Tipps und Infos der Kieler Umweltberatung

Jeder kann etwas für den Schutz von Klima und Natur tun. Die Kieler Umweltberatung klärt auf. Sie lädt regelmäßig zu Vorträgen und Exkursionen ein, sowie zu Informationsnachmittagen – meist donnerstags zwischen 15 und 17 Uhr – in das Kundenzentrum am Kleinen Kiel.

Veranstaltungen

Veranstaltungsbild zu Ist das wirklich Bio?
Donnerstag, 9. November, 17 Uhr Ist das wirklich Bio?

Die Kieler Umweltberatung lädt zu einem Vortrag zum Thema „Ist das wirklich Bio?“ mit dem zertifizierten EU-Öko-Inspekteur Uwe Schreiber in die Stadtbücherei ein. | Haben Sie sich schon mal gefragt, ob die Tomate aus Spani ...

Zentralbücherei im Neuen Rathaus



Wussten Sie schon, dass ...

Keine gentechnisch veränderten Pflanzen auf städtischen Flächen: Die Landeshauptstadt Kiel hat sich verpflichtet, die Ausbreitung von Pflanzen aus dem Labor einzuschränken. Bereits 2009 hat die Ratversammlung beschlossen dass,

  • Pflanzen mit gentechnisch verändertem Erbgut auf städtischem Grund nicht angebaut werden dürfen und
  • städtische Einrichtungen, städtische Eigenbetriebe und städtische Beteiligungen möglichst keine gentechnisch veränderten Lebensmittel oder Zutaten kaufen und verwenden sollen

Damit gehört Kiel zu den mehr als 350 gentechnikfreien Kommunen / Landkreisen in der Bundesrepublik. 2012 ist auch die schleswig-holsteinische Landesregierung den gentechnikfreien Regionen beigetreten. Über weitere Mitstreiter im Bundesgebiet informieren die Seiten des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland: www.gentechnikfreie-regionen.de

Beschluss vom 9. Juli 2009 "Keine gentechnisch veränderten Pflanzen auf städtischen Flächen" herunterladen 

Gründe gegen Gentechpflanzen-Anbau
  • Der Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen bedroht die biologische Vielfalt, weil ihr Erbgut sowohl auf die Wildfauna und -flora als auch auf Kulturpflanzen auskreuzen kann.
  • Gentechnisch veränderten Pflanzen sind meist widerstandsfähig gegen Pflanzengifte. Deshalb wird umso mehr gespritzt. Das Gift zur Unkraut- und Schädlingsbekämpfung schädigt Insekten und andere Tiere und ruft neue Resistenzen hervor. Das wiederum macht noch mehr Gift nötig.   
  • Die Rückstände der Pflanzengifte (Glyphosat, POE-Tallowine) gehen in die Lebens- und Futtermittel über: Menschen und Tiere essen sie mit - und schaden ihrer Gesundheit.
  • Fremde Gene in Lebensmitteln können neue Giftstoffe und Allergien verursachen. Wie sich der Verzehr genveränderter Pflanzen auf die menschliche Gesundheit auswirkt, ist noch nicht ausreichend untersucht. 

Mehr zum Thema Gentechnik finden Sie beim Infodienst Gentechnik der Zukunftsstiftung Landwirtschaft (hier insbesondere der Zusammenhang von Gentechnik und Glyphosat) und dem Umweltinstitut München.


Viele Menschen in unserer Stadt engagieren sich in ihrer Freizeit für die Umwelt. Damit gute Ideen nicht an den Kosten scheitern, gibt es seit 1993 den Umweltschutzfonds der Landeshauptstadt Kiel.

Der Fonds unterstützt Kielerinnen und Kieler, die einen besonderen Beitrag zum Umweltschutz leisten wollen.

