100 Jahre Kieler Grüngürtel

Seit 1922 prägt der Grüngürtel das Stadtbild mit einer Vielfalt aus Kleingartenanlagen, Wäldern, Seen, Friedhöfen, Tiergehegen sowie Landschafts- und Naturschutzgebieten.

Impressionen aus dem Grüngürtel
Kirschblütenallee auf dem alten Urnenfriedhof
Viele Friedhöfe befinden sich innerhalb des Grüngürtels. Neben dem hier abgebildeten alten Urnenfriedhof sind auch der Nordfriedhof, der Ostfriedhof sowie der Neue Urnenfriedhof und einige kirchliche Friedhöfe im Grüngürtel gelegen.
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Drei Wildschweinfrischlinge kuscheln im Stroh
Der Grüngürtel ist auch Lebensraum vieler Tiere - unter anderem in den Tiergehegen, wo auch diese drei Wildschweinfrischlinge leben.
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Waldweg
Rund 30 Prozent des Grüngürtels bestehen aus Waldfläche. Dazu zählen beispielsweise das Vieburger Gehölz und der hier abgebildete Wald am Langsee.
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Weg durch eine Kleingartenanlagen
Kleingärten dienten nach dem ersten Weltkrieg unter anderem dazu, eine Selbstversorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln sicherzustellen und waren daher von Beginn an ein wesentlicher Bestandtteil des Grüngürtels
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Ein kleines Ruderboot am Ufer der Schwentine
Auch Gewässer, wie hier die Schwentine, sind ein wichtiger Bestandteil des Grüngürtels. Besonders charakteristisch sind die eiszeitlichen Seen: der Russee, der Drachensee, der Langsee und der Tröndelsee
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Auf dem Nordmarksportfeld bereiten Heißluftballons den Aufstieg vor
Von Beginn an waren im Grüngürtel Flächen für Sport und Spiel vorgesehen. Noch heute sind zahlreiche Sportanlagen im Grüngürtel gelegen - so wie beispielsweise das Nordmarksportfeld, hier während der Balloon Sail.
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Kontakt

Landeshauptstadt Kiel
Grünflächenamt
Holstenstraße 106-108
24103 Kiel

Dr. Alice Otto
0431 901-3820


Der Grünflächen- und Siedlungsplan von 1922

Der Grüngürtel war Kernelement des 1922 vom Rat verabschiedeten „Grünflächen- und Siedlungsplans für die Stadt Kiel“, mit dem Stadtbaurat Willy Hahn (1887-1930) und Landschaftsarchitekt Leberecht Migge (1881-1930) eine neue städtebauliche Vision für Kiel entwarfen.

Die ursprüngliche Konzeption des Grüngürtels sah einen Zusammenschluss aus Parkanlagen, Friedhöfen, Kleingartenanlagen sowie Sport- und Spielplätzen vor, der durch ein System aus Promenadenwegen und Straßen verbunden werden sollte. Dadurch sollte der Grüngürtel einerseits der Erholung und Gesunderhaltung der Bevölkerung dienen und andererseits die Selbstversorgung der Stadt mit Lebensmitteln gewährleisten.

Heute nimmt der Grüngürtel weitere wichtige Funktionen wahr. Er wirkt ausgleichend auf das Stadtklima und stellt einen wichtigen Raum für den Natur- und Artenschutz dar. Neben den vorhandenen Kleingärten, Sportanlagen und Friedhöfen umfasst er auch weitläufige Waldflächen und mehrere Landschafts- und Naturschutzgebiete. So zum Beispiel die Gegenden um den Langsee, den Tröndelsee und den Drachensee. 

Der Naturerlebnisraum „Alte Stadtgärtnerei Kollhorst“, die Tiergehege sowie der botanische Garten der Universität sind ebenfalls Bestandteile des Grüngürtels.

 
Der Grünflächen- und Siedlungsplan von 1922
Historische Abbildung des Freiflächen- und Siedlungsplans


Die Gärten der Stadt entdecken und erleben

Der Grüngürtel ist vor allem durch seine zahlreichen Kleingartenanlagen geprägt. Er ist eine grüne Wegeverbindung zwischen den Kleingärten sowie den Sportanlagen, Tiergehegen, Friedhöfen, Wäldern und den Natur- und Landschaftsschutzgebieten, die ebenfalls im Grüngürtel liegen.

Anlässlich des Jubiläumsjahrs sind alle Kieler*innen dazu eingeladen,  den Grüngürtel und seine Vielfalt an urbanen Gärten kennen zu lernen. Ein vielfältiges Veranstaltungsprogramm bietet viele Möglichkeiten für ein gemeinsames Erleben. 

Den Grüngürtel können Sie aber auch individuell entdecken. Während des Jubiläumsjahrs machen Blumenkübel seinen Verlauf im Stadtgebiet sichtbar und informieren über den Grüngürtel und das Gärtnern in der Stadt. Über das Jubiläumsjahr hinaus lädt der neu gestaltete Stadtgartenwanderweg dazu ein, den Grüngürtel in all seinen Facetten zu entdecken und zu erleben. 

Begleiten Sie im Video Petra Holtappel, die Leiterin des Kieler Grünflächenamtes, zu ihren Lieblingsorten im Grüngürtel.

Standbild: Petra Holtappel vor einer Wiese

 

Grüngürtel und Stadtgartenwanderweg
Karte mit Verlauf des Grüngürtels und des Stadtgartenwanderwegs
 
Petra Holtappel vor einer Wiese

Begleiten Sie Petra Holtappel, die Leiterin des Kieler Grünflächenamtes zu ihren Lieblingsorten im Grüngürtel.


