Die Kieler*innen haben eine ganz besondere Beziehung zu ihrer Kiellinie. Der freie Blick auf die Förde, der Wind - und die Segelboote, Fähren und Kreuz­fahrt­schiffe sind zum Greifen nah

Die Promenade führt vom Ostseekai bis zum Marinestützpunkt in der Wik – direkt am Wasser entlang, gesäumt von Bootshäusern, Ruder- und Segelclubs, Traditionsseglern, Meeresforschung, Landesregierung und natürlich dem Düsternbrooker Gehölz, einem der beliebtesten Erholungsorte in Kiel.

Kiels Visitenkarte hat eine lange Geschichte, ist aber auch in die Jahre gekommen. Zeit, wieder etwas richtig Schönes daraus zu machen.

 

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Simon Balzer
Projektleitung Planung
0431 901-2602 

Felix Schmuck 
Abteilungsleitung Stadterneuerung, Stadtgestaltung
 
0431 901-2794

 

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Das historische Marineuntersuchungsgefängnis bauen wir in einem experimentellen Prozess zu einem dritten Ort für Quartier und Stadt um. Für die behutsame und qualitätsvolle Sanierung des Gebäudes suchen wir nun Verstärkung. Dafür brauchen wir Sie.

 
 

Das Projekt

Die Kiellinie ist DER Ort, die Visitenkarte Kiels, und sie soll es auch künftig bleiben. Ihre Neugestaltung bietet die einmalige Chance, die Promenade um viele Nutzungsangebote zu erweitern.

Die Kiellinie wird auch zukünftig ein beliebter Ort zum Flanieren und Fahrradfahren an der Wasserkante sein. Außerdem wird sie mit vielen Angeboten für Freizeit und Erholung ausgestattet. Geplant sind neue Aufenthaltsbereiche mit Kiosken, öffentlichen WCs, Umkleiden und Trinkwasserbrunnen. Zusätzlich entstehen zahlreiche Spiel- und Erholungsflächen entlang der Kiellinie.

 

Auf dieser Seite

 

Bauabschnitt Berthold-Beitz-Ufer

Berthold-Beitz-Ufer: Die neue Uferpromenade an der Bellevue-Brücke

Das Berthold-Beitz-Ufer erstreckt sich entlang der Kiellinie vom Kieler Yacht-Club bis zur Kreuzung Lindenallee/Kiellinie. Nachdem die Promenade 2015 im Rahmen der Spundwandsanierung bereits um 4 Meter verbreitert wurde, soll nun das Nutzungsangebot erweitert werden. Es werden neue Bereiche zum Erholen, Entspannen und für aktive Freizeitgestaltung geschaffen. 

Zusätzlich entsteht an der Bellevuebrücke eine Kiosk-Anlage mit Umkleiden, WCs und Trinkwasserbrunnen, direkt an der beliebten Badestelle.

 

Bauabschnitt Landeshausufer

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Landeshausufer: Blick auf die Förde
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Landhausufer: Die neue Ufergestaltung
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Das Landeshausufer erstreckt sich entlang der Kiellinie zwischen der Reventloubrücke und der Wasserschutzpolizei. Unter dem Motto „Kielaktiv“ soll hier ein lebendiges Angebot entstehen, das den Fokus auf wassernahe Erholung und direkten Wasserbezug legt. 

Durch die notwendige Spundwandsanierung wird die Promenade um etwa 8 Meter verbreitert. Zudem wird die Promenade in zwei Ebenen gegliedert, die barrierefrei zugänglich sind und mit Sonnen- sowie Wassertreppen den direkten Zugang zur Förde ermöglichen.

 

Ihre Meinung ist gefragt – Der Dialog zur neuen Kiellinie

Weit mehr als 1000 Kiellinienfans waren im November 2024 ins große Zelt an die Reventlouwiese geströmt. Im Zentrum: ein fast neun Meter langes Modell mit dem Wettbewerbsentwurf zur neuen Kiellinie. Denn wir wollten wissen: Was ist schon gut? Wo kann der Entwurf noch besser werden? Auf was müssen wir besonders achten?