Anträge auf Förderung können stellen:

  • Umweltvereine und -verbände
  • Sportvereine
  • Kleingruppen wie Kinderhorte, Schülergruppen
  • Einzelpersonen

Förderwürdig können sein: 

  • Technische Umrüstungen zum Energieeinsparen bei Heizung und Wasser in Sportvereinen
  • Begrünung der Außenanlagen oder des Hinterhofes eines Vereinsgebäudes
  • Maßnahmen zum Naturschutz und zur Landschaftspflege
  • Projekte zur Verbesserung des Umweltbewusstseins
  • Projekte der Umwelttechnologie
  • Projekte zur Energieeinsparung

Das sind nur Beispiele. Ein Anspruch auf Förderung besteht nicht, doch ein Antrag lohnt.
Genaues finden Sie in den Förderrichtlinien (PDF, 53 KB).

Anträge & Kontakt

Anträge auf Gewährung von Zuschüssen können Sie formlos und schriftlich stellen bei der

Landeshauptstadt Kiel
Umweltschutzamt
Postfach 1152
24099 Kiel
Telefon 0431 / 901-3773
Fax 0431 / 901-63780

500 Deckel für ein Leben ohne Kinderlähmung: Die Kieler Umweltberatung beteiligt sich an der Sammel-Aktion „Deckel gegen Polio“ des Rotary Clubs Mölln-Lauenburg. Das Geld aus dem Verkauf der Flaschendeckel fließt in die Finanzierung von Impfungen gegen Kinderlähmung. Eine Impfdosis kostet so viel, wie ein Kilo Deckel einbringt. Umgerechnet in Flaschendeckel sind das 500 Stück.

Besser für die Umwelt

Allein in Deutschland werden jährlich rund 40.000 Tonnen Deckel aus den Plastik-Arten HDPE (High Polyethylen oder Hart-Polyethylen) und PP (Polypropylen) verwendet. Die meisten dieser Deckel werden entsorgt und nicht recycelt.

Die gesammelten Deckel hingegen werden zu Granulat vermahlen, mit anderen Rohstoffen gemischt und dann zu neuen Produkten wie Gartenbänken, Rohren etc. verarbeitet.

Das schont Ressourcen. Allein die Herstellung von HDPE und PP aus Erdöl und Erdgas benötigt viel Energie und belastet die Umwelt. Je mehr Deckel recycelt werden, deso geringer die Belastung. 

Kurzfilm

Der kurze Film "Mutti, du musst sammeln!" zeigt, wie die Deckelsammlung genau funktioniert, was mit den Deckeln passiert und warum es sich lohnt zu sammeln.

Wo kann ich meine Deckel abgeben?

Das Kundenzentrum am Kleinen Kiel, Holstenbrücke Ecke Martensdamm nimmt alle gesammelten Deckel entegegen.

Welche Deckel soll ich sammeln?

Nur Deckel aus PP, PE (Polyethylen) oder HDPE werden verwendet. Diese finden sich auf Getränkeverpackungen aus Plastik und Tetrapacks.

Zu erkennen ist die Plastik-Art der Deckel oft an einem kleinen eingeprägten oder aufgedruckten Dreieck mit der entsprechenden Abkürzung PP, HDPE oder PE.

Die Deckel dürfen nicht mehr als vier Zentimeter Durchmesser haben, da bei unterschiedlichen Deckelgrößen die Sortierung zu kostenaufwändig ist und damit weniger Impfungen finanziert werden können.

Was passiert mit den Deckeln?

Die Deckel, die bei der Kieler Umweltberatung abgegebenen werden, kommen zu einem der Wertstoffhöfe des Abfallwirtschaftsbetriebes Kiel. Von dort gehen größere Mengen zum Recycling an zentrale Stellen innerhalb Deutschlands.

Die Recyclingpakete werden weiterverkauft. 500 Deckel wiegen etwa ein Kilo.  Aus dem Erlös eines Kilos Deckel kann eine Impfdosis finanziert werden.

