Kiel mit dem Auto

Bewohner*innenparken – Was ist das?

In der Innenstadt, in mischgenutzten Gebieten sowie beispielsweise in unmittelbarer Nähe großer Veranstaltungsorte oder in an gewerblichen Flächen angrenzenden Wohngebieten kommt es häufig zu einer erhöhten Parkraumnachfrage der unterschiedlichen Nutzer*innengruppen. In diesen Bereichen ist die Parkplatzsuche für die Bewohner*innen, aber auch für Kund*innen und Besucher*innen mitunter sehr schwierig.

Um den verschiedenen Gruppen gerechter zu werden, schafft eine Bewohner*innenparkzone Bereiche, die zeitlich begrenzt, Kund*innen und Besucher*innen, oder aber, mit entsprechendem Ausweis in der Windschutzscheibe, Zonenbewohner*innen zur Verfügung stehen. Auf diese Weise sollen Fremddauerparker*innen, beispielsweise Berufspendler*innen, verdrängt werden, Bereiche für die Bewohnerschaft reserviert, aber auch Kurzzeitparkplätze für Kund*innen und Besucher*innen zur Verfügung gestellt werden.

In reinen Wohngebieten oder anderen Gebieten mit geringer Arbeitsplatzdichte werden keine Bewohner*innenparkzonen eingerichtet, da dies hier in aller Regel nicht zu einem Vorteil führen würde.

Übrigens gibt es auch mit einem Bewohner*innenparkausweis kein Anrecht auf einen Parkplatz in der Bewohner*innenparkzone.


Bewohner*innenparkzonen in Kiel

In Kiel sind Bewohner*innenparkzonen als eingeschränkte Haltverbotszonen eingerichtet - dies bedeutet, dass nur in den mit dem "blauen P" beschilderten Bereichen entsprechend der jeweiligen Zusatzbeschilderung geparkt werden darf.

Achtung: Manchmal gelten auf beiden Seiten einer Straße oder in Straßenabschnitten unterschiedliche Regelungen! Bitte beachten Sie die Beschilderung.

Derzeit gibt es in der Landeshauptstadt Kiel acht Bewohner*innenparkzonen:

  • A - Altstadt
  • B - Blocksberg
  • D - Düsternbrook
  • G - Gerhardstraße
  • L - Legienstraße
  • N - Neumühlen
  • P - Prüne
  • W - Waisenhofstraße 

Zusatzbeschilderung - Welcher Parkplatz ist wie geregelt?

Freie, das heißt kostenlose und zeitlich unbegrenzte öffentliche Parkplätze sind für jede*n Autofahrer*in nutzbar. Hier ist nur das "blaue P" beschildert.

Bewohner*innenparkplätze dürfen nur von Bewohnerinnen und Bewohnern mit Bewohner*innenparkausweis genutzt werden. Einen Anspruch auf einen Parkplatz haben sie aber nicht. Gekennzeichnet sind Bewohner*innenparkplätze durch Zusatzschilder, wie zum Beispiel die Schilder „Bewohner frei“ oder „Bewohner mit Parkausweis".

Sie möchten einen Bewohner*innenparkausweis beantragen?

Hier finden Sie weitere Informationen.
 

Schild zum Bewohner*innenparken
Schild zum Bewohner*innenparken

Innerhalb der auf der Zusatzbeschilderung angegebenen Zeiten ist das Parken ohne Bewohner*innenparkausweis je nach Beschilderung parkscheiben- oder kostenpflichtig und nur zeitlich begrenzt erlaubt. Außerhalb der beschilderten Zeiten ist der bewirtschaftete Parkplatz als freier Parkplatz von jedermann nutzbar.


 

Kombinierte Parkplätze sind eine Mischung aus Bewohner*innenparkplätzen und bewirtschafteten Parkplätzen.

Bewohner*innen mit Bewohner*innenparkausweis dürfen auf diesen Parkplätzen kostenlos parken, sofern dies mit dem Zusatz "Bewohner frei" ausgeschildert ist.

Auch sind sie an keine Parkhöchstdauer gebunden. Einen Anspruch auf einen Parkplatz haben sie aber nicht.

Für Personen ohne Bewohner*innenparkausweis ist das Parken innerhalb der beschilderten Zeiten kostenpflichtig und zeitlich begrenzt.

 

 


Neue Bewohner*innenparkzonen einrichten

Um neue Bewohner*innenparkzonen einrichten zu können, muss zunächst ein hoher Parkdruck nachgewiesen werden.

Hierzu ist es erforderlich, das Kfz-Melderegister auszuwerten und die Parksituation durch beispielsweise Bürger*innenbefragungen und Parkplatzerhebungen zu untersuchen. 


Rechtliche Grundlagen

Vorgaben für Bewohner*innenparkzonen sind in der Straßenverkehrsordnung (StVO, §45 Absatz 1b) und in der Verwaltungsvorschrift zur Straßenverkehrs-Ordnung (VwV StVO) festgelegt.


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Kontakt

Landeshauptstadt Kiel
Tiefbauamt