Kieler Kulturpreis für Kinder und Jugendliche

Preisträger*innen 2014

Am 28. März 2015 präsentierten die Preisträger des Kieler Kulturpreises für Kinder und Jugendliche 2014 ihre Beiträge im KulturForum der Landeshauptstadt Kiel.

Kulturdezernent Wolfgang Röttgers überreichte die Preise in Höhe von insgesamt 2.000 Euro. In diesem Jahr wurden ein erster, zwei zweite sowie ein Sonderpreis verliehen. 

 

 

Emelie Christiani: On She Goes

Den 1. Preis mit einem Preisgeld von 1.000 Euro gewann Emelie Christiani für ihre Eigenkomposition „On She Goes“ in der Sparte Musik.

Die Sängerin mit Mikrofon
Kulturdezernent Röttgers gibt der Gewinnerin die Hand; im Hintergrund: die Leiterin der vhs-Kunstschule Rotraut Apetz

In der Begründung der Jury heißt es: „Den ersten Preis erhält die Singer / Songwriterin Emelie Christiani für ihre Eigenkomposition „On She Goes“ zum Thema Mobbing. Ausgestattet mit einer erstaunlich reifen, ausdrucksstarken und facettenreichen Stimme stellte sie eine Eigenkomposition vor, deren Thematik berührte.

Emelie Christiani hat bereits ein Publikum für sich gewinnen können und füllt renommierte Konzertsäle. So gewann sie den ‚Grand Prix de la Gastrovision‘ und trat im Juli 2014 im gut gefüllten KulturForum auf. Nicht nur der souveräne Umgang mit der Live-Situation und dem Publikum lässt für die Zukunft noch viel von dieser jungen Künstlerin erwarten.“

 


Theodor-Heuss-Schule: „Wir machen Museum“

Die Jahrgänge 1 bis 4 der Theodor-Heuss-Schule wurden mit dem 2. Preis und einem Preisgeld in Höhe von 500 Euro für ihr Kunstprojekt „Wir machen Museum“ ausgezeichnet. 

Gruppenfoto Schülerinnen und Schüler vor einer Beamerprojektion
Gruppenfoto; Schülerinnen und Schüler mit einem 500-Euro-Preisurkunde

Hierzu urteilte die Jury: „Das Kunstprojekt der Theodor-Heuss-Schule unterscheidet sich deutlich von üblichen schulischen Kunstprojekten.

Jede Klasse wählte einen bekannten Künstler, dessen Werk sie umfassend untersuchte. Die Bandbreite der Künstlerinnen und Künstler war beachtlich und reichte von Albrecht Dürer bis hin zum zeitgenössischen Kieler Künstler Ulrich Behl.

Zu den besprochenen Arbeiten entwickelten die Schülerinnen und Schüler eigene künstlerische Positionen. So entstanden 35O Schülerkunstwerke.

Alle Arbeiten wurden in den Klassen an einem gemeinsamen Ausstellungstag präsentiert. Die Ausstellung wurde durch die Schülerinnen und Schüler inhaltlich begleitet und vorgestellt. Man sprach mit den Besuchern über Ideen und Vorgehensweisen und entwickelte im Gespräch neue Aspekte.

So entstand ein Dialog zwischen Kunstschaffenden, Kunstbetrachtern, eigener kreativer Tätigkeit, gemeinsamem kreativen Handeln und schließlich aktiver Einbeziehung des Betrachters durch die Schulpräsentation. Dieser Prozess schafft einen kreativen Regelkreis.

Eine ganze Schulgemeinschaft war in ein schlüssiges, organisches, kreatives Handeln eingebunden, das erklärt, entdeckt, präsentiert und neue Fragen aufkommen lässt. Diese für eine Grundschule herausfordernde Aufgabe wurde auf herausragende Weise schlüssig und bewegend gelöst.“

 


Lernwerft Club of Rome Schule Kiel: Ein Sonntag im Zoo

Den 2. Preis mit einem Preisgeld in Höhe von 500 Euro gewann der 9. Jahrgang der Lernwerft Club of Rome Schule Kiel für das Theaterprojekt „Ein Sonntag im Zoo" in der Sparte Darstellendes Spiel. 

Zwei Schüler und eine Schülerin auf der Bühne
Gruppenfoto: Schülergruppe präsentiert den Gewinn

Die Begründung der Jury lautete: „In dem dreiwöchigen Projekt „Theater trifft Schule“ entwickelten und inszenierten 25 Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit dem Theatermacher Jens Raschke und der Theaterlehrerin Susanne Mengelkamp zum Thema Nationalsozialismus das Stück „Ein Sonntag im Zoo“.

Ausgehend von einem Besuch der KZ-Gedenkstätte Neuengamme und auf der Basis von Raschkes Theatertext „Was das Nashorn sah, als es auf die andere Seite des Zaunes schaute“ haben die Jugendlichen eigene Bezüge zu historischen Gegebenheiten hergestellt und in angeleiteten Schreibwerkstätten und szenischen Improvisationen den persönlichen Eindrücken ästhetisch Ausdruck verliehen.

Die facettenreiche Projektmappe mit allen Originaltexten verdeutlicht eindrücklich, dass die von den Schülern verfassten Texte die Grundlage des Stückes bildeten. Bei aller professionellen Unterstützung ist es ein Theaterstück der Jugendlichen geworden.

Eine klare und gradlinige Präsentationsform eröffnete den jugendlichen Darstellerinnen und Darstellern die Möglichkeit, eine beeindruckende Bühnenpräsenz zu entfalten und mit eindrucksvollen Bildern Momente der unmittelbaren Berührung zu erzeugen.

Durch die professionelle Unterstützung ist es gelungen, den Jugendlichen einen sicheren Rahmen für die individuelle Auseinandersetzung mit einem sensiblen Thema zu bieten. In diesem Rahmen konnten sich die Jugendlichen frei entfalten und haben eine künstlerische Umsetzung auf hohem Niveau erreicht.“

 


AG Kulturmanagement Hebbelschule: KULTURnacht am BLÜCHERplatz:

Den undotierten Sonderpreis erhielten die Schülerinnen und Schüler der AG Kulturmanagement an der Hebbelschule für das spartenübergreifende Projekt: KULTURnacht am BLÜCHERplatz. 

Ein Schüler und eine Schülerin der Hebbelschule berichten über die KULTURnacht
Gruppenfoto nach der Preisübergabe

Die Begründung der Jury lautete: „Schülerinnen und Schüler der Arbeitsgemeinschaft Kulturmanagement haben zum zweiten Mal eine Kulturnacht rund um den Blücherplatz organisiert. Sie übernahmen dabei sämtliche Bereiche des Kulturmanagements, wie Planung, Design, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit sowie Organisation und Durchführung an dem Abend selbst.

Die Leistung und das Engagement der Jugendlichen, ein derart großes Event zu gestalten, hat die Jury sehr beeindruckt. Die durchdachte Ansprache von Künstlerinnen und Künstlern, Unternehmen und Geschäftsleuten und ihre geschickte Zusammenführung war ein Schlüssel zum Gelingen der Veranstaltung. Die Schülerinnen und Schüler haben dem Viertel rund um den Blücherplatz mit dieser Kulturnacht ein großartiges Geschenk gemacht!"  

 

 

 

 

 

Fotos: Marco Ehrhardt