Seit dem Start der Aktion des Rotary Clubs Mölln-Lauenburg im August 2014 konnten aus dem Deckel-Erlös über 153.000 Schluckimpfungen ermöglicht werden. Die Krankheit ist weiterhin nicht vollständig ausgerottet und die Sammlung geht weiter. Ein Ende ist nicht geplant.

http://deckel-gegen-polio.de



Jahreszeiten-Tipps: Herbst

Jetzt im Herbst fallen die Kastanien wieder von den Bäumen. Doch sie sind für weit mehr geeignet als zum Basteln. Die in den Kastanien enthaltenen Seifenstoffe (Saponine) machen Kastanien zu einer umweltfreundlichen und gleichzeitig günstigen Waschmittelalternative.


Das Waschmittel kann man beispielsweise so herstellen:

  • 8-10 saubere Kastanien mit einem Messer in kleine Stücke schneiden.
  • Mindestens für zwei Stunden in ein Glas mit Wasser legen; dadurch lösen sich die in den Kastanien enthaltenen Seifenstoffe und das Wasser wird milchig.
  • Nach der Einweichzeit das Wasser abgießen.
  • Das fertige Wasser kann jetzt wie gewohnt in das Waschmittelfach der Waschmaschine gefüllt und das gewünschte Waschprogramm gestartet werden.

Das selbst gemachte Waschmittel ist allerdings nur wenige Tage haltbar und sollte lieber öfter frisch gemacht werden.

In größeren Mengen sind die in Kastanien enthaltenen Seifenstoffe schädlich für Fische. Deshalb gilt auch hier, dass nicht mehr eingesetzt werden sollte als notwendig. Laut dem Bayerischen Landesamt für Umwelt ist die hierzulande freigesetzte Menge jedoch unbedenklich, da relativ wenige Menschen mit selbst gemachtem Waschmittel aus Kastanien waschen.

Besonders im Herbst, wenn die Tage wieder kühler werden, wollen wir die Wärme in der Wohnung oder dem Haus halten. Gleichzeitig steigt aber auch die Feuchtigkeit der Luft. Durch Kochen, Duschen, Wäsche waschen, aber auch einfach über unseren Körper geben wir weitere Feuchtigkeit in die Raumluft ab. Bei einem Vier-Personen-Haushalt können das schnell zehn Liter am Tag werden. Lüften wir nicht oder nicht richtig, kondensiert diese Feuchtigkeit an den kältesten Ecken des Raumes und es kann sich Schimmel bilden.


Am besten öffnen Sie zum Lüften mehrmals täglich alle Fenster weit und lassen die Zimmertüren offen stehen, sodass die Luft durch alle Räume ziehen kann. Dabei wird die feuchte Luft aus der Wohnung transportiert und frische in die Wohnung gelassen.


Ist das nicht möglich, kann auch das Fenster weit geöffnet und die Zimmertür geschlossen werden. Dabei wird immer noch ein guter Luftaustausch gewährleistet. Allerdings dauert der Austausch etwas länger, sodass entsprechend länger gelüftet werden muss.


Ungeeignet ist lange Kipplüftung der Fenster. Hierbei findet relativ wenig Luftaustausch statt. Gleichzeitig kühlt bei sinkenden Außentemperaturen das umgebende Mauerwerk stark aus, sodass die Gefahr der Schimmelbildung rund um das Fenster sogar noch weiter ansteigt.


Der Umwelt und Ihrem Geldbeutel zuliebe, sollten Sie wären des Lüftens immer alle Heizungen ausschalten, um Energie zu sparen. Die frische Luft erwärmt sich viel stärker als die „verbrauchte“, sodass Sie es schnell wieder warm haben werden.

Jetzt im Herbst fällt wieder viel Laub von den Bäumen und stört so manchen Gartenbesitzer. Viele entsorgen es mit viel Aufwand.

Dabei gibt es gute Gründe, das Laub zu behalten. Auf Beeten schützt es die Pflanzen darunter und bietet zahlreichen Gartenbewohnern einen Unterschlupf für den Winter.

Auf dem Rasen sollte die Laubschicht nicht zu dick werden, damit er nicht erstickt oder anfängt zu faulen. Hier bietet es sich an, das Laub mit einem groben Rechen zusammenzukehren. Aufgehäuft dient es Igeln und anderen Tieren als Winterquartier. Besonders Igel möchten den Winter über nicht gestört werden und schätzen es, wenn Sie das Laub bis zum Frühjahr liegen lassen.


