Elektromobilität

Mobilität zählt zu den wichtigen Voraussetzungen des modernen Lebens. Allerdings werden insbesondere in den Städten immer mehr auch die negativen Auswirkungen des Verkehrs spürbar. In diesem Zusammenhang kommt aus heutiger Sicht der Elektromobilität eine bedeutende Rolle zu.

Elektrofahrzeuge fahren deutlich geräuschärmer, helfen, lokal die Luftqualität zu verbessern und leisten bei regenerativ erzeugtem Antriebsstrom einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz.

Die Kombination der neuen Antriebstechnologien mit einem verbesserten ÖPNV-Angebot, der Ausweitung von Sharing-Angeboten sowie einer weiteren Attraktivitätssteigerung des Radverkehrs leistet einen wesentlichen Beitrag für die urbane Mobilität von morgen.


Veröffentlichung von Standorten zum Aufbau von Lade-Infrastruktur im öffentlichen Raum

Die  von der Ratsversammlung beschlossene Elektromobilitätsstrategie 2022, verfolgt die Landeshauptstadt Kiel das Ziel, die Elektromobilität und ihren Markthochlauf zu unterstützen. Es wird deshalb angestrebt, dass alle aus beruflichen oder privaten Gründen weiterhin benötigten Fahrzeuge, zukünftig durch emissionsfreie Elektrofahrzeuge ersetzt werden, wodurch ein Beitrag für den lokalen Klima- und Umweltschutz geleistet wird.

Für den Umstieg ist der Aufbau einer flächendeckenden, bedarfsgerechten und nutzer*innenfreundlichen Ladeinfrastruktur durch Ladeinfrastrukturbetreibende weiterhin im Stadtgebiet erforderlich. Dabei soll der überwiegende Bedarf auf privaten Flächen abgedeckt werden. Dem restlichen Ladebedarf soll insbesondere durch die Errichtung einer anwohnerfreundlichen Ladeinfrastruktur gerecht werden.

Der Aufbau von Ladeinfrastruktur im öffentlichen Raum wird durch die Landeshauptstadt Kiel auf Grundlage der von der Kieler Ratsversammlung beschlossenen Richtlinie für die Erteilung von straßenrechtlichen Sondernutzungserlaubnissen zur Errichtung von Ladesäulen gesteuert. Die Richtlinie sieht vor, dass die Landeshauptstadt Kiel in regelmäßigen Abständen Standorte im öffentlichen Raum veröffentlicht, an welchen Ladeinfrastruktur errichtet werden soll.  Außerhalb der Veröffentlichungen können keine gesonderten Anträge zur Errichtung von Ladeinfrastruktur an Einzelstandorten gestellt werden. 

Für die erste Veröffentlichungsrunde werden 46 Standorte veröffentlicht, welche in drei Lose unterteilt sind:

In der folgenden Excel-Datei sind alle relevanten Informationen zu den Standorten des Loses 1 vorhanden. In der PDF-Datei finden Sie alle Luftbilder mit den genauen Parkplatzmarkierungen zu den Standorten. Die GeoJSON-Datei dient der Visualisierung der Standorte im Geodatenformat. 

Excel-Datei Los1

Luftbilder Los1

GeoJSON Los1

In der folgenden Excel-Datei sind alle relevanten Informationen zu den Standorten des Loses 2 vorhanden. In der PDF-Datei finden Sie alle Luftbilder mit den genauen Parkplatzmarkierungen zu den Standorten. Die GeoJSON-Datei dient der Visualisierung der Standorte im Geodatenformat.

Excel-Datei Los2

Luftbilder Los2

GeoJSON Los2

In der folgenden Excel-Datei sind alle relevanten Informationen zu den Standorten des Loses 3 vorhanden. In der PDF-Datei finden Sie alle Luftbilder mit den genauen Parkplatzmarkierungen zu den Standorten. Die GeoJSON-Datei dient der Visualisierung der Standorte im Geodatenformat.

Excel-Datei Los3

Luftbilder Los3

GeoJSON Los3



Bitte beachten und befolgen Sie unbedingt folgende Punkte vor Ihrer Bewerbung:

 