Veranstaltungen 100 Jahre Grüngürtel

Veranstaltungsbild
Dienstag, 6. Dezember 2022, 10 Uhr "Kiel wird grüner - der Wandel des Stadtbildes in den 1920er Jahren"

Im Jahr 1922, also vor 100 Jahren, präsentierten Stadtbaurat Willy Hahn und Gartenarchitekt Leberecht Migge mit dem "Grünflächen- und Siedlungsplan" ein fortschrittliches Konzept für die Zukunft ...

Stadtmuseum Warleberger Hof

Veranstaltungsbild
Mittwoch, 7. Dezember 2022, 10 Uhr "Kiel wird grüner - der Wandel des Stadtbildes in den 1920er Jahren"

Im Jahr 1922, also vor 100 Jahren, präsentierten Stadtbaurat Willy Hahn und Gartenarchitekt Leberecht Migge mit dem "Grünflächen- und Siedlungsplan" ein fortschrittliches Konzept für die Zukunft ...

Stadtmuseum Warleberger Hof

Veranstaltungsbild
Donnerstag, 8. Dezember 2022, 10 Uhr "Kiel wird grüner - der Wandel des Stadtbildes in den 1920er Jahren"

Im Jahr 1922, also vor 100 Jahren, präsentierten Stadtbaurat Willy Hahn und Gartenarchitekt Leberecht Migge mit dem "Grünflächen- und Siedlungsplan" ein fortschrittliches Konzept für die Zukunft ...

Stadtmuseum Warleberger Hof

Veranstaltungsbild
Freitag, 9. Dezember 2022, 10 Uhr "Kiel wird grüner - der Wandel des Stadtbildes in den 1920er Jahren"

Im Jahr 1922, also vor 100 Jahren, präsentierten Stadtbaurat Willy Hahn und Gartenarchitekt Leberecht Migge mit dem "Grünflächen- und Siedlungsplan" ein fortschrittliches Konzept für die Zukunft ...

Stadtmuseum Warleberger Hof


Blumenkübel laden zum Entdecken ein

Seit Mai 2022 werden entlang des gesamten Grüngürtels Blumenkübel aufgestellt. Sie sind eine Einladung an alle Kieler*innen, den Grüngürtel neu zu entdecken. Folgen Sie den Blumenkübeln und erleben Sie die Vielfalt an urbanem Grün!

Jeder Blumenkübel verfügt über einen QR-Code, hinter dem sich viel Wissenswertes über den Grüngürtel ebenso verbirgt wie nützliche Gartentipps, die unsere Auszubildenden für Sie zusammengestellt haben. 

Die Blumenkübel machen den Grüngürtel und seinen Verlauf im Stadtgebiet sichtbar. Sie befinden sich überwiegend im Straßenraum an den Eingängen zum Grüngürtel und verdeutlichen so die für den Grüngürtel charakteristischen Übergänge zwischen urbanem Raum und freier Landschaft. 

In den Blumenkübeln testet das Grünflächenamt nachhaltige und ökologische Formen der Blumenkübelbepflanzung. Die Ergebnisse dieses Versuchs sollen in ein neues Konzept für Blumenkübel in den Kieler Stadtteilen ab 2023 eingehen. Verwendet wurden ausschließlich trockenresistente und insektenfreundliche Stauden sowie torffreies Substrat. Die Blumenkübel sollen so die naturräumliche und ökologische Vielfalt des Grüngürtels repräsentieren und gleichzeitig für zeitgemäße und ökologische Formen des Gärtnerns werben. 

 

Blumenkübel mit nachhaltiger Staudenbepflanzung
Blumenkübel mit Staudenbepflanzung

 

 
Standbild aus dem Video: Petra Holtappel vor einer Wiese

Begleiten Sie Petra Holtappel, die Leiterin des Kieler Grünflächenamts, zu ihren Lieblingsorten im Grüngürtel.



Der Stadt.Garten.Wander.Weg lädt zum Erleben ein

Mit dem Stadt.Garten.Wander.Weg wird auf 44,5 Kilometern Länge ein neuer Weg ausgewiesen. Er führt durch den gesamten Grüngürtel.

Mit dem Stadt.Garten.Wander.Weg können Sie auf 44,5 Kilometern Länge den gesamten Grüngürtel von Schilksee bis zum Strand Hasselfelde durchwandern und dabei die Vielfalt der urbanen Gärten kennenlernen. 

Dass mitten in der Stadt eine grüne Wegeverbindung zwischen den Ortsteilen und den „Gärten der Stadt“ besteht, ist bislang weitgehend unbekannt. Deshalb wird der Stadt.Garten.Wander.Weg als verbindendes Element ausgewiesen.

Der Weg führt entlang von Kleingartenanlagen, durch weitläufige Wälder, freie Landschaft, Wohngebieten mit ihren Vorgärten, bindet Friedhöfe mit ihrer Gartenkultur ein sowie den Botanischen Garten und passiert lediglich an wenigen Stellen Verkehrsinfrastruktur.

Es ergeben sich neue wohnortnahe Möglichkeiten fürs Spazierengehen, Tiere begucken, für Joggingrunden oder Ausflüge. Sie könnten sogar einen Marathon laufen!
 

Mehr zum Stadt.Garten.Wander.Weg
Logo des Stadtgartenwanderwegs