Mehr als 1100 Ideen, Wünschen und Vorstellungen haben die Besucher*innen eingereicht. Gemeinsam mit Studio RW haben wir den Winter über geprüft, wie wir die Ideen aufnehmen und in die weitere Planung integrieren können.

Im Mai 2025 waren wir wieder da. Mit großem Modell, neuen Plänen und natürlich wieder direkt vor Ort.

 

  • Mit neuen Zugängen bis ganz runter ans Wasser.
  • Mit mehr als 200 Metern Platz fürs "Beine ins Wasser baumeln lassen" am Landeshausufer.
  • Mit noch mehr Orten zum Treffen.
  • Mit mehr als 1,5 Kilometern Platz auf Bänken und Sitzstufen, zum Picknicken, Schnacken und Einfach-Aufs-Wasser-Schauen.
  • Mit mehr als 450 neuen Bäumen fürs Entspannen an heißen Sommertagen. 
  • Mit mehr als 1400 Quadratmetern Platz zum Toben, Spielen und kleine und große Abenteuer. 
  • Mit 7000 Quadratmetern neuer Grünflächen - damit der Regen nutzbringend in den Boden und nicht einfach in den Gully oder in die Förde läuft.
  • Mit mehr als 2500 Quadratmetern neuem Platz für Sport am Berthold-Beitz-Ufer.
  • Mit Vorschlägen für neue Infrastruktur – von der WC-Anlage bis zum Hafenkiosk. Einfach mit noch mehr Kiellinie.

Großes Interesse und viele Beiträge im Mai 2025
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Foto: Jan Lewandowski
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Ein Ort mit Geschichte

Strandweg mit Kruppschem Logierhaus
Strandweg mit dem Kruppschen Logierhaus, später Institut für Weltwirtschaft, um 1910
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Rohbau Institut für Meereskunde
Institut für Meereskunde, heute GEOMAR, im Bau - Juni 1970
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Fußgängerbrücke über den Düsternbrooker Weg im Bau
Fußgängerbrücke über den Düsternbrooker Weg im Bau, April 1972
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Besucher*innen sehen einer Seehundfütterung zu
Seehundbecken am Aquarium, 1972
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Fertiggestellte Promenade neben unbefestigtem Fahrbereich
Kiellinie Höhe Lindenallee, Juli 1981
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Seebadeanstalt
Seebadeanstalt Düsternbrook, 1892
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Bellevue-Brücke um 1900
Bellevue-Brücke um 1900
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Strandweg mit Kruppschem Logierhaus
Strandweg mit dem Kruppschen Logierhaus, später Institut für Weltwirtschaft, um 1910
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Rohbau Institut für Meereskunde
Institut für Meereskunde, heute GEOMAR, im Bau - Juni 1970
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Fußgängerbrücke über den Düsternbrooker Weg im Bau
Fußgängerbrücke über den Düsternbrooker Weg im Bau, April 1972
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Besucher*innen sehen einer Seehundfütterung zu
Seehundbecken am Aquarium, 1972
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Anleger mit Forschungsschiffen
Neue Anlegebrücke des Instituts für Meereskunde (heute GEOMAR), Januar 1976
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Baustelle Spundwand
Bau der Kaimauer zur Verbreiterung der Uferpromenade, Mai 1980
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Kaimauer mit unbefestigter Landfläche
Fertiggestellte Kaimauer im November 1980
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Fertiggestellte Promenade neben unbefestigtem Fahrbereich
Fertiggestellte Promenade Höhe Lindenallee, Juli 1981
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Die Kiellinie bildet heute das maritime Herz der Stadt und ist ein beliebter Ort zum Spazieren, Radfahren und Entspannen. Ihr Ursprung reicht bis ins 19. und frühe 20. Jahrhundert zurück.

Schon früh etablierten sich hier bedeutende Forschungsinstitute wie das Institut für Weltwirtschaft, was die Kiellinie zu einem wichtigen Standort für Marine, Schifffahrt und Meereswissenschaften machte. 1972 ergänzte das Institut für Meereskunde – heute GEOMAR – mit dem Seehundbecken die Kiellinie, das bis heute eine beliebte Sehenswürdigkeit darstellt.

