufgabe auseinandersetzen und umsetzbare Konzepte für die zukünftige Nutzung im Kieler Schloss erarbeiten.

Die Öffentlichkeit kann den Teilnehmer*innen dabei an vielen Stellen über die Schulter schauen. Im Programm sind die besonders geeigneten Punkte wie Präsentationen und Zusammenfassungen hervorgehoben.

Die Ergebnisse aus der Entwurfswerkstatt sollen eine belastbare Entscheidungsgrundlage für die weitere Nutzung des Schlossareals liefern. Nach einer Bewertung und Entscheidung durch die politischen Gremien kann sie weiter auf Machbarkeit und Umsetzung geprüft werden. Die dann ermittelte Nutzungsvariante kann bis 2025 voraussichtlich soweit entwickelt werden, dass nach dem Ende der Vermietungen im Schloss mit der Umsetzung begonnen werden könnte.

 

Senkrecht-Luftbild mit eingekreistem Plangebiet


Das Programm: Entwürfe – Vorträge – Dialog

Die fett hervorgehobenen Programmpunkte eignen sich besonders für eine Teilnahme aller interessierten Kieler*innen. Bei den anderen Punkten ist ein „Über-die-Schulter-schauen“ ebenfalls möglich, jedoch steht hier das Arbeiten der teilnehmenden Expert*innen im Vordergrund.

 


31. August - Werkstatt Tag 1„Input & Ideen“

9 Uhr
Ankommen und Begrüßung
Stadtbaurätin Doris Grondke benennt die Ziele und Fragestellungen für die Werkstatt.

10 Uhr
Kurzvorträge
Vorträge zu den Schwerpunktthemen „Museum, Kultur, Musik, Bildung, Hotel“ sowie zu nutzungsspezifischen Bedarfen der Landeshauptstadt Kiel und Schleswig-Holsteins

11.30 Uhr
Ortsbegehung für die Teams

12.30 Uhr
Klärung von Rückfragen

13 Uhr
Mittagspause

13.30 Uhr
Planer*innenschnack 1
Werkschau von lokal-regionalen Architekturbüros

14 Uhr
Arbeitsphase der Teams

18.30 Uhr
Öffentliches Ideenforum
Sammeln weiterer Nutzungsideen der Kieler*innen.

19.15 Uhr
Präsentation der Entwürfe
Die Teams stellen ihre erarbeiteten Visionen, Konzeptideen und erste Skizzen vor.

20.10 Uhr
Öffentlicher Austausch in Form eines Wandelinterviews

20.50 Uhr
Zusammenfassung und Ausklang

 

1. September - Werkstatt Tag 2 „Konzeption“

9 Uhr
Ankommen und Begrüßung

9.30 Uhr
Arbeitsphase der Teams

12.30 Uhr 
Mittagspause

13 Uhr
Planer*innenschnack2
Werkschau von lokal-regionalen Architekturbüros

13.30 Uhr
Arbeitsphase der Teams

15.30 Uhr
Tischkritik
Präsentation der Entwürfe am zentralen Planer*innentisch

17 Uhr
Arbeitsphase der Teams

18.30 Uhr
Kurzvorträge
Die an der Werkstatt teilnehmenden Architekturbüros stellen zum Thema „Neue Stadtbausteine in alten Mauern“ einige Beispielprojekte vor.

20.50 Uhr
Zusammenfassung und Ausklang

 


2. September - Werkstatt Tag 3 „Schulterblick“

9 Uhr
Ankommen und Begrüßung

9.30 Uhr
Arbeitsphase der Teams

12.30 Uhr 
Mittagspause

13 Uhr
Planer*innenschnack 3
Werkschau von lokal-regionalen Architekturbüros

13.30 Uhr
Arbeitsphase der Teams

15 Uhr
Umbau

18 Uhr
Öffentliches Ideenforum

Rückschau auf die Werkstatt und Impulsgedanken durch Stadtbaurätin Doris Grondke

18.30 Uhr
Präsentation der Entwürfe
Die Teams stellen ihre finalen Entwürfe in einer Leinwand-Präsentation vor.

20 Uhr
Reaktionen und Diskussion im Plenum

20.45 Uhr
Zielsetzungen und Ausblick
Benennung von Zielen und Ausblick auf das weitere Verfahren durch Stadtbaurätin Doris Grondke

21 Uhr
Danksagung und Ausklang

 

Expert*innen

  • Dr. Cornelia Dümcke, Geschäftsführerin CULTURE CONCEPTS, Berlin
  • Dr. Christian Kuhnt, Vorstandsvorsitzender Schleswig-Holstein Musik Festival, Kiel
  • Hajo Nadler, Geschäftsführender Gesellschafter der HIGHSTREET DEVELOPMENT GmbH und der HIGHSTREET DESIGN GmbH
  • Reiner Nagel, Vorstandsvorsitzender Bundesstiftung Baukultur, Berlin
  • Dr. Thomas Oberender, bis 2021 künstlerischer und geschäftsführender Direktor der Berliner Festspiele
  • Andrea Rothaug, Geschäftsführerin RockCity Hamburg e.V., Hamburg
  • Paul Spies, Vorstand und Direktor des Stadtmuseums Berlin sowie Chef-Kurator des Landes Berlin im Humboldt Forum

Architekturbüros
  • bbp : architekten bda Partnerschaftsgesellschaft mbB, Kiel
  • Hosoya Schaefer Architects, Zürich
  • KCAP, Zürich
  • KoKo achitects, Tallinn
  • Konermann Siegmund Architekten BDA, Lübeck
  • modulorbeat, Münster
  • neuwerk Architekten + Ingenieure GmbH, Kiel
  • MVRDV, Berlin
  • Sauerbruch Hutton, Berlin
  • SCHMIEDER. DAU. ARCHITEKTEN. BDA Partnerschaftsgesellschaft mbB, Kiel
  • Zastrow + Zastrow Architekten + Stadtplaner PartGmbB Kiel
Auch interessant