Museumsbrücke Seegarten

Auf historischem Grund: Seegarten und Museumsbrücke

Noch bis Ende des 19. Jahrhunderts wurden am Seegarten unterhalb des Kieler Schlosses Schiffe gebaut.

Seit 1890 wurde das Gelände touristisch genutzt. Es entstand ein Fähranleger mit insgesamt drei Brücken sowie ein Restaurantgebäude mit einem Aussichtsturm und einer Gartenanlage mit Musikpavillon und der Schankhalle.

Der Seegarten wurde zum beliebten Freizeitziel und Ausgangspunkt für Fährfahrten über die Förde. Trotzdem wurde die Anlage 1910 abgebrochen. 

Die „Brausebude“

Der Name „Brausebude“ ist so überliefert: Da es keine Alkoholkonzession gab, wurde am Fähranleger seinerzeit Limonade ausgeschenkt, um den Alkoholkonsum insbesondere unter den Werftarbeitern zu reduzieren.

Unter nationalsozialistischer Herrschaft wurde das Gelände als Aufmarschplatz während der Olympischen Spiele 1936 genutzt und seit den 1960er Jahren als Parkplatz für den Fähranleger nach Skandinavien.

Von den drei ursprünglichen Anlegestegen der Fördedampfer dient heute nur noch einer dem Fährverkehr, ein weiterer als Museumsbrücke, der dritte wurde abgebrochen. 

Die Museumsbrücke aus der Luft title=
Die Museumsbrücke aus der Luft - links außerdem der historische Fördedampfer MS Stadt Kiel