Hilfe zur Pflege – mit Online-Antrag

Für Menschen mit Pflegebedarf und finanziellen Problemen

Die Hilfe zur Pflege richtet sich an Personen, die pflegebedürftig sind, aber keine oder keine ausreichenden Leistungen der Pflegekasse erhalten und nicht über ausreichend Einkommen und Vermögen zur eigenständigen Bedarfsdeckung verfügen.

Diese Personen können Leistungen der Hilfe zur Pflege im eigenen Haushalt oder in einem Pflegeheim erhalten.

Bevor Sie Hilfe zur Pflege bekommen können, müssen Sie alle finanziellen Möglichkeiten sogenannter "vorrangiger" Leistungsträger ausschöpfen. Das sind zum Beispiel Pflegekassen, Krankenkassen, Rentenversicherungsträger, Arbeitsagentur oder Unfallversicherungsträger.
 

Leistungsberechtigt sind Personen,

  • wenn sie gesundheitlich bedingte Beeinträchtigungen der Selbständigkeit oder der Fähigkeiten aufweisen und
  • wenn sie diese körperlichen, kognitiven oder psychische Beeinträchtigungen oder gesundheitlich bedingte Belastungen oder Anforderungen nicht selbständig kompensieren können.

Die Hilfe umfasst 

  • häusliche Pflege,
  • Leistungen in ambulant betreuten Wohngruppen,
  • Hilfsmittel,
  • Entlastungsbetrag
  • Teilstationäre Pflege wie z. B. in einer Tagespflegeeinrichtung
  • Kurzzeitpflege,
  • Verhinderungspflege und
  • stationäre Pflege.

 

Anspruch auf Leistungen der Hilfe zur Pflege besteht, soweit

 

  • dem pflegebedürftigen Menschen und
  • seinem nicht getrennt lebenden Ehe- oder Lebenspartner

 

nicht genügend Einkommen und / oder Vermögen zur Verfügung steht.

In welchem Umfang dieses Einkommen und Vermögen zu berücksichtigen sind, richtet sich nach den Vorschriften des Sozialgesetzbuches (SGB) XII.

Bei der Antragstellung brauchen Sie sämtliche Unterlagen zu vorhandenem Einkommen und Vermögen.

  • Zum Vermögen gehören Geld und in Geld messbare Werte wie zum Beispiel vermögensbildende Lebensversicherungen, Wertpapieranteile, Genossenschaftsanteile und sonstige Wertgegenstände Sachen (Kfz, Kunstgegenstände, Schmuckstücke usw.), Forderungen und Rechte soweit sie verwertbar sind. Das bedeutet, sie müssen verkauft oder einer wirtschaftlichen Verwendung zugeführt werden können.
  • Einen Schonbetrag in Höhe von 5.000 Euro können Sie behalten. Hinzu kommen jeweils ein Schonbetrag von 5.000 Euro für Ihren Ehegatten/Lebenspartner und weitere 500 Euro für jede von Ihnen überwiegend unterhaltene Person.
  • Alles vorhandene Vermögen oberhalb dieser Schonbeträge ist für die Leistungen der Hilfe zur Pflege einzusetzen.

 

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Amt für Soziale Dienste

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