Kiel zu Fuß

Die Landeshauptstadt untersucht und fördert systematisch Wege von Kindern und typische Fußwegeachsen, um sie besonders zu sichern und weiterzuentwickeln.

Rund 28 Prozent aller Wege legen die Kieler*innen in ihrer Stadt zu Fuß zurück. Bezieht man die Zuwege zum Erreichen von Bushaltestellen oder Parkplätzen mit ein, liegt der Anteil sogar bei 61 Prozent.

  • Auf einer Länge von circa 218 Kilometern führen mehr als 50 Wanderrouten als  "Grüne Wege" zu Kiels schönsten Seiten.
  • Entlang der Kieler Jogging-Routen genießt man laufend die schönsten Seiten der Landeshauptstadt.
  • Um Kinderwege sicherer zu machen, gibt es ein Programm zur Sicherung von Kinderwegen.
  • Der Kieler Rolliführer versorgt Interessierte mit zahlreichen nützlichen Detailinformationen über barrierefreie Wege in der Landeshauptstadt.

Schulwegpläne

Der Schulweg ist häufig der erste Weg, den Kinder alleine zurücklegen, erst zu Fuß, später vielleicht mit dem Fahrrad. Kinder lernen auf dem Schulweg ihre Umwelt aus einem ganz anderem Blickwinkel kennen und erlernen so am besten verkehrssicheres Verhalten. Außerdem macht der Fußweg zur Schule die Kinder fit fürs Lernen: Sie kommen wacher an, sind ausgeglichener und können sich besser konzentrieren.

An vielen Kieler Schulen Schulwegpläne gibt es Empfehlungen für einen sicheren Schulweg. Für die Erstellung und Aktualisierung der Schulwegpläne sind die Schulen zuständig. Das Tiefbauamt und Stadtvermessungsamt unterstützen mit fachlichem Rat und bei der Erstellung der Druckvorlage. Für diesen Zweck hat das Tiefbauamt einen Leitfaden entwickelt.

Die gesetzliche Grundlage für Verkehrserziehung und Schulwegsicherung ist im Erlass des Ministeriums für Bildung und Wissenschaft vom 9. September 2013 „Mobilitäts- und Verkehrserziehung / Schulwegsicherung“ zu finden.

Fördern Sie die eigenständige Mobilität ihres Kindes! Helfen Sie ihm bei der Einübung eines sicheren Schulweges. Sollte die Schule Ihres Kindes unten nicht aufgeführt sein, nehmen Sie am besten direkt mit der Schule Kontakt auf. Die Kontaktdaten für alle Kieler Schulen finden Sie hier.
 

Laut Schleswig-Holsteinischem Schulgesetz Paragraf 63 (22) sind Schulen für die Erstellung und Aktualisierung von Schulwegplänen zuständig. Schulwegpläne sollen die Verkehrssicherheit erhöhen und Kindern helfen den Schulweg selbstständig zu bewältigen. Schulwegpläne beschließt die Schulkonferenz.

Das Tiefbauamt hat diesen Leitfaden mit dem Ziel erstellt, Lehrer*innen bei der Erstellung dieser Pläne zu unterstützen. Das Tiefbauamt und Stadtvermessungsamt helfen die Schulen mit fachlichem Rat, Kartenmaterial und bei der Erstellung der Druckvorlage. Der Druck von Schulwegplänen erfolgt durch die Rathausdruckerei und ist von den Schulen zu übernehmen.

1. Schulwegkommission bilden

Zunächst ist die Bildung einer Arbeitsgruppe erforderlich. Diese Schulwegkommission kann bestehen aus:

  • Schulleitung,
  • Mobilitätsbeauftragte*r,
  • Lehrer*innen sowie
  • Eltern- und Schülervertretern etc..
2. Arbeitsmaterialien beschaffen

Erforderlich sind in erster Linie:

 

  • Kartengrundlagen für den Einzugsbereich der Schule,
  • Musterbeispiele,
  • und Textvorlagen.

Diese erhalten Sie über das Schulische Mobilitätsmanagement beim Tiefbauamt der Landeshauptstadt Kiel.

3. Schulwegsituation analysieren und bewerten

Bei der Erstellung eines Schulwegplanes sollte zunächst die bestehende Situation untersucht werden.

Dafür ist es erforderlich, Daten zu erfassen und zusammenzustellen:

  • derzeit gewählte Schulwege unter Einbeziehung von Eltern und Schüler*innen,
  • vorhandene Konflikt-/Gefahren-/Problembereiche unter Einbeziehung von Eltern und Schüler*innen,
  • mögliche Unfallschwerpunkte identifizieren,
  • Verkehrsbelastung der anliegenden Straßen, 
  • Querungsstellen (Ampeln, Fußgängerüberwege, Mittelinseln etc.) 
  • Gehweg- beziehungsweise Straßenbreiten, 
  • und Belechtungssituation.

