Zuwendungsbestätigung (Spendenbescheinigung)

Spenden sind freiwillige Geld- oder Sachleistungen, die ohne rechtliche Verpflichtung erbracht werden und die kein Entgelt für eine Gegenleistung darstellen. Diese Ausgaben zur Förderung steuerbegünstigter Zwecke können beim Spender unter Berücksichtigung bestimmter Höchstsätze im Rahmen der Einkommensbesteuerung abgezogen werden. Dazu ist dem Finanzamt eine Zuwendungsbestätigung (bisher Spendenbescheinigung) vorzulegen.

Zu den steuerbegünstigten Zuwendungen gehören Spenden und unter bestimmten Voraussetzungen auch Mitgliedsbeiträge einschließlich Umlagen und Aufnahmegebühren.

Zu den steuerbegünstigten Zuwendungen gehören Spenden für mildtätige, kirchliche und gemeinnützige Zwecke, wobei zu letztgenannten beispielsweise folgendes zählt:

  • die Förderung von Wissenschaft und Forschung, Bildung und Erziehung, Kunst und Kultur, der Religion, der Völkerverständigung, der Entwicklungshilfe, des Umwelt-, Landschafts- und Denkmalschutzes, des Heimatgedankens,
  • die Förderung der Jugendhilfe, der Altenhilfe, des öffentlichen Gesundheitswesens, des Wohlfahrtswesens und des Sports; Schach gilt als Sport,
  • die allgemeine Förderung des demokratischen Staatswesen in der Bundesrepublik Deutschland,
  • die Förderung der Tierzucht, der Pflanzenzucht, der Kleingärtnerei, des traditionellen Brauchtums einschließlich des Karnevals, der Fastnacht und des Faschings, der Soldaten- und Reservistenbetreuung, des Amateurfunkens, des Modellflugs und des Hundesports.

Begünstigt sind Zuwendungen an:

  • inländische juristische Person des öffentlichen Rechts oder
  • eine inländische öffentliche Dienststelle oder
  • eine nach § 5 Abs. 1 Nr. 9 des Körperschaftsteuergesetzes steuerbefreite Körperschaft, Personenvereinigung oder Vermögensmasse.

Nicht zu den steuerbegünstigten Zuwendungen gehören Dienstleistungen oder die Überlassung von Nutzungsmöglichkeiten. Auch unentgeltliche Arbeitsleistungen für einen Verein oder die kostenlose Überlassung von Räumen oder Fahrzeugen sind keine Spenden.

Hinweise für Kiel:

Die Spendenbescheinigung wird von dem jeweiligen Fachamt ausgestellt. So ist z. B. für eine Spende an einen Kindergarten das Amt für Schule, Kinder- und Jugendeinrichtungen und bei einer Spende an einen städtischen Friedhof das Grünflächenamt zuständig. Die Spendenbescheinigung wird erst ausgestellt, wenn die Geld- oder Sachspende eingegangen ist.

Was sollte ich noch wissen?

Die Zuwendungsbestätigung muss auf einem amtlich vorgeschriebenen Vordruck erfolgen. Diese ist der Einkommensteuererklärung zwingend als Beleg beizufügen.

Auskünfte und Bewertungen zu Spenden suchenden Organisationen gibt das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI). Nach eigener Auskunft dokumentiert das DZI in seinem Wohlfahrtsarchiv etwa 2.100 Spendenorganisationen des sozialen, insbesondere des humanitär-karitativen Bereichs. Das DZI bietet eine Spender-Beratung. Auf dieser Basis beantwortet das DZI gegen Erstattung der Kosten Anfragen von Privatpersonen, Unternehmen, Behörden und Medien.

Weitere Informationsmöglichkeiten bietet auch der Deutsche Spendenrat e.V.

Spenderberatung des DZI

Deutscher Spendenrat e. V.

Hinweise für Kiel:

Gemäß § 76 Absatz 4 der Gemeindeordnung Schleswig-Holstein darf die Landeshauptstadt Kiel zur Erfüllung ihrer Aufgaben Spenden, Schenkungen und ähnliche Zuwendungen einwerben und annehmen oder an Dritte vermitteln. Über die Annahme oder Vermittlung von Spenden, Schenkungen oder ähnlichen Zuwendungen, die über 50 Euro hinausgehen, ist  jährlich gegenüber der Gemeindevertretung ein Bericht zu erstatten, in welchem die Geberin bzw. der Geber, die Zuwendungen und die Zuwendungszwecke anzugeben sind. Diese Berichterstattung erfolgt in der Regel im öffentlichen Sitzungsteil des Finanzausschusses und der Ratsversammlung.  

Geht bei der Landeshauptstadt Kiel eine Spende, Schenkung oder ähnliche Zuwendung ein, werden die Daten der Geberin bzw. des Gebers für die jährliche Berichterstattung erfasst. Rechtsgrundlage für die Datenverarbeitung (einschließlich Speicherung und Übermittlung) ist § 76 Abs. 4 Gemeindeordnung. Deshalb bedarf es auch keiner ausdrücklichen Einwilligung der Geberin bzw. des Gebers zur Veröffentlichung der genannten Angaben.  

Die Aufbewahrungsfrist für die personenbezogenen Daten beträgt 10 Jahre beginnend am 01. Januar des Folgejahres, in dem die Zuwendung angenommen wurde.

Datenverantwortlicher: Oberbürgermeister Dr. Ulf Kämpfer, Mail an: rathaus@kiel.de

Datenschutzbeauftragter und Auskunftsrecht
Sie haben nach Artikel 15 Datenschutzgrundverordnung ein Recht auf unentgeltliche Auskunft über die Sie betreffenden verarbeiteten personenbezogenen Daten. Bei Fragen zum Datenschutz oder vermuteten Verletzungen des Datenschutzrechtes können Sie sich an den Datenschutzbeauftragten der Landeshauptstadt Kiel wenden, telefonisch unter  0431 9012771 oder per Mail an datenschutz@kiel.de

Ihnen steht zudem ein Beschwerderecht bei der Aufsichtsbehörde, dem Unabhängigen Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein, zu, telefonisch erreichbar unter 0431 9881200 oder per Mail an mail@datenschutzzentrum.de .

Rechtsgrundlage

  • §§ 52 - 54 Abgabenordnung (AO),
  • § 10 b Einkommenssteuergetz (EStG).

AO

§ 10 b EStG

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