Mit wachsender Bedeutung der Kiellinie wurde im selben Jahr die Fußgängerbrücke über den Düsternbrooker Weg errichtet, die bis heute eine zentrale Komponente der Eingangssituation zur Kiellinie bildet. Durch die Promenadenverbreiterung auf Höhe der Lindenallee im Jahr 1980 stieg die Attraktivität der Kiellinie weiter, und sie entwickelte sich über die Zeit zu der heutigen Visitenkarte der Landeshauptstadt.

 

Der Planungswettbewerb

15 nationale und internationale Arbeitsgemeinschaften hatten im Juni 2022 die Arbeit an ihren Wettbewerbsbeiträgen aufgenommen. 14 davon haben Entwürfe eingereicht. Jetzt ist der Wettbewerb entschieden: Den 1. Preis erhält das Team Studio RW, Studio Wessendorf und Plancontrol aus Berlin.

Die Aufgabe war komplex. Berücksichtigt werden mussten nicht nur Bebauung, Freizeitnutzung und Landschaft, sondern auch der Verkehr dort - und das alles unter den Gesichtspunkten von Nachhaltigkeit, Ressourcenschonung und Klimawandel.

Es galt, die großen Unterschiede zwischen den urbaneren Bereichen im Süden und dem landschaftlicheren Charakter im Norden aufzugreifen und weiterzuentwickeln. Außerdem sollten die Bedingungen für den Fuß- und Radverkehr verbessert werden. Es sollte mehr Raum für Spiel und Sport sowie neue Bademöglichkeiten geben. Auch die Bedeutung gastronomischer Angebote sowie die Bedeutung der Kiellinie als Ort für Veranstaltungen sind wichtige Aspekte der künftigen Gestaltung.

Wegen der sehr unterschiedlichen lokalen Anforderungen wurde die 3,5 km lange Kiellinie zur Bearbeitung in fünf Abschnitte eingeteilt: Eingang Süd, Reventlouwiese und Landeshausufer, Mitte, Berthold-Beitz-Ufer mit Bellevue-Brücke, und Kiellinie Nord.

Die Planungsteams hatten sich unter anderem mit folgenden Aufgaben auseinanderzusetzten:

  • Insgesamt sollen Aufenthalts-, Nutzungs- und Gestaltungsqualitäten der Kiellinie und der angrenzenden Grün- und Freiflächen verbessert werden.
  • Die Barrierefreiheit ist immer zu berücksichtigen. Es soll neue barrierefreie Zugänge zum Wasser und neue Bademöglichkeiten geben.
  • Sowohl von Norden als auch aus der Innenstadt kommend, ist die Kiellinie schwierig zu finden, es gibt keine rechte ‚Eingangssituation‘. Die Vernetzung mit dem Umfeld soll verbessert und damit Kiel weiter ans Wasser gebracht werden.
  • Die bestehenden Grün- und Freiräume sollen in vollem Umfang erhalten und weiterentwickelt werden.
  • Grünflächen, auf denen Veranstaltungen stattfinden, sollen auch sonst nutzbar sein.
  • Die schon jetzt stark frequentierte Wasserkante soll vor weiteren Zubauten geschützt werden. Die Ufereinfassungen sind teilweise zu sanieren.
  • Ein generationenübergreifendes Spiel-, Sport- und Bewegungsangebot soll entstehen.
  • Es soll nicht nur weitere Restaurantgastronomie entstehen, sondern ebenso preiswerte Cafés und Imbissstände.
  • Die Ver- und Entsorgungsinfrastruktur (zum Beispiel öffentliche Toiletten) soll ausgebaut werden.
  • Die Kiellinie soll auch weiterhin Ort für Veranstaltungen wie die Kieler Woche sein, aber der Charakter als Promenade für Einheimische und Gäste soll Vorrang haben.
  • Den Anforderungen des Green City-Plans soll vor allem beim Rad- und Fußgängerverkehr entsprochen werden.
  • Klimaschutz und Klimafolgen-Anpassungen sind zu berücksichtigen.
  • Für die nördliche Kiellinie sind zwei Gestaltungsvarianten zu entwicklen: eine mit und eine ohne Autoverkehr. Welche von beiden Varianten des Siegerbeitrags umgesetzt werden soll, entscheidet im Anschluss an den Planungswettbewerb die Ratsversammlung.