Eine Begehung der Schulwege durch die Schulwegkommission gegebenenfalls mit weiteren Schüler*innen oder Eltern ist immer zu empfehlen. Das Tiefbauamt, die Verkehrsaufsicht und die Polizei sind Ihnen bei der Beschaffung von Datenmaterial ebenfalls gerne behilflich.

4. Schulwegempfehlungen entwickeln

Im Anschluss an die Analyse und Bewertung der Schulwegsituation entwickelt die Schulwegkommission Schulwegempfehlungen und stellt diese auf einer Karte dar.

Bei der Definition der empfohlenen Routen sollte darauf geachtet werden:

  • stark befahrene Straßen zu umgehen 
  • und möglichst Straßen mit breiten Gehwege zu verwenden. 
  • die Routen sollten straßenseitengenau dargestellt werden sowie Gefahrenpunkte und Querungsstellen (zum Beispiel Ampeln) enthalten. 
  • Bushaltestellen darzustellen.
  • Es empfiehlt sich auch, sogenannte "Elternhaltestellen" zu bestimmen und einzuzeichnen. Das Tiefbauamt hat einen Standard zur Errichtung von Elternhaltestellen entwickelt.
5. Gemeinsame Begehung mit Tiefbauamt, Verkehrsaufsicht und Polizei

Im Anschluss sollte der Schulwegplan in einer weiteren Begehung kontrolliert werden. Sie sollten das Tiefbauamt, die Verkehrsaufsicht und die Polizei in die Abstimmung mit einbeziehen.

6. Schulwegplan layouten und drucken lassen

Es besteht die Möglichkeit den erstellten Schulwegplan durch das Tiefbauamt und Stadtvermessungsamt layouten und drucken zu lassen. Der Schulwegplan wird in der Regel im DIN A4 Format als faltbarer Flyer erstellt. Neben der Kartendarstellung der empfohlenen Schulwege besteht er aus einem Textteil. Die Erstellung der Druckvorlage ist kostenfrei.

7. Schulwegplan verteilen

Der Schulwegplan sollte jährlich fortgeschrieben werden, um zum Beispiel Veränderungen an Straßen und Wegen oder neue Einzugsgebiete zu ergänzen und gegebenenfalls auf Erfahrungen reagieren zu können. Der Schulwegplan bzw. das Thema Mobilität sollte ein Tagesordnungspunkt auf jeder Schulkonferenz sein.

8. Schulwegplan fortschreiben

Der Schulwegplan sollte jährlich fortgeschrieben werden, um zum Beispiel Veränderungen an Straßen und Wegen oder neue Einzugsgebiete zu ergänzen und gegebenenfalls auf Erfahrungen reagieren zu können. Der Schulwegplan bzw. das Thema Mobilität sollte ein Tagesordnungspunkt auf jeder Schulkonferenz sein.

Maßnahmen zur Schulwegsicherung
Die Landeshauptstadt Kiel will die Verkehrssicherheit auf den Schulwegen weiter verbessern. 

Wenn es aus den Schulen dazu Vorschläge gibt, sind diese sehr willkommen, zum Beispiel:

  • zur Beleuchtung der Schulwege,
  • zu Querungshilfen durch Mittelinseln, Fahrbahneinengungen etc.,
  • zu Parkregelungen auf der Straße oder in Querungsbereichen, 
  • und zu Geschwindigkeitsregelungen.

Die Vorschläge werden geprüft und gegebenenfalls in das Programm zur „Fußverkehr“ aufgenommen. Die Umsetzung erfolgt je nach Verfügbarkeit von Finanzmitteln auf der Grundlage einer für ganz Kiel zu erstellenden Prioritätenliste. Ein Kriterium für die Priorisierung ist der Schulwegplan.

Kleine Maßnahmen, die ohne größeren baulichen Aufwand umgesetzt werden können, sind ggf. auch kurzfristig umsetzbar.

Leitfaden zum Download 

Adolf-Reichwein-Schule (derzeit in Arbeit)

Lilli-Martius-Schule (2007) ehemals Freiherr-vom-Stein-Schule / Theodor-Möller-Schule

Lernwerft ehemals Heinrich-von-Stephan-Schule

Zum Herunterladen
Broschüre

„Perspektiven“ für Menschen mit Behinderung

 

Kontakt

Landeshauptstadt Kiel
Tiefbauamt
Abteilung Verkehr
Fleethörn 9
24103 Kiel

Christian Stamer
0431 901 2249

Sybille Rose
0431 901 2288