  • Für das gesamte Verfahren gilt die oben benannte Richtlinie für die Erteilung von straßenrechtlichen Sondernutzungserlaubnissen zur Errichtung von Ladesäulen. Hier ist unter Punkt  6 die straßenrechtliche Verteilungsentscheidung mitsamt den geforderten Nachweisen beschrieben. Darauf aufbauend wird unter 7. das Verteilungsverfahren erläutert. Für den Bewerbungsprozess ist es daher unbedingt notwendig die Richtlinie aufmerksam zu lesen.
  • Folgende Ausbauzeitpunkte sind für diese Veröffentlichungsrunde festgelegt: Die minimal geforderte Anzahl an Ladepunkten muss bis zum Jahr 2027 errichtet werden. Die maximal geforderte Anzahl an Ladepunkten muss spätestens innerhalb der darauffolgenden zwei Jahre, also bis zum Jahr 2029 errichtet werden, sofern die Auslastung der bereits aufgebauten Ladepunkte mindestens 50 Prozent beträgt. Die*der Betreiber*in kann auch bereits innerhalb der ersten zwei Jahre mehr Ladepunkte aufbauen als minimal gefordert werden, jedoch nicht über die Maximalanzahl an geforderten Ladepunkten hinaus (siehe hierzu 6.4 in der Sondernutzungsrichtlinie).
  • Die Standorte unterliegen noch einem Prüfverfahren und können gegebenenfalls geändert werden, sofern es noch nicht absehbare Belange gibt, die eine Veränderung erforderlich machen.

 

Ihre Bewerbungen auf die Lose werden bis zum 9. Juli 2024 angenommen.

Ihre Angebote senden Sie bitte schriftlich an die untenstehende Adresse. Bitte versehen Sie das Angebot unbedingt mit der Benennung des Loses im Betreff sowie mit dem Aufdruck „Angebotssache!“ auf dem Umschlag:

Landeshauptstadt Kiel
Tiefbauamt, 66.1.2.3.4
Fleethörn 9, 24103 Kiel

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an  oder telefonisch an 0431 901-4296.


Lade-Infrastruktur

Mittlerweile gibt es in Kiel an zahlreichen Standorten öffentlich zugänglichen Ladesäulen mit Normal-Ladepunkten (bis 22 kW) sowie Schnell-Ladepunkten und weitere Ladesäulen werden von Betreiber*innen im öffentlichen Raum geplant. 

Ladestationen für Elektrofahrzeuge finden Sie über verschiedene Webseiten:  
 

  • Famila Markt, Kiel-Wik
  • Kaufland, Kiel-Mettenhof
  • Bauhaus, Gutenbergstraße

Derzeit ist es leider noch nicht möglich, auf weiteren Webseiten Lademöglichkeiten für Pedelec ausfindig zu machen.

Auto und eine Strom-Ladesäule
Ladesäule auf dem Parkplatz Waisenhofstraße, Rathaus

Häufige Fragen zur Errichtung von Lade-Infrastruktur

Die Landeshaupstadt Kiel errichtet und betreibt selbst keine Lade-Infrastruktur. Hierfür sind Lade-Infrastrukur-Betreiber*innen zuständig. Diese stellen Anträge auf Errichtung von Lade-Infrastruktur. Die Stadt stellt bei erfolgreicher Genehmigung des Antrags den öffentlichen Raum zur Verfügung. 

Bitte wenden Sie sich daher an eine*n Betreiber*in Ihrer Wahl, der*die dann die Kommunikation zu uns übernimmt.

Neben den Projekten verschiedener Lade-Infrastruktur-Betreiber*innen weitere Ladesäulen in Kiel zu errichten, erarbeitet das Tiefbauamt der Landeshauptstadt Kiel derzeit ein Projektvorhaben, in welchem an zusätzlichen Standorten Ladesäulen durch Betreiber*innen errichtet werden sollen. Dazu wird voraussichtlich eine Ausschreibung von einer vordefinierten Anzahl an Standorten im Jahr 2024 stattfinden.


Parken mit Elektrofahrzeug im öffentlichen Raum

Alle Fahrzeuge mit E-Kennzeichen können in diesem Kerngebiet alle mit Parkschein bewirtschafteten Parkflächen im öffentlichen Straßenraum 2 Stunden kostenlos nutzen. Dazu muss eine Parkscheibe eingelegt werden. Beachten Sie dabei die auf dem jeweiligen Parkscheinautomaten ausgewiesene Höchstparkdauer: Ist sie kürzer als 2 Stunden, gilt die kostenlose Parkregelung ebenfalls nur bis zur Höchstparkdauer. 

Außerhalb des Kerngebiets gelten diese Bedingungen nicht. Wird eine Parkgebühr erhoben, muss diese dort auch von Nutzer*innen von Elektrofahrzeugen gezahlt werden. 

Außerdem sind öffentliche Parkplätze zum Laden von Elektrofahrzeugen entspechend der Beschilderung nur Elektrofahrzeugen vorbehalten. Parken dort Falschparker*innen (zum Beispiel Verbrenner-Fahrzeuge), können diese bei der Verkehrsüberwachung von Montag bis Freitag von 6 – 20 Uhr gemeldet werden: 0431 901-2128 | 

Am Wochenende wenden Sie sich bitte an den Polizeiruf 110.