Häufige Fragen - und die Antworten

Im Gegensatz zu konventionellen Lebensmitteln sind Bio-Produkte überwiegend frei von Pestiziden. Auch beim Umweltschutz und der Tierhaltung bieten Bio-Lebensmittel große Vorteile: Das Bio-Siegel fordert umweltschonende Anbaumethoden und artgerechtere Tierhaltung.

Eine Adressenliste für den Einkauf von Bio-Lebensmitteln in Kiel gibt es bei der Umweltberatung im ABK-Kundenzentrum am Kleinen Kiel, im Umweltschutzamt und hier:

Infoblatt Bio is(s)t besser

Frisches Obst und Gemüse der Saison, am besten regional und nachhaltig erzeugt, schmeckt gut und ist voller Vitamine und Mineralstoffe - und nicht nur das: Wer da zugreift, hilft auch das Klima zu schützen. Aber wann wächst eigentlich was?

Saisonkalender für Obst und Gemüse gibt es kostenlos bei der Umweltberatung im ABK-Kundenzentrum am Kleinen Kiel, im Umweltschutzamt oder hier zum Herunterladen:

Heimisches Gemüse - Saisonkalender
Heimisches Obst- Saisonkalnder

Nein. Medikamente gehören weder in den Abfluss des Waschbeckens noch dürfen sie über die Toilette entsorgt werden. Medikamente lösen sich im Wasser auf, können aber in Klärwerken und Aufbereitungsanlagen nicht aus dem Abwasser gefiltert werden. Sie landen über das Grundwasser wieder in unserem Trinkwasser.

Essensreste lagern sich an den Innenwänden von Rohrleitungen ab und verstopfen sie.

Es gibt darüber hinaus eine Reihe von Abfällen, die nicht in den Abfluss gehören:

  • Öle
  • Tiereinstreu
  • Gießwasserreste mit Pflanzenschutz- und Düngemitteln
  • Feuchttücher, Kosmetikartikel, Windeln und Co.
  • Zigarettenkippen
  • Farben, Lacke, Lösungsmittel, Nagellackentferner, Pinselreiniger
  • andere Chemikalien

WC-Duftsteine zum Beispiel enthalten giftige Chemikalien und sind nicht empfehlenswert. Putz- und Reinigungsmittel sowie Wasch- und Spülmittel sollten nur in geringen Mengen Verwendung finden. Greifen Sie nach Möglichkeit zu biologischen Produkten.  



Das Umwelthandbuch

Das Umweltschutzamt der Landeshauptstadt Kiel berichtet in seinem Handbuch aus 30 Jahren Umweltarbeit. Der Jubiläumsband von 2016 blickt auf Erreichtes und Zukünftiges.

Auf 150 Seiten erfahren Sie vieles über den Schutz von Klima, Boden, Luft und Wasser in Kiel sowie Wissenswertes über das Umweltinformationssystem und die Umweltberatung.

Das Grünflächenamt, das Tiefbauamt und die Immobilienwirtschaft rücken dabei ebenso ins Licht wie der Abfallwirtschaftsbetrieb und die Müllentsorgungsanlage, die ebenfalls aktiv im Umweltschutz sind.

Sie können das Handbuch hier herunterladen oder es gedruckt bekommen, im Umweltschutzamt im Hause der ehemaligen Landwirtschaftskammer, Holstenstraße 108, oder im Kundenzentrum am Kleinen Kiel, Ecke Martensdamm.

Infos in der Umweltberatung
Haus am kleinen Kiel

Abfall- und Umweltberatung
ABK Kundenzentrum am Kleinen Kiel
Rathausplatz 6
24103 Kiel

Öffnungszeiten

0431 220 7810
  

 

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Kontakt

Landeshauptstadt Kiel
Umweltschutzamt
Holstenstraße 108
24103 Kiel

Öffnungszeiten


Nicoline Henkel

0431 901-3765