Postareal - Entwicklung einer zentralen Fläche in Gaarden zum lebendigen Wohnquartier

Für das Grundstück des ehemaligen Postfuhrhofes in Gaarden wird eine Planung für ein gemischtgenutztes Quartier mit dem Schwerpunkt Wohnen entwickelt.

Ziel der Planung

Im Anschluss an die Nutzung durch die Post, die bis Ende 2020 auf dem Grundstück bleibt, sollen hier auf einer Fläche von circa 4,5 Hektar circa 650 Wohneinheiten im Geschosswohnungsbau sowie gewerbliche Nutzungen realisiert werden.

Für 30 Prozent der Wohnfläche ist die Realisierung mit Fördermitteln für den sozialen Wohnungsbau vorgesehen. Ziel ist die Umsetzung qualitätsvoller Architektur und die Schaffung von hochwertigen Grün- und Freiflächen mit hoher Aufenthaltsqualität.

Es soll ein Quartier mit eigener Identität in enger räumlicher Verknüpfung mit den angrenzenden Bereichen des Stadtteils Gaarden entstehen. Über eine direkte Verbindung zum Pastor-Gosch-Weg sowie über das Karlstal wird eine gute Vernetzung mit der Innenstadt und dem Gaardener Zentrum angestrebt.  

Der Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan Nr. 1023 wurde bereits am 3. Mai 2018 gefasst.

Postareal - Lage in der Stadt
Postareal - Lage in der Stadt

Städtebaulich-freiraumplanerische Mehrfachbeauftragung

Sechs Planungsbüros (Stadtplanung und Freiraumplanung) hatten seit Anfang des Jahres 2019
städtebauliche Entwürfe auf der Grundlage einer komplexen Aufgabenstellung erarbeitet. Sie enthielt unter anderem Themen wie Umgang mit der besonderen Topographie, Einbindung in das städtebauliche Umfeld sowie gestalterische Vorschläge für Architektur und Freiraum.

Ziel der Beauftragung der sechs Büros war es, die beste städtebauliche Idee für das neue Quartier zu finden. Die Entwürfe wurden von einer Jury bewertet, der auch interessierte Kieler*innen als nicht stimmberechtigte Gäste angehörten. 

Entscheidung der Jury

Am 26. August 2019 fand die abschließende Jurysitzung statt, bei der die Entscheidung zugunsten des städtebaulichen Entwurfes des Büros Trojan und Trojan aus Darmstadt fiel. Dessen Entwurf sieht einen gleichmäßigen Anstieg des gesamten Geländes durch eine umfangreiche Aufschüttung vor. Dadurch soll eine barrierefreie Wegstrecke von der Ecke Werftstraße / Karlstal zur Ecke Schulstraße / Pastor-Gosch-Weg ermöglicht werden.

Im Zentrum des Entwurfs steht ein großzügig ausgebildeter Freiraum. Die Eingangsmöglichkeiten ins Quartier sollen als kleine Plätze ausgebildet und auf diese Weise eng mit der Umgebung verknüpft werden. Das Büro schlägt zudem vor, die geplanten Einzelhäuser durch Brücken mit dem Pastor-Gosch-Weg zu verbinden. Unter den einzelnen Baufeldern sollen Tiefgaragen entstehen. Auch Sharing-Angebote für innovative Mobilität sind vorgesehen. 

Die Dokumentation der Städtebaulichen Mehrfachbeauftragung können Sie hier einsehen.

Planungsmodell
Modellentwurf des Büros Trojan und Trojan, am unteren Bildrand die Werftstraße

Die nächsten Schritte

Als nächstes müssen die Planungen des Siegerentwurfes konkretisiert und ein Gestaltleitfaden erstellt werden. Zusätzlich dazu wird es hochbauliche Wettbewerbe für einzelne städtebaulich wichtige Situationen geben.

Parallel ist die Erarbeitung eines Bebauungsplanes inklusive Freiflächengestaltungsplan erforderlich, um die planungsrechtliche Grundlage für die Realisierung des Quartiers zu schaffen.

Bisherige Beteiligung der Öffentlichkeit

Am 24. Juni 2019 fand im AWO-Bürgertreff Gaarden/Räucherei die zweite, nicht öffentliche Sitzung des Preisgerichtes statt, bei der zwei erste Preise vergeben wurden. Zwei Bürger*innen hatten die Möglichkeit, als Gäste an dieser nicht öffentlichen Preisgerichtssitzung teilzunehmen.

3. Mai 2019: Öffentliches Zwischenkolloquium in der Räucherei Gaarden, 12 bis 15.30 Uhr
• Vorstellung der Städtebaulichen Entwürfe für Fachjury und Öffentlichkeit
• Anregungen der Öffentlichkeit
• Entscheidung in einer ersten Jurysitzung, welche drei Entwürfe für die zweite Runde ausgewählt werden. In der zweiten Arbeitsphase erfolgt eine Konkretisierung der drei Entwurfsideen vor dem Hintergrund der gegebenen Anregungen.


Kontakt

Landeshauptstadt Kiel
Stadtplanungsamt
Rathaus, Fleethörn 9
24103 Kiel

Heidrun Brauchle
0431 901-2428