Elektromobilitätsstrategie

Seit Juni 2022 hat die Landeshauptstadt Kiel eine eigene Elektromobilitätsstrategie. Diese dient als Leitfaden für die weitere Entwicklung der Elektromobilität in der Stadt. Die Strategie gliedert sich in neun Handlungsfelder und stellt darin die Ausgangslage, die Potenziale und die Ziele zur Elektromobilität in Kiel dar. Für sechs der neun Handlungsfelder wurden Maßnahmen entwickelt.

Hierbei handelt es sich um die Themenbereiche Lade-Infrastruktur, Parkraummanagement, Pedelecs und E-Lastenräder, Gelegenheitsverkehr (Taxis, Mietwagen und On-Demand-Verkehre), City-Logistik (vor allem Kurier-Express-Paket-Dienste) und Kommunikation. In den anderen drei Handlungsfeldern wird die Elektromobilität durch andere Akteur*innen innerhalb von Projekten und Geschäftsmodellen bereits integriert und vorangetrieben.

Darüber hinaus enthalten sowohl der Masterplan 100 % Klimaschutz als auch der Masterplan Mobilität KielRegion - beide 2017 durch die Ratsversammlung beschlossen - Ziele und konkrete Maßnahmen zur Förderung der Elektromobilität in Kiel.

Im Rahmen des Green City Plans des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) werden bei der Landeshauptstadt Kiel bereits vorhandene Strategien zur Elektromobilität konkretisiert und hinsichtlich ihrer Effekte zur Schadstoffminderung im Stadtgebiet bewertet. Außerdem beinhaltet der "Green City Plan" für Kiel eine Analyse des städtischen Fuhrparks sowie die Entwicklung von Maßnahmen zur ressourcensparenden Optimierung und Umstellung auf Elektromobilität.


(E-)Sharing im öffentlichen Raum

Teilen statt besitzen, das geht auch elektrisch! Hier finden Sie Informationen, welche Sharing-Angebote und Anbietende es in Kiel derzeit gibt:

Die Sprottenflotte ist mit ihren Rädern an vielen Standorten in der KielRegion vertreten. Zusätzlich können E-Bikes und Lastenräder ausgeliehen werden. Aktuelle Informationen zu den Standorten und Preisen finden Sie hier: www.kielregion.de/mobilitaetsregion/sprottenflotte

Der Anbieter StattAuto bietet an verschiedenen Stationen E-Carsharingfahrzeuge zum Ausleihen an. Die E-Autos können auch stundenweise gemietet werden. Damit besteht eine einfache Möglichkeit, erste Erfahrungen mit dem elektrischen Fahren zu sammeln. 

Auf der Webseite von StattAuto www.stattauto-hl.de/standorte sind die Stationen mit Elektrofahrzeugen zu finden. 

Weitere Informationen zum Carsharing in Kiel

 
Kennen Sie die Kieler
Mobilitätsstationen? An diesen Standorten können Sie einfach auf unterschiedliche Verkehrsmittel umsteigen. Bei der Planung von Mobilitätsstationen wird auch die Elektromobilität je nach Flächenverfügbarkeit in verschiedener Form integriert. 

An ausgewählten Standorten sind bereits Angebote wie das Bikesharing der (E-)SprottenFlotte, (E-)Carsharing-Fahrzeuge von StattAuto, Ladesäulen sowie Abstellflächen für E-Scooter vorhanden beziehungsweise geplant. 

Wo es bereits Mobilitätsstationen gibt und welche Angebote vorhanden sind, erfahren Sie hier.


Elektromobilität im ÖPNV

Für die Linienbusse des ÖPNV der Landeshauptstadt Kiel wurde die Einführung der Elektromobilität bereits vor einigen Jahren beschlossen. Die Flotte der Kieler Verkehrsgesellschaft mbH (KVG) wird schrittweise auf rein elektrisch betriebene Busse umgestellt. Das Ziel ist, im Jahr 2030 einen komplett elektrischen Fuhrpark zu betreiben. 

Aktuelle Informationen zu der Elektrifizierung des Fuhrparks finden Sie hier: e-bus.kvg-kiel.de


Elektromobilität und Fähren

Bei der Schlepp- und Fährgesellschaft Kiel mbh (SFK) tut sich ebenfalls einiges in Sachen Elektromobilität, da beschlossen wurde Elektrofähren sowie Plug-in-Hybridfähren zu nutzen. Die SFK freut sich zusammen mit der Landeshauptstadt Kiel die Elektromobilität auch auf der Förde voranbringen zu können. 

Weitere Informationen zu den neuen Fähren und ihren Betrieb entnehmen Sie der Webseite der SFK: www.sfk-kiel.de 


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Kontakt

Landeshauptstadt Kiel
Tiefbauamt
Mobilitätsmanagement
Fleethörn 9, 24103 Kiel 

Nadia Pirghatari
0431 901-4296

Eyke Bittner
0431 901-4568