Kieler Nachhaltigkeitspreis

Projekte der Preisträger*innen 2016

Wie kann der Wandel zu einer nachhaltigen Gesellschaft unterstützt werden? Welche Möglichkeiten gibt es, Kunststoffe zu ersetzen oder zu vermeiden? Mit diesen Fragen setzten sich die Bewerberinnen und Bewerber des ersten Nachhaltigkeitspreises der Landeshauptstadt Kiel auseinander.

Oberbürgermeister Ulf Kämpfer und Umweltdezernent und Bürgermeister Peter Todeskino zeichneten die Siegerinnen und Sieger des Wettbewerbs am Dienstag, 7. März, im Ratssaal des Kieler Rathauses mit Urkunden und Geldpreisen aus.

„Die Kampagne für ein plastiktütenfreies Kiel geht bereits mit gutem Beispiel voran, um Kunststoffabfälle zu vermeiden. Der erste Kieler Nachhaltigkeitspreis ist ein weiterer Schritt auf dem Weg zu einer nachhaltigen Entwicklung“, betonte Oberbürgermeister Ulf Kämpfer. 

Umweltdezernentin Doris Grondke und Marie Delaperrière vor unverpackten Lebensmitteln title=
Umweltdezernentin Doris Grondke (links) mit „unverpackt“-Gründerin Marie Delaperrière, Preisträgerin 2016.

1. Preis: Der Supermarkt „unverpackt“

Den ersten Preis und 2.500 Euro erhält Marie Delaperrière. In ihrem Supermarkt „unverpackt“ im Kronshagener Weg am Exerzierplatz verkauft sie Lebensmittel und Drogerieartikel ohne Verpackungen. Mit dem Gebrauch von selbst mitgebrachten oder ausgeliehenen Mehrweggefäßen hilft sie, Kunststoffabfälle zu vermeiden. Außerdem bietet Marie Delaperrière Informationsveranstaltungen zum Thema „Plastik vermeiden“ und Seminare für Firmengründer an. Sie engagiert sich so für eine abfallfreie Umwelt und inspiriert Ladengründerinnen und -gründer sowie den Zwischenhandel mit ihrem Konzept.

2. Preis: Mehrweg-Thermogefäße für die Mensen

Die Jury zeichnete Kristin Dahl von der Hochschulgastronomie des Studentenwerks mit dem zweiten Preis aus, der mit 1.000 Euro dotiert ist. Mit dem Austausch von Einwegbechern und -deckeln gegen Mehrwegbecher und -tassen sowie die Einführung von Mehrweg-Thermogefäßen mit einem Preisnachlass für jedes Heißgetränk in den Mensen der Kieler Hochschulen wurden bereits etwa 500.000 Einweggefäße gespart. Das Thermogefäß in Metalloptik wird in diesem Frühjahr durch ein neues aus Bambusfasern ersetzt. Kristin Dahl möchte den Verbrauch von Einwegbechern durch einen noch attraktiveren Mehrwegbecher weiter senken.  

3. Preis: Ecoffee-Cups

Der dritte Preis ist aufgeteilt auf drei Projekte. Für den Verkauf des Ecoffee-Cups aus Bambusfasern und Maismehl als Alternative zum Einwegbecher erhält Klaus Reu vom Weltladen Kiel 500 Euro. Kirchengemeinden orientierten sich an diesem Vorbild und nahmen den Becher ins eigene Sortiment auf. Noch in diesem Jahr planen die Mensen der Kieler Hochschulen die Umstellung auf einen Mehrwegbecher aus Bambusfasern.  

3. Preis: Schafft den Müll aus dem Meer

Ein Preisgeld in Höhe von 500 Euro erhält die ebenfalls drittplatzierte Friederike Rückert. Die Kunstpädagogin und Künstlerin hat gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern Unterrichtsmaterialien zum Thema „Schafft den Müll aus dem Meer“ entwickelt. Sie möchte Müll aus dem Meer sammeln, der anschließend für Schülerfilme verwendet und fachgerecht entsorgt wird. Mit ihrem Projekt schafft Friederike Rückert ein Bewusstsein in den nachfolgenden Generationen für das Thema Müll. 

3. Preis: Der künstliche Tod

Stella-Marie Groß, Vesna Dittmer und Marlene Michaelis informieren in ihrem Film „Der künstliche Tod“ über die Bedeutung von Plastik in den Meeren und an Küsten und die damit verbundene Bedrohung für Meeresvögel. Die drei Jugendlichen präsentieren den Film beim diesjährigen Green-Screen-Naturfestival im September in Eckernförde. Mit ihrem Filmprojekt belegen sie ebenfalls den dritten Platz des Nachhaltigkeitspreises der Landeshauptstadt Kiel und bekommen 500 Euro. 

Urkunde: Schiffsbasiertes Abfallmanagement-System

80 Prozent der Abfälle im Meer stammen vom Land. Rund 20.000 Tonnen Plastik gelangen jedes Jahr in Nord- und Ostsee. Zu Abfallverwertungsanlagen umgebaute Schiffe sollen die Ozeane vom Kunststoffmüll befreien. Eine Urkunde für das Konzept eines schiffsbasierten Abfallmanagement-Systems für Inselstaaten und große Küstenstädte erhält Dirk Lindenau

 

 

 

 

 

 

Foto: Landeshauptstadt Kiel / Arne Gloy 

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