Vogelgrippe

Die Vogelgrippe ist eine Tierseuche, die bei Geflügel, insbesondere bei Hühnern, Puten, Enten, Gänsen, aber auch bei anderem Geflügel sowie Schwänen und anderen Wildvögeln auftreten kann. Der offizielle Name lautet daher "Geflügelpest".

Es gibt verschiedene Typen dieser Erkrankung, die für Tiere unterschiedlich krankmachend sind; zum Beispiel die Virustypen H5N1 oder H7N7. Eine Übertragung auf den Menschen ist im Einzelfall bei intensivem Kontakt mit infiziertem Geflügel, nicht aber durch den Verzehr von Geflügelprodukten möglich, insbesondere dann nicht, wenn sie erhitzt wurden.

Seit dem ersten Vogelgrippefall bei Wildvögeln in Deutschland gelten bundesweit verschärfte Schutzmaßnahmen in Infektionsgebieten und in sogenannten Risikogebieten, in denen die Übertragung des Virus von Wildvögeln auf Hausgeflügel höher ist als in anderen Gebieten.

Wer Hühner, Truthühner, Perlhühner, Rebhühner, Fasane, Laufvögel wie Strauße, Emus oder Nandus, Wachteln oder Gänse hält, hat sie in geschlossenen Ställen oder in einer vor Einträgen durch Wildvögel geschützte Voliere beziehungsweise einem geschützten Auslauf zu halten.

Bei der Veterinärbehörde der Kreise/kreisfreien Städte kann ein Antrag auf Erteilung einer Ausnahmegenehmigung von der Aufstallungsverpflichtung gestellt werden. Die zuständige Veterinärbehörde kann den Antrag genehmigen, wenn der Geflügelbestand nicht in einem Sperr- oder Beobachtungsgebiet liegt und sich nicht in unmittelbarer Nähe eines größeren Küsten- oder Binnengewässers befindet.

Hinweise für Kiel:

Aufgrund des aktuell nachgewiesenen Geflügelpest-Erregers bei verendeten Wildvögeln ist eine landesweite Stallpflicht für alle Geflügelarten mit Wirkung zum 10.11.2016 erlassen worden. Diese wurde am 10.04.2017 teilweise aufgehoben, so dass die Aufstallungspflicht nur noch für Teile des Kieler Stadtgebietes angeordnet ist. Die sonstigen Vorgaben der Allgemeinverfügung vom 10.11.2016 bleiben unverändert. 

Außerdem musste am 10.03.2017 erneut ein Beobachtungsgebiet eingerichtet werden, nachdem im Kreis Plön Erreger der Geflügelpest nachgewiesen wurden. Das Beobachtungsgebiet schließt Teile des östlichen Kieler Stadtgebietes ein. Daher besteht in diesem Gebiet erneut u.a. das Gebot, Hunde und Katzen von Geflügel und toten und kranken Wildvögeln fern zu halten. Geflügelhaltungen sind - sofern noch nicht geschehen - bei der Veterinärabteilung der Landeshauptstadt Kiel anzumelden. 

Die Allgemeinverfügungen und der genaue Verlauf des Beobachtungsgebietes sind unter nachstehendem Link der örtlichen Bekanntmachungen einsehbar.

Tierseuchen bekämpfen

Allgemeinverfügungen Aufstallungspflicht und Beobachtungsgebiet

Kosten & Gebühren

Geflügel, das mit Ausnahmegenehmigung im Freien gehalten werden darf, muss einmal im Monat virologisch untersucht werden.

Die Untersuchungskosten trägt der Tierhalter oder Besitzer. Informationen zu den Kosten der Untersuchungen gibt das Landeslabor Schleswig-Holstein.

Was sollte ich noch wissen?

Weitere Informationen finden Sie auch im Landesportal "Landwirtschaft und Umwelt Schleswig-Holstein" und auf den Internetseiten des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL).

Aviäre Influenza - Geflügelpest oder Vogelgrippe

BMEL - Geflügelpest/Vogelgrippe

An wen kann ich mich wenden?

  • An das Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein (MELUR),
  • an das Landeslabor Schleswig-Holstein (Lebensmittel-, Veterinär- und Umweltuntersuchungsamt) oder
  • an die Veterinärämter der Kreise/kreisfreien Städte.

In der Landeshauptstadt sind folgende Stellen zuständig:

Rechtsgrundlage

Verordnung zum Schutz gegen die Geflügelpest (Geflügelpest-Verordnung)

Geflügelpest-Verordnung

Zuständige Stellen
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