Der Abschluss des Planungswettbewerbs für die Neugestaltung der Kiellinie ist ein wichtiger Meilenstein. Er ist nicht der Endpunkt der Planungen. Die Wettbewerbsergebnisse sind keine fertigen Ausbauplanungen, die unmittelbar umgesetzt werden können. 

Der Siegerbeitrag ist ein Vorentwurf, der sich als schlüssiges Gesamtkonzept für die Zukunft der Uferpromenade darstellt, an verschiedenen Stellen aber auch Überarbeitungsbedarf aufweist. Dieser muss nun in Zusammenarbeit mit den Verfasser*innen und auch unter Beteiligung der Öffentlichkeit und Anlieger*innen immer weiter konkretisiert und in einem mehrstufigen Planungsverfahren abschnittsweise zur Umsetzungsreife gebracht werden

Es folgt ein Verhandlungsverfahren mit dem 1. Preisträger des Wettbewerbs. Dabei wird angestrebt, das Verhandlungsverfahren 2023 abzuschließen und den 1. Preisträger mit Zustimmung der Ratsversammlung mit den weiteren Planungsleistungen zu beauftragen.

 

 

Chronik

  • Mai 2025
    Am 10./11. Mai wird auf Basis der Beteiligung vom 23./24. November 2024 die überarbeitete Planung erneut öffentlich vorgestellt und diskutiert sowie Ideen, Wünsche und Anforderungen zur Kiellinie gesammelt. Im Vordergrund der insgesamt 270 Beiträge stehen die kinder- und jugendgerechten Spiel- und Sportflächen, die nun geclustert und auf Umsetzung geprüft werden.

  • Februar 2025
    Das im Rahmen der Vorbereitenden Untersuchung (VU) erstellte integrierte städtebauliche Entwicklungskonzept (IEK) mit Maßnahmenplan wird als Grundlage für die weitere Entwicklung beschlossen. Drucksache 0063/2025

  • November 2024
    Am 23./24. November wird auf Basis des Wettbewerbsentwurfes der Kiellinie die Gesamtplanung vorgestellt und Ideen, Wünsche und Anforderungen der Kieler*innen an ihre Kiellinie gesammelt. Über 1.600 Ideen und Wünsche kommen zusammen, die nun geclustert und auf Umsetzung geprüft werden.

  • November 2023 
    Nach Abschluss des sogenannten Verhandlungsverfahrens wird der Wettbewerbsgewinner Studio RW gemäß Auftragsversprechen aus dem Wettbewerb und Ergebnis des Verhandlungsverfahrens mit folgenden Planungen beauftragt:

    • a. Freiraumplanerisch-städtebaulicher Rahmenplan einschließlich Gestaltungsleitfaden und Beleuchtungskonzept für das gesamte Wettbewerbsgebiet
    • b. Freianlagenplanung für den ersten und zweiten Bauabschnitt (bis einschließlich Genehmigungsplanung und - nach erfolgtem Baubeschluss - die Ausführungsplanung)

    Zugleich wird von der Kieler Ratsversammlung der Abschnitt Berthold-Beitz-Ufer als 1. Bauabschnitt und der Abschnitt ‚Landeshausufer‘ zwischen Reventlou-Anleger und Wasserschutzpolizei als 2. Bauabschnitt beschlossen. Drucksache 1053/2023

  • März 2023 
    Für die Kiellinie Nord soll ein getrenntes Verfahren zur zukünftigen Verkehrsführung durchgeführt werden. Drucksache 0134/2023

  • Dezember 2022 
    Das Berliner Büro Studio RW gewinnt den 1.Preis zur Neugestaltung im Wettbewerbsverfahren.

  • März 2022 
    Das Wettbewerbsverfahren beschließt mit der Auslobung zur Neugestaltung der Kiellinie die zentralen Ziele zur Durchführung des freiraumplanerischen und städtebaulichen Realisierungswettbewerbs. Drucksache 0177/2022

  • September 2017  
    Die Kieler Ratsversammlung beschließt für die städtebauliche Gesamtmaßnahme „Kiellinie und Düsternbrooker Fördehang“ die Aufnahme in das Städtebauförderungsprogramm „Zukunft Stadtgrün“ zu beantragen. Drucksache